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Miteinander - Gegeneinander ... Kommunikation auf dem Prüfstand

Miteinander - Gegeneinander ... Kommunikation auf dem Prüfstand

21.11.2017, 17:00 Uhr
Beitrag von wize.life-Nutzer

Es ist für mich immer wieder erschreckend, aber auch berührend, mit welcher menschen-verachtenden Logik in der Übertragung ihrer destruktiven Kommentare hier manche Menschen zu Werke gehen. Was geht in diesen Menschen vor, die mir derart plastisch ihre negativen Konditionierungen offenbaren, ohne dass sie es überhaupt bemerken?

Nun, ich habe meine tieferen Gedanken über das konstruktive, friedliche Miteinander angeboten, doch sie wurden als „Predigt“ abgetan und es wurde daraufhin sogar versucht mich mit irgendwelchen Religionen zu stigmatisieren; und obwohl in meinen Worten keinerlei christliche Symbole auftauchten, wurde nochmal mit der Konfessionskeule oberflächlich nachgetreten. Nun, ich brauche für meine Lebensqualität keine Religionen oder dogmatische Gruppierungen.

Doch in allen Religionen, die ich im Laufe meines Lebens tiefer wahrnahm, existiert eine goldene Regel, die wir als Sprichwort „Was du nicht willst, das man dir tu …“ kennen. Sie ist eine zentrale Botschaft der Toleranz, des inneren Friedens und auch der achtenden Akzeptanz.
Was muss also geschehen sein, dass Menschen so verbildet, so indoktriniert und geprägt wurden, so dass die elementarsten ethischen und moralischen Lebenswerte verloren gingen und offenkundig durch Hass, Neid, Eifersucht und Egomanie geladene Lebensinhalte ersetzt wurden?

Nun, solche negativen Beispiele und Erscheinungen ziehen sich durch das gesamte Internet, deshalb ist auch unser Community nicht davor verschont geblieben. Doch mit den schrecklichsten Auswirkungen eines solchen Verblendetseins konfrontiert zu werden, erzeugt in mir jedoch immer wieder dieselbe Fassungslosigkeit.

Nun, wie soll ich, wie kann ich damit umgehen?

Das entscheidende für mich ist, dass auch hier die Menschen immer mehr in Gefahr laufen, ihre Angst und die damit verbundene Aggression zum bestimmenden Faktor ihres Verhaltens werden zu lassen. Viele Beispiele belegen, dass diese Angst ein vortrefflicher Nährboden für Manipulationen jeglicher Art ist. Damit ist die Bereitschaft verbunden, persönliche Freiheiten vermeintlicher Sicherheiten zu opfern und sich seiner Selbstliebe zu entsagen. Somit seiner Umwelt stets mit Schwert und geschlossenem Visier zu begegnen.

Es scheint wohl das elementare Lernprogramm der Leute hier zu sein, begreifen zu lernen, dass alles mit allem und jeder mit jedem verknüpft ist. Doch die Sichtweise der Wertschätzung und des Anerkennens des Gegenübers, auch wenn seine Ansichten einem fremd erscheinen, ist in Zeiten, in denen wohl die persönlichen Krisen dominanter sind, sicherlich nicht opportun.
Doch um diesen Schritt des Integrierens von Nicht-Eigenem vollziehen zu können, bedarf es der eigenen Selbstliebe, Selbstvertrauens, Selbstbewusstseins und ein damit verbundener Mut zur Offenheit.

Jeder Einzelnen von uns hat doch die Möglichkeit, innerhalb seines individuellen Lebens und Wirkungskreises dagegen zu steuern. Hüten wir uns also davor, die „Schotten dicht zu machen in ständiger Kampfbereitschaft!“
Das Leben ist bekanntlich zwar ein Risiko. Doch gäbe es dieses Risiko nicht, so wären wir ein Nichts.
Bleiben bzw. werden wir also offen und reaktionsfähig – es gibt keine Alternative zum Vertrauen!

In diesem Sinne wünsche ich allen, wunderschöne Tage.
Herzlichst
Carl

5 Kommentare

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Ich denke auch: das gesellschaftliche Klima speziell in Deutschland hat sich verschlechert.
Die Gesellschaft ist polarisiert.
Ursachen sind "Flüchtlingskrise und ihre langwierigen Folgen und das soziale Auseinandertrifden in oben und unten.

Gerade in der Flüchtlingsfrage haben sich zwei Lager gebildet die sich an "Unerbittlichkeit in der Diskussion" nicht unterscheiden.Sachliche und unaufgeregte Argumente werden nicht mehr wahrgenommen.

Die Rolle der Medien hat dabei auch ein Gewicht.
Da sich viele Medien nicht " neutral aufklärend" sondern "einseitig meinungsmachend" zeigen wird die Polarisierung der Gesellschaft eher befördert statt abgebaut.
Eindeutig ein Versagen unserer Demokratie.
  • 04.12.2017, 13:43 Uhr
Nun, genau das sehe ich NICHT so ... insbesondere der letzte Satz!

So stehe ich auf dem Standpunkt des Vier-Seiten-Modell von Friedemann Schulz von Thun, das er unten dargestellt mit seinem Kommunikationsquadrat postulierte:

Das Vier-Seiten-Modell oder Kommunikationsquadrat beruht auf der Annahme, dass jede Äußerung nach vier Aspekten (Seiten) hin interpretiert werden kann – vom Sender der Äußerung wie auch vom Empfänger. Diese vier Seiten der Nachricht werden im Modell durch je eine Quadratseite in einer eigenen Farbe repräsentiert:

Auf der Sachseite (blau) informiert der Sprechende über den Sachinhalt, d. h. über Daten und Fakten.
Die Selbstoffenbarung (grün) umfasst, was der Sprecher durch das Senden der Botschaft von sich zu erkennen gibt.
Auf der Beziehungsseite (gelb) kommt zum Ausdruck, wie der Sender meint, zum Empfänger zu stehen, und was er von ihm hält.
Was der Sender beim Empfänger erreichen möchte, wird von der Appellseite (rot) repräsentiert.

In der zwischenmenschlichen Kommunikation gibt es aber nicht nur denjenigen, der sich äußert – den Sender –, sondern gleichzeitig auch einen, der zuhört – den Empfänger. Während der Sender mit „vier Schnäbeln“ spricht, hört der Empfänger mit „vier Ohren“. Die vier Seiten der gesendeten Nachricht, also das, was der Sender mit einer Äußerung ausdrücken und/oder bewirken will, entsprechen oftmals nicht den vier Seiten, wie sie vom Empfänger interpretiert werden. Deshalb machen die vier Seiten einer Nachricht zwischenmenschliche Kontakte spannend, aber auch spannungsreich und anfällig für Störungen.

Dieses Modell lässt sich mit Einschränkungen erweitern auf allgemeine Kommunikationsvorgänge in der Gesellschaft. Diese umfassen dann beispielsweise auch die betont sachliche Kommunikation zwischen Behörden oder Institutionen.
  • 17.06.2018, 13:19 Uhr
Carl Rainman
"Allgemeine Kommunikationsvorgänge und betont sachliche Kommunikation zwischen Behörden und Institutionen"
Nun ein solches Modell ist das Ende der Diskussion und auch kein "reales demokratisches Modell" Dann könnte man auch Roboter agieren lassen.
Nein- die Demokratie und eine wirklich demokratische Diskussionskultur lebt von Emotionen-ureigenem persönlichem- von der Darstellung unterschiedlichen Standpunkten ,sogar extremer Positionen. Und der Zuhörer muss sich dem stellen, selbst werten und letztendlich zu einer eigenen Meinung kommen.
Je unterschiedlicher die Positionen- desto leichter kommt der Zuhörer zu einer eigenen Meinung. Jede beeinflusste oder "vorkekaute" Meinungsbildung ist in einer realen Demokratie ein Unding. Dazu gehört auch die Sprache des "Politic Korrektniss"
  • 18.06.2018, 11:10 Uhr
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