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Ja, ich bin ein Ungläubiger

Ja, ich bin ein Ungläubiger

Peter Leopold
25.03.2018, 05:41 Uhr
Beitrag von Peter Leopold

Wenn ich mir betrachte, was Religionen schon für Verbrechen begangen haben, kann ich nur an mich selbst glauben. Dieser Glaube ist zuverlässiger, als alle Weltreligionen zusammen. Die Kirche würde es als Glaube an den Teufel ansehen, Muslime würden mich den Ungläubigen nennen und dem kleinen Dicken wäre ich wohl völlig egal. Vielleicht wäre der JEDI-Kult etwas für mich, denn Yoda ist noch der Symphatischste von allen Gurus.

Dabei bin ich streng katholisch aufgewachsen. Aber man wird in katholischen Privatschulen einfach überladen mit kampfbeten noch vor dem Frühstück oder Danksagungen für jedes noch so misslungenes Mittagessen. Reden nach 22 Uhr in den Schlafräumen wurde mit stundenlangem knien vor dem Sechsbettzimmer sanktioniert und es versteht sich von selbst, dass man für die täglichen Messen sämtliche Gebete und Lieder auswendig können musste. Und welches Interesse die "Schwarzkittel" tatsächlich an den Schülern hatten, kann man bestenfalls vermuten. So ganz astrein war wohl Keiner.

So hat der Esspapier-Kanibalismus ("Das ist mein Leib....") langfristig Spuren hinterlassen und der einzige Glaube, der mich jemals weiter gebracht hat, ist der Glaube an mich selbst. Offenbar braucht der Mensch aber irgendeine "höhere Macht" um den Tod zu erklären. Und für Diejenigen, die so einen virtuellen Freund nicht haben, gibt es ja immer noch das ominöse Licht, das man angeblich in der Stunde des Todes sieht.

Als Jemand, der bereits 3x klinisch tot war und wiederbelebt wurde, muss ich sagen, dass ich weder verflossene Verwandtschaft, noch ein Licht oder andere mysthische Dinge gesehen habe. Da ist einfach NICHTS. Und es möge Jeder für sich selbst entscheiden, welches Bild er für sich akzeptieren möchte. Eines ist allerdings klar: Egal was auch kommen mag oder eben nicht...es lohnt sich nicht, über etwas zu streiten, das wir in diesem Leben ohnehin nicht aktiv erleben und dessen Existenz zumindest bezweifelt werden darf.

Jede Art von Diskussionen, wer nun den besten virtuellen Freund hat, ist sinnlos - und damit auch alle Arten von Gewalthandlungen, um Andere von der Richtigkeit seines persönlichen Glaubens zu überzeugen. Und DAS gilt für ALLE Religionen. Für mich liegt die "höhere Macht" einzig und alleine im Menschen selbst und ich bin immer gut damit gefahren, nach dieser Devise zu leben.

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40 Kommentare

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Der Konflikt zwischen Spiritualität und Rationalität ist in unserem Gehirn verankert Wer an Gott glaubt, verwendet mehr Hirnzellen für Mitgefühl als für analytisches Denken. Das Gehirn von Atheisten arbeitet genau andersherum. Dadurch sind sie intelligenter, aber auch eventuell kaltherziger. Der Glaube an eine höhere Macht, an einen Gott und Weltenlenker ist so alt wie die Menschheit und zieht sich durch alle Kulturen. Viele Menschen fühlen sich einer bestimmten Religion zugehörig und verbunden. Atheisten halten Gott jedoch für einen Mythos, Gläubigkeit für irrational und Religion für „Opium fürs Volk“. Unser Gehirn fühlt und denkt in unterschiedlichen Netzwerken, da in unserem Gehirn bestimmte Neuronen für analytisches Denken vernetzt sind, und andere ein sozial denkendes Netz bilden. Je nach Anforderung rufen wir die Fähigkeiten des entsprechenden Hirnabschnitts ab. Das Gehirn von Atheisten unterdrückt den empathischen Teil stärker, religiöse Menschen drängen die analytischen Regionen häufiger zurück. Kühle Denker ohne Empathie so funktionieren auch Psychopathen Die Betonung eines Hirnabschnitts geht zu Lasten des anderen. Das führt dazu, dass gläubige Menschen über mehr Mitgefühl und moralische Prinzipien verfügen, die Nicht-Gläubigen dafür intelligenter und nüchterner sind. Die rationale Fokussierung rückt Atheisten in die Nähe von Psychopathen, in dem Sinn, dass sie selbstbezogener und kaltherziger sind, und weniger von falschen moralischen Überzeugen geleitet werden.
  • 25.03.2018, 16:28 Uhr
  • 0
Peter Leopold
Ach...mit dieser Kaltherzigkeit kann ich aber guuut leben
  • 25.03.2018, 16:34 Uhr
  • 0
Ich auch, in dem Punkt sind wir uns einig.
  • 25.03.2018, 16:34 Uhr
  • 0
G.L. ich hoffe du "glaubst" nicht an das, was du hier präsentierst, wenn ja, dann geh in ein kleines, katholisches Dorf in dem die Kirche am Sonntag noch voll ist und prüfe mal einen Monat die Empathie der Dorfbewohner. Du würdest staunen. Im übrigen, ich habs doch schon immer geahnt, dass ich eine Psychopathin bin. Danke für deine Bestätigung
  • 25.03.2018, 17:24 Uhr
  • 1
Gern geschehen.
  • 26.03.2018, 16:02 Uhr
  • 0
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Der Glaube an Gott oder ein höheres Wesen ist zwar primär mit einer Kirche/Religion verbunden. Diese haben den Kult erfunden und zelebrieren ihn.

Aber, dass Verhalten von Angehörigen und Führern einer Kirche/Religionsgemeinschaft hat nicht unbedingt mit dem Glauben an Gott zu tun.

Man kann an Gott glauben, dass es ihn gibt und trotzdem keiner Religionsgemeinschaft angehören, bzw. mich an deren Regeln halten.

Gerade die katholische Kirche, bzw. ihre Führer, haben sehr oft gegen ihre eigenen Regeln (und die Gebote Gottes) verstoßen und sich unchristlich verhalten.

Vieles was Atheisten und Nichtgläubige an den Kirchen/Religionsgemeinschaften kritisieren resultiert daraus!
  • 25.03.2018, 13:48 Uhr
  • 2
Peter Leopold
Das meine ich. Man braucht offenbar irgendetwas, um den Tod zu erklären, denn im Leben würde man mit einem Glauben jede Verantwortung abgeben.
  • 25.03.2018, 14:41 Uhr
  • 0
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Er hat das sehr anüsant u. informativ erklärt
  • 25.03.2018, 10:35 Uhr
  • 0
Peter Leopold
  • 25.03.2018, 10:46 Uhr
  • 0
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Leider wurde in der Vergangenheit bei der religiösen Erziehung der Kinder sehr viel
kaputt gemacht, das nicht mehr gut zu machen ist.
Ich selber bin in einem christlichen Elternhaus aufgewachsen und meine Eltern
gaben mir auf den Weg, dass in erster Linie der Mitmensch wichtig ist. Für mich
ist die "Bergpredigt" wichtig und danach richte ich mein Leben aus. Auch in der
Kirche "menschelt" es gewaltig. Die jüngere Generation von Pfarrer schlagen
mitunter einen anderen Weg ein, was natürlich nicht immer von der Kirchenleitung
akzeptiert wird.
  • 25.03.2018, 09:53 Uhr
  • 1
Peter Leopold
Na ich weiß nicht, ob das nur die Jüngeren sind. Ich meinte damit eher Leute, die das 60. Lebensjahr schon überschritten hatten.
  • 25.03.2018, 09:54 Uhr
  • 0
Diese Erziehung haben seinerzeit erhalten, die heute weit über 60 Jahre alt
sind. Ich kenne diese Schilderung von einer Freundin, die heute ein hohes
Alter hat und immer noch darunter leidet und aus der Kirche ausgetreten ist.
  • 25.03.2018, 10:05 Uhr
  • 0
Peter Leopold
Kann ich durchaus verstehen...
  • 25.03.2018, 10:06 Uhr
  • 0
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Ich differenziere zwischen den Vertretern der Institution Kirche und derer, die sich Vertreter Gottes schimpfen und dem Glauben an eine höhere Macht. Ich nenne es bewußt nicht Gott, denn Glaube ist für mich Seele und das was ich lebe, was ich fühle und wie ich handel.
Die Institution Kirche stellt sich selbst in Frage durch ihre Taten. z.B. sexueller Mißbrauch von Schutzbefohlenen, Ausschluß von geschiedenen Menschen an der hl. Kommunion. Wobei noch anzumerken sei, daß die Ehe nicht von Gott, sondern von den Menschen eingeführt wurde.
Ich glaube die Arroganz und Selbstherrlichkeit der Kirche, ist schon lange nicht mehr zeitgemäß. Ein bißchen Demut würde ihnen gut zu Gesicht stehen, anstatt irdische Schätze zu horten. Mit den Schätzen, die vorhanden sind, wie zum Beispiel im Vatikan, würde viel Hunger gestillt und Elend beseitigt.
Für mich sind Kirchendiener Menschen, die ihren Job verrichten in Besoldungsgruppen, die weder unfehlbar noch Gottes nah sind und nicht alle von dem überzeugt sind, was sie tun.
Vielleicht hat zu meiner Überzeugung und zur Einschätzung der Kirche, das Priesteramt meines Onkels und das Studium meines Mannes, Katholische Theologie als Lehramt am Gymnasium dazu beigetragen. Die schlimmsten Verbrechen sind im Namen Gottes passiert und das kann nicht der Sinn des Glaubens sein.
  • 25.03.2018, 09:09 Uhr
  • 0
Peter Leopold
Ich weiß nicht, ob das so beabsichtigt war. Aber es war immer ein "guter Schutz" wenn man den Glauben vorschieben konnte. Damit entbindet man sich selbst von jeder Verantwortung. Meiner Ansicht nach zu bequem...
  • 25.03.2018, 09:13 Uhr
  • 1
Es kann eigentlich nicht im Sinne " Gottes" gewesen sein. Ich denke, es war eher ein Machtmißbrauch in den jeweiligen Positionen der Kirchendiener und Geld spielte schon immer eine Rolle, dies wird alleine schon durch die Aussage im Mittelalter bestätigt, " Wenn das Geld im Beutel klingt, die Seele in den Himmel springt". Dies kann von Gott nicht gewollt sein, er würde nie Reichen, des Geldes wegen besondere Privilegien einräumen.
  • 25.03.2018, 09:21 Uhr
  • 1
Peter Leopold
DAS ist dann wohl der Unterschied zwischen Theorie und Praxis !
  • 25.03.2018, 09:26 Uhr
  • 1
Genau so sehe ich es auch. Und da das Handeln der Kirche genauso fehlerhaft sein kann, wie dies von Weltfirmen, gibt es für mich keine unfehlbaren Vertreter der Gotteslehre, es sind ganz normale Personen, die versuchen, ein Imperium zusammen zu halten. Glaube ist für mich, mein Leben so zu gestalten, wie ich es vor mir und meinen Mitmenschen verantworten kann.
  • 25.03.2018, 09:32 Uhr
  • 2
Peter Leopold
Ich nenne das Gewissen!
  • 25.03.2018, 09:33 Uhr
  • 2
Ich nenne es Gewissen, Seele, Charakter und Leben.
  • 25.03.2018, 09:35 Uhr
  • 1
Danke für die nette Unterhaltung und einen schönen, sonnigen Sonntag.
  • 25.03.2018, 09:39 Uhr
  • 0
Peter Leopold
Dir auch einen schönen Sonntag!
  • 25.03.2018, 09:43 Uhr
  • 0
Danke!
  • 25.03.2018, 09:43 Uhr
  • 0
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Jemand sagte mal: " Ich glaube an Gott. Aber das Bodenpersonal find ich scheiße!". Ich kann sehr gut ohne Kirche an Gott glauben.
  • 25.03.2018, 06:56 Uhr
  • 1
Peter Leopold
Wer das will, findet auch ohne Personal einen Weg
  • 25.03.2018, 06:56 Uhr
  • 1
Genau
  • 25.03.2018, 06:57 Uhr
  • 0
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Moin Peter

Hilf Dir selbst, dann hilft Dir Gott.... falls es einen gibt... im Allgemeinen glaube ich das was ich sehe und anfassen kann...und ja, das ist auch meine Meinung.. der Glaube ist in uns selbst.. in unserem Denken und Wirken.
  • 25.03.2018, 06:35 Uhr
  • 0
Peter Leopold
Ja, so sehr ich das auch. Es liegt eben an jedem Einzelnen, was er daraus macht. Mooorgääähn!
  • 25.03.2018, 06:36 Uhr
  • 1
So ist es... weißt Du Peter, es passiert zuviel und trifft zuviele unschuldige Menschen und oft Menschen die gut und selbstlos waren, daß man an etwas Übernatürliches glauben kann.
Ich wünsche Dir einen schönen Sonntag
  • 25.03.2018, 06:41 Uhr
  • 0
Peter Leopold
Dir auch einen schönen Sonntag
  • 25.03.2018, 06:42 Uhr
  • 1
Danke Peter
  • 25.03.2018, 06:42 Uhr
  • 0
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Moin Peter, unterschreibe ich
  • 25.03.2018, 05:55 Uhr
  • 1
Peter Leopold
Mooorgääähn!
  • 25.03.2018, 06:01 Uhr
  • 0

ich sagte einmal zu einem Katholischen Geistlichen für den ich einmal gearbeitet habe :"ich glaube an mich selbst, meiner Hände Arbeit und an meine Frau " Er schaute mich an und sagte : " Da haben sie doch den richtigen Glauben !"
  • 25.03.2018, 06:07 Uhr
  • 1
Peter Leopold
Dieses Geständnis hat er sich aber abgerungen
  • 25.03.2018, 06:16 Uhr
  • 0
Peter L.

Glaube ist doch im allgemeinen individuell. Von daher bitte keine "Leitsätze" für alle.
Religion sollten wir alle nicht "per se" für etwas Schlechtes halten.
Vielmehr sollten wir uns fragen woher "Religionen" kommen und warum sie entstanden sind.
Meine Antwort: " Alle Religionen sind menschliche Regelwerke" Sie wurden von Menschen "gemacht" um die schlimmen Zustände der jeweiligen Zeiten zu verbessern. Nur der Verweis auf ein "übernatürliche Wesen mit Allmacht ausgestattet" verschaffte den Religionsverkündern auch die Autorität zur Umsetzung. Und die Einhaltung der "religiösen Regeln" diente dem Zweck eines verbesserten Miteinanders der Menschen.

In der heutigen Zeit sollte man genau unterscheiden welche Religion dem menschlichen Miteinander am besten dient.
Der Islam dient diesem Zweck wohl absolut nicht.
  • 26.03.2018, 13:18 Uhr
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Peter Leopold
War ja klar, dass daraus wieder etwas gegen den Islam werden soll tztztz. Fakt ist aber: Religion IST aus meiner Sicht per sé etwas Negatives - schon weil JEDE Religion den Einzelnen von seiner Verantwortung entbindet. So einfach ist das.
  • 26.03.2018, 13:40 Uhr
  • 0
Peter L.

Das Argument erschliesst sich mir nicht. Übernehmen Religionslose Menschen mehr Verantwortung? Und für was.? Sehe ich absolut nicht. Bei einzelnen vielleicht. Lies meinen Text nochmal. Es hatte ja ursprünglich einen Sinn- Religionen zu stiften. In der Zeit vor der Existenz dieser, war es wohl " noch viel ungemütlicher" (eben Regelloser) auf der Welt. Und eine zukünftige Welt ohne Religion wird um keinen Deut besser. Die Atheisten setzen genauso ihre Interressen durch ( und schiessen auf Andere) wie Konfissionelle.

Ich denke eher ohne Religion zu leben überfordert einen gross Teil der Menschen. Man sollt halt nur drauf achten welche.
  • 26.03.2018, 15:26 Uhr
  • 0
Peter Leopold
Für mich ist das 100% schlüssig! Ich fühle mich jedenfalls keinesfalls überfordert!
  • 26.03.2018, 15:40 Uhr
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Peter L.

Schön für dich.
  • 26.03.2018, 15:44 Uhr
  • 0
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