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August

August

22.07.2017, 12:07 Uhr
Beitrag von wize.life-Nutzer

Laurentius gilt bereits als der erste Herbstbruder

Lostage - Bauerneln und Heiligenlegenden zum Monat August

Deggendorf --Den schönsten Tag im August erkennt man schon am Morgen,
weiß Kneipp-Vorsitzender Gerard Zacher einen bekannten Bauernspruch
zum Erntemonat (bayrisch Arntmonat). Und: Wie im August das Wetter war, so wird es dann im Februar. Wenn die Ameisen sich verkriechen, wird bald Regen vom Himmel gießen. Der Tau tut dem August so not, wie jedermann das täglich Brot. Fängt der August mit Donnern an, er's bis zum End' nicht lassen kann. Der August entspricht dem
Februar wie der Juni dem Dezember.

Kneippvorsitzender Gerard Zacher hat für August die besonderen Lostage,
die Bauersprüch und -Weisheiten sowie besondere Heiligenlegenden zusammen-
gestellt..

Sogenannte Schwendtage (dies atri -schwarze Tage) sind am 1., 17, 21, 22 und
29. August. Früher vermied man an diesen Tagen Neues zu beginnen bzw.
zu verreisen. Am 1. August wurde früher keinesfalls geheiratet.

Der August wird auch Erntemonat, Ährenmonat, Sichelmonat, Ernting
genannt, lat. Augustus. Es ist der achte Monat des Jahres im Gregorianischen Kalender Der August hat 31 Tage und wurde im Jahre 8 v. Chr. nach dem römischen Kaiser Augustus benannt. Im römischen Kalender war der August ursprünglich der sechste Monat. Im Aberglaubenbereich gelten als Gücksteine des Monats Sardonyc und Karneol.
Früher glaubte man, dass im August Geborene besondere Glückkinder sind.
Geerntet werden im August Weizen, Hafer und Gerste. Wenn Ritttersporn
und Kornblumen blühen - so hieß es- soll der erste Kornschnitt erfolgen.

Der 2. August ist Portiunkula mit dem sogennanten Toties-Quoties-Ablasses.
Der Name geht auf die Weihe einer kleinen Kirche in Assisi zurück, die Franz von
Assisi zu Ehren unserer lieben Frau von den Engeln im Jahr 1216 weihen ließ.
Der darauf folgende Sonntag hatte früher erhebliche Bedeutung als großer
Beichttag wegen des Portiunkulaabschlasses, der früher auch mehrfach gewonnen
werden konnte.

Ist`s von Petri (1.August) bis Lorenzi (10.August.) heiß, dann bleibt der Winter lange weiß,
erzählt Gerard Zacher einen besonders bekannten Spruch. Das Fest Petri Kettenfeier
nimmt Bezug auf die Befreiung des Apostels Petrus aus dem Gefängnis in Jerusalem.
Die Ketten sind in der Kirche S. Pietro in Vincoli in Rom als Reliquien zu sehen.Und es heißt auch: An Petri Kettenfeier gehen die Störche fort. Freilich zum 24.August wird gesagt: Bleiben Störche und Reiher noch nach Bartholomä kommt ein Winter, der tut nicht weh.Am 1. August wird Alfons Maria di Liguori gefeiert, er war Gründer des
Redemptoristenordens, der lange Zeit auch in Deggendorf ein Kloster unterhielt.Als
Attribute hat er Rosenkranz und Missionskreuz bei den Darstellungen bei sich.


Soll der nächste Wein gedeih`n, muss St.Benno (3.August) windstill sein.
Je mehr Dominikus (4.August) schürt, um so mehr man im Winter friert. Am 5. August (Lostag) ist Maria im Schnee. Nach der Legende soll nach einem Schneewunder
die Kirche Maria Maggiore in Rom gebaut worden sein.
Regen an Mariaschnee, tut dem Korn empfindlich weh , weiß Gerard Zacher dazu
einen Bauernspruch.

Oswaldtag (5.August) muß trocken sein, sonst werden teuer Korn und Wein. Zu Oswald wächst die Rübe bald.
St. Afra (7.August)im Regen, kommt dem Bauern ungelegen. Die heilige Afra ist Patronin gegen Feuersgefahr, sie erlitt 304 den Martyrertod.
Wird’s an Dominik (8. August) sehr heiß, dann bleibt der Winter lange weiß.
St.Dominik gilt als Patron der Schneider, er gründete 1215 den Dominikaner-
orden. Er wird bei Fieber und bei Unwettern um Fürbitte angerufen.

Laurentiustränen, besonders viele Sternschnuppen, gibt es meist um den 10.August:
Laurentius kommt in finsterer Nacht ganz sicher mit Sternschnuppenpracht.
Laurentius heiter und gut, einen schönen Herbst verheißen tut. Ist hell um den
Laurentiustag, viel Frücht man sich versprechen mag. Im Lallinger Winkel
war früher die Laurentius-Brotweihe mit anschließender Brotverteilung an die Armen
Sitte. Auch das Vieh erhielt ein Stück „Laurentiusbrot“, damit es ebenfalls
gesegnet war. In der Früh, am Mittag und am Abend läuteten nicht nur ein,
sondern alle Glocken. Laurentius gilt als der erste Herbstbruder, der den Anbau der herbstlichen Feldfrüchte einleitet. Als Heilmitel bei verschiedenen Krankheiten
wurde früher das „Laurenzikräutl“ oder „Laurenzilorbeer“ angesehen, die Planze
Goldrute. Vor Feuergefahren sollten „Laurenzikohlen“ bewahren, der
„Laurenzissegen“ galt als Brandsegen bei Feuer, aber auch bei seelischen,
brennenden Qualen. Gerrd Zacher heißt mit zweitem Vornamen Lorenz.


Wie´s Wetter zu St.Kassian (13.August) hält es viele Tage lang. Wie das Wetter zu Hipolyt (13.August), so es mehrere Tage geschieht. Am 14.August ist das Fest des heiligen
Maximilian Kolbe, der am 14. August 1941 im KZ Auschwitz (Polen) einen
furchtbaren Tod hatte.

.Mariä Himmelfahrt ist in Bayern weiterhin ein Feiertag. Die Deggendorfer Urpfarrei
Mariä Himmelfahrt begeht ihr Patrozinium und es beginnt der sogenannte Frauen-
dreißiger auf dem Geiersberg. Die berühmte Kräutersegnung gewinnt wieder
zusehens an Beliebtheit. Die Heilkraft der Kräuter soll durch die Fürbitte der
Kirche dem ganzen Menschen zum Heile dienen. Mit den Blumen und Heilkräutern
wird die Schönheit der Natur in den Gottesdienst gebracht, der so zu einem
sommerlichen Fest der Freude wird.

Wies Wetter an Mariä Himmelfahrt -so der ganze
Herbst sein mag. Leuchten vor Maria Himmelfahrt die Sterne, dann hält sich das Wetter gerne. Wenn Sankt Rochus (16. August) trübe schaut, kommen die
Raupen in das Kraut. Holz am Agapitustag(18.) geschlagen, fault nicht bis zum Jüngsten Tag. Regnet es an Sankt Sebald(17.), nahet teure Zeit sehr bald. Es gehört zur
Tradition Nürnbergs, dass dort am Patronstag des heiligen Sebaldus
Gedanken zu neuen Lebenkuchenarten gemacht werden. Der große Papst Pius X
steht am 21. August im Hiligenkalender., er ist Patron der Esperantisten, des Päpstlichen Werkes der Heiligen Kindheit. Er ging als Reformpapst in die Geschichte ein, sein
Motto lautete: Alles in Christus erneuern.

Wies Wetter sich um Bartholomä (24.August) sich hält , so
ist der ganze Herbst bestellt.Gewitter um Bartholomä , bringen Hagel und Schnee.
Ist Lorenz und Bartel schön, bleiben die Kräuter noch lange stehn. t. Bartholomäus hat's Wetter parat,für den Herbst bis zur Saat. Der Aposel und Mrtyrer Baratholomäus
gilt u.a. als Patron dr Bergleute, Metzger, Schneider, Bauern, Bäcker
usw. Er wird bei Nervenkrankheiten, Zuckungen und Hauterkrankungen um
Fürbitte angerufen.

Ist Lorenz und Bertl schön, wird der Herbst gar gut ausgehn, weiß
Kneippvorsitzender Gerard Zacher eine weitere Bauernregel.
So das Wetter zu Bartholomäus ist, daran sich der Winter mißt.
Bleiben die Störche nach Bartholomä, so kommt ein Winter, der tut nicht weh.
Bartholomei -schüttet Äpfel und Birnen nei. Bartholomä -treibt das Kraut in die
Höh. Wie sichs Wetter an Barholomä stellt ein -so solls den ganzen September
sein. Um Bartholomä war die große Erntezeit in der Regel vorbei. Die Sonne
geht jetzt später auf - und das Taganläuten zum Früh-Angelus „wurde von 4 Uhr auf 5 Uhr verlegt.


An Augustin(28.) gehen die warmen Tage dahin.
Regen an Johannis Enthauptung (29.) verdirbt alle Nüsse. 30.08
Bischof Felix(30.) zeigt an, was wir in 40 Tag`für Wetter han. ´
Das Fest des heiligen Felix wurde wie mehrere volkstümliche Heilige
1969 offziell aus dem römischen Kirchenkalender für diesen Tag gestrichen.
St.Raimund (31.)treibt die Wetter aus.
gz

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