wize.life
Neu hier? Jetzt kostenlos registrieren und mitmachen! Warum eigentlich?
War früher alles besser?

War früher alles besser?

Partner Tipp
02.10.2017, 16:10 Uhr
Beitrag von Partner Tipp

Je älter man selbst wird, desto schlimmer scheint die Gegenwart zu werden. Die Jüngeren sind kaum noch zu verstehen, ihre Weltsicht, Kleidung, Verhalten, all das scheint für uns unglaublich merkwürdig. Die Menschen scheinen immer mehr Stress zu haben, von all der Digitalisierung um sie herum zunehmend überfordert. Da kommt man schnell zum Schluss, dass früher scheinbar doch alles besser war. Doch welchem Umstand ist dieser Eindruck geschuldet? Handelt es sich um ein psychologisches Phänomen, das die Menschen beim Älterwerden ereilt oder ist es doch eher eine historisch begründbare Beobachtung? Diese und weitere Fragen erläutert dieser Artikel anhand der Analyse verschiedener Phänomene. Ob und welches Ergebnis dabei herauskommt, ist natürlich offen.

Die Bundesrepublik früher und heute

Der erste Blick geht dabei auf die Entwicklungen der Bundesrepublik seit ihrer Gründung 1949 bis heute. Dabei geht es ganz zentral um drei Fragen: Hatten die Menschen früher ein einfacheres, schlichtes Leben? Waren die Strukturen damals klarer? Gab es mehr Sicherheit als heute, wo man das Gefühl hat, dass Terroristen jederzeit an jedem Ort zuschlagen könnten und die extremen Positionen in der Politik immer mehr an Gewicht zunehmen? Die DDR wird dabei natürlich auch berücksichtigt, ohne sich bei ihr mit der gleichen Tiefe mit diesen Fragen zu beschäftigen wie bei der Bundesrepublik Deutschland.

Ein einfacheres Leben?

Die Frage nach dem einfacheren Leben ist immer direkt gekoppelt an die andere Frage, welche Möglichkeiten die Menschen hatten. Denn ein einfacheres, schlichteres Leben bedeutet automatisch zugleich immer weniger Möglichkeiten als ein schwierigeres, aber auch multioptionaleres Leben. Insofern muss man die Frage nach dem einfacheren Leben also im Kontext stellen, ohne der reinen Verklärung wegen außer Acht zu lassen, mit welchen Einschränkungen größere Einfachheit verbunden ist.
Betrachten wir aber zunächst die Frage, ob und wie einfach oder kompliziert das Leben in der Gegenwart ist. Nun, neben der bereits angesprochenen Digitalisierung, die nun seit über ein Jahrzehnt läuft, ist auch die Globalisierung nicht zu vergessen. Dieser Prozess dauert schon wesentlich länger, ist jedoch ähnlich lebensverändernd für die Menschen gewesen, die ihm bis dato unterworfen waren. Gleichzeitig ist die Globalisierung in der Gegenwart mit dem Vorgang der europäischen Integration verbunden. Die Krisen dieser Welt rücken gleichzeitig näher, obschon sie sich scheinbar in tausenden Kilometern Entfernung ereignen – der Beginn der Flüchtlingskrise ist ein gutes Beispiel dafür, dass uns Katastrophen viel unmittelbarer betreffen, als ein Großteil der Menschen dies wahrzunehmen im Stande ist.

Die Menschen verfügen also heutzutage über ein immenses Angebot an Technologie. Das Internet, das man durchaus als Teilerscheinung der Globalisierung sehen kann, ermöglicht uns in Echtzeit den Kontakt mit anderen Leuten rund um den Globus. Einkäufe können online getätigt, Informationen auf Nachrichtenseiten eingeholt werden. Gemeinsam mit der Tatsache, dass die Menschen heutzutage de facto fast überall dorthin reisen können, wo sie wollen, den immer uneingeschränkteren Konsummöglichkeiten und der großen Liberalität der Gesellschaft könnte man annehmen, dass sie glücklich wären. Hier kommt aber der interessante Punkt ins Spiel, dass die Fülle an Optionen allein noch keine Zufriedenheit mit sich bringen kann.
Betrachten wir beispielsweise die Generation Y, die vielen Beobachtern als entscheidungsunfreudig und überfordert gilt. Sie scheint von der Vielfalt der Möglichkeiten nicht zu profitieren, sondern regelrecht überrollt zu werden. Weil sie materiellen Wohlstand gewöhnt sind, suchen sie eher nach der sogenannten Work-Life-Balance als nach der perfekten Karriere – ihre privaten Wünsche und das Geld verdienen unter einen Hut zu bringen gehört zu ihren Anforderungen an das Leben. Viele von ihnen absolvieren ein Jahr im Ausland, um sich selbst zu finden, kehren aber wieder, ohne ihr Ziel erreicht zu haben.
War nun also die frühere Bundesrepublik ein besserer Ort für die Menschen? Handelte es sich um das „einfachere“ Leben? Darauf kann man keine einfache Antwort geben. Nach dem 2. Weltkrieg war das Leben schon deshalb einfacher, weil es so gut wie nichts gab, was es hätte sehr komplex machen können. Die Erfüllung der Grundbedürfnisse wie Nahrung, Arbeit, das Gründen oder Erhalten einer Familie sowie das Dach über dem Kopf waren kurz nach den Schrecken des Dritten Reiches das, was die meisten Menschen am meisten interessierte. Dieser Umstand sorgte auch dafür, dass die Menschen lieber nach vorne schauen wollten als sich mit den Schrecken und ihrem eigenen Leben in der Nazi-Diktatur zu beschäftigen. In dieser Hinsicht war das Leben also an sich nicht einfacher. Nur Verdrängung konnte für diesen Eindruck sorgen.
In den Fünfzigern folgte dann das Wirtschaftswunder, das definitiv eine große Verbesserung für die Menschen brachte und den Wohlstand der Bevölkerung wesentlich ankurbelte. Natürlich sorgte es dafür, dass die Menschen mehr konsumieren konnten. Sie profitierten von der neu eingeführten sozialen Marktwirtschaft, die in der Basis bis heute in der Bundesrepublik ihre Wirkung fortsetzt. Gleichzeitig war für Frauen in der Ära Adenauer die Berufstätigkeit von nur bis zur Ehe vorgesehen – insofern keine befriedigende Entwicklungsmöglichkeit für sie.
Nach wie vor gab es keine Vergangenheitsbewältigung, die allerdings in den Sechzigern mit den ersten Krisen der noch jungen Republik einherging. Der Kalte Krieg drohte inzwischen im Hintergrund stets weiter, zu eskalieren und sorgte so für reichlich Kopfzerbrechen nicht nur bei den politischen Akteuren.
Die Erscheinung und Abschottung der DDR erinnerte die Menschen zumindest unterbewusst ständig daran, dass ihre Heimat geteilt war. Die Bevölkerung der DDR lebte in einer Diktatur, die die Meinung der Leute stets mit einem gewaltigen Staatsapparat zu unterdrücken versuchte. Einfachheit resultierte hier letztendlich schon aus Unfreiheit.
In den Sechzigern folgten dann die Studentenproteste, die völlig zu Recht darauf hinwiesen, dass die Entnazifizierungsversuche der jungen Bundesrepublik völlig unzureichend waren. Diese Proteste führten dann letztendlich zur ersten Erfahrung, die die Menschen in Deutschland mit nichtstaatlichem Terror machen mussten, nämlich der Konfrontation mit der Roten Armee Fraktion (RAF).
Die Ölkrise führte in der Bundesrepublik zwangsweise zu Fahrverboten, die Autobahnen schienen völlig ausgestorben zu sein. In den Achtzigern dann spürte man, dass die Mauer fallen würde – und das tat sie schließlich auch.
An all diesen historischen Prozessen sehen wir aber bereits, dass die vermeintliche Einfachheit des Lebens früher mit verschiedenen erheblichen Nachteilen einherging. Es lässt sich nicht einfach darauf reduzieren, dass die „Einfachheit“ den Menschen nur Gutes brachte, im Gegenteil.

Klarere Strukturen?

Viele Leute vertreten die Ansicht, dass in der Vergangenheit bessere Verhältnisse geherrscht haben. Sie argumentieren unter anderem, dass die Strukturen klarer gewesen sein – also herrscht ihrer Ansicht nach im Umkehrschluss in der Gegenwart ein Mangel an solchen Strukturen. Sie scheinen ganz offensichtlich der Auffassung zu sein, dass Strukturen den Menschen stets Halt geben und konnotieren damit eine gewisse Stabilität. Wie im Falle der „Einfachheit“ des Lebens, ist es aber logisch notwendig, auf einige Schwächen in dieser Argumentation hinzuweisen. Bevor dies jedoch geschieht, soll zunächst die Frage gestellt werden, ob es früher tatsächlich klarere Strukturen gab –und welche das überhaupt waren.
Tatsächlich erlebten die Kirchen als Strukturgeber in Deutschland einen gewissen Boom. Das lag allerdings weniger an ihrer eigenen Leistung als vielmehr an der Tatsache, dass sie nach dem Dritten Reich eine der wenigen moralischen Stützen für die Menschen bot. Schließlich mussten die Meisten damit leben, jahrelang ein Regime unterstützt zu haben, das nicht nur den Zweiten Weltkrieg verursacht hatte, sondern zudem den historisch singulären Holocaust als industrielle Massenvernichtung durchführte. Dass indes Strukturen nicht zwangsweise positiv sein müssen, zeigt sich leider schon dadurch, dass die Haltung der katholischen Kirche zum Reich kaum als unproblematisch zu bezeichnen ist. Natürlich gab es auch Ausnahmen wie etwa den protestantischen Prediger Dietrich Bonhoeffer.
Eng mit dem kulturellen Einfluss der Kirchen verbunden ist auch die Institution der Ehe. Dass heutzutage etwa die Hälfte aller Ehen geschieden wird, ist Fakt. Vor Jahrzehnten waren diese Zahlen deutlich niedriger. Allerdings würde es sich um einen Korrelationsfehler handeln, daraus zu schlussfolgern, dass Ehen früher glücklicher waren. Stattdessen war die innereheliche Beziehung gesellschaftliche Konvention und beispielsweise Schwangerschaften ohne Ehe verpönt. Wer Kinder außerhalb der Ehe bekam, musste stattdessen insbesondere im ländlichen Gebiet mit sozialem Ausschluss rechnen.
Natürlich zählte früher auch der Nationalstolz zu den Institutionen, die eine klare Orientierung boten. Allerdings ist diese Stütze in Deutschland spätestens 1933 gefallen und bietet keinerlei Stütze mehr.
Insofern: Natürlich findet ein Strukturwandel statt. Die Ehe ist heute keine gesellschaftliche Konvention mehr, manche Menschen lehnen sie im Gegenteil sogar ab und weisen darauf hin, dass das Konzept längst veraltet sei. Dass diese These nicht durchgängig als richtig bewertet werden kann, zeigt der Kampf der Homosexuellen um die Legalisierung für ihre Ehe. Aber dennoch ist es wohl zu konstatieren, dass die Bedeutung der Institution just so abgenommen hat wie das Gefühl der Menschen, sich an den Staat als Orientierung halten zu müssen, solange sie die gesetzlichen Normen einhalten.
Dieser Wandel ist auch mit der stets größer gewordenen Betonung des Individuums aufgetreten, durch den Gemeinschaft nicht mehr als allzu wichtig empfunden wird. Natürlich ist hierbei zu berücksichtigen, dass eine Gesellschaft aber auf gewissen Konventionen beruht. Ob und welche Konventionen dies in der Zukunft sein werden, bleibt aber in einer immer heterogener werdenden Gesellschaft abzuwarten. Dass nun feste und starre Institutionen in einer solchen Zeit geeignet sind, eine sinnstiftende Rolle zu spielen, darf dabei durchaus in Frage gestellt werden.

Mehr Sicherheit?

Ein weiteres häufiges Argument ist, dass es früher sicherer in Deutschland gewesen sei. Angesichts der zunehmenden Bedrohung durch islamistischen sowie politisch motivierten Terrorismus mag diesen subjektiven Eindruck begründen. Dennoch ist der Hinweis auf diese Phänomene etwas verwunderlich, denn andeutungsweise haben wir die Gefahren vergangener Jahrzehnte bereits erwähnt. So etwa besagte Rote Armee Fraktion, rechtsextremistischen Terror sowie die permanente bedrohliche Lage des Kalten Krieges. Egal, ob man nun Bewohner der DDR oder der BRD war, latent schwebte stets die atomare Bedrohung über den Menschen. Sowohl der Sowjetblock als auch die NATO hatten genug Sprengköpfe, um die Menschheit vielfach (!) zu vernichten. Insofern ist das Argument, Deutschland sei unsicherer geworden etwas merkwürdig und kann nicht als haltbar zählen.
Der Eindruck kommt vermutlich eher durch diffuse Ängste zustande, die etwas mit den offenen Grenzen innerhalb Europas zu tun haben. Allerdings profitieren sie zugleich von der Freizügigkeit innerhalb der EU, ohne die sie nicht reisen könnten. Dass diese Freizügigkeit auch Nachteile hat, ist klar. Jedoch gab es diese Freizügigkeit früher auch nicht – dafür aber eine Bedrohung, auf die die Deutschen keinen Einfluss hatten, da die Entscheidungsträger in Washington und Moskau saßen.

Wie sich das Fernsehen geändert hat

So, wie sich das Land geändert hat, haben sich auch die Medien verändert – und selbstverständlich damit auch das Fernsehen beziehungsweise die Art, wie die Menschen Medienmaterial konsumieren. Dabei ist es nicht einfach so, dass das Fernsehen abgelöst wurde – stattdessen konkurriert das Angebot mit vielerlei Angeboten, die eher auf den Nutzer zugeschnitten sind.

Fernsehen vs. Internet

Das Fernsehen ist für viele Menschen auch heute noch die erste Wahl, wenn es um den Konsum von Videomaterial geht. Doch während in früheren Zeiten nur öffentliche Anbieter ein Programm anbieten konnten, hat sich Anfang der Achtzigerjahre das Privatfernsehen entwickelt, als die gesetzlichen Grundlagen hierfür geschaffen wurden. Obwohl es von vielen Leuten bis heute maximal als reines Unterhaltungsfernsehen angesehen und nicht selten als Zeitverschwendung oder sogar Verdummung empfunden wird, war es der Beginn der Liberalisierung des deutschen Fernsehangebots, dessen Fortschritt nach dem Privatfernsehen warten musste. Denn mittlerweile sind internationale Anbieter wie Netflix und Amazon auf den Plan getreten, die statt eines normalen, ganztätigen Programms einzelne Sendungen zum Ansehen gegen ein Entgelt anbieten. Insofern sind sie wesentlich flexibler als das klassische Fernsehen. Der Endverbraucher kann praktisch Zeit, Ort und Programm selbst festlegen. Im Gegensatz dazu diktiert ihm das klassische Fernsehen diese Variablen. Gleichzeitig muss man beim Konsum des privaten Fernsehens Werbeblöcke erdulden.
Nun ist natürlich fraglich, welchen Angeboten man die höhere Qualität zuschreibt. Fraglos richtig ist aber, dass durch die Konkurrenzsituation, der öffentlich-rechtliche und private Fernsehprogramme durch die internetbasierten Streaming-Dienste ausgesetzt sind, die Qualität aller Programme letztendlich eher steigen wird.

Die Veränderung des Fußballs durch das Privatfernsehen

Dass zweifelsohne die Veränderungen innerhalb der Medienlandschaft auch ihre gesellschaftlichen Auswirkungen haben, sieht man schon daran, dass sich auch der Lieblingssport der Deutschen verändert hat. Fußball, so sagen viele Beobachter, war früher bodenständiger. Die Spieler, so weiter, seien echte Charaktere und Typen gewesen, die in Interviews ohne Rücksicht auf die Gefühle anderer ihre Meinung zum Ausdruck gebracht hätten, ohne sich zu verbiegen. Heute hingegen würden sie in Interviews alle die gleichen Sätze von sich geben, ohne wirkliche Aussagen zu treffen. Vorbei sei es mit den Typen, die Ecke und Kanten zeigen würden. Nun, zumindest gibt es für diese Behauptung ein unterstützendes Indiz. Denn durch den Einzug des Privatfernsehens sind ganz andere Gelder im Umlauf als noch vor einigen Jahrzehnten.
Die wahnwitzigen Transfersummen, die man über die Wechsel einiger Spieler zwischen verschiedenen Clubs verbindet, kamen unter anderem durch die explosionsartigen Steigerungen der Umlaufsummen zu Stande, die Sponsoren zu zahlen bereit waren. Mittlerweile sind die Fernsehrechte gleichermaßen explodiert, und selbst um die Rechte an der zweiten und dritten Liga wird mittlerweile fleißig geschachert. Auch verschiedene Streaming-Angebote sitzen mittlerweile stets am Verhandlungstisch – und durch die große Nachfrage steigt der Preis weiter.
Insofern ist durchaus feststellbar, dass die Flexibilisierung der Angebote ihre Nachteile hat – im Fußball scheint es nach Meinung vieler Fans mittlerweile viel zu sehr um das Geld und viel zu wenig um den Sport und die damit verbundene Leidenschaft zu gehen. Dass also das Moderne immer besser sei, entspricht auch nicht den Tatsachen – genauso wie die Behauptung, dass früher alles besser gewesen sei.

Psychologie des nostalgischen Rückblicks

Da also die These von der besseren Vergangenheit praktisch fast immer unhaltbar ist, müssen wir uns die Frage stellen, ob es psychologische Gründe gibt, weshalb früher oder später eine gewisse nostalgische Färbung der Vergangenheit einsetzt. Nostalgie allerdings entsteht oft in Zeiten, die unsicher sind. Was ja bei all den schon beschriebenen und nicht beschriebenen Krisen auf der ganzen Welt durchaus zutrifft. Stattdessen hilft uns Nostalgie, uns zurechtzufinden. Nostalgie bezieht sich ja meistens durchaus auf prägende Zeiten, die uns als Personen definiert haben. Dass wir uns an sie gern zurückerinnern, ist nur menschlich. Denn in dieser Zeit wurden wir geprägt, und natürlich erinnern wir uns gerne daran zurück.
Wie gut Nostalgie als Stütze für uns funktioniert, sehen wir auch bei mancherlei Fest, zum Beispiel an Weihnachten. Denn wir wiederholen Rituale aus alten Zeiten, obwohl möglicherweise dank Klimawandel draußen beinahe frühlingshafte Temperaturen herrschen. Allerdings können wir dies ausblenden, so lange wir wiederholen, was wir zu kennen und zu lieben gelernt haben.
Nostalgie ist übrigens auch aus anderen Gründen von Vorteil. Denn Entfremdung anhand des immer schnelleren stattfinden Wandels, der Dynamisierung der Wirtschaft, der digitalen Revolution, des immer schwieriger durchschaubaren Warenkreislaufs und der stets problematischeren Unterscheidung zwischen Falschnachrichten und korrekten Nachrichten liegt es nur nahe, dass man sich gedanklich in die Vergangenheit flüchtet, die man, typisch für die Nostalgie, stets ein wenig glorifiziert. Aber offensichtlich ist Nostalgie menschlich und manchmal zu stark, um sie einer kritischen Überprüfung zu unterziehen, wie es dieser Artikel tut – und das ist auch völlig in Ordnung, egal, ob nun faktisch früher alles besser war oder nicht.

Mehr zum Thema