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5 Dinge aus der Schulzeit, an die sich jeder erinnert

5 Dinge aus der Schulzeit, an die sich jeder erinnert

Partner Tipp
26.09.2017, 09:35 Uhr
Beitrag von Partner Tipp

Während der Schulzeit verschwenden Kinder und Jugendliche keinen Gedanken daran, dass diese sorgenfreie Phase des Lebens irgendwann vorüber ist und der Ernst des Lebens ansteht. Wer bereits im Berufsleben steht und mit finanziellen Problemen, stressigen Situationen und einer dauerhaften Überanstrengung konfrontiert ist, erinnert sich gerne an den Schulalltag zurück. Alles hatte eine Struktur und die Pausen machten besonders Spaß. Mädchen tuschelten über die Jungs, die ihrerseits die Mädchen beeindrucken wollten. Die Welt und all ihre Farben standen den Nachwuchstalenten offen und niemand wusste wohin die eigene Reise geht. Jene Zeit im Leben eines jungen Menschen hat etwas Magisches. Natürlich gibt es auch weniger schöne Momente, an die Erwachsene im Zusammenhang mit der Schulzeit denken – die älteren Semester mussten vielleicht sogar mal in den Karzer. Doch im Wesentlichen vergegenwärtigen sie die schönen Dinge wie den ersten Kontakt zu einem Musikinstrument.

Kinder erlernen in den ersten Jahren der Grundschule das Spielen auf der Blockflöte. Wer regelmäßig damit übt, erzielt schnell große Erfolge. Dieses Instrument bringt aber noch weitere Vorteile mit sich: Es ist günstig in der Anschaffung, erfordert kaum Pflege und ist nahezu unkaputtbar. Die herausragenden Klangeigenschaften von Blockflöten aus Holz (Ahorn, Birne, Kirsche, Rosenholz) überzeugten in der Kindheit viele Kleinen und motivierten für das Einüben und Vortragen neuer Songs. Positiver Nebeneffekt: Wissenschaftler vermuten, dass die tägliche Beschäftigung mit einem Musikinstrument das Aufnahmevermögen verbessert, die Zellen für neuen Lernstoff öffnet und zum inneren Ausgleich verhilft. Daher besuchten oder besuchen einige Kinder nach der Schule spezielle Musikvereine oder AGs. Vor allem in der Weihnachtszeit galt es in der Grundschule neue Lieder zu beherrschen. Schulen mit einer musikalischen Ausrichtung boten in der Adventszeit den Eltern ein kleines Konzert dar.

Das Poesiealbum – tolle unvergängliche Sprüche, Gedichte und Bilder von Freunden

Bis zur Mittelstufe gehörte es einfach dazu: das Poesiealbum. Darin verewigten sich alle Freunde, die dem Kind lieb waren. Die Kleinen erwarteten die Sprüche ihrer Lieben mit Spannung, denn diese passten zumeist zum jeweiligen Kind. Hier gab sich jeder Mühe. Schließlich sahen auch andere Kinder und Eltern den Inhalt. Um den Text aufzuwerten, setzten einige kreative Elemente ein. Sie klebten Bilder in das Buch, fertigten Zeichnungen an oder versuchten das Herz des Freundes mit Symbolen zu erreichen. Wer richtig gut miteinander befreundet war, verwendete eine Geheimsprache. Sie zu entschlüsseln war für fremde Leser unmöglich.

Im Gegensatz zum Poesiealbum war das Freundesbuch eher etwas für Kids, die sich nicht gerne kreativ betätigten. Innerhalb des Freundesbuches galt es Fragen zur eigenen Person zu beantworten. Wie alt ist der Freund? Welche Musik hört er gerne? Welchen Hobbys und Interessen geht er nach? Was mag er an seinem Freund besonders? Welche Klamotten zieht er an und was sind seine Ziele für die Zukunft? Mitunter gab es auch hier die Gelegenheit sich mit einem passenden Spruch zu verewigen. Beide Bücher erfreuen die Erwachsenen auch Jahrzehnte nach Beendigung der Schulzeit. Oftmals standen in den Alben die Adressen der Freunde. Später erweisen sie sich als nützlich, wenn man den Freund aus den Augen verloren hat.

Der Schulranzen – das kleine Zuhause für unterwegs

An den ersten Schulranzen erinnert sich jeder Mensch zurück. Mit Stolz tragen die Schulanfänger die Schultasche in ein neues Leben, bringen freudig ihr Namensschild an und transportieren ihren Ranzen mit einem lachenden Gesicht - ungeachtet seines Gewichts. Ihre Selbstständigkeit vergrößert sich und nun geht der Alltag auch mit zahlreichen Verpflichtungen einher. Die meisten Kinder besitzen und besaßen einen Tornister mit vielen niedlichen Außentaschen zur Unterbringung von Stiften, Radiergummis, Linealen, Schreib- und Hausaufgabenheften, Büchern, Federmäppchen und anderen Dingen. Highlight waren immer die tollen bunten Bilder auf dem Außenbereich des Ranzens, die metallisch glänzenden Schnallen und natürlich die coolen Reflektoren. Jungs liebten von Fahrzeugen, Flugzeugen und Dinosauriern geprägte Motive, wohingegen Mädchen zauberhafte Welten auf ihrem Ranzen trugen.

An jedem Abend packten die Eltern den Ranzen gemeinsam mit dem Kind für den nächsten Schultag – Das ging schon manchmal in ein unangenehmes Ritual über. Alles war noch einmal akribisch auf Vollständigkeit zu überprüfen. Zusätzlich galt es Trink- und Essensvorräte vorzubereiten und auch etwaiges Zubehör wie ein Turnbeutel oder die Zeichenutensilien für den Kunstunterricht durften nicht fehlen. Apropos Trinkflaschen: Lief eine Flasche in der Tasche aus und verursachte auf den Schulmaterialien Flecken, gab es großen Ärger. Schließlich kosten Lehrbücher viel Geld, weshalb Eltern diese nicht mehrfach im Jahr kaufen wollen. So startete der nächste Tag voller Freude und ohne Ängste vor den Konsequenzen durch das Fehlen bestimmter Utensilien.

Niedlich bunte Federmäppchen boten Raum für Stifte und Co.

Quietschbunt oder neutral gehalten? Kinder und Jugendliche haben individuelle Vorstellungen von der Optik ihres Mäppchens und sehen es als Heiligtum an. Zugegeben! Hin und wieder flog auch schon einmal ein Mäppchen durch die Klasse. Doch im Grunde lieben Kids ihre Utensilien und tauschen sich darüber gerne mit Klassenkameraden darüber aus. Es findet ein reges Getausche statt und am Ende hat jedes Kind das, was es sich wünschte. Die Kleinen wissen sich zu behelfen. Und was beim Mäppchen beginnt, setzt sich beim Stickeralbum, Spielkarten und anderen Habseligkeiten fort.

Doch was war eigentlich nochmal in einem Mäppchen drin? Klassische Federmäppchen mit Klappmechanismus hat im oberen Bereich eine Folie, hinter der sich der Stundenplan anbringen lässt. Klappen Kinder das Mäppchen auf, blicken sie verschiedenen Holz- oder Kunstfaserstiften entgegen. Daneben gab es einen Bleistift und den Füller für die Schönschrift (heute sind manchmal auch Kugelschreiber erlaubt). Radiergummi, Spitzer, ein kleines Lineal, manchmal auch eine Schere und ein kleiner Klebestift rundeten das kleine Büro ab. Zusätzlich dazu hielt auch die Schule Säge, Bohrer und Metallbaukästen für den praktischen Unterricht bereit.

Was die meisten Kinder auch im Mäppchen mit sich trugen:

• Tintenkiller
• Zirkel
• Geodreieck

Die Schultüte – unverzichtbares Accessoire am ersten Schultag

Der erste Schultag ist schon ein wenig eigenartig. Alle Kinder fürchten sich davor, obgleich sie natürlich auch eine große Erwartung damit verbinden und sich auf den neuen Abschnitt in ihrem Leben freuen. Um ihnen den Einstieg in den Schulalltag zu vereinfachen, kaufen Eltern Schultüten (auch Zuckertüten genannt) oder fertigen diese selbst an. Die trichterförmigen Pappgebilde beherbergen alles, worüber sich das Kind freut. Vorwiegend befüllen Eltern die Zuckertüte mit Süßigkeiten, kleinen Spielzeugen und natürlich darf auch ein Federmäppchen oder ein kleines Stifte-Set nicht fehlen. Die Schultüte hat ein gewisses Symbol und dadurch braucht sie auch ein eigenes Design. Oftmals suchen Eltern die Bilder auf der Schultüte aus und richten die Optik nach den Vorstellungen des Kindes aus. Klar, dass dies für staunende Augen sorgt.

Am ersten Schultag beschäftigen sich die Eltern im Background mit nichts mehr als mit dem Festhalten der Eindrücke. Hunderte Fotografien sollen dem Kind Jahre später diese Eindrücke erneut in Erinnerung rufen. Auf den Bildern ist das Kind mit seiner Schulklasse abgebildet. Es trägt die Schultüte in seiner Hand. Ihr Aussehen und der Moment bleiben somit in unvergesslicher Erinnerung. Häufig wundern sich die späteren Erwachsenen über ihr Aussehen zu jener Zeit, begeistern sich für die niedlichen Kleidchen und Anzüge ihrer Kameraden. Vor allem bei einem Jahrestreffen der einzelnen Klassenkameraden reden alle gerne über dieses und jenes. Und viele Dinge haben sich im Laufe der Zeit aus dem eigenen Gedächtnis geschlichen. Der Kontakt zu früheren Freunden hilft beim Wiederfinden und sorgt nicht selten für viele Lacher.

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