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Erst Tierliebe, dann das Gesetz: Mann rettet Waschären vor dem Tod, obwohl es verboten ist

News Team
27.07.2017, 10:44 Uhr
Beitrag von News Team

Tierschützer sind entsetzt: Ein EU-Gesetz verbietet das Aufziehen, Aussetzen oder Vertreiben von Waschbären. Also sollen die Tiere getötet werden?

Das kommt für Markus Baur, Leiter der Münchner Reptilienauffangstation, nicht in Frage. Doch was soll mit den Tieren passieren? Der Tierarzt weiß, dass sich Waschbären rasant vermehren und gegen dieses Problem vorgegangen werden muss. Er erwartet jedoch sinnvolle Vorschriften. Nicht, dass die EU einfach Waschbären verbietet und niemand sich mehr traut, hilfsbedürftige Tiere – wie diese vier Jungen - aufzunehmen.

Markus Baur und sein Team haben derzeit die Möglichkeit die Tiere aufzunehmen und deswegen tun sie dies auch. Damit haben sie jedoch beschlossen, zivilen Ungehorsam zu üben. Der 50-Jährige liebt die vier kleinen Tiere. Er sagt:

Würde einer auflaufen und im Rahmen der EU-Verordnung sagen, dass diese vier Tiere getötet werden müssen, würde ich mich schreiend vors Gehege ketten.

Die EU-Verordnung sagt nicht konkret, dass die Tiere getötet werden sollen. Dort heißt es lediglich, was verboten ist – das Aufziehen und Aussetzten. Die gesamte Verordnung gibt es hier. Es gibt bereits Bundesländer, die gesunde Tiere tot spritzen lassen. Der Tierarzt fordert eine bundesweite Problemlösung.

Sein Vorschlag: Statt die Tiere zu töten, sollte man sie kastrieren.


Nun sucht Markus Baur einen Platz, wo die Tiere sein dürfen. Für die vier Waschbären werden noch Namen und sogar Parten gesucht.

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