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ERHEBLICHER NACHHOLBEDARF... - nachgelesen von Gerd Quedenbaum

17.09.2017, 13:48 Uhr
Beitrag von wize.life-Nutzer

ERHEBLICHER NACHHOLBEDARF
IM UMGANG MITEINANDER
Ein Kommentar im Super-Sonntag vom 17.09.2017
geschrieben von TIM GRIESE

Tim Griese ist mir persönlich unbekannt. Ich nehme an, er ist ein Journalist im Hause Super-Sonntag Verlag GmbH in Aachen. Die Beiträge in dem Blatt habe ich schon verschiedentlich kritisiert, aber alles was Recht ist, wenn ein Artikel gut, sogar sehr gut ist, dann sollte man ihn auch würdigen. Das geschieht hier mit der Wiedergabe:

Gerade in Zeiten, in denen Wahlen vor der Tür stehen, neigt der Mensch dazu, sich zu beklagen, zu schimpfen und zu nörgeln: Über die Zustände im Land, über die Politik und die Gesellschaft. Wie alles den Bach runtergeht, daß endlich mal wieder angepackt werden muß. Früher war schließlich alles besser. Man kennt das Spiel. Ob nun gefühlt oder tatsächlich: Eines scheint sich wirklich geändert zu haben. Leider auch zum Negativen. Es geht um den Umgang miteinander, das Zwischenmenschliche, das soziale Zusammenleben. Da gibt es erheblichen Nachholbedarf. Schon seit langem. Daran sind aber weder diejenigen Schuld, die unser Land lenken, noch der "böse Ausländer" oder irgendjemand sonst, den der eine oder andere gerne zum Sündenbock machen würde, weil es so einfach ist.
Die Verantwortung dafür trägt jeder von uns !
Es geht um die ganz kleinen Dinge, die das Wesen des Miteinanders mikrokosmisch spiegeln und es gleichzeitig schleichend prägen: Es geht um fehlenden Anstand, mangelnde Rücksicht und verebbte Höflichkeit. Worte, die aus der Zeit gefallen zu sein scheinen, wenn man an die ganzen Vordrängler und Schubser, Egoisten und Ignoranten denkt, die sich an allen Ecken und Enden auftun. Es sind die Dinge, die für sich allein genommen für nicht mehr als Kopfschütteln, Achselzucken und Abwinken sorgen uns im Gesamten aber das Bild einer Gesellschaft vor Augen führen, die sich einmal dringend Gedanken über sich selbst machen sollte.
Es geht um Mitbürger, die ihren Müll wild entsorgen. Die mit der Lichthupe auf der linken Spur unterwegs sind und Handyfotos von Unfallstellen machen. Die grundsätzlich nicht auf die Seite treten und stur geradeaus gehen. Die nicht für ältere Menschen im Bus aufstehen. Die nicht auf die Idee kommen, zu helfen, wenn jemand ganz offensichtlich Hilfe benötigt. Man hat's vielleicht schon einmal an sich selbst gemerkt: Wenn es um den persönlichen Vorteil geht, ist einem der Nächste plötzlich ein gutes Stück entfernt.
Ob es mal besser war oder schon immer genau so mies, ist gar nicht wichtig.
Entscheidend ist, daß wir uns besinnen sollten, ja - müssen, damit die Gesellschaft, in der wir leben, eine lebenswerte bleibt.
Ein klares und gutes Wort. Danke, Tim Griese.

Die Welt ist voller guter, natürlich auch weniger guter Sprüche. Ich möchte hier eines weitergeben, daß schon meine Großeltern ihren Nachkommen sagten:
"Was Du nicht willst, das man Dir tu,
das füg auch keinem andern zu ! -

1 Kommentar

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Lieber Gerd,
ich weiß, Du willst eine sachliche Diskussion. Aber auch Du erlebst, obwohl Dein Bericht immer sachlich war und Du Dich auch in der Diskussion um Sachlichkeit bemüht hast, mit Hass und Pöbeleien überzogen wurdest. Jetzt haben wieder zwei der schlimmsten Hassprediger hier neue Beiträge reingestellt, Namen darf ich nicht nennen. Ich habe als Kind eine derartige verlogene Hasspropaganda von den Nazis erlebt. Meine Eltern waren Antifaschisten, auch im Krieg. Mein Vater wurde 1945 in unserer Gemeinde als Bürgermeister von den Engländern eingesetzt, weil er Nazigegner war. Ich selbst habe nach dem Krieg im Alleingang eine Versammlung von 200 alten Nazis gesprengt und ihnen Landesverrat vorgeworfen, für den sie vor Gericht gehörten. Ich musste einen Bombenhagel von Bierflaschen über mich ergehen lassen. Den selben Hass finde ich hier jetzt von den"selbsternannten Demokratierettern" hier. Aller Kritiker von political correctness werden mit dem selben Nazihass überzogen. Sie lassen nur ihre verbogene Weltsicht zu und sind absolut Dialogunfähig. Neben dem verbalen Hass kommt physische Gewalttätigkeit. Ich habe im Herbst 2015 einen sehr kritischen Leserbrief zur einseitigen Grenzöffnung von Merkel geschrieben. Am nächsten Tag war ich mit meinem Auto in der Waschanlage und man macht mich darauf aufmerksam, dass am linken Hinterrad drei Schrauben fehlten. Die Polizei hat das als klaren Mordversuch an mir und meiner Frau gewertet. Diese linken Hasspöbler haben so viele Gemeinsamkeiten mit den alten Nazis, sie sind die wahren Faschisten, unwillig und unfähig sich sachlich auseinanderzusetzen. Diese verbale und teilweise physische Gewalttätigkeit wird auf der Gegenseite Gewalttätigkeit verursachen. Wir werden unruhigen Zeiten entgegengehen. Die Verunglimpfung politisch Andersdenkender ist Diskursvetrweigerung.
  • 17.09.2017, 16:03 Uhr
  • 1
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