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Ein syrischer Flüchtling über sein Leben in Deutschland

Ein syrischer Flüchtling über sein Leben in Deutschland

11.11.2017, 17:19 Uhr
Beitrag von wize.life-Nutzer

Ein syrischer Flüchtling über sein Leben in Deutschland


In der Süddeutschen Zeitung schreibt Yahya Alaous als Kolumne über sein Leben in Deutschland

Yahya Alaous
arbeitete in Syrien als politischer Korrespondent einer großen Tageszeitung. Wegen seiner kritischen Berichterstattung saß der heute 43-Jährige von 2002 bis 2004 im Gefängnis, sein Ausweis wurde eingezogen, ihm wurde Berufsverbot erteilt.
Nach der Entlassung wechselte er zu einer Untergrund-Webseite, die nach acht Jahren vom Regime geschlossen wurde. Während des Arabischen Frühlings schrieb er unter Pseudonym für eine Oppositions-Zeitung.
Als es in Syrien zu gefährlich wurde, flüchtete er mit seiner Frau und seinen beiden Töchtern nach Deutschland.
Seit Sommer 2015 lebt die Familie in Berlin.

Es ist sehr interessant seine Sichtweise zu lesen und seine Erfahrungen

Hier eine Auswahl seiner Berichte

9. August 2015
Heiße Küsse in der Öffentlichkeit
Als Erstes ins Jobcenter gehen, im Supermarkt aber bloß nicht Bio kaufen. Und dann dieses Liebespaar! Was einem syrischen Flüchtling an seiner neuen Heimat Deutschland auffällt.
Sommerwetter in Berlin Vertrautheit im Park: Wie soll Yahya Al-Aous seiner Tochter erklären, dass in Deutschland anders ist als in ihrer Heimat Syrien?

22. Oktober 2015
Wenn die Deutsche Schlange stehen verdrücken sich die Syrer
Wenn man anfängt zu suchen, hat man noch Ansprüche: Über die Wohnungssuche in Berlin, die für Flüchtlinge noch schwieriger ist als für alle anderen.

15. Dezember 2015
Ich, der Neuling in der U-Bahn
Busfahrer, die das Geld nicht in die Hand nehmen, Frauen, die sich die Nase putzen: Der Berliner Nahverkehr erfüllt einen Neuankömmling aus Syrien mit Ehrfurcht.

10. September 2015
Gewinne die Herzen der Deutschen, über die ihrer Hunde
In Syrien haben Hunde keine Namen. In Deutschland kaufen ihnen ihre Besitzer edles Futter und schicke Hüte. Über die manchmal wunderliche Liebe zwischen Mensch und Tier.

26. August 2016
Gut integriert - oder Gast auf Bewährung?
Ein Jahr nach den rührenden Willkommensszenen am Münchner Hauptbahnhof quält viele Flüchtlinge die Ungewissheit: Wer darf bleiben, wer muss gehen? Einige wollen Deutschland wieder verlassen

14. Februar 2017
Auch wir haben Schneemänner gebaut
Unser syrischer Kolumnist wundert sich, dass Deutsche so wenig über sein Heimatland wissen. Ihm selbst wurde Deutschland vor allem durch einen bekannt: Lothar Matthäus

19. Januar 2017
Am meisten fürchten wir den Hass
In den vergangenen Monaten haben mehrmals Asylbewerber Verbrechen begangen. Was macht das mit den vielen anderen Flüchtlingen, die versuchen, in Deutschland Fuß zu fassen?

16. März 2017
Wir Araber haben zum Lesen eine ähnliche Beziehung wie zum Eiskunstlauf
Yahya Alaous ist begeistert von den öffentlichen Bücherschränken auf deutschen Straßen. Sie erinnern ihn an die Wasserstellen von Damaskus.

11. April 2017
Integration ist eine sehr persönliche Entscheidung
syrischen Gastautor verfolgt der Integrationswille bis in seine Träume. Wie zuletzt, als er von einem Mixer träumte, der Flüchtlinge in Deutsche verwandelt.

5. Juni 2017
Warum Syrern Autos so wichtig sind
Unser syrischer Gastautor sieht deutsche Politiker auf Fahrrädern und wundert sich - in seiner Heimat bedeutet das Auto alles

5. September 2017
Deutschland - Heimat der Bürokratie
Wenn unser syrischer Gastautor aufs Amt geht, muss er erst einmal den Kopf schütteln. Den ersten Brief, den er von der GEZ bekam, wird er nie vergessen

11. November 2017
Ein wunderbarer Traum
Deutschland ist voll von Kultur, sogar auf dem Land. Flüchtlinge lernen so, dass alles zur Diskussion steht und man über alles reden darf - auch über nackte Haut.
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Außerdem schreibt er noch für das Handelsblatt
Yahya Alaous für das Handelsblatt
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Ich hoffe, dass auch ihr interessante Erkenntnisse gewinnt
Viel Spaß beim Lesen

17 Kommentare

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Hallo wize.life-Nutzer man sollte Vieles von allen Seiten betrachten und Betrachter, die einen von Außen sehen, anhören und/oder lesen. Ich glaube man bekommt dann eine ganz andere Sicht auf Dinge, die man "gewohnt" ist und überhaupt nicht mehr betrachtet oder darauf achtet. Dadurch kommt man sich in vielen Dingen näher....
  • 12.11.2017, 12:06 Uhr
  • 1
Jedem Mensch tut es gut hin und wieder Dinge von außen oder von oben zu betrachten und auch sich selbst mal von außen betrachten zu lassen
Das gehört auch zur Reflektion.
Das tut jedem gut und bringt einen weiter
  • 12.11.2017, 12:45 Uhr
  • 2
So ist es und so sollte es sein.
  • 12.11.2017, 13:09 Uhr
  • 0
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Guten Morgen wize.life-Nutzer, Herzlichen Dank für diesen wunderschönen Beitrag. Der sollte ans Brett.
  • 12.11.2017, 11:41 Uhr
  • 1
Gerne

Ist doch am Brett (als Werbung und Hinweis für den Beitrag)
wize.life/schwarzes-brett/notiz/5a081d1be694a...deutschland
  • 12.11.2017, 11:44 Uhr
  • 1
ok. #schlafsandausdenaugenreiben#
  • 12.11.2017, 12:34 Uhr
  • 1
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Ich kannte das schon und war eigentlich verdutzt, wie schwer ihnen oft das fällt, was uns so selbstverständlich ist.
...und wie wenig man daran denkt, wenn man nicht informiert ist.
  • 12.11.2017, 11:32 Uhr
  • 2
Uns würde es genau so gehen, denke ich
  • 12.11.2017, 11:44 Uhr
  • 2
  • 12.11.2017, 11:51 Uhr
  • 0
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Interessant ab und zu Eindrücke von Außenstehenden, über Deutschland, zu lesen.
  • 11.11.2017, 20:19 Uhr
  • 3
Ja, man guckt sozusagen von außen drauf, was man sonst nur von innen sieht
  • 11.11.2017, 20:24 Uhr
  • 4
Genau Edel!
  • 11.11.2017, 20:27 Uhr
  • 1
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"Auch wir haben Schneemänner gebaut" ist ein sehr informativer Beitrag zu Syrien. Das Interesse an anderen Ländern ist in unserer schnelllebigen Zeit immer nur auf das Land,welches man besucht, gerichtet. Mein Sohn lebt seit 25 Jahren in NY. Daher interessiere ich mich mehr um die Geschichte Amerikas.
  • 11.11.2017, 17:40 Uhr
  • 2
Ich bin auch an Land und Ländern und deren Geschichte interessiert.
Lese mir deshalb immer wieder etwas an
  • 11.11.2017, 19:08 Uhr
  • 2
Ich auch, als gewesene Geschichte-Erdkundelehrerin sowieso.
  • 11.11.2017, 19:33 Uhr
  • 0
Oh, eine sehr gute Fachrichtung
  • 11.11.2017, 20:10 Uhr
  • 0
Da kann ich auch Dr. Daniele Ganser empfehlen. Er spricht über die Ursache der Probleme warum Syrien oder Lybien
angegriffen wurden. Die Syrer hatten einen hohen Lebensstandart bis zum völkerrechtswidrigen Krieg.
In Lybien brauchte man keine zinsen auf Kredite zahlen,
der Strom,Bildung, und die med. Versorgung war kostenlos.
Verheiratete Paare erhielten 45.000€.
Ein teil des Oelverkaufs ging aufs private Konto,
und die Wasserversorgung war gerade im Aufbau.
Also musste der Thyrann beseitigt werden!?
  • 12.11.2017, 18:01 Uhr
  • 2
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