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Die Liebe ist ein seltsames Spiel: Sieben Dinge, die Großeltern niemals sage ...

Die Liebe ist ein seltsames Spiel: Sieben Dinge, die Großeltern niemals sagen sollten

Monika Preuk
24.05.2013, 17:47 Uhr
Beitrag von Monika Preuk

Großeltern und die Enkel: Das ist ein ganz besonderes Verhältnis – wenn die Eltern es erlauben. Denn als Opa oder Oma sagt man eher mal was zu den Kleinen, was Vater und Mutter nicht gefällt, vor allem aber die Verbindung zu den Enkeln stark belastet. Und das wäre doch schade. Deshalb hier sieben Sätze, die Sie am besten für sich behalten.

Opa kann alles, Oma ist so lieb – kling platt, aber so denken und fühlen viele Enkel. Und es stimmt ja auch. Denken sie doch mal an Ihre eigenen Großeltern zurück. Da tauchen doch bei den meisten nur positive Erinnerungen auf? Opa kann sich viel mehr Zeit für die Kleinen nehmen als Papa, kann erklären, zeigen und mit seinen Kenntnissen beeindrucken. Großmutter geht auf die kulinarischen Wünsche der Kleinen ein, verwöhnt sie, liest auch eine Stunde lang immer wieder die Lieblingsgeschichte vor. Enkel haben meist ein grenzenloses Vertrauen zu den Großeltern. Damit das auch so bleibt, sollten Großeltern mit ihrer Liebe nichts übers Ziel hinausschießen, keine Wertungen vornehmen und die Kinder als Spitzel bei den Eltern ausnutzen. Hier sieben Sätze, die tabu sein sollten:

1. „Du bist mein Lieblingsenkel!“ Achtung, nur erlaubt, wenn Sie einen einzigen Enkel haben. Denn auch wenn Sie so fühlen – erfahrene Großeltern wissen, dass manche Enkel oder Enkelinnen noch ein bisschen mehr unser Herz berühren als die anderen – drücken sie das so nicht aus. Sie können davon ausgehen, dass die Kinder untereinander sprechen und dann gibt es Streit und Neid.

Besser: Finden Sie für jedes der Enkelkinder ein spezielles Kosewort oder einen lieben Spitznamen, dann dürfen Sie ruhig sagen : „Du bist mein liebstes Engelchen!“

2. „Dein Bruder ist in Mathe viel besser als du!“ Wenn Ihre Enkelin beim Rechnen Schwierigkeiten hat, ist es normal, dass Sie versuchen, die Kleine durch den Vergleich mit dem erfolgreichen Bruder anzuspornen. Das kann für Eltern okay sein. Als Großeltern sollten sie sich die Zeit nehmen, etwas sensibler vorzugehen und Geschwisterneid und Eifersucht nicht schüren.

Besser: Sie dürfen ruhig erwähnen dass der Bruder ein Mathe-Ass ist. Aber im gleichen Atemzug sollten Sie sagen, dass die Kleine dafür eben in Sport in echtes Talent ist.

3. „Ein bisschen Babyspeckist doch süß!“ - zu einem molligen Kind. Sprechen Sie von selbst nie das Thema „Gewicht“ beim Enkelkind an. Und falls es Sie fragt „Findest du mich dick?“ antworten Sie bitte nicht scherzhaft mit diesem Satz. Er verletzt das Kind. Nehmen Sie Ihre Enkel ernst, damit Sie Ihnen vertrauen können.

Besser: Falls das Enkelkind wirklich mollig ist, machen Sie kein Aufhebens darum. Antworten Sie auf diese Frage des Enkels ausweichend - „das ist doch nicht schlimm, gibt sich doch mit dem Wachsen...“ und lenken Sie vom Thema ab. Dicke Kinder werden sowieso dauernd gehänselt und von den Gleichaltrigen ausgegrenzt.Achten Sie darauf, dass Ihr Enkel Laufspiele macht, mit Ihnen zum Schwimmen geht, verwöhnen Sie es mit gesunden Snacks statt Pizza. Tipp: Falls sie einen Garten oder Balkon haben, ziehen Sie zusammen eigenes Gemüse. Das Selbstangebaute schmeckt nämlich meist sogar Kindern, die ansonsten eher der Kategorie "totaler Gemüseverweigerer" angehören.

4. „Dein Papa muss sich über dein Zeugnis gar nicht aufregen. Der war selbst doch so ein schlechter Schüler!“ Sie wollen mit diesem Satz den Enkel trösten und die Wichtigkeit von schulischen Leistungen relativieren. Gut so. aber mit diesem Satz erreichen Sie nur, dass die Autorität des Papas untergraben wird.

Besser: Vermeiden Sie Berichte über unrühmliche Geschichten aus der Vergangenheit von Papa oder Mama. Erzählen sie lieber, wie das bei Ihnen selbst war und leiten sie daraus eine Motivation für den Enkel ab.

5. „Was sagt denn deine Mama (dein Papa) über mich?“ Meist tauchen solche Interessen bei den Großeltern auf, wenn die Kinder sich scheiden lassen. Oft spielen Schwiegermutter oder Schwiegervater dabei ja auch keine unbedeutende Rolle und haben ihre eigene Meinung zu den Eheproblemen der Kinder. Mit der Frage an die Enkel, wollen Sie diese diskret aushorchen. Doch Enkelkinder, die in so einer Situation sowieso leiden, füllen sich dadurch nur benutzt.

Besser: Wenn Sie wissen wollen, was die Kinder über Sie denken, fragen sie diese doch einfach selber. Und ziehen Sie die Enkelkinder nicht noch weiter in die Grabenkämpfe der Eltern mit hinein.


6. „Wenn du dich tätowieren lässt (oder piercen) brauchst du gar nicht mehr zu mir kommen, dann will ich dich gar nicht mehr sehen!“ Prima – mit diesem Erpressungsversuch erreichen Sie nur, dass die Enkeltochter nicht mehr zu Ihnen kommen will.

Besser: Versuchen Sie, mit dem Enkelkind darüber zu sprechen, was ein lebenslange Tattoo bedeutet, wie sich das dritte Loch in der Nase später im Traumjob ausmacht... Versuchen Sie vernünftige, einleuchtende Beispiele zu finden, aber reiten Sie nicht zu lange auf dem Thema herum, damit es nicht noch mehr Wichtigkeit erhält.

7. "Ist das hübsche Mädchen, mit dem du vom Sportplatz gekommen bist, deine Freundin?“ Wenn bei den Teenagern die Liebe erwacht, ist nichts so peinlich als die neugierig-drängenden Fragen der Erwachsenen.

Besser: Falls Sie glauben, der Enkel hat eine Freundin, fragen sie Sohn oder Tochter unter vier Augen mal danach. Oder noch besser: Fragen Sie den Enkel direkt, was sein „Privatleben“ macht.

15 Kommentare

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Ich hab zu meiner Enkelin auch gesagt: "Du bist mein allerliebstes Enkelkind", ich hab ja nur die eine...die andere Oma hat Ihr dann erklärt, warum das bei Ihr anders ist, das Sie ja die liebe teilen muß zwischen 4 Enkelkindern und man dann alle gleich lieb hat. Jedenfalls sollte es so sein...
  • 25.01.2014, 13:41 Uhr
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Liebe Gisela, auch ich hatte so jemanden, allerdings meine Tante in der Pfalz. Ferien dort auf dem Dorf. Sie hat mein Einschulungskleid genäht. Tiere, Trauben bis in den Mund, Ziegenmilch (pfui Teufel), selbstgebackenes Brot, deponiert in der Küchenschublade mit einem großen Messer, Töpfe an der Wand aufgehängt, Betten kariert überzogen, dicke Federbetten zum Ersticken. Sie hat mich immer an die Bay.Therese Giehse erinnert, barsch, aber gut. Nur gut. "Tante Anna, darf ich ..............."" "mach was de willst, du machst ja sowieso was de willst." Ein Ferientraum in der Heimat meiner Mutter, der Rhein-Wein-Pfalz
  • 30.06.2013, 11:24 Uhr
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Liebe Monika, als ich Ihren Beitrag las, war ich stolz auf mich, denn alle Punkte habe ich bestanden. Ich mache mir sehr viele Gedanken über mein Enkelkind. Ich werde ihr immer erklären, warum vielleicht manche Menschen so handeln, wie sie es nicht gut findet, Ich baue mit ihr Möglichkeiten auf, warum der andere so gehandelt hat. Ich möchte ihr lernen, nicht gleich böse über Jemand zu sprechen, sondern auch versuchen warum er so ist. Es ist sehr schön und ich bin dankbar Oma zu sein. Man macht die Fehler nicht mehr, die man vielleicht bei seinen eigenen Kindern unbewußt gemacht hat, weil das Bewußtsein jetzt anders ist.
  • 30.06.2013, 11:14 Uhr
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Unsere verehrte Oma hat viele Fehler gemacht. Deine Schwester ist halt immer netter zu mir, die S. ist halt besser in der Schule (als ihre anwesende Freundin - sie kam nie mehr zu uns), Wenn ich das noch erleben darf ! Beim Kindergeburtstag die fremden Kinderr ausquetschen ( was, dein Vater ist bei der Müllabfuhr? Auch ein ehrenwerter Beruf, den wir alle brauchen) usw. O Oma, trotzdem wirste verehrt von uns allen
  • 07.06.2013, 09:52 Uhr
Ich hatte nur eine Oma kennen gelernt. Sie war eine kühle Bauersfrau, wenig Zärtlichkeit oder Zuwendung.
A B E R : Ich denke so oft an diesen schönen Bauernhof, wo ich frei sein konnte und sie mir viele Dinge zum Ausprobieren erlaubte. Ich war jedes Mal traurig, wenn mich meine Mutter zurück in die Stadt holen wollte. Nicht sie gab mir die Zärtlichkeit, vielleicht hatte sie das auch nicht erfahren, aber das Umfeld was sie mir bot, mit den Tieren, mit dem Brotbacken, etwas großzügig zu sein, immer in Nähe zu sein und trotzdem frei laufen zu können, hat mir sehr viel für mein Leben gegeben. Das war eine andere Art von Zuwendung, wie man sie heute versteht.
So war ich damals ein glückliches Kind.
  • 30.06.2013, 11:06 Uhr
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Liebe besteht aus drei wichtigen teilen. Ich mache bei Konsutationen mit jungen Menschen ein Dreieck, an jeder Ecke schreibe ich ein Wort, Liebe, Treue, Wahrheit. Nun wenn mann eine Ecke nicht hat (oder wegnimmt), kann man nicht die anderen Zwei haben. Und als glaeubiger Pastor mache ich immer diesen Vorschlag; Ein Ehepaar besteht nicht aus zwei, sondern drei: Gott, Mann und Frau. Mann und Frau muessen miteinander so auskommen: Mann ist der Kopf (Gehirn), und Frau das Herz. Wenn mann diese beiden Teile Medizinisch beobachtet, kann kein Gehirn ohne Herz leben und kein Herz ohne Gehirn leben., das Herz bringt das Blut zum Gehirn damit es richtig funktioniert, und das Gehin leitet durch die Nerven die Muskel Bewegung des Herzens.
( ich bitte um Verzeihung, wenn mein Deutsch nicht gut ist, denn ich bin schon ueber 63 Jahre fort von Deutschland.)
  • 28.05.2013, 14:57 Uhr
Diese Erläuterung mit dem Dreieck finde ich sehr interessant. Es ist sehr wertvoll für unser menschliches Denken.
Danke für diese tollen Zeilen
  • 30.06.2013, 10:57 Uhr
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Klasse - jetzt kenne ich den Weg. Besten Dank !
  • 26.05.2013, 17:44 Uhr
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das ist doch schön, ich habe 7
  • 24.05.2013, 20:28 Uhr
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Ach ja, nicht vergessen: die 3 "Sch" für Großeltern: Schweigen, Schlucken, Schenken!
  • 24.05.2013, 13:33 Uhr
Das entscheide ich doch als Großmutter selber.
Ich muss mich nicht zum schweigenden Geldautomaten machen lassen.
  • 24.05.2013, 16:47 Uhr
Ich sehe das wie Rosi, ich bin eine Oma, die es mit den Eltern auf eine Wellenlänge bringt. Auch wenn die Enkel meckern.......
  • 24.05.2013, 19:22 Uhr
war doch nicht soooooo ernst gemeint, bin doch selbst 5-fache Großmutter!
  • 24.05.2013, 19:59 Uhr
Monika Preuk
Super, die 3 SCH
  • 27.05.2013, 16:43 Uhr
Eltern sind zum erziehen und Großeltern zum verwöhnen der Kinder da...
  • 28.05.2013, 17:12 Uhr
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