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86 Prozent der Beschäftigten im Pflegedienst der bayerischen Krankenhäuser s ...

86 Prozent der Beschäftigten im Pflegedienst der bayerischen Krankenhäuser sind Frauen

Deutscher Evangelischer Frauenbund Bayern
13.05.2016, 10:37 Uhr

Der Bayerische Landesfrauenrat findet die Zahlen, wonach die Hälfte aller Frauen nur Teilzeit in der Pflege im Krankenhaus arbeiten, alarmierend: Denn hohe Teilzeitzahlen bedeuten wesentlich weniger Geld und Chancen im Beruf und schließlich auch noch die drohende Altersarmut. Die Nachteile summieren sich bis ins Rentenalter!

Dabei ist das gesamte Berufsfeld der Pflege ein Bereich, in dem besonders viele Frauen arbeiten, nämlich 86 Prozent. Sie sollten dort auch ihre Chancen und ein besseres Auskommen mit einer ordentlichen Alterssicherung haben. Aber das geht schlecht in Teilzeit...

Der LFR zeigt auch Wege auf, wie es besser zu machen wäre:

Bayerischer Landesfrauenrat (12. Mai 2016)

86 Prozent der Beschäftigten im Pflegedienst der bayerischen Krankenhäuser sind Frauen. Darauf wies das Bayerische Landesamt für Statistik anlässlich des heutigen Internationalen Tages der Krankenpflege hin.
So waren im Jahr 2014 in den bayerischen Krankenhäusern 66.523 Pflegekräfte beschäftigt, davon 32.964 Pflegekräfte – das sind nahezu 50 Prozent – in Teilzeit bzw. als geringfügig Beschäftigte. Seit 1991 stieg die Zahl der Pflegekräfte um 26,9 Prozent, die der Teilzeitbeschäftigten jedoch um 145,9 Prozent. Der Anteil der Teilzeitbeschäftigten an allen Beschäftigten stieg also in diesem Zeitraum kontinuierlichvon 25,6 Prozent auf 49,6 Prozent im Jahr 2014.

Diese Zahlen sind erschreckend. Denn Teilzeiterwerbstätigkeit führt neben deutlichen Lohneinbußen auch zu geringeren Karrierechancen und zwangsläufig in die Armutsfalle im Alter. Auch bleiben dadurch traditionelle Strukturen der Arbeitsteilung zwischen Frauen und Männern erhalten. Institutionelle Regelungen wie das Ehegattensplitting und Minijobs machen einen Ausweitung der Arbeitszeit unattraktiv. Für eine ausgewogenere Aufteilung der Arbeitszeiten zwischen den Geschlechtern brauchen wir endlich passende Arbeitszeitmodelle und finanzielle Anreize für eine partnerschaftliche Arbeitszeitverteilung!

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