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Tramperin Sophia (28): Familie berührt mit emotionalem Nachruf

News Team
12.08.2018, 16:37 Uhr
Beitrag von News Team

Zwei Monate nach dem Mord an der Studentin Sophia L. (28) aus Leipzig haben Familie und Freunde Abschied von ihr genommen. In einem emotionalen Nachruf, den der „Tagesspiegel“ am Samstag veröffentlichte, wird die 28-Jährige als Kämpferin für eine gerechtere Welt beschrieben.

IM VIDEO | Sophia L. ist tot - die Chronologie des Falls


„Sie lebte uns vor, sich nicht mit den kleinen erreichten Kompromissen zufrieden zu geben. Sie zeigte uns, dass das große Ganze anzugehen ist. Sie führte uns vor, niemals anzuhalten, weil etwas gut genug sei.“ Mit diesen Worten beginnt die Familie ihren Abschied von der im Juni 2018 ermordeten Studentin.

Ihr Platz sei nie an der Seite der Großkopferten gewesen, sondern bei denen, die in unserer Gesellschaft nicht mithalten können oder wollen, die schwach sind, unterdrückt werden, flüchten mussten, irgendwie klein sind. Sophia sei eine Kämpferin für eine gerechtere Welt gewesen.

Lebensfreude und Begeisterungsfähigkeit machten ihren Charakter aus

„Wenn wir an Sophia denken, fällt uns jedoch nicht zuerst ihre Bescheidenheit oder ihr soziales Engagement ein, sondern ihr Spaß, ihre Lebensfreude. Ihre Begeisterungsfähigkeit für jede noch so abwegige Idee. Ihr Vergnügen, diese bis ins Absurde weiterzuspinnen, hat uns angesteckt.“

Für Sophias Familie werden die Bewegungen, die sie in vielen auslöste, „durch nichts und niemanden mehr zu bremsen“ sein. Durch ihren Tod sei aber das Leben ihrer Verwandten, Freunden, Kollegen und Bekannten „um einen Hoffnungsschimmer ärmer geworden“.

Lkw-Fahrer soll Sophia ermordet haben

Die 28-jährige Sophia L. ist am 14. Juni ermordet worden. Sie wollte von Leipzig in ihre bayerische Heimat Amberg trampen und stieg dafür in den Lkw eines fremden Mannes ein. Kurz nach der bayerischen Grenze soll der 41-Jährige sie getötet und in seinem Lastwagen versteckt haben.

Sophias Leiche wurde eine Woche später in Spanien entdeckt. Nach der Tat fuhr der mutmaßliche Mörder den Leichnam 2000 Kilometer durch Europa und legte ihn an einer unauffälligen Stelle im Baskenland ab. Im Süden des Landes wurde der Mann ein paar Tage später verhaftet. Er soll die Tat gestanden haben.

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