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Ein Hundeleben

03.02.2018, 09:17 Uhr
Beitrag von wize.life-Nutzer

Immer wieder finde ich hier Berichte über Misshandlungen an Tieren, die ich erst gar nicht lesen mag, weil ich es so schrecklich finde. (Und bitte jetzt nicht den Vorwurf, dass dies bei Kindern noch schlimmer wäre, denn das ist es mit Sicherheit.)
Aber bei dem Tierelend kann ich aus eigener bitterer Erfahrung berichten. Ist zwar schon viele Jahre her, da hatte meine Tochter ein soz. Jahr in Brandenburg gemacht. Dort hat sie dann in einem Dorf einen Schäferhund entdeckt, der ohne jeden Schutz an einer ca. 3 m langen Kette in seinen eigenen Ausscheidungen gefangen war. Meine Tochter hat dann ganz vorsichtig angefangen, ihn zu füttern, immer ein bisschen mehr, und am Ende konnte sie ihn sogar von der Kette abmachen und mit ihm spazieren gehen. Der Halter war wohl ein Dorf bekannter Säufer, aber niemanden schien diese Art der Tierhaltung zu stören – eher im Gegenteil.
Sie hat mir von diesem Leid berichtet, und ich habe mich an den hiesigen Tierschutzverein gewandt, der mich aber an den dortigen Amtstierarzt verwies.
Der guckte sich alles an, machte dem Besitzer zur Auflage, eine längere Leine anzubringen … das war´s. Ansonsten schrieb er mir, es sei doch „nur“ ein Tier und die Dörfler würden es nicht anders kennen.
Als meine Tochter dem Hund dann wieder was zum Fressen hinwarf, traf sie nicht richtig, wollte es näher hin schieben und wurde gebissen.
Das Ende vom Lied: Der Besitzer verstarb und der Hund musste eingeschläfert werden, weil er keinen mehr an sich ran ließ.
Meine Tochter fängt heute noch an zu weinen, wenn sie an das arme Tier denkt.

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14 Kommentare

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Amtstierärzte ich kenne keinen, der mal durchgreift!!!
  • 03.02.2018, 17:07 Uhr
Leider ist es wirklich so . Ich hatte mich hier in Berlin auch mal an die gewandt wegen einer ganz schlimmen Kaninchenhaltung - am Ende war ich noch die Doofe.
  • 03.02.2018, 17:24 Uhr
Bei solchen Sachen sich an einen Tierschutzverein wenden..Alleingänge bringen nichts
  • 03.02.2018, 18:12 Uhr
Das hatte ich ja getan, und die haben mich dann wegen fehlender Zuständigkeit an den Amtsarzt verwiesen .
  • 03.02.2018, 18:13 Uhr
das würde ich nicht so hinnehmen
  • 03.02.2018, 18:15 Uhr
im Norden sagt man: de häm kein Orsch inne Büx!
  • 03.02.2018, 18:15 Uhr
Ich hatte mit dem Amtsarzt und sogar mit dem Bürgermeister dort einen heftigen Schriftwechsel - hat alles nichts geholfen.
  • 03.02.2018, 18:16 Uhr
Die hatten da eine ganz andere Einstellung zu Tieren, auch zu Hunden - da war ich am Ende machtlos. Und alles endlich wirklich jemand eingreifen wollte, war es für den Hund zu spät.
  • 03.02.2018, 18:17 Uhr
unglaublich!
  • 03.02.2018, 18:17 Uhr
Ich konnte es auch nicht fassen.
Meine Tochter hat da während der Woche in einem kleinen Häuschen gewohnt und da kam immer ein streunender Kater zu ihr zum Schmusen. Der war nicht kastriert und fing dann an zu riechen. Ich habe ihr dann 100 DM für den Eingriff gegeben. Die Tierärztin dort hat das Tier total verschandelt - ich musste nochmal 100 DM opfern, damit ein anderer Arzt das wieder gut machen konnte.
  • 03.02.2018, 18:20 Uhr
Wie bitte???Kastration vom Kater geht ruckzuck...war oft dabei, ohne Komplikationen. Brigitta, das tut mir leid....bitte immer vorher Infos über TA einholen.
  • 03.02.2018, 18:22 Uhr
Aber nicht dort, die hat wohl mit einem Beil gearbeitet oder so - heute bin ich auch schlauer
  • 03.02.2018, 18:23 Uhr
Ich hoffe für euch beide, dass ihr bessere Erfarungen in Zukunft macht.
Bin jetzt raus...schönen Abend
  • 03.02.2018, 18:24 Uhr
Ist ja schon fast 20 Jahre her. Ist mir nur wegen der ganzen Notizen hier wieder eingefallen.
Danke, den wünsche ich dir auch .
  • 03.02.2018, 18:25 Uhr
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