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. . .oder auch Gedichte die das Leben beschreiben

. . .oder auch Gedichte die das Leben beschreiben

30.05.2013, 13:24 Uhr
Beitrag von wize.life-Nutzer

Dieses Gedicht habe ich über mein Leben geschrieben,
man muss schon etwas nachdenken, um den Inhalt zu verstehen.

Mein Lebensweg


Da liegt er vor mir, dieser Weg,
der mein ist, schon seit Anbeginn;
leichtfüßig fang´ ich an zu geh´n,
erforschen will ich nun den Sinn.

Eilig setz´ ich Schritt für Schritt
auf diesen, mir so fremden, Pfad.
Liebe und Hoffnung nehm´ ich mit,
damit ich was zu zehren hab.

Da steht ein Baum, so wunderschön,
in seinen Schatten setz ich mich;
will ihn von allen Seiten seh´n,
denn durch sein Blattwerk fällt kein Licht.

Zwei Früchte fallen grad vom Baum,
da wo ich sitz, in meinen Schoß;
mit roten Bäckchen, wie im Traum -
ich halt sie fest, lass sie nicht los.

Der Baum ist morsch, vom starken Trieb;
ich nehm die Früchte, um zu geh´n.
Nur gut, dass ich nicht länger blieb,
jetzt kann den Baum ich fallen seh´n.

Die Mittagssonne brennt sehr heiß,
kein Schatten, der mich kühlt noch schützt. -
Der umgestürzte Baum, denk ich,
hätte mir auch nicht viel genützt.

So eil´ ich weiter diese Straße,
freu´ mich an den geschenkten Früchten;
seh´ Wildkräuter am Wegesrand,
rieche fremde, starke Düfte.

Stolpere, falle, stehe auf,
muss diesen Weg zu Ende geh´n;
doch seh´ ich nur des Weges Lauf,
das Ende ist nicht abzuseh´n.

Ich haste weiter ohne Rast,
der Sturm drückt mich vom Wege ab -
noch trage ich der Früchte Last,
die ich so lieb gewonnen hab.

Da treffe ich auf einen Stamm;
der gibt mir Hoffnung, macht mir Mut,
dass ich fest an ihm halten kann -
nun, denke ich, wird alles gut.

Es trifft ein Blitz den Stamm frontal,
zündet ihn an, brennt ihn vom Land.
Nicht leicht die Trennung, allemal,
mit einem Splitter in der Hand.

Schwer ist mein Schritt, es dunkelt schon,
der Sturm ist still, hat sich gelegt -
am Himmel steht der klare Mond,
der sich zum Straßenend bewegt.

Die Früchte hab ich längst verlorn,
der Splitter bleibt an meiner Hand!
Mir ist nicht in Erinnerung,
wie ich zum Straßenende fand.

So alt, mit Falten im Gesicht,
mit Pflichterfüllung im Gepäck,
steh ich dort oben, vor Gericht,
und wünsch denselben Lebensweg.

Autorin Ingrid Schinschek
Lebensgedichte und Erinnerungen

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4 Kommentare

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eine gesunde Lebenseinstellung.
Die schönen Zeiten vergisst man nicht,
und in schwierigen Zeiten lernen wir zu wachsen
  • 12.12.2014, 15:55 Uhr
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Ich konnte Dein Gedicht sehr gut verstehen, allerdings habe ich es als das Leben im allgemeinen gesehen. Wie du es jetzt schilderst sehe ich das mit ganz anderen Augen.
Es betrifft Dein Leben, es ist Deine Geschichte. Du hast Dein Leben in Gedichtform
erzählt, meine Hochachtung. Jetzt verstehe ich dises auch wirklich.

Liebe Grüße Rosi
  • 01.06.2013, 16:46 Uhr
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Dein Gedicht liebe Ingrid hat mich seh bewegt, so ist der Lauf des Lebens
  • 01.06.2013, 10:03 Uhr
Hallo Rosi,

Konntest Du dieses, mein Gedicht verstehen?
Ich hätte vielleicht deutlicher werden sollen, um meinen Mitmenschen das Verstehen dieser Zeilen leichter zu machen.
Es geht also um den Lebensinhalt der Baum versinnbildlicht den Mann /so wunderschön man lässt sich auf ihn ein, will ihn kennenlernen,
die Früchte/ zwei Kinder vo ihm
da erkenne ich, der Baum/ Mann taugt nichts!
Habe die Kinder mit mir auf meinen Weg genommen,
nun kann man ein weiteres Stückchen Weg einordnen,
Sorgen, Nöte, aber ich muss weitergehen, es ist mein Weg,
dann treffe ich auf einen Stamm/ Mann, guter Eindruck! Stark!
Hoffnung, Heirat, Basis, Fundament,
Dann ein Wunschkind, behindert,-
Blitz, Donner Unwetter!
Der Mann weg, Kind /Splitter an der Hand,
Das letzte Stück Weges wieder allein, mit dem Kind!

Das nur einmal so als Erklärung und die Frage an Dich, ob Du das auch so verstehen konntest.

Liebe Grüße

Ingrid
  • 01.06.2013, 16:17 Uhr
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