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Ratgeber Seitensprung: Was Fremdgeher wissen sollten

Ratgeber Seitensprung: Was Fremdgeher wissen sollten

Denise Winterbeck
26.04.2017, 11:49 Uhr
Beitrag von Denise Winterbeck

Fremdgehen scheint zu einem regelrechten Volkssport zu avancieren. Gründe für den Seitensprung gibt es reichlich. Während manche einem spontanen Impuls nachgeben, fühlen sich andere vom Partner vernachlässigt und wachen aufgrund von Unzufriedenheit in den Armen von Fremden auf. Welche emotionalen Folgen Fremdgehen hat, kann im Voraus niemand wissen. Die folgenden Fakten durchleuchten das Thema und machen auf einige wesentliche Details aufmerksam.

Gründe für Seitensprünge

Die meisten Seitensprünge werden aufgrund von sexueller Langeweile in der Beziehung begangen. Fremdgeher sehnen sich nach Abwechslung und erotischen Abenteuern. Werden die Bedürfnisse innerhalb der Partnerschaft über einen längeren Zeitraum nicht befriedigt, ergreifen viele die Flucht und suchen anderweitig nach sexueller Erfüllung. Frauen gehen außerdem häufig fremd, weil sie sich zuvor in einen anderen verliebt haben. Doch auch hier ist in der Regel Unzufriedenheit in der Partnerschaft der Auslöser. Bei unglücklichen Paaren ist die Wahrscheinlichkeit für eine Affäre deutlich höher, als bei rundum zufriedenen Partnern. Zudem lassen sich einige aufgrund des Kicks auf einen Seitensprung ein, der dieser dem Selbstbewusstsein verpasst. Das Ego vieler Menschen wird von einem Fremdflirt regelrecht gepusht. Wer vom Partner nicht die gewünschte Aufmerksamkeit, Liebe und Zuneigung erhält, fühlt sich früher oder später von anderen angezogen. Diplom-Psychologe Roland Kopp-Wichmann hat gegenüber der Frauenzeitschrift unter freundin.de einen weiteren Grund für Seitensprünge thematisiert und weist darauf hin, „dass Liebe und Sexualität nicht unbedingt etwas miteinander zu tun haben. Es ist schön, wenn in einer Beziehung beides zusammenkommt, aber auch wenn man jemanden liebt, richtet sich das sexuelle Interesse nicht automatisch nur auf diesen einen.“

Um Seitensprüngen vorzubeugen und Beziehungen dauerhaft intakt zu halten, müssen beide Parteien an der Partnerschaft arbeiten und sensibel auf die Bedürfnisse des anderen eingehen. Respektvolle Kommunikation ist entscheidend.

Seitensprung-Portale gewinnen an Popularität

Keine Frage: Viele Seitensprünge ergeben sich erst durch eine gewisse Nähe zum Fremdflirt und daher innerhalb des Bekannten- und Freundeskreises. Der Nachteil liegt auf der Hand: Wird die Affäre bekannt, ist oft nicht nur die Beziehung am Ende, es gehen auch Freundschaften zu Bruch. Und selbst, wenn die Affäre geheim bleibt, sind die emotionalen Auswirkungen teilweise fatal, weil die Affäre im Alltag ständig präsent ist. Da sich viele Fremdgeher nach Anonymität sehnen, erfreuen sich Seitensprung-Portale zunehmender Nachfrage. Online lässt sich die Affäre konkret vorbereiten und gezielt vom persönlichen Umfeld fernhalten. Leider sind nicht alle Plattformen empfehlenswert. Fake-Profile, Abzocke und minimale Erfolgsaussichten sind nur drei Probleme, die auf potenzielle Fremdgeher zukommen können. Wer über eine seriöse Agentur Kontakt zu Menschen aufnehmen möchte, die ernsthaft an einer diskreten Liebschaft interessiert sind, muss sehr sorgfältig recherchieren und auswählen. Es gibt einige Testberichte, welche die Suche erleichtern. Der Seitensprung-Ratgeber unter seitensprung-fibel.de hat seriöse Portale getestet und kommt zu dem Ergebnis, dass derzeit insbesondere folgende drei Seitensprungagenturen überzeugen:

• First Affair
• C-Date
• Lovepoint

Lovepoint geht es aus dem Praxistest 2017 als Testsieger hervor, weil das Portal nicht nur mit Profil-Echtheitsprüfungen und einer hohen Anzahl an Premium-Mitgliedern begeistert, sondern auch eine schnelle Kontaktaufnahme erlaubt, eine Erfolgsgarantie beinhaltet und das Verhältnis zwischen Männern und Frauen ausgewogen ist. 57 Prozent der Mitglieder sind weiblich.

Beichten ist nicht immer vorteilhaft

Ist es passiert und der Seitensprung vorbei, plagt Fremdgeher nicht selten das schlechte Gewissen. Was folgt, ist eine Beichte beim Partner. Doch genau das, soll laut manchen Paartherapeuten nicht immer die ideale Lösung sein. Stattdessen müsse intensiv abgewägt werden, ob beichten oder schweigen die bessere Wahl wäre. Ausschlaggebend seien die Beweggründe für die Beichte. Erfolgt diese lediglich, um das Gewissen zu erleichtern und damit der Betrogene den Liebesfauxpas vergibt, liegen niedere Motive vor. Ändert sich an den Gefühlen zum Partner nichts und der Seitensprung war eine einmalige Sache ohne emotionale Bindung, kann es für die Beziehung vorteilhaft sein, den Ausrutscher für sich zu behalten. Fremdgeher müssen Verantwortung für ihre Affäre übernehmen und ihr schlechtes Gewissen nicht auf andere Schultern verteilen. Abzuraten ist außerdem vom Beichten gegenüber Freunden, Bekannten oder Verwandten. Der Großteil der Mitwisser leidet unter dem Loyalitätskonflikt und unter der ständigen Lüge dem Betrogenen gegenüber.

Tolerante Partnerschaften kann die Beichte hingegen bereichern, weil sie Offenheit und Ehrlichkeit beweist und womöglich positive Auswirkungen auf das Sexleben innerhalb der Partnerschaft haben kann. Im Video nimmt Beziehungscoach Dominik Borde Stellung zum Thema Beichte und dem Umgang mit Untreue:

Treuebruch kann Beziehungen retten

Durch die Beichte eines Seitensprungs kann das Vertrauen zueinander stark in Mitleidenschaft gezogen werden. Dennoch ist es denkbar, dass Affären Beziehungen retten, weil sie wachrütteln und auf die Probleme hinweisen. Mit viel Geduld, Verständnis und Zeit können Partnerschaften nach einem Seitensprung regelrecht aufblühen. Was es dafür braucht, ist intensive Kommunikation. Denn genau hier scheitern viele Paare. Sie reden zu wenig miteinander, behalten erotische Fantasien für sich und wundern sich dann, wenn sich Unzufriedenheit einstellt.

Mehr zum Thema Seitensprung in unserer Artikel-Übersicht. 

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