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DENKANSTOSS

22.09.2017, 12:11 Uhr
Beitrag von wize.life-Nutzer

Denkanstoß eines Freundes, über das Teilen.
Als die Flüchtlinge in Frankfurt ankamen und per hunderte zunächst in einer Turnhalle kampierten, habe ich oft mit ihnen gegessen. Für mich war das gebotene Essen eine Zumutung und ich denke noch mehr für die Flüchtlinge. Sie hatten ja keine Wahl!
Das Abendbrot, Das Übliche...wobei ich die Käsescheiben und die Putenwurst im Verdacht hatte, keine zu sein!
In winzigen Packungen wurde auch Joghurt angeboten, viele kratzten sich diesen aus dem Behälter, taten ihn aufs Brot und verteilten darauf, in Scheiben geschnittene, Oliven!
Ich machte dies genauso, weil mich der Rest anwiderte.
An einem Abend saß ich neben einer Familie und wir hatten Spass bei diesem, für Deutsche Verhältnisse, sonderbaren Gehabe beim Abendbrot. Als ich essen wollte, beugte der Vater sich diskret zur Seite und holte aus eine Tüte unter dem Tisch eine Flasche Olivenöl! Reichlich begoss er mein Brot damit! Aus den Augen der anderen Familienmitglieder leuchtete... Glück! Das brauche ich, auch heute noch, Monate danach, nur abzurufen, um es immer noch zu empfinden!
Wie kostbar doch das Teilen sein kann

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27 Kommentare

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Reich ist , wer solche Freunde hat !
Ganz lieben Dank für's erzählen
  • 23.09.2017, 09:46 Uhr
  • 3
  • 23.09.2017, 09:53 Uhr
  • 1
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Esskultur, da könnten wir uns ein paar Scheiben von abschneiden.
Nix gegen ne Käsestulle, doch sind frisches Obst/ Gemüse Salat, leider oft Fehlanzeige.

Schön , dass du das aufgeschrieben hast.
  • 22.09.2017, 13:06 Uhr
  • 2
Die Spacken habe ich einfach gelöscht
  • 23.09.2017, 09:55 Uhr
  • 1
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was bringt mir das, immer noch mehr zu besitzen, mich mit Dingen zu umgeben, die ich imgrunde nicht wirklich brauche - hat es mich glücklicher werden lassen?
Nein!
Würde ich sonst darüber nachdenken?
"Das letzte Hemd hat keine Taschen", einfach nur ein Spruch?
Ein wenig Alltagsprosa aus einem Lied von Silbermond, nachdenkenswert

Denn eines Tages, fällt dir auf
Es ist wenig, was du wirklich brauchst
Also nimmst du den Ballast
Und schmeißt ihn weg
Denn es lebt sich besser
So viel besser
Mit leichtem Gepäck

einen schönen Tag euch allen
  • 22.09.2017, 12:39 Uhr
  • 7
Eine kluge Reflexion und Ergänzung zu meinem Text
  • 22.09.2017, 12:42 Uhr
  • 2
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Nur wer noch etwas hat, kann es mit anderen teilen (oder auch 'mit-teilen'). Das gilt insbesondere für Mitgefühl, Anteilnahme, Respekt, Empathie, Liebe, Menschlichkeit......usw..
  • 22.09.2017, 12:19 Uhr
  • 7
Mitgefühl, Anteilnahme, Respekt, Empathie, Liebe, Menschlichkeit.... sind jene Dinge die uns tragen! Wer aber seines Letztes Gut teilt, der hat Kultur
  • 22.09.2017, 12:23 Uhr
  • 5
....und wer Kultur hat, ist reich...und kann davon beliebig viel weitergeben, ohne etwas zu verlieren.
  • 22.09.2017, 12:32 Uhr
  • 5
Wer etwas ehrlich teilt, egal ob letztes Gut oder aus einem Überfluss, wer etwas teilt, weil ihm danach ist, ohne Anspruch, einfach so, der achtet den Menschen.
  • 22.09.2017, 12:33 Uhr
  • 5
  • 22.09.2017, 12:34 Uhr
  • 0
  • 23.09.2017, 09:40 Uhr
  • 1
Kultur?
Kultur ist Luxus und den kann sich jeder nicht leisten.
  • 23.09.2017, 13:03 Uhr
  • 0
Wenn Kultur etwas ist, was sich 'jeder nicht leisten' kann, dann heißt das doch wohl, dass wir alle damit überfordert sind. Das kann doch so nicht gemeint sein. Ich schlage daher die Formulierung vor: "Kultur ist Luxus, und den kann sich nicht jeder leisten."
  • 23.09.2017, 13:26 Uhr
  • 1
Die oben gemeinte Kultur ist die der Umgangsform die hat mit Herzensbildung zu tun. Diese hat wiederum mit Erziehung zu tun, und hellsichtige Wertebewusste Eltern tun dies international kostenlos 😉
  • 23.09.2017, 13:43 Uhr
  • 1
Wenn ich Kultur am Bau des Kölner Opernhaus festmachen würde, dann wäre Kultur in der Tat Luxus. Wenn ich allerdings sage, dass Kultur schon zuhause, in der Kita oder Schule beginnt, dann wäre Kultur Menschenrecht. Ich sage es ist Menschenrecht. Darum ist verbranntes Geld an der Oper eine Respektlosigkeit gegen über den Menschen.
  • 23.09.2017, 14:27 Uhr
  • 3
Xilief...und wer noch sein Weniges teilt, hat besonderen Respekt verdient.
  • 23.09.2017, 15:10 Uhr
  • 2
Den Kulturbegriff, Xilef, wird jeder verschieden fassen - von der Maß Bier auf dem Oktoberfest, der 'deutschen' Schweinshaxe büs zu Beethovens Neunter Sinfonie und Bachs Weihnachtsoratorium. Und je nach Vorliebe sind für den einen Goethes 'Faust', für den anderen der Kölner Dom - oder auch das Kölner Opernhaus und die exorbitant teure Elbphilharmonie glänzende Kulturdiamanten. Die Liste der Möglichkeiten, Kultur zu definieren, ist unendlich lang.
Einigen könnte man sich vielleicht darauf, dass Kultur alles das meint, was uns Menschen über das rein Animalische erhebt. Bei aller unterschiedlichen Betrachtungsweise sollten wir diesen Standpunkt 'kultivieren'.
  • 23.09.2017, 15:32 Uhr
  • 0
...kann sich nicht jeder leisten... soll es heißen.
  • 23.09.2017, 16:05 Uhr
  • 0
Alles was sich über das animalische erheben würde, würde bedeuten, dass jeder der mit Messer und Gabel essen kann, Kultur hat!
Das Maß Bier und die Schweinshaxe gehören eher zum Brauchtum.
Wer die alte Kulturen anschaut kann sie tatsächlich an Architektur (Pyramiden) oder Literatur ( Homer) festmachen.
Ob der einzelne Mensch Kultur hat, ist einzig alleine festzumachen an seiner Orientierung an Werten, die sich definieren in seinem Verhalten.
MANFRED LESE EINFACH MAL DEN GANZEN STRANG!
  • 23.09.2017, 16:06 Uhr
  • 1
Die kleine Korrektur, Manfred, habe ich schon oben vorgenommen. Das kann einem natürlich in der Eile unterlaufen.
  • 23.09.2017, 16:07 Uhr
  • 1
Ich bin nun mal, Malisa, auf Sprache 'fixiert'. Daher fällt mir auch bei 'Kultur' der Wortursprung ein: lat. colere = bebauen, bestellen, bearbeiten (Garten, Acker) ---> wohnen, pflegen, schmücken ----> üben, betreiben (Tätigkeit, Amt) ----> wahren, hochhalten (Freundschaft) -----> verehren, anbeten (Gott) ----> heilighalten (Tempel) ----> feiern, begehen (Fest) ----> schätzen, ehren (Eltern, Heimat).
Von diesem Verb leitet sich das Wort 'Kultur' ab, und die Reihe zeigt in etwa den Bedeutungswandel im Laufe der Geschichte.
Ja, und mit Messer und Gabel zu essen, statt am Knochen zu knabbern, das ist auch ein Stück 'Kultur'.
  • 23.09.2017, 16:34 Uhr
  • 0
Friedhelm, d'accord! Ich wollte nur eine kleinen Schlenker machen, über das was Kultur alles aushalten muss. Planerische Desaster mit einer irgendwie gearteten Notwendigkeit von Kultur zu überspielen wird dem Allgemeingut Kultur nicht gerecht. Kultur wird hier zu ökonomischen Zwecken als Schild missbraucht. Möglicherweise war das im Lauf der Geschichte immer so, nur ist das keine Rechtfertigung es überhaupt zu tun.
  • 23.09.2017, 16:37 Uhr
  • 0
Hmm! Beim BBQ, das Rippchen in den Händen, an den Knochen zu nagen ist auch Kultur...
  • 23.09.2017, 16:40 Uhr
  • 0
Natürlich, Xilef, ist es das. Nicht umsonst spricht man von 'Esskultur'. Und da gibt es dann eben auch verschiedene 'Stadien' der Entwicklung. Am Hofe Ludwigs XIV warf man noch den abgenagten Knochen hinter sich. Heute wäre das sicher nicht sehr 'kultiviert'.
  • 23.09.2017, 16:46 Uhr
  • 1
...kommt darauf an! An den Mittelaltertafeln moderner Prägung gehört es wohl wieder zur Kultur! Es ist dann wohl ku(h)ltiviert!
  • 23.09.2017, 17:01 Uhr
  • 0
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