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„Geh, wenn Du willst. Bleib, wenn du kannst“ - Junge Mutter erlaubt ihrem Ba ...

„Geh, wenn Du willst. Bleib, wenn du kannst“ - Junge Mutter erlaubt ihrem Baby zu sterben

News Team
20.07.2018, 11:44 Uhr
Beitrag von News Team

„Du darfst gehen. Geh, wenn du willst.“

Diese Worte sagte Tanja, ihrem viel zu früh geborenen Sohn, als er um sein Leben rang.

Der kleine Phillip kam 15 Wochen zu früh auf die Welt. Tanja hat beschlossen gegen die Angst und für das Leben ihres Babys zu kämpfen.

77 Kommentare

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Wer eine solche Situation nicht selbst erlebt hat, kann kaum die Gedanken nachvollziehen. Zunächst , im Geschehen, ist man selber nicht Herr der Sinne.
Vor über 14 Jahren setzten bei meiner Ex die Wehen ein, in der 24 SW mit Zwillingen. Und dies bei einem WE Trip in Paris. Im KH meinte man, es wären keine Wehen, der Wehen Schreiber würde nichts anzeigen. Na gut. 1 Tag später stellte man jedoch fest, dass sich der Muttermund schon geöffnet hatte : also doch Wehen...der Wehen Schreiber war defekt. Kaiserschnitt : der Junge 30 cm 950 Gramm, dass Mädchen 26 cm 650 Gramm. Die ersten Tage waren erfolgversprechend : Schon ersten Stuhlgang , Gewichtszunahme und minimale Sauerstoffzufuhr. Am 4. Tag um 2.00h glaubte man jedoch, dass sich bei dem Mädchen der Ductus schließen würde und versuchte dies mit Medis zu verhindern. Man verabreichte immer mehr, bis hin es zu einer Hirnblutung kam: Sie verstarb um 3.30 h . Die Obduktion belegte, dass der Duktus offen war und der Tod infolge der Überdosierung erfolgte. Aber auch das Leben des Jungen hing am seidenem Faden. In der Neugeborenen Station war der Rotavirus ausgebrochen und er musste dringend aus dem KH in Paris verlegt werden. Das andere KH war jedoch auf solch Extremfrühgeburten nicht eingestellt, es ging ihm von Tag zu Tag schlechter. Laufend kollabierte er bis hin, dass er täglich mehrfach reanimiert werden musste. Wir verbrachten täglich bis zu 20 Stunden an dem Brutkasten.... DAS war eine Extremsituation. Die Belastung war sogar so hoch, dass ich mir wünschte, es gäbe einen Knall und er würde auch sterben. Nach 8 Wochen schafften wir es , dass der Kleine mit Unterstützung der Universitätsklinik Köln und Malteser per Lear-Jet nach Köln geflogen wurde. Nach 2 Wochen ging es ihm soweit ganz gut, dass wir ihn erstmalig mit nach Hause nehmen konnten. Nach nur 4 Tagen jedoch massive Probleme : Tachykardien .Sofort ins KH , auf dem Weg dorthin wurde er ganz blau und die Atmung setze aus : Klinisch tot. Im KH wurde er wieder reanimiert. Mehrfach in den nächsten Monaten. Der Grund war eine überflüssige Leitungsbahn im Herz, die sich aufschaukeln konnte. Auf Grund der Größe des Herzens war eine OP jedoch höchst riskant. Durch Medikamente stabilisierte sich sein Zustand zum Glück ( OP wurde im Alter von 12 Jahren erfolgreich im Herzzentrum Köln durchgeführt ) Aber die ersten Jahre waren extrem : Es war nicht bekannt, ob das Hirn Schäden davongetragen hatte, immerhin war er 1 x sogar fast 40 Minuten ohne Atmung. Die Zeit war kein Genießen des Babyglücks, sondern nur eine nicht endende Angstphase, auch ihn zu verlieren. Nicht mal richtig trauern konnte man. Inzwischen ist die Angst verschwunden, mit 14 ist er inzwischen zu einem der besten Schüler der Klasse aufgestiegen, groß und kräftig. Dass er eine Schwester hatte...weiß er nicht. Diesbezüglich konnten uns die Psychologen keinen Rat geben, ihm dies zu vermitteln. Was aber geblieben ist : Schaut man ihn an, so sieht man auch seine verstorbene Schwester neben ihm, besonders an den Geburtstagen.
Verarbeitet habe ich dies noch nicht, auch nicht ausgeblendet ...eher nur verdrängt...ist aber permanent vorhanden.
  • 04.08.2018, 14:24 Uhr
  • 06.08.2018, 15:56 Uhr
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Respekt
  • 11.01.2018, 22:41 Uhr
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viel glück und kraft wünsche ich der familie!!!!!!!!!!
  • 16.05.2016, 20:28 Uhr
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da zieh ich den Hut vor dieser starken Frau
  • 29.03.2016, 13:50 Uhr
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Den Töd eines Kindes kann man nie vergessen die Erinnerung kommt immer wieder
  • 25.03.2016, 12:21 Uhr
Sollte Tod heißen
  • 25.03.2016, 12:22 Uhr
stimmt, jeden Tag, bei einem Kind seit 48 Jahren, beim anderen wird es jetzt 1 Jahr
  • 30.03.2016, 11:24 Uhr
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reapekt....ich habe es bis heute nicht überwunden...meine beiden mädchen gehen zu lassen...erst das eine...von 4 wochen...und dann das ander ...von 8 wochen....
  • 25.03.2016, 11:34 Uhr
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das beweit stärke und liebe
  • 24.03.2016, 21:07 Uhr
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Es berührt mich....
  • 24.03.2016, 19:46 Uhr
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eine sehr starke Frau. Ich ziehe den Hut vor ihr
  • 24.03.2016, 19:33 Uhr
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Der Beitrag hat mich emotional tief erschüttert! Diese Mutter ist durch die Hölle gegangen und hat trotzdem nicht aufgegeben. Sie hat einen starken Sohn geschenkt bekommen. Ich denke mit Demut und Hochachtung an sie.
  • 24.03.2016, 11:29 Uhr
Es tut so weh, deshalb gehört Demut zu solch einer Entscheidung ..gehen lassen
Vielleicht durfte er deshalb bleiben
  • 12.04.2016, 11:58 Uhr
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