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Gottesbegegnung

Gottesbegegnung

13.09.2016, 18:19 Uhr
Beitrag von wize.life-Nutzer

Im Laufe der Jahre bin ich schon oft gefragt worden, worin sich mein Glaube an Gott begründet, wo er seinen Anfang genommen hat und welche Beweise ich für sein Richtigkeit vorlegen kann. Anders als mancher bibeltreue Mitchrist, sehe ich keinen Sinn darin zu versuchen, Gott durch Bibelverse, erfüllte Prophezeiungen, Bezüge auf die theologischen Erkenntnisse anderer Menschen oder durch die Verkündung kirchlicher Dogmen zu erklären oder gar zu beweisen. Was also hat mich dazu gebracht, Gott in mein Leben als erfahrbare Realität einzubeziehen?
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War es die gefühlsbetonte Erkenntnis in Kinderjahren, als mir klar wurde, dass es mehr gibt als das, was ich sehen und anfassen kann?
War es die jugendliche Suche zwischen Marx und Jesus, nach Frieden und Gerechtigkeit, bei der ich die besseren Antworten in der Bibel fand?
War es vielleicht die Auseinandersetzung mit der Evolutionstheorie bei der mir klar wurde, dass ich dafür mindestens ebenso viel Glauben wie für den Glauben an einen Schöpfergott, durch den alles entstanden ist, haben müsste? War es die Erkenntnis, dass der Zufall gepaart mit ein paar Milliarden Jahren sehr zweifelhafte Zutaten für vollkommene Schönheit sind?
Vielleicht war es das simple Beispiel des kleinen Goldregenpfeifers, der nicht in der Lage ist, genügend Körperreserven zu speichern, um den langen Weg aus seinem angestammten Lebensraum, der im Winter tödlich für ihn ist, in südliche, wärmere Gefilde zu bewältigen; der aber durch einen genialen, energiesparenden Formationsflug trotzdem diese Strecke überwinden kann? Hätte sich diese Fähigkeit erst entwickeln müssen, wären alle Goldregenpfeifer in der Kälte umgekommen oder bei dem Versuch, in den Süden zu fliegen, abgestürzt. Tausende Beispiele, die auf eine intelligente genetische Ausstattung schließen lassen und für die Evolutionisten immer nur die Lösung sehen, der Entwicklung noch ein paar Millionen Jahre hinzuzufügen; waren die es, die mich Gott näher brachten?

Waren es meine Erfahrungen, die mich in etlichen Fällen erleben ließen, dass ich entgegen jeder Erwartung und Logik nicht starb, sondern überlebte? Vielleicht durch das Eingreifen Gottes?
Waren es die Augenblicke in meinem Leben, in denen mein überkommenes Gottesbild mir nicht mehr tragfähig schien und mein Glaube den Zweifeln und der Verzweiflung nichts mehr entgegensetzen konnte und durch die hindurch ich zu einem offenen, weiteren, freieren Gottesverständnis gelangte? Eines das mir wieder soliden Boden unter die Füße gab?
Waren es vielleicht auch all meine gescheiterten Pläne und Lebenswege, an deren Ende ich feststellen musste, dass alles sich zur richtigen Zeit um soviel besser entwickelt und gewendet hatte, als ich mir je zu träumen gewagt hätte?

War es die Erkenntnis, dass zu sterben nichts ist, was mir Angst machen müsste, weil der Tod von Anfang an zum Leben gehört und das Leben ganz unabhängig von einem „danach“ ein Geschenk ist, das ich dankbar auskosten darf? Vielleicht war es die Erkenntnis, dass keine Selbstverdammnis mich besser machen könnte, weil mein Schöpfer schon wusste, welche Fehler ich begehen und mit welchen Schwächen ich behaftet sein würde und mir deshalb durch das Leben Jesu Christi gezeigt hat, dass Weisheit, Erkenntnis, Liebe, Geduld und Friedfertigkeit zu leben möglich ist und durch die Verbindung zu ihm erlangt werden können?
So viele Dinge sind in meinem Leben geschehen. Dinge an denen ich, wie andere Menschen auch, fast verzweifelt bin. Dinge die Fragen aufgeworfen haben und mich gezwungen haben, mit diesen Fragen zu leben, ohne Antworten finden zu können.
All das sind Begegnungen mit Gott und sind es gleichzeitig doch nicht nur. Selbst die Summe aller Indizien, aller Erlebnisse, Erfahrungen und Empfindungen sind nur Hinweise darauf gewesen, dass es einen Gott geben könnte. So oder anders zu deuten, zu verstehen, zu glauben oder eben auch nicht zu glauben.
Nein, es gab und gibt mehr und eben dieses „mehr“ entzieht sich jeder Möglichkeit es zu beschreiben, zu erklären oder zu beweisen. Könnte ich jemandem erklären, beschreiben oder gar beweisen, dass und wie sehr ich meine Frau liebe? Er kann es akzeptieren, weil es glaubwürdig klingt, kann mir zustimmen, weil wir uns darauf geeinigt haben, ein bestimmtes Ereignis Liebe zu nennen, in dem Bewusstsein, dass wir niemals genau wissen werden, wie der andere es empfindet, welche Empfindungen, Gedanken, Sehnsüchte und tiefen Gefühle sich bei ihm zu diesem Begriff „Liebe“ formen.
Ich denke, so verhält es sich auch in Bezug auf die innerste Begegnung mit Gott, wenn das, was in uns Leben hervorgerufen hat zusammentrifft mit seinem Urheber, dem Spender und Schöpfer allen Lebens. Wir nennen es Gottesbegegnung, nennen es Glaube, Gewissheit, Überzeugung oder überwältigende Erfahrung und wissen doch, dass es für jeden Menschen eine einzigartige, individuelle Begegnung ist, die ein Schöpfer auf unvergleichliche Weise und unzählbaren Wegen jedem seiner Geschöpfe schenken will.
Soviel verschiedene Sichtweisen es auch geben mag, - der Eine sieht Gottes Bild in den Armen, Hilflosen, den Schwachen und denen, die Beistand brauchen, der Andere in der Schönheit der Natur, wieder ein Anderer in der bestechenden Klarheit und Logik von Mathematik, Physik und Erkenntnis – so gehen all diese Sichtweisen und Erfahrungen der Realität Gottes doch weit über das hinaus, was dem Glauben nachgesagt wird. Nämlich der Irrtum, der Glaube sei nur ein Lückenfüller für alles, was wir noch nicht wissen, erkannt und verstanden haben. Aber auch dafür habe ich keinen Beweis. So bleibt letztlich jede Aussage, also auch meine, über Erfahrungen und Begegnungen mit Gott, ein Bericht über eine ganz persönliche, sehr individuelle Erfahrung, die niemanden überzeugen soll und kann. Der Anfang jedes Glaubens und der einzige Weg Gott zu begegnen, seine Existenz zu erfahren, liegt in dem Willen und der Offenheit für eine solche Erfahrung begründet.

Foto: knipseline / pixelio.de

27 Kommentare

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Alles unnütze Zeitvergeudung, darüber nach zu denken "worin sich mein Glaube an Gott begründet". Fakt ist, daß die Natur die Variation liefert und das Leben selektiert. Das heißt schlicht und einfach: In einer "okkupierten Welt" in der man hinein geboren wird , gilt nur eins : "Sein oder Nichtsein. Fressen und gefressen werden." Oder auch "Search and destroy before it destroys you" (Landserspruch der US-Soldaten im damaligen Vietnamkrieg) Anwendbar auch auf die Gesellschaft. Fazit: Natur und Leben geben Dir nur ein Befehl: "ÜBERLEBE". Mitleid, christliche Nächstenliebe und letzten Endes Vertrauen auf dieses Hirngespinst "Gott" würde die Kraft nur schwächen, die man notwendig braucht um in dieser "okkupierten Welt" zu überleben. Amen
  • 15.09.2016, 19:04 Uhr
  • 1
Ich glaube überhaupt nicht an den Schöpfer, aber
"Vertrauen auf dieses Hirngespinst "Gott" würde die Kraft nur schwächen" kann ich nicht teilen. Gott existiert wie so vieles das Menschen geschaffen haben. Und warum haben Menschen ihre Götter geschaffen - weil sie sie brauchen. Ich glaube durchaus, dass ein Gebet (an was auch immer) einem Kraft geben kann, ja sogar gibt. So gesehen tut es mir eigentlich Leid Gott-ungläubig zu sein.
  • 16.09.2016, 00:04 Uhr
  • 0
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Den Glauben kann man niemand überstülpen.

Carl Friedrich von Weizsäcker hat wie folgt geschrieben:

"Man kann in dieser Welt, wie sie ist,
nur dann weiterleben, wenn man zutiefst glaubt,
dass sie nicht so bleibt, sondern werden wird,
wie sie sein soll"!

Mir hat mein Glaube schon bei manchen Krisen weitergeholfen.
  • 15.09.2016, 13:00 Uhr
  • 3
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Sehr geehrter Herr Böhr, der Gottesbeweis ist einfach. Haben Sie schon einmal versucht Dunckel ins Licht zu tragen?
  • 14.09.2016, 17:22 Uhr
  • 1
Ich hab zwar noch keinen Krieg begonnen, aber jeder Krieg war Dunkel ins Licht zu tragen.
  • 16.09.2016, 00:05 Uhr
  • 0
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Ein schönes Beispiel für eine absolut nicht vernünftig nachvollziehbare Einstellung.
Der Gert weiss selber nicht, was ihn so sicher macht,dass sein "Gott" existiert. Es ist ihm irgendwie klar, dass er existieren muss.
Und das ist typisch für eingebildete Dinge.

Diesen Gott gibt es nur in Gerts Kopf.

Das mag nicht weiter schlimm sein. Irgendeinen Nutzen wird der Gert schon daraus ziehen.

Was ich aber schlimm finde ist, dass Gert versucht, die Wirklichkeit an seinen eingebildeten Gott anzupassen. Es sind da zwei Bestrebungen: einerseits fällt Gert selber auf, dass da irgendwas mit seinem Gott nicht stimmen kann. Andererseits kann er von der Vorstellung nicht lassen, dass es ihn gibt.
Nun kommt das eigentlich kranke an der Geschichte: Gert verbiegt die Wirklichkeit, damit sein Gott darin Platz findet. Er begibt sich damit in eine Märchenwelt, er zieht sich zurück in ein Wolkenkuckucksheim um die böse Realität nicht ertragen zu müssen. Er wagt nicht, die Welt so zu sehen, wie sie nun einmal ist: es gibt eben keinen Papa oberhalb der Wolken, der uns bewacht, beschützt und lenkt, der unsere Feinde bestraft, die stärker sind als wir und der uns die große Kränkung wegnimmt, dass wir irgendwann einfach tot und vergessen sein werden.
Und weil er das alles nicht ertragen kann meint er, mit normalen Menschen, mit "Ungläubigen" hadern zu müssen.


In Anbetracht deines fortgeschrittenen Alters, lieber Gert, wird es keinen Sinn machen, dich in die Wirklichkeit zurückholen zu wollen. Bleib für deine letzten Jahre so wie du bist und ärgere dich nicht soviel über uns Realisten. Am besten, du holst dir in entsprechenden Gruppen, wo alle deiner Meinung sind die Bestätigung, dass du recht hast.
Warum quälst du dich mit Ungläubigen herum, die dir nur Glaubenszweifel machen?
  • 14.09.2016, 08:51 Uhr
  • 3
Ich quäle mich nicht sondern amüsiere mich. Deine Selbsteinschätzung, einer von den "Realisten" zu sein, zeigt soviel Unkenntnis und Selbsttäuschung, dass wir letztlich genau an dem Punkt sind, den ich vorhergesehen habe. Unser beider Positionen sind unvereinbar.
Lustig ist übrigens auch deine Interpretation meines Textes, bzw., das, was du hineinliest. Wie auch immer, mein Ziel ist erreicht. Du wirst mich künftig nicht mehr belästigen mit den dringenden Aufforderungen, meine Gotteserfahrung zu schildern. Ich habe versucht, sie ein wenig zu umreissen, du hattest deinen Spaß, konntest reichlich schmähen und gut ist..
  • 14.09.2016, 09:12 Uhr
  • 1
PS: Auch wenn ich es schon fast erwartet habe, es ist letztendlich doch erschreckend, dass du nicht mehr zu bieten hast, als ein paar Behauptungen und ein paar Schmähungen. Das ist lausig wenig...
  • 14.09.2016, 10:00 Uhr
  • 1
Ihr beiden: Geht diskutieren nicht auch ohne persönlich zu werden? Keiner ist krank oder unrealistisch, weil er etwas glaubt oder auch nicht.
Ich sitze irgendwie zwischen den Stühlen: Ich habe Phasen tiefer Gläubigkeit, dann wieder große Zweifel - aber ich bin völlig normal, keine Spur von krank.
Man muss Gefühle und Gedanken manchmal auch einfach zulassen, dann sieht man, wenn man Glück hat, wohin die Reise geht.
  • 14.09.2016, 10:51 Uhr
  • 1
Die Menschen sind so erschaffen worden, dass sie im Prinzip alles glauben können. Da ist kein programmierter Chip im Hirn, auf dem die Wahrheit gespeichert ist. So kommt es eben, dass die Menschen, je nach ihrer Herkunft, mit einem dieser Götterideen infiziert wurden und, aufgrund ihrer frühkindlichen Indoktrination da von selbst nicht mehr raus kommen. Teilweise auch, weil es ihnen damit scheinbar gut geht und sie das nicht wollen!

Natürlich gibt es auch die Erwachsenen, die erst spät zu diesem "Gott" finden. Das macht ja auch Sinn, es ist eine Spinnerei, die gesellschaftlich nicht nur geduldet, sondern sogar teilweise hoch angesehen ist.

Das Ganze ist schon ziemlich perfide ausgeklügelt.

Bleibt trotzdem nüchtern betrachtet reine Fiktion, ohne jeden realistischen Hintergrund, natürlich gibt es keinen einzigen dieser vielen tausend Götter wirklich. Aber Einbilden geht schon!
  • 15.09.2016, 19:39 Uhr
  • 0
Behauptungen! Wo sind die Beweise?
  • 15.09.2016, 20:34 Uhr
  • 1
Also, dass Gott existiert steht (für mich) außer Frage, denn er wurde von den Menschen erschaffen (so wie auch eine Melodie existiert, man hat sie immer im Ohr nachdem sie erschaffen wurde - vorher nicht). Nur hat Gott die Macht oder bekommt man Kraft durch das Gebet - Autosuggestion?
Ein praktischer Hinweis für länger Verheiratete: Wenn es nicht mehr so klappt, geht kurz in einen stillen Raum, schließt die Augen und sagt voller Überzeugung 20* „Ist nicht meine Frau!“. Manchmal hilft‘s.
  • 16.09.2016, 00:13 Uhr
  • 0
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Seltsam, dass alle diese Fragen und Probleme bei mir immer mehr in den Hintergrund treten, je älter ich werde und je näher ich der Grube oder Urne komme. Noch lebe ich - ganz im Hier und Jetzt.. Jeder Atemzug ein Geschenk - und das ist gut so!
  • 13.09.2016, 22:47 Uhr
  • 3
Heidi, an dieser Stelle wird die Diskussion mit Volker nicht weitergehen, ich habe ihn - wie vorher schon - ausgesperrt. Nicht etwa, weil ich keinen argumentativen Gegenwind vertragen könnte, sondern weil er, wie schon so oft zuvor, keine sachlichen Argumente zu bieten hat. Er hat mich ja mehrfach gedrängt, meine Gotteserfahrung zu schildern, weil er behauptete, es sei vielleicht interessant, sich damit auseinanderzusetzen. Nun war mir von vornherein klar, das eine persönliche Erfahrung keinen Ansatz für eine Sachauseinandersetzung bietet, man nimmt sie dem Berichtenden entweder ab, oder eben nicht. Es ging Volker, wie schon so oft, einfach nur darum, den Überbringer der Nachricht zu diskreditieren, weil er gegen die Nachricht keine stichhaltigen Argumente vorbringen kann. Wie du siehst, war meine Erwartung richtig. Alles was er getan hat, war der Versuch meine Person anzugreifen, zu diskreditieren oder mit unvergleichlich stümperhafter Küchenpsychologie in den Bereich der Psychopathologie, zu rücken. Schon die Tatsache, dass er versucht, mir den Glauben an einen alten Mann über den Wolken unterzuschieben zeigt doch nur, dass er nicht gewillt ist, sich mit einem modernen Gottesbild auseinanderzusetzen (über das er anscheinen absolut nichts weiß), sondern mir stattdessen lieber einen naiven Kinderglauben unterstellt, obwohl im meinem Text absolut kein Hinweis darauf zu finden ist.
Ich setze mich gerne mit anders denkenden oder anders glaubenden Menschen auseinander, allerdings nicht, wenn es ihnen nur darum geht, ihre Gesprächspartner zu schmähen. Mehr kann er aber augenscheinlich nicht.
Dir noch einen schönen Tag!
  • 15.09.2016, 10:45 Uhr
  • 1
Hallo Gert, doch er kann auch anders. Die Erfahrung mache ich jetzt schon seit längerer Zeit. Aber das braucht Geduld und ein dickes Fell, - und das habe ich. Möglicherweise bist du da etwas dünnhäutiger.
Dir auch einen schönen Tag
  • 15.09.2016, 12:03 Uhr
  • 1
Werner, das denkst du nur. Zwischen den Zeugen Jehovas z. B. oder einer Freikirche und einem modernen Christen ist ein Unterschied wie Tag und Nacht. Moderne Christen sehen das meiste aus der Bibel nur symbolisch. Du wirst bei ihnen keinen zürnenden Gottvater, keine Hölle, keine jungfräuliche Geburt und auf keine fleischliche Auferstehung der Toten finden. Es ist eher, so würde ich es definieren, ein Respekt vor dem, was größer ist als unser Verstand und dem wir doch irgendwie angehören.
  • 15.09.2016, 22:04 Uhr
  • 2
Werner, es gibt eine Menge Menschen, die einen Partner haben den andere weder attraktiv noch charismatisch finden.
Aber das muss nicht ausschließen, dass man auch mit einem solchen Partner, wenn die Chemie stimmt, glücklich werden kann.
Für manche Menschen ist ein "selbstgestricktes Herrgöttle" eben auch sehr viel attraktiver als ein nüchterner, berechnender Atheismus.
  • 17.09.2016, 21:07 Uhr
  • 0
Werner "Mein lieber Gott" hat mir geholfen, dass ich schon als Teenager den Ausstieg aus der Sekte meiner Eltern schaffte.
Er hat mich auch durch einige dunkle Jahre begleitet. Ich bin dadurch sehr stark geworden und trotzdem mitfühlend geblieben.
Eines Tages hat er sich sang- und klanglos verabschiedet - aber die Erfahrung, dass man am Leben Hilfe bekommen kann, wenn man sie braucht, ist nicht auszulöschen. Heute mache ich mir wenig Gedanken darüber: Es ist, wie es ist und kommt, wie es kommt.
  • 18.09.2016, 09:44 Uhr
  • 0
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Welches Lebensumfeld braucht man, um sich seinen eigenen romantischen Gott zu erschaffen, sich seine eigene Gotterfahrung zusammenzureimen?

Wird man in Armut geboren und muss täglich um das nackte Leben kämpfen, wird man sicher einen anderen Gott erfahren, als wenn man zufrieden und gesichert lebt und Zeit hat zu philosophieren!

Wenn man Zeit hat, die Schönheit der Natur zu erfahren, wird man einen anderen Gott erfahren, als wenn man als Arzt oder Pfleger im Dschungel kranke Kinder betreuen muss, denen Insekten die Augen von innen leerfressen, weil das deren einziges Ziel im Lebenszyklus ist, weil sie nur dafür "erschaffen" worden sind!

Für mich ist die Welt ein Zufallsprodukt der Naturgesetze. Wenn es das Werk eines Schöpfers ist, dann das einen Unvollkommenen. Denn wenn alles genau so geplant war, wie es ist, dann ist dieser Schöpfer ein unvorstellbar grausamer, völlig irrer Psychopath und Sadist!

Aber an den zu glauben halte ich für ziemlich bescheuert!
  • 13.09.2016, 19:02 Uhr
  • 6
Klare Ansage und damit kann ich gut leben
  • 13.09.2016, 19:17 Uhr
  • 1
Ein Physiker würde dir antworten, dass unser gesamtes Universum, alles was existiert aus Energie und Information besteht. Information, in welcher Form Energie in den Zustand von Materie übergehen soll und die manigfaltigen Informationen, wie sich kleinste Materieteilchen zu all dem zusammensetzen sollen, was wir sehen und erforschen können. Woher diese Informationsvielfalt kommt, darauf haben Physiker leider keine Antwort.
  • 13.09.2016, 22:08 Uhr
  • 1
Terry Bo, die Menschen versuchten schon immer, das Unerklärliche zu erklären. So entstanden die Religionen. Je mehr mittlerweile erklärt worden ist, umso weniger passen die alten Götter noch!
  • 14.09.2016, 08:14 Uhr
  • 2
"Für mich ist die Welt ein Zufallsprodukt der Naturgesetze. Wenn es das Werk eines Schöpfers ist, dann das einen Unvollkommenen. Denn wenn alles genau so geplant war, wie es ist, dann ist dieser Schöpfer ein unvorstellbar grausamer, völlig irrer Psychopath und Sadist!"
Sehr gut gesagt, so sehe ich das auch.
So Manches ist unerklärbar, aber die Behauptung "Gott hat das alles erschaffen", führt zu der Frage "Und wer hat Gott erschaffen?"
Auch der Urknall muss, wenn er denn war, etwas gehabt haben, das ihn ausgelöst hat. Warum diese Fragen aber geklärt werden müssen, bleibt mir schleierhaft. Viel wichtiger erscheint mir die Frage ob es in diesem Winter (in den Bergen) Schnee geben wird. Beten wird auch nichts nutzen.
  • 16.09.2016, 00:28 Uhr
  • 2
Über diese wichtige Frage solltest du unbedingt mal einen Themenbeitrag verfassen
  • 16.09.2016, 08:27 Uhr
  • 0
Ich bin auch so genügend niedergeschlagen (diebezüglich).
  • 16.09.2016, 11:39 Uhr
  • 0
Wenn ich nicht zum Skifahren kann, werde ich (gezungen) die Welt umsegeln - geht auch.
  • 16.09.2016, 14:05 Uhr
  • 0
Natürlich ohne Segel, ist ja auch nur gedanklich aus dem Wohnzimmersessel.
  • 16.09.2016, 16:31 Uhr
  • 0
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