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Die Hochzeit der Kinder: Der Guide für Braut- und Bräutigams-Eltern

Die Hochzeit der Kinder: Der Guide für Braut- und Bräutigams-Eltern

Partner Tipp
16.06.2017, 16:13 Uhr
Beitrag von Partner Tipp

Die Hochzeit der Kinder – ein ganz besonderes Ereignis und der endgültige Abschied aus dem heimeligen Familienmodell. Diese besteht zwar weiterhin und wird nur erweitert, aber es zeigt dennoch klar und deutlich: Das Kleine ist erwachsen geworden. Aufregung kennt dabei jedes Brautelternpaar und auch die Eltern des Bräutigams möchten wohl nicht behaupten, dass sie ganz unaufgeregt an die Sache herangehen. Schließlich geht mit dem Ja-Wort häufig auch eine große Feier einher, bei der Verwandte und Bekannte, Freunde und Familie zusammenkommen und sich nach langer Zeit wiedersehen. Eine große Verlockung, sich einzumischen, was häufig schon für Streit zwischen Kindern und Eltern geführt hat. Wie Sie dennoch unbeschadet durch die Planung und den großen Tag kommen und sich dabei nicht mit den Kindern verkrachen, erfahren Sie hier.

Ein besonderes Ereignis

Das Kind sagt ja – und entscheidet sich dafür, das eigene Leben mit einem für ihn ganz besonderen Menschen zu verbringen. Das Ja-Wort bindet aneinander und macht öffentlich klar: Wir gehören zusammen. Das ist etwas Besonderes und wird gerade in der heutigen Zeit auch als dieses zelebriert. Viele Paar leben zwar über Jahrzehnte zusammen, sich rechtlich aneinander zu binden war eine ganz Zeit lang jedoch out. Kein Wunder. Eine Scheidungsrate von 40 Prozent – 2005 lag diese gar bei fast 52 Prozent – ist nicht gerade das beste Vorzeichen für eine glückliche Ehe. Entscheiden sich dennoch zwei dafür, „Ja!“ zu sagen, ist es also umso mehr ein besonderes Ereignis, das groß zelebriert werden will.
Für die Eltern erscheint es so, als dass bei dieser besonderen Gelegenheit auch gewissermaßen die eigene Erziehung auf die Probe gestellt und beim Fest unter die Lupe genommen wird: Was haben Braut und Bräutigam von ihren Eltern mitgenommen? Da soll auch von den Eltern aus alles sitzen und möglichst perfekt sein, auf der anderen Seite möchte man natürlich auch selbst gut aussehen. Dazu kommt noch, dass den Kindern natürlich ein besonders schöner Tag bevorstehen soll – der selbstgemachte Druck ist groß und strahlt sich in ganz verschiedene Richtungen aus.
Das verführt nur so dazu, möglichst viel bei der Planung mitmischen zu wollen. Schließlich hat man selbst schon viele Feiern ausgerichtet und weiß, wie der Hase läuft – aber dennoch sollte nicht einfach drauf losgelegt werden. Denn zum einen ist es die Feier der Kinder, die sich selbst überlegen sollen und möchten, wie sie ihren großen Tag gestalten. Damit haben sie häufig genug Stress - die Eltern zurückzuhalten sollte da nicht auch noch auf die Agenda rücken müssen. Zum anderen gibt es auch ganz andere Dinge, um die sich die Eltern kümmern können – zum Beispiel das Hochzeitsoutfit, das auf so vielen Bildern der Hochzeit ein Leben lang in Alben zu sehen sein wird. Auch kleine Überraschungen und Geschenke an das Brautpaar sind eine schöne Beschäftigung, die die Zeit bis zum großen Tag sicher auszufüllen weiß. Und noch etwas kann für Stress und Gedanken vor den Feierlichkeiten sorgen: Das Wiedersehen mit dem eigenen Ex-Partner, wenn zwischenzeitlich eine Scheidung stattgefunden hat – ein Gefühl das sicherlich viele kennen und einiges an Unsicherheit hervorruft. Mit unseren Tipps wird es dennoch ein rundumgelungenes, stressfreies Fest – für alle Beteiligten.

Planung ist alles – Wie viel Unterstützung möchte mein Kind?

„Mama und Papa, wir heiraten!“ So oder ähnlich klingen wohl die meisten Ankündigungen, wenn Kinder ihren Eltern mitteilen, dass sie sich dazu entschieden haben, das Leben zusammen anzugehen und sich fest aneinander zu binden. Meist folgt darauf – hoffentlich! – die große Freude. Wenige Minuten später wird dann klar: Es gibt viel zu tun! Ein großes Fest will geplant sein und wenn Termin und Location erstmal gefunden sind, geht es weiter mit der großen Arbeit. Brautkleid, Dekoration, die Hochzeitstorte und die Einladungen, die Gästeliste und Sitzordnung. Was gibt es zu essen und was zu trinken? Und in welchem Budget Rahmen bewegen wir uns überhaupt?
Dabei sind einige Elternpaare sicherlich so aufgeregt, wie die Brautleute selbst. Mit geschwinder Hand möchten sie am liebsten selbst alle Fäden in die Hand nehmen und mit anpacken, alles organisieren und austesten. Aber Vorsicht! Nicht wenige Brauteltern haben sich in der Planungsphase mit ihren Kindern verkracht, da die Einmischung schlichtweg zu weit ging. Aber was ist die Alternative? Alles den Kindern überlassen und nur zusehen, wie sich die eine oder andere Katastrophe auftürmt und die Braut völlig überfordert das Handtuch wirft? Da gibt es einen Mittelweg, der sicher zum Ziel führt und zeigt: „Ich bin dir eine Stütze, aber lasse dir deinen Freiraum.“


Doch wie ist dieser zu finden? Ganz einfach: Über Kommunikation. Ein Gespräch gleich zu Beginn der Planung, wenn ein Zeitraum für das mögliche Hochzeits-Datum steht und es an die Location Suche geht, kann helfen. Einfach mal nachfragen „Braucht ihr Hilfe?“ – und die Antwort kommt sicherlich direkt. Zum einen kann es nämlich hilfreich sein, wenn Kontakte bestehen und so das eine oder andere leichter organisiert werden kann. Zum anderen ist es jedoch nervig, wenn Aussagen aufkommen, die die Suche in eine bestimmte Richtung drängen, wie „Mensch, wir haben damals in der kleinen Kapelle geheiratet und dann im Gemeindesaal gefeiert, das war so schön, macht das doch auch so“. Auch „Bei Cousine Conny war es doch letztes Jahr so nett, vielleicht frage ich dort mal an“ wird nicht gut ankommen, denn wenige Brautpaare möchten ihre Hochzeit dort feiern, wo ein Großteil der Gäste schon auf einer anderen Hochzeit war und vielleicht Vergleiche anstellen könnte. Besser: Ganz offen fragen und auf konkrete Anweisungen warten. Und wenn eine Frage nach eigenen Ideen kommt, gerne einbringen – sonst damit lieber hinter dem Berg halten.
Ähnliches gilt für Sitzordnung, Gästeliste und der allgemeinen Größe der Feier. Die Kinder sind erwachsen und wissen ganz genau, was sie in dieser Hinsicht möchten. Wird um Hilfe gebeten – da die Erstellung der Sitzordnung tatsächlich vor das eine oder andere Problem stellen kann, wenn Verwandtschaftsstreitigkeiten bestehen, Zwiste oder gar handfeste Trennungen die Familie spalten – kann der eigene Ideenreichtum gerne zur Schau gestellt werde. Allerdings ist die Planung einer Hochzeit ohnehin für viele Bräute mit einem gewissen Nervenkrieg verbunden – diesen noch zu verstärken und zusätzlich „auf die Nerven zu gehen“, ist hier nicht das beste Konzept. Versetzen Sie sich stattdessen in die Lage der Brautleute und überlegen: Wie würde es mir damit gehen? Das hilft bei der Bereitstellung des nötigen Einfühlungsvermögens und Verständnis.

Mit Fingerspitzengefühl

Apropos Verständnis: Manche Bräute sind mehrere Monate oder gar ein ganzes Jahr damit beschäftigt, die Hochzeit zu planen. Nicht immer geht dabei alles glatt – nehmen Sie das gelassen und stehen Sie auch einmal über den einen oder anderen Konflikt drüber. Ein „Brautzilla“ kann durchaus nervig werden und wird nicht immer so lieb und nett sein, wie man das von dem eigenen Kind gewohnt ist – aber Hochzeitsplanung kann auch wirklich stressig sein. Also lieber Mal ein oder auch zwei Augen zu drücken und ganz gelassen mit dem ein oder anderen Glas Sekt durch die lange Zeit der Vorbereitung steuern.
Wo hingegen häufig wirklich Hilfe benötigt wird, ist bei der materiellen Vorbereitung. Nicht selten werden Gastgeschenke und Dekoration aus eigenen Handwerkskünsten gefertigt oder auch die Location am Vortag geschmückt. Hierbei sind helfende Hände im wahrsten Sinne des Wortes willkommen, wenn sie denn das nötige Geschick aufweisen. Der beste Rat ist also: Anfänglich Hilfe und Unterstützung anbieten, zur Stelle sein wenn der Schuh drückt, aber ansonsten vornehme Zurückhaltung an den Tag legen – so klappt’s auch mit dem Familienfrieden.


Was leider auch vorkommen kann und den Familienfrieden doch empfindlich stören kann, sind Unstimmigkeiten zwischen Eltern und dem Partner bzw. der Partnerin des Kindes. Nicht jeder ist nämlich automatisch happy, wenn eine Ankündigung zur Hochzeit ins Haus geflattert kommt. Nicht wenige Eltern meinen, dass ihr Kind den falschen Partner wählt. Ob das begründet ist, muss jeder selbst hinterfragen und für sich herausfinden – und das sollte definitiv erfolgen, bevor diese Vermutung dem Kind gegenüber eröffnet wird. Die Gründe können vielschichtig sein oder sich auf einzelne Aussagen beziehen. Ein falsch verstandenes Witzchen, ein nicht zu Ende geführtes Gespräch oder schlicht ein Wesenszug, der nicht zu der eigenen Vorstellung des idealen Partners für das eigene Kind passt.
Eins ist dabei im Blick zu halten, ist essentiell: Das „Kind“ ist erwachsen, es trifft seine Entscheidung begründet und höchst selbst. Eine Äußerung über die Untauglichkeit des Partners kann tiefe Risse ziehen. Ist das zu riskieren? Diese Erörterung muss jeder für sich selbst abschließen. Allerdings gibt es Möglichkeiten, das „Problem“ selbst in die Hand zu nehmen: Treffen Sie sich ganz privat mit dem Verlobten oder der Verlobten des Kindes. Vielleicht kam es bisher einfach nicht zu einem persönlichen Gespräch unter vier Augen, das mit Vorurteilen aufräumen könnte. Vielleicht war die Anwesenheit anderer bisher störend – geben Sie der Situation eine echte Chance und finden Sie heraus, ob das schlechte Gefühl begründet ist. Lernen Sie den Partner wirklich kennen, zeigen Sie Interesse und – wenn nötig – sprechen Sie an, was als störend empfunden wird. Das mag unangenehm und seltsam sein, für beide Seiten, ist aber am Ende zielführend und kann Probleme aus der Welt schaffen, die sonst vielleicht Ihr Gewissen belasten würden. Und in Schwarz (mal abgesehen vom Anzug!) zur Hochzeit zu kommen, weil Sie damit mit der Entscheidung nicht einverstanden sind, ist keine Option!

Dresscode: Das gibt’s zu beachten

Denn die Kleiderwahl drückt viel aus – etwas, das wohl in erster Linie die Mütter von Braut und Bräutigam interessieren wird. Kleiderwahl und Styling zu der Hochzeit sind schon als „normaler“ Gast keine einfache Frage – das steigert sich mit der Rolle als Braut bzw. Bräutigams Mutter. Die Kleiderfrage wird bekanntermaßen mit dem Alter immer schwieriger. Ebenso ist es aber besonders wichtig, gut auszusehen, dann letztendlich werden es wohl die meistgesehenen Bilder im Leben der Kinder sein, die auf der Hochzeit entstehen. Die Familienbilder gehören zu den Schönsten überhaupt – wer möchte da nicht ein schönes Kleid tragen?
Zusätzlich gibt es natürlich einige Konventionen zu beachten. Zunächst einmal gelten die regulären Do’s und Dont’s für die Kleider der Hochzeitsgäste. Dazu gehört: Kein Weiß – nie und nimmer! – und in der Regel auch kein Beige, Creme, Nude oder Elfenbein. Signalfarben, Schwarz und zu viel Haut sind ebenfalls nicht erwünscht. Stattdessen sind Pastelltöne oder Dunkelblau eine schöne Wahl, sowie andere dezente Farben und Schnitte. Für die Familien von Braut und Bräutigam bietet es sich an, sich nach der Farbpalette der Hochzeit zu erkundigen und sich kleidertechnisch daran zu orientieren – häufig gibt es dafür bereits bestimmte Vorstellungen. So geben alle gemeinsam ein stimmiges Bild ab. Auch die formelle Frage nach dem Dresscode – also lang oder kurz, Etuikleid oder doch etwas Ausgefalleneres – kann im Zweifelsfall die Braut beantworten.

Traditionell ist es dann so, dass zunächst die Brautmutter ihr Kleid aussucht und kauft, es mit ihrer Tochter abspricht und überprüft, ob es gefällt, und dann die Mutter des Bräutigams darüber informiert, was sie tragen wird. Diese orientiert sich daran und stimmt ihr Outfit darauf ab. Allerdings sind diese Konventionen heute lange nicht mehr so streng gepflegt wie früher einmal, es kann also nicht schaden, einfach zusammen einkaufen zu gehen. Und: Auch gerne die Braut dazu fragen. Wenn es zeitlich passt wird sie sich sicherlich gerne anschließen und so dafür sorgen, dass keine Umtauschaktionen notwendig sind.
Die Frage nach dem restlichen Styling lässt sich schlicht und ergreifend mit einem „Das kommt darauf an“ beantworten. Denn zum einen ist nicht jedes Kleid gleich, zum anderen trägt auch nicht jeder gerne Schmuck. Ein schlichteres Kleid geht wunderbar mit etwas auffälligerem Schmuck einher und lässt sich so noch etwas schicker gestalten. Ein auffälligeres Kleid hingegen sollte nur von schlichten Stücken begleitet werden. Generell gilt: Hängende Ohrringe oder Kette, Armband oder viele Ringe. Ohrstecker hingegen gehen gut mit einer Kette zusammen, genauso natürlich ein, zwei Ringe mit einem Armband. Am Ende sollte sich jeder damit wohlfühlen – vor allem die Braut. Zurückhaltung beim Styling schadet generell nie, schließlich soll niemand mehr auffallen, als die Braut höchstpersönlich. Das gilt auch für die Eltern.

Geschieden? Das Wiedersehen mit dem Ex-Partner

Paare lassen sich immer später scheiden. In Kombination mit der doch recht hohen Scheidungsrate lässt sich daraus schließen, dass viele Eltern der vor den Altar tretenden Kinder nicht mehr mit dem damaligen Partner zusammen sind. Manche Trennungen liefen friedlich ab, andere hingegen waren ein wahrer Rosenkrieg, unfair und schmutzig. Egal wie: Wenn mit der Hochzeit ein lang aufgeschobenes Wiedersehen der beiden Parteien ansteht, ist auch noch Herzklopfen und vielleicht ein Anflug von Panik im Spiel. Was tun?
Eins ist sicher: Das Kind nicht damit belasten. Denn im Zweifelsfall gibt es dort bereits genug Sorgen, was das Wohlbefinden der Eltern angeht. Aber tatsächlich ist es der Tag der Brautleute. Das sollte jeder Gast und ganz besonders die Eltern respektieren. Sich wie Erwachsene zu verhalten und nicht zu streiten, ist ganz logisch und die Grundvoraussetzung. Ganz zu schweigen natürlich davon, auf der Hochzeit zu erscheinen und unter keinen Umständen fernzubleiben. Die Differenzen mit dem Ex-Partner sind nämlich definitiv nicht das Problem des gemeinsamen Kindes, das wohlgemerkt einmal aus Liebe heraus entstanden ist. Wer möchte schon die Tochter um das Erlebnis bringen, vom Vater zum Altar geführt zu werden? Also: Zusammenreißen und durch. Sollte die Anwesenheit dennoch unerträglich sein, bitten Sie offen darum, so weit wie möglich auseinandergesetzt zu werden. Egal ob große oder kleine Hochzeit: So viel sollte möglich sein, allein schon dem Kind zu liebe.


Ist die Furcht jedoch wirklich riesig, kann es helfen, sich vorher zu treffen und gemeinsam zu sehen, wie der Stand der Dinge ist. Ein Treffen an einem öffentlichen Ort, wo beide Seiten jederzeit gehen könnten, nimmt die Anspannung aus dem großen Tag und gibt die Möglichkeit, schon vorher die Grenzen abzustecken. Das mag komisch und unangenehm sein – aber genauso wie beim Gespräch mit dem Partner des Kindes kann es helfen, die Luft zu klären und so entspannter in die Hochzeit hinein zu gehen. Noch dazu: Als Eltern wird zumeist eine Rede verlangt. Wer wird diese halten – vielleicht gar beide zusammen? Ein paar Absprachen können nicht schaden, das Organisationsthema lenkt überdies von inneren Differenzen ab.

Geschenke: Ideen und Überraschungs-Richtlinien

Als Eltern der Brautleute gibt es viele Möglichkeiten an der Hochzeit mitzuwirken. Reden sind nur eine Option, aber auch über Spiele und besondere Geschenke können sie an der Gestaltung des großen Tages teilhaben. Eine Möglichkeit ergibt sich aus einem Sammelgeschenk von allen Hochzeitsgästen, das bereits im Vorfeld angeleiert wird und zur Hochzeit fertig überreicht werden kann.
Dafür an jeden Gast einen Brief und zwei Blatt Papier schicken, die für das Gemeinschaftsbuch zu gestalten sind: Auf eins kommt ein Rezept, auf ein anderes persönliche Wünsche, gute Ratschläge für die Ehe oder Widmungen. Als gebundenes Buch ist es für das Brautpaar eine tolle Erinnerung an die tolle Feier und die netten Gäste. Aber auch andere Ideen bereiten sicher Freude. Einwegkameras auf den Tischen sind immer wieder beliebt, wer kreativ ist kann dazu noch Aufträge verteilen, so dass witzige und ganz unterschiedliche Ergebnisse entstehen. Es lohnt sich, einfach mal kreativ zu werden und auch mit den eigenen Freunden über mögliche Ideen zu sprechen – dabei kommt bestimmt das eine oder andere zusammen, so dass am Ende eine tolle Überraschung dabei herauskommt.
Aber: Nicht jede Überraschung kommt gut an. Gerade die Brautentführung, die traditionell ja eher von der jüngeren Generation übernommen wird, ist heute doch sehr unbeliebt geworden. Auch Spiele, bei denen sich die Brautleute und die Gäste zum Affen machen müssen sind nicht sehr beliebt. Handeln Sie also mit Bedacht und denken Sie lieber über eine Überraschung nach, die Jahrelang vorhält, als für einen Abend Spaß (und Peinlichkeiten!) hervorruft.
Soll es dennoch auf das klassische Geschenk hinaus laufen, lohnt es sich, mit dem Brautpaar darüber zu sprechen und nach klaren Wünschen zu fragen. Viele Paare haben heutzutage schon lange einen gemeinsamen Hausstand, so dass ein Hochzeits-Geschirr oder das klassische Silberbesteck nicht mehr unbedingt zu den gefragtesten Gaben gehören. Manchmal ist es da besser, einfach die finanzielle Unterstützung für die Hochzeit anzubieten und so dafür zu sorgen, dass die Ehe nicht gleich mit Schulden beginnt. Ein klärendes Gespräch mit dem eigenen Kind sorgt dafür, dass die Erwartungen gleich richtig eingeschätzt werden können und es dabei zu keinen Missverständnissen kommt. Übrigens – dass der Brautvater die Rechnung der Hochzeit übernimmt ist heute ein lang überholter Brauch, der schon gar nicht ohne Absprache zum Tragen kommt.

So wird’s ein Fest

Die Hochzeit des eigenen Kindes ist ein ganz besonderes Ereignis. Um das auch würdig zu feiern gehört einiges dazu. Hochzeitplanen ist kein Pappenstiel, weder von der organisatorischen, noch von der nervlichen oder gar der finanziellen Seite. Seien Sie für Ihr Kind da und bieten Unterstützung an – gleichzeitig ist aber eine gepflegte Zurückhaltung gefragt, es ist schließlich der Tag der Brautleute, die dafür sicherlich ganz eigene Vorstellungen haben.


Immer schön ist es stattdessen, wenn eine besondere Überraschung erdacht wird, die an der Hochzeitsfeier zum Tragen kommt. Das kann ein tolles Geschenk sein, das bereits im Vorfeld organisiert wurde und nicht mal sonderlich teuer sein muss, oder auch die Erfüllung eines sehnlichen Wunsches. Ganz sicher wird Ihr Kind es auch zu schätzen wissen, wenn Sie an dem Tag selbst für einen reibungslosen Ablauf sorgen. Das bedeutet zum einen, im Hintergrund Strippen zu ziehen, zum anderen aber auch, sich bei jeglichen Familienfehden zurück zu halten. Gerade geschiedene Eltern können sonst ein ganz schönes Minus für die Stimmung bedeuten und auch Zwist in der Verwandtschaft ist nichts, dass an diesem Tag ausgetragen werden sollte – schließlich sind alle erwachsen und folgen einem gemeinsamen Interesse: Den großen Tag der Kinder zum schönsten ihres bisherigen Lebens zu machen.

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