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Junge (6) auf A4 überrollt: Mutter schreibt im größten Schmerz Dankesbrief,  ...

Junge (6) auf A4 überrollt: Mutter schreibt im größten Schmerz Dankesbrief, der uns alle angeht

News Team
31.12.2017, 08:55 Uhr
Beitrag von News Team

Als der kleine Junge nach dem tragischen Unfall auf der A4 in der Kölner Uniklinik seinen schlimmen Verletzungen erlag, fiel eine Ärztin der trauernden Mutter (29) in die Arme und weinte mit.

Die Anteilnahme und Mitmenschlichkeit, die die Familie in dieser schlimmen Zeit erlebt, hat die Mutter des tot gefahrenen Ali dazu bewogen, einen emotionalen Brief an alle Helfer zu schreiben, den der Kölner Sonntag-EXPRESS jetzt veröffentlichte.


Darin bedankt sich Nusrat Jahan Idrees (29) bei Ersthelfern, Schwestern und Ärzten in der Uni-Klinik Köln, Rechtsmedizinern, Bestattungsdienst, der Polizei und den vielen anderen zivilen Helfern.

Ich bin überwältigt zu sehen, wie so viele Menschen mit uns getrauert haben und für uns da waren. Sie haben uns in erster Linie als Menschen gesehen, ohne zu bedenken aus welchem Land ich komme, welcher Religion ich zugehöre, welche Hautfarbe ich habe oder welcher Herkunft ich bin.

Emotionaler Appell an alle Menschen


Die 29-jährige Muslimin hat pakistanische Wurzeln. Sie wuchs in Köln auf, machte dort ihr Abitur, bevor sie zum Studium nach London zog. Dort gründete sich auch ihre kleine Familie, die in der Nacht vor Heiligabend so tragisch auseinander gerissen wurde. Der acht Monate alter Sohn der Mutter wurde bei dem Unfall zum Glück nur leicht verletzt.

In ihrem größten Schmerz appelliert die junge Mutter an alle, diese "gelebte Mitmenschlichkeit", die ihr zu Teil wurde, auch im Alltag aufrecht zu erhalten.

Ich hatte das Gefühl, dass ein friedliches Miteinander auf dieser Welt möglich wäre, wenn wir alle als Menschen zusammen und zueinander halten. So wie es die christlichen, muslimischen und andersgläubigen Kölner, die ich in dieser schweren Zeit kennen lernen durfte, vorgelebt haben. Vielen Dank dafür!

Der Autofahrer, der den kleinen Ali überrollte, gehört jedoch nicht dazu. Er/Sie konnte noch immer nicht ausfindig gemacht werden.

Der komplette Brief im Wortlaut:


"Ich bin die Mutter des sechsjährigen Jungen, der in der Nacht auf Heiligabend auf der A 4 bei Köln auf tragische Weise tödlich verunglückte. Es ist für mich ein unbegreifbarer Verlust und der Schmerz ist unermesslich, aber was mir im Anschluss an Mitmenschlichkeit widerfahren ist, gibt mir viel Kraft. Ich lebe in England, bin in Köln aufgewachsen und Muslimin mit pakistanischen Wurzeln. Bei all den mir zuvor fremden Menschen in Deutschland, die mir in dieser schwierigen Zeit beigestanden haben, und mit mir und meiner Familie mitgefühlt haben, möchte ich mich aus ganzen Herzen bedanken. Heute ist meine Rückkehr nach London und ich nehme meinen geliebten verstorbenen Sohn Ali mit nach Hause. Mein Aufenthalt in Deutschland war sehr schmerzhaft und traurig und dennoch kehre ich mit viel Hoffnung und Mut zurück. Ich bin überwältigt zu sehen, wie so viele Menschen mit uns getrauert haben und für uns da waren. Sie haben uns in erster Linie als Menschen gesehen, ohne zu bedenken aus welchem Land ich komme, welcher Religion ich zugehöre, welche Hautfarbe ich habe oder welcher Herkunft ich bin. All die Menschen, die für uns da waren, der Notdienst, die Schwestern und Ärzte der Uni-Klinik Köln, der Imam und die Muslime der Ahmadiyya Gemeinde, die Rechtsmediziner, der Bestattungsdienst, die Polizisten und Dutzende andere Menschen, die uns geholfen haben – obwohl sie uns vorher gar nicht kannten! Diese Menschen haben mir gezeigt, wie gelebte Mitmenschlichkeit aussieht. Das zu sehen, hat mich sehr bewegt. Ich hatte das Gefühl, dass ein friedliches Miteinander auf dieser Welt möglich wäre, wenn wir alle als Menschen zusammen und zueinander halten. So wie es die christlichen, muslimischen und andersgläubigen Kölner, die ich in dieser schweren Zeit kennen lernen durfte, vorgelebt haben. Vielen Dank dafür! Ich wünsche allen ein gesegnetes und frohes neues Jahr."
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Niemand glaubt an ihre Liebe, doch dieses Paar zeigt es allen

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7 Kommentare

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Leider wird gar nicht erwähnt, was da nun wirklich auf der A 4 passiert ist und wie es zu diesem tragischeschen Unfall gekommen ist. Gruss Eva.
  • 02.01.2018, 10:13 Uhr
  • 0
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Es ist furchtbar,,musste erst sowas schreckliches Passieren?Dr Unfall. Was für eine Kraft hat diese junge Mutter,
In der tiegsten Trauer und tiefsten Schmerz heraus,so ein Rürenden Brief zu schreiben. Ja das sind Worte die ins Herz gehen. Wünsche,dieser Frau viel Kraft.Frieden fängt im kleinen Kreise an.Auch viele, gegen 7 Milljarden Menschen auf der Erde. Ich weiss das es gehen kann, das es gehT mit viele Nationen zusammen zu Leben.
Es liegt an den Ortsteil.Die tun was dafür,das es geht.Die lassen fiese Menschen, nicht einfach so leben,.Sie veranstalten Kulturfeste.Man kan die Kulturen kennen lernen.Einzigartig?Andere Kumunen können es auch machen. Gut es gibt leider auch Böse Buben darunter,wie es bei uns Deutschen auch ist. Ich sage erst mal,,,
Ein guten Rutsch 2017 ln 2018
  • 31.12.2017, 18:05 Uhr
  • 0
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dem brief ist eigentlich nichts hinzuzufügen, es bleibt zu wünschen, dass nicht erst tod, leid und not die menschen wieder zu menschen zu machen und nicht zu raffgierigen bestien, wie vielmals heute erlebbar; der kleine ali möge in frieden ruhen
  • 31.12.2017, 16:18 Uhr
  • 5
.........dem schließe ich mich an............
  • 31.12.2017, 16:55 Uhr
  • 0
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Immer wieder werden wir mit solchen Schreckensnachrichten konfrontiert. Mitgefühl zeigen durch einer stille Umarmung, einen lieben Blick oder Händedruck ist eigentlich selbstverständlich. Aber der Alltag zeigt ein anderes Bild.
Deshalb finde ich den Brief der betroffenen Mutter vorbildlich und mutig. Ich möchte ihr und der ganzen Familie mein tiefempfundenes Beileid ausdrücken und viel Kraft wünschen, die schwere Zeit auszuhalten. Es ist immer schwer ein KIND begraben zu müssen...
LG - Ulrike
  • 31.12.2017, 12:54 Uhr
  • 7
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Mein tief empfundenes Beileid !
Viel Kraft der Familie , den schweren Verlust auszuhalten .
Es tut mir unendlich leid .
LG.Gaby und Familie
  • 31.12.2017, 12:28 Uhr
  • 4
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Hier wurde ein Kommentar durch den Ersteller entfernt.

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