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Schicksalhafte Begegnungen – Seelenpartner oder Lernaufgabe?

Schicksalhafte Begegnungen – Seelenpartner oder Lernaufgabe?

24.05.2013, 15:33 Uhr
Beitrag von wize.life-Nutzer

Wer kennt es nicht, dieses WOW-Gefühl, das unseren Geist in Schutt und Asche legt?! Dieses alles in den Schatten stellende Vertraute, das sich von Anfang an einstellt und einen glauben lässt, sein Pendant für den Rest des Lebens gefunden zu haben - magische Anziehung pur. Die Meinungen, ob Zwillingsseele oder Seelenpartner das gleiche ist, gehen hierbei weit auseinander. Ich persönlich glaube ja, denn als Zwillingsseele bezeichnet man einen Partner, der dem eigenen Wesen sehr ähnlich ist. Demnach ist er ein spiegelnder „Part“(-ner) meiner eigenen Seele. Begriffe wie „Dualseelen“ und „karmische Beziehungen“ würden an dieser Stelle lediglich für Verwirrung sorgen und entspringen darüber hinaus eher dem esoterischen Vokabular. Auch hierüber wird gerne doziert und „Weisheiten“ verbreitet. Diese gehören jedoch mehr in die Kategorie des Glaubens als in die des Wissens oder Bewiesenen.

Jede Begegnung mit einem anderen Menschen ist schicksalhaft, gleich, ob sie im beruflichen oder im privaten Bereich stattfindet. Sie kann uns vorbestimmt sein als Ergebnis des Resonanzgesetzes, durch welches wir das anziehen, was wir ausstrahlen/aussenden, und sie kann ebenso eine vorbestimmte Lebenslektion sein, die ein Kapitel unseres unsichtbaren Lebensbuches darstellt, welches wir erwiesenermaßen mit auf die Welt bringen. Diese Kapitel lassen sich mit der Astrologie hervorragend erforschen, wie bereits Paracelsus lehrte.

Jedoch muss nicht jede „schicksalhafte Begegnung“ gleichzeitig ein Seelenpartner bzw. eine Seelenverwandtschaft sein. Ein spontanes Vertrautheitsgefühl oder auch eine Art „Dejá vu“ stellt sich in beiden Fällen ein. Erst im weiteren Verlauf der Begegnung gilt es zu differenzieren, denn: Eine rein schicksalhafte Bindung ohne Seelenspiegel kristallisiert sich zunehmend als sehr anstrengend heraus. Die Parteien streiten sich außergewöhnlich oft, gehen sogar in Konkurrenz zueinander und wollen sich gegenseitig schaden und wehtun. Es entwickelt sich eine Form der Hass-Liebe. Sie brauchen einander, um ihre starken Energien der Wut zu kanalisieren, eine Wut, die überwiegend aus vergangenen Erlebnissen entstand und die nicht primär etwas mit dem aktuellen Partner zu tun hat. Dieses „einander brauchen“ wird ihnen oft zum Verhängnis, denn sie kommen daher schwer voneinander los. Es sind Paare, bei denen das befreundete Umfeld verständnislos den Kopf schüttelt und nicht begreift, warum sich die beiden nicht trennen, statt sich permanent zu bekämpfen. Tja, wenn das so einfach wäre …

Wut ist eine nicht zu unterschätzende enorm starke Energie in Beziehungen. In ihr entlädt sich eine unumgängliche und unbewusste Vergangenheitsbewältigung der eigenen Biographie. Immer und immer wieder durchläuft man die gleichen Problematiken miteinander und reibt sich an den gleichen „Kleinigkeiten“ auf. Ein Teufelskreis, dem man ausschließlich durch Bewusstseins- und Erkenntnisarbeit entkommen kann, die letztlich die (Los-) „Lösung“ bringt, wenn nötig auch voneinander. Es gilt zu erkennen, dass diese Beziehungsstruktur nichts mit Liebe, sondern mit „emotionaler Abhängigkeit“ zu tun hat. Emotionale Abhängigkeit ist in ihrem Wesen eine Sucht, die einen vernichtet und die man glaubt, trotzdem zu brauchen. Die Ursachen einer selbstvernichtenden Sucht liegen meist in Schuldgefühlen sich selbst gegenüber bzw. in schmerzhaften Kindheitserlebnissen und Traumata. Man möchte sich unbewusst selbst bestrafen.

Ähnliche Züge offenbaren sich auch bei Menschen, die sich auf einen ganz bestimmte/n Partner/in fixiert haben, der/die jedoch aus den unterschiedlichsten Gründen für sie unerreichbar ist. Sei es, dass sie/er zu weit weg wohnt, einer anderen Gesellschaftsschicht zugehört oder bereits lange verheiratet oder sonst in irgendeiner Weise „gebunden“ ist. Der Fanatismus besteht darin, dass das Objekt der Begierde nicht verlassen wird, indem man den Fokus auf anderes richtet. Stattdessen werden die Wahrsage-Hotlines rauf und runter telefoniert um eine Bestätigung zu erhalten, dass dieser Mensch der „Seelenpartner“ ist. Erhalten sie die wahre Aussage, dass diese Beziehung keine Zukunft hat, möchte die/der Anrufer/in dies nicht hören und ruft den nächsten Hellseher an, um wieder eine Bestätigung zu erhalten usw. Oft leben diese Menschen nur noch zwischen Hoffen und Warten und wieder hoffen und wieder warten und ….. leiden. Hier liegt die gleiche Sucht der Selbstverletzung vor. Sie hat lediglich ein anderes Gesicht und erzeugt eine weitere Sucht und Abhängigkeit – nämlich von prophetischen Aussagen. Jede Form der „emotionalen Abhängigkeit“ ist, wenn überhaupt, ausschließlich mit psychotherapeutischer Maßnahme und der Wahrheit sich selbst gegenüber zu „heilen“ – eine Lernaufgabe, die ihre Zeit braucht!


… und was ist nun mit dem lang ersehnten Seelenpartner?

Erst die schlechte Nachricht: Es gibt nicht nur DEN EINEN! … und nun die gute Nachricht: Es gibt mehrere!

Ich sehe sie förmlich stutzen und große Augen machen. Nein, ich habe mich nicht geirrt! Und ja, das Ergebnis der guten und schlechten Nachricht ist in beiden Fällen gleich, und Sie dürfen sich nun aussuchen, ob es für Sie persönlich eine gute oder eine schlechte Nachricht ist. Sind Sie nur auf EINEN fokussiert, ist es für Sie wohl die „schlechte“ Nachricht. Freuen Sie sich jedoch, dass Sie mehrere Chancen haben, ist es für Sie die „gute“ Nachricht.

Das Schicksal hat es gut mit uns gemeint! Je mehr Seelenpartner es für uns bereithält, umso größer ist die Aussicht, einem oder mehreren davon zu begegnen. Nach dem ersten Vertrautheitsgefühl entwickelt sich die Beziehung anders, als eine „partnerschaftliche Lernaufgabe“. Natürlich ist man auch hier nicht immer einer Meinung, aber man zerstört sich nicht gegenseitig, sondern trägt Gegensätzlichkeit mit Achtung und Respekt aus. Hinzu kommt die Komponente der Freundschaft, die es nicht zulassen würde, die Verbindung zu beschädigen. Einem „wahren Freund“ wünscht man immer und überall alles Gute. Durch die Seelen- und Wesensähnlichkeit entwickeln sich gemeinsame Interessen, Harmonie und ein Verstehen ohne Worte. Die einzige „Gefahr“ liegt darin, zu sehr auf die freundschaftliche Ebene zu rutschen und darüber die partnerschaftliche Erotik zu vernachlässigen, die dann heimeligem Kuscheln weicht. Oft ist dies der Fall und dann entsteht eher ein Bruder-Schwester-Verhältnis bzw. eine freundschaftliche Wohngemeinschaft. Dem kann man mit dem Wissen darum jedoch entgegenwirken.

Sollten Sie einen solchen Schatz an Ihrer Seite haben, haben Sie die besten Voraussetzungen für eine Bindung, die ein Leben lang hält. Sie hält, weil Freundschaft, Liebe, Achtsamkeit, Respekt und Erotik Hand in Hand gehen. Alles andere hat keine Aussicht auf Langlebigkeit.

Und sollten Sie noch auf der „Suche“ sein, gebe ich Ihnen den guten Rat: Suchen Sie nicht weiter. Entspannen Sie und kümmern Sie sich eine Weile mal nur um sich selbst. Indem Sie aufhören zu suchen, geben Sie einem Ihrer Seelenpartner die Chance, Sie zu finden.

Text ©Karin Henseler

Diesen Text schrieb ich in der letzten Ausgabe des spirituell-wissenschaftlichen Magazins PURE SOUL, erschienen im www.bm-medien-verlag.de - Inhaberin Michaela Scholl (eine langjährige Freundin von mir). Meine Position als freie Chefredakteurin gab ich vor zwei Monaten ab, um mich einem neuen Projekt zu widmen, welches ich derzeit aufbaue. Als freie Redakteurin stehe ich dem Verlag jedoch weiterhin zur Verfügung.

7 Kommentare

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Ich kann dem Beitrag voll beipflichten. Ich habe so einen Schatz an meiner Seite. Wir sind 43 Jahre zusammen. Durch eine Schicksalsbegegnung. Einige meiner Freundinnen beneiden mich sehr. Ich sage ihnen oft, es ist Schicksal, eines Tages kommt der Richtige. Bei einigen war das der Fall, andere warten noch. Man soll die Hoffnung nie aufgeben.
  • 22.09.2013, 18:27 Uhr
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Ja,es stimmt wirklich: "Suche nichts - Finde alles!" Zitat stammt von Dr. F. Kinslow, aber es trifft auf alle Lebensbereiche zu.Und mein Aufhören mit Suchen nach "dem" Seelenpartner hat mich tatsächlich zu "meinem" Seelenpartner geführt.
Allerdings mußte ich eben jahrelang in einer wie oben beschriebenen abhängigen Partnerschaft "aushalten". Und erst als ich den Sinn dieser Partnerschaft, wie oben beschrieben, begriffen hatte, konnte ich sie auflösen. Kurze Zeit später "fanden" wir uns.
Traumhaft und unbeschreiblich. Überhaupt kein Vergleich mit früheren Beziehungen und sogenannten anfänglichen "Hormonstörungen" oder "Schmetterlinge im Bauch". Es ist einfach eine andere Ebene der Partnerschaft, die kann man nicht in Worte fassen, die kann man nur leben und genießen und dem Schöpfer oder Gott für dieses tolle Geschenk täglich danken!
Ja, ich kenne nun den Unterschied zwischen "Lernaufgabe" und "Seelenpartner", aber möchte niemals die lange Zeit der schmerzhaften "Lernaufgabe" missen...
  • 19.08.2013, 01:34 Uhr
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Für mich gilt..........Miteinander sprechen, das Anliegen in Worte fassen und dem Gegenüber mitteilen. Authentisch sein, auch mit dem Risiko, mal nicht so "gut" anzukommen.
Den Blick auf die Gemeinsamkeiten zu richten und nicht vorrangig auf das eher Trennende. Sich weiter gegenseitig begehren. Und...............ganz wichtig......den Humor leben und pflegen.
Mit diesen "Grundpfeilern" kann ich eine intensive, lang andauernde Beziehung leben.
  • 26.07.2013, 16:13 Uhr
genau
  • 22.09.2013, 18:32 Uhr
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sehr interessant --- und ich kann viele Dinge bestätigen
  • 17.07.2013, 11:31 Uhr
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Der Beitrag zeigt einen anderen, interessanten Blick auf Liebe und Partnerschaft.
  • 24.05.2013, 16:18 Uhr
Freut mich, dass ich bereichern konnte!
  • 24.05.2013, 20:12 Uhr
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