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Staat ohne Kirche - Religionsunterricht ab sofort verboten

Staat ohne Kirche - Religionsunterricht ab sofort verboten

News Team
20.09.2016, 18:47 Uhr
Beitrag von News Team

Die viel beschworene Trennung von Staat und Kirche, wie oft ist sie nur eine hohle Phrase. Der Staat treibt die Kirchensteuern für die großen Konfessionen ein, zahlt die Gehälter der Kleriker und unterstützt die Beeinflussung von Schulkindern mit religiösen Dogmen.

Zumindest bis jetzt. Doch gestern begann das neue Schuljahr für 40.000 Gymnasiasten mit einer entscheidenden Neuerung: Statt Religionsunterricht steht ab sofort das neue Fach „Leben und Gesellschaft“ auf dem Programm. Diese Reform hatte der Bildungsminister Claude Meisch gegen massive Kritik kirchlicher Gruppen durchgesetzt, wie Myriam Bamberg vom luxemburgischen Bildungsministerium gestern mitteteilte:

Der Kurs ‚Leben und Gesellschaft' ersetzt den Religions- und Ethikunterricht in allen Klassen. Er ist in allen öffentlichen Schulen und in den staatlich anerkannten Privatschulen verpflichtend.

Private Schulen dürfen einen Religionsunterricht als Wahlfach anbieten. Dieser kann aber nur zusätzlich und nicht als Ersatz für den Werteunterricht angeboten werden.

Der neue Kurs wird in sechs Themenfelder unterteilt:


  • Ich
  • Ich und die anderen
  • Lebensformen, Welt und Gesellschaft
  • der Mensch, die Natur und die Technik
  • Kultur und Kommunikation
  • große Fragen des Lebens

SZ-Redakteurin Hélène Maillasson begrüßte diese Neuerungen in einem Kommentar:

Nach der Anerkennung der gleichgeschlechtlichen Ehe, einer Liberalisierung des Schwangerschaftsabbruchs und dem Ende der Bezahlung von Geistlichen durch den Staat ist diese Änderung im schulischen Bereich ein logischer Schritt.

Märchenhaft! Verwahrloster Straßenwolf findet große Liebe und wird glücklich

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292 Kommentare

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Diese Änderung der Schulform ist Indoktrination, Religionsunterricht ist keine Hinführung zum Glauben, diesen hat man, oder eben nicht.

Auch kann vom Religionsunterricht befreit werden, es steht also jedem frei, selbst zu wählen.
  • 25.09.2016, 10:58 Uhr
  • 4
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Freie Wahl hatten meine Kinder schon 1974 in Köln!!!!!
  • 24.09.2016, 15:50 Uhr
  • 1
wenn in der GS 3 mal pro Woche Reli aufm Plan steht, und alternativ nur die Verwahrung in anderen Klassen möglich ist...ist das schon schwieriger, leben eher ländlich, nur " Katholische Grundschulen im Umkreis. Ich würds gut finden , Reli zu streichen
  • 26.09.2016, 15:10 Uhr
  • 1
Aida, so sehe ich es auch! Auch ist es sinnvoller im ganzen Land die gleichen Schulsysteme zu haben.
  • 26.09.2016, 17:14 Uhr
  • 1
wir haben schon mal über nen umzug nachgedacht....allerdings schulwechsel ( gym- NRW nach Bayern ,halte ich für nicht erstrebenswert...)
  • 27.09.2016, 10:24 Uhr
  • 0
Ein guter Bekannter von mir ist aus arbeitstechnischer Forderung von Bayern nach Hamburg gezogen. Seine Kinder kamen mit der beachtlich anderen " Schüler/Schulmentalität" gar nicht zurecht. Nach gut einem Jahr ging die Familie zurück nach Bayern, mit einer strengeren Beschulung, die seine Kinder gewohnt waren.
Da stelle ich mir immer wieder die Frage, ob nicht sehr viele Eltern, als Vorreiter, in den ersten 6 Lebensjahren, ihre Vorstellung von VORLEBEN doch einmal neu betrachten!!!!
Auch und trotz Verdienst und erschwerten Arbeitsbedingungen!??? Diese ersten 6 Jahre sind nun einmal entscheidende Prägung für die Volgezeit. Die Umstände heute sind brisant, aus vielerlei Gründen. Doch kann es nicht sein, dass Eltern heute, bei schlechten Noten, den Lehrern mit Anwälten begegnen. Ein unendlich schweres Thema, das ist mir klar, denn ich bin in Lehrerkreisen sehr informiert! Auch sind zwei meiner "Kinder" -noch - Lehrer aus Berufung!
  • 27.09.2016, 11:41 Uhr
  • 1
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Die Frage ist noch nicht beantwortet, welche Ausbildung diese Lehrer haben sollten. Sind das dann Psychologen oder Philosophen, oder welches Studienfach prädestiniert einen dann, ein solcher Lehrer zu werden?
Oder darf auch ein Mathematiklehrer dem kleinen Max erklären, wer er selber ist und wie er sich dem anderen gegenüber verhalten sollte?

Komisch, dass einem gerade die besten Lehrer nie erklären mussten, warum es Freude machte, von ihnen zu lernen.
Ihr S e i n genügte, nicht ihre Lehre, so zu sein wie sie.
  • 24.09.2016, 15:39 Uhr
  • 2
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es wäre an der Zeit, dass auch in Deutschland eine ganz klare Trennung zwischen Staat und Kirche/Glaubensgemeinschaften vollzogen würde.

Konkordate und Kirchenverträge, zumal sie nur die christlichen Kirchen betreffen, haben in einer modernen Staatsform einfach nichts mehr zu suchen!
  • 24.09.2016, 01:07 Uhr
  • 2
bis hin zu deren Verfolgung, weil dann gläubige Menschen nicht mehr zeitgemäß sind ?

Eltern, die meinen, dass Religionsunterricht schadet, warum auch immer, können ihre Kinder von diesem Unterricht befreien. Hier gehen die Kinder in den Religionsunterricht, die es auch wollen. Ist das schlecht? Wer wird dadurch geschadet? Der Staat? Wohl kaum.
  • 25.09.2016, 11:00 Uhr
  • 0
Für die Kinder ist das doof Bar, in der GS hätten sie alternativ nur in anderen Klassen verwahrt werden können( 3 mal die Woche) das finden sie blöd...also haben meine gezwungenermassen mitgemacht...naja , man könnte die zeit sinnvoller nutzen ,meiner Meinung nach.
Ich fände einen Unterricht gut wo sie andere Religionen / Länder , Gebräuche usw, kennen lernen könnten.
Jetzt im Gym . besuchen sie( noch) den ev. Reliunterricht,werden sich mit 14 wahrscheinlich abmelden ...und dann ... Freistunde...naja, hoffe sie Machen dann wenigstens was und pauken bisschen, schätze aber mal ,da wird dann gedaddelt
  • 26.09.2016, 15:16 Uhr
  • 0
da hatten meine Kinder mehr Glück, es wurde Ethik angeboten.. es ist schade, dass so wichtige Lernzeit mit Verwahren verschleudert wird....
  • 26.09.2016, 15:19 Uhr
  • 0
hab eben noch mal geguckt, nee leider kein Ethik, und ab Stufe 10 ist Reli oder Philosophie dann Pflicht.
  • 26.09.2016, 15:37 Uhr
  • 1
Ich finde due Notengebung im Reliunterricht seltsam ...die Kinder hatten mal ne Lehrerin die grundsätzlich Einsen und ein paar Zweier verteilte...und so ne 1 aufm Zeugnis ist ja schick..., nun bei nem anderen Lehrer gibts 3 er...und sie schreiben keine Tests, frage mich schon wie da die Noten zustande kommen...jetzt ist auch die Motivation völlig flöten, da weiter freiwillig mitzumachen...
  • 26.09.2016, 15:41 Uhr
  • 1
Ich nehme an, daß bei solchen Fächern die mündliche Beteiligung für die Notengebung maßgeblich ist. Jedenfalls erinnere ich mich, daß es bei mir damals beim Ethik-Unterricht so war.
  • 26.09.2016, 17:06 Uhr
  • 1
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Hier wurde ein Kommentar durch den Ersteller entfernt.
Staat ohne Kirche? Unter dieser Überschrift habe ich etwas anderes erwartet. Wenn der Staat z.B. die Kirchensteuern nicht mehr eintreiben würde, dann wäre das ein Schritt in die Richtung, die durch eine solche Überschrift impliziert wird. Was tatsächlich geschieht, ist eine Informationsblockade durch die jedem Kind in Luxemburger Gymnasien künftig die Möglichkeit verwehrt wird, mehr über den Glauben und einen großen Teil der Grundlagen des "christlichen Abendlandes" zu erfahren. Wahlfreiheit zwischen Religions- oder Ethikunterricht, das kann ich nachvollziehen, diesen Weg nicht, denn er hat allenfalls eine zwangsweise staatliche Umerziehung zum Ziel.
  • 22.09.2016, 13:19 Uhr
  • 2
jeder deutelt dann auch Christentum anders, oder anders gesagt, jeder kocht sich sein Süppchen selbst, und es wird dann das bei rauskommen, was wir - leider - im Islam haben, viele Köche, die den Brei verderben....
  • 23.09.2016, 22:10 Uhr
  • 0
Meine Kinder waren nicht getauft, ich wollte ihre eigene Entscheidung für sie offen lassen. Religionsgeschichte habe ich ihnen selber vermittelt und bin mit ihnen in die unterschiedlichsten Gottesdienste gegangen. Selbst Sekten habe ich ihnen erklärt. Die Jungs haben kein Interesse gezeigt, die Tochter hat sich bei der Trauung taufen lassen, von dem wunderbaren Konfirmationspastor ihres Mannes. Ein offener, moderner, liebevoller Mensch!
Staat und Kirche -meine Ansicht - sollten unabhängig voneinander sein, so wie in den USA!.
  • 24.09.2016, 16:00 Uhr
  • 2
Meine Kinder auch nicht, sie sollten selbst entscheiden, wenn sie dazu in der Lage sind, dies zu entscheiden, eine meiner Töchter hat sich dann taufen lassen, da war sie 14 Jahre alt, wir haben ihrem Wunsch entsprochen ohne diese davon abbringen zu wollen. Es war ihre Entscheidung.

Religionsunterricht hat nichts mit Glauben zu tun, denn Glauben kann nicht angelernt werden, dieser Unterricht informiert, meine Kinder sind mal in Ethik, mal in Religionsunterricht gewechselt.

Alles möglich, eine Abschaffung führt wohin? zu mehr ICH-Menschen?

Egoisten haben wir schon zu Genüge.
  • 25.09.2016, 11:04 Uhr
  • 1
Barbara,
da un terscheide ich gaaaaanz konsequent, auch wenn wir wahscheinlich das Gleiche meinen.!!!! In meinem Lebensanfang/Auchgeneration, durfte es gar kein EGO/ICH.....gesundes ICH geben. Das habe ich mir mit viel Schmerzen erarbeiten wollen und müssen. EGOZENTRIK und EGOMANIE sind für mich die ungesunden Seiten von zu vielen Menschen, die offenbar nicht lernen konnten/durften, was ein gesunder Egoismus/ JA es gibt mich.....IST!
  • 25.09.2016, 22:37 Uhr
  • 0
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Luxemburg halt. Hoffen wir, dass der Same aufgeht und sich über die ganze EU verbreitet.
  • 21.09.2016, 11:34 Uhr
  • 0
hoffe nicht, denn gläubige Menschen werden nicht weniger werden, wenn der Religionsunterricht, der eh freiwillig ist, verschwindet.

weiter oben hatte ich schon geschrieben, dass es dann dazu kommt, dass jeder das Christentum anders sieht.....und es dann so kommen wird wie im Islam: jede hat seine eigene Wahrheit. ober das förderlich ist, bezweifle ich.
  • 23.09.2016, 22:12 Uhr
  • 0
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das ist doch einmal eine sehr gute Änderung. Vielleicht kommt es ja tatsächlich einmal zur Trennung zwischen Staat und Kirche. Wenn die Schulen den Religionsunterricht als Pflichtfach verbannen, sparen sie ordentlich Geld, denn die Gehälter für die Unterrichtung in beiden Konfessionen hat auch der Staat gezahlt. Eigentlich ein Unding.
  • 21.09.2016, 10:32 Uhr
  • 4
Lehrer brauchen sie ja dennoch.
  • 21.09.2016, 11:33 Uhr
  • 0
Es geht aber um die angebliche Trennung von Kirche

Staat.Konfessioneller Religionsunterricht

Kinder-Mission auf Staatskosten

Hier haben wir eine gewaltige Summe vor uns: 3.500.000.000 (3,5 Milliarden) Euro kostet es jährlich, die Kinder an deutschen staatlichen Schulen in katholischer oder evangelischer Konfessionslehre zu unterrichten. Der Staat bezahlt sämtliche Lehrkräfte und Unterrichtskosten. Auch Mönche und Nonnen, die von ihrem Orden kein Gehalt bekommen, erhalten vom Staat für den Religionsunterricht volle Gehälter entsprechend den verbeamteten Lehrern – die sie direkt an den jeweiligen Orden weitergeben. Auf diese Weise verdient die Kirche auch noch am Staat kräftig dadurch, dass der Staat ihnen den Konfessions-Unterricht ermöglicht. Die Religionslehrer-Fortbildung wird ebenfalls vom Staat bezahlt – an speziellen kirchlichen Akademien, die wiederum der Steuerzahler finanziert.

Und was wird im staatlich finanzierten konfessionellen Religionsunterricht gelehrt? Religionsfreiheit, Toleranz? Die Lehrpläne werden von den Kirchen festgelegt, und kleinere Gemeinschaften, die den Kirchen nicht genehm sind, werden beispielsweise ganz offiziell verleumdet und an den Pranger gestellt. Auf Kosten des Steuerzahlers. Auch Höllendrohungen und die Verbiegung des Verstands der Kinder und Jugendlichen durch irrationale Dogmen müssen von uns allen finanziert werden ...

Aktuelle Beiträge zur Auseinandersetzung um Alternativen zum konfessionellen Religionsunterricht finden Sie z. B. in "Der Theologe Nr. 23" - Das Staatsross und sein kirchlicher Reiter
Quelle: Stoppt Subventionen des Staates an die Kirchen.

Für diese Summen kann man hervorragende Lehrer einstellen, die in den neuen Fächern dann unterrichten. Muss man aber nicht, da die vorhandenen Lehrer bei ständig sinkender Schülerzahl dieses durch eine entsprechende Zusatzausbildung auffangen können. Ist schon eine enorme Ersparniss von Steuergeld.
  • 21.09.2016, 12:20 Uhr
  • 2
fortschrittlich
  • 21.09.2016, 21:28 Uhr
  • 1
Zum Glück ist Reli kein Pflichtfach mehr. Trotzdem ist Reli-Unterricht an Schulen ein Unding. Die Kirchen werden aus allgemeinen Steuergeldern subventioniert: der Staat zahlt die Reli-Lehrer, stellt die Räume zu Verfügung und nimmt so billigend in Kauf, dass schulpflichtige Kinder der Einstieg in religiöse Gemeinschaften ganz leicht gemacht wird.

Dabei sollte es mindestens eine überlegte, persönliche Entscheidung sein, ob man einer Religionsgemeinschaft angehören will.
Das ist etwa so, wie diese windigen Verkaufsverträge, auf denen steht, man könne das Bestellte innerhalb 2 Wochen wieder abbestellen. Nein, wenn ichs nicht brauche, bestell ich auch nicht. Und wenn ich die Kirche nicht brauche, wieso soll ich dann draussen warten, bis der Reil-Unterricht vorbei ist?
  • 22.09.2016, 11:39 Uhr
  • 0
ja, so ist es hier auch gewesen. Aber die Kirchen haben nie die Zeit genutzt, die sie mit den heranwachsenden Kindern gearbeitet haben. Als die Kinder dann 14 Jahre alt waren, kannten sie alle den strengen Gott, der jeden Fehler registrierte und mit Strafen drohte. Das alles in einer Welt, die sich ziemlich " gottlos " zeigte. Kein Wunder, wenn die Jugendlichen dann sagen : Nein, Danke.
  • 22.09.2016, 12:00 Uhr
  • 1
was muss in dem Fach Religion denn vermittelt werden ??? Interessiert mich wirklich....
  • 22.09.2016, 12:05 Uhr
  • 0
wie sieht eine Abiturprüfung im Fach Religion aus
  • 22.09.2016, 12:16 Uhr
  • 0
Aber dieses Wissen, was da abgefragt wird, das interessiert mich. Kommt es auf Bibelaussagen an, kommt es auf Texte im Alten oder neuen Testament an ?
  • 22.09.2016, 12:20 Uhr
  • 0
genau, da scheiden sich aber unsere Wege und wie ich sehe, wirst du auch etwas ungeduldig.Ich kann nicht verstehen, dass die Auslegung irgendwelcher Sprüche vor Ewigkeiten heute irgendeine Bedeutung haben. Ich kann nicht verstehen, dass es junge Leute sehr interessiert, da sie noch nicht einmal den Wahrheitsgehalt prüfen können und schon sind wir wieder beim GLAUBEN. Glauben aber setzt voraus, dass man nicht zweifelt, dass man nichts in Frage stellt......usw. usw. Genau das kann man niemandem lehren. Danke für deine freundlichen Auskünfte, aber ich halte die Entscheidung wirklich gut, dass hier tatsächlich eine strikte Trennung erfolgt.Wünsche dir einen schönen Tag.
  • 22.09.2016, 12:33 Uhr
  • 3
Als Religionslehrer musst du es so sehen, ich sehe es anders und ich habe viele Kinder durch den Religionsunterricht begleitet. Aber über Glauben kann man eben nicht diskutieren, zum Glück.
  • 22.09.2016, 12:54 Uhr
  • 2
Warum sich über Religion unterrichten lassen wenn man selber keine Religion braucht?
  • 22.09.2016, 17:26 Uhr
  • 1
??
  • 22.09.2016, 23:38 Uhr
  • 0
Marita,
"Man kann Kultur nicht verstehen - Musik, Kunst, Gebäude, Traditionen usw. - wenn man nichts über Religion weiß."

Na da übertreibst du wohl ein bisschen.
Ein wenig über diese seltsamen religiösen Vorstellungen zu wissen mag ja nicht verkehrt sein.
Aber deswegen ein eigenes Schulfach? Nie im Leben.

Und dass Religionslehrer nicht indoktrinieren, das kannst du erzählen, wem du willst. Glaubhaft wird es deswegen aber nicht. Und selbst wenn du es nie gemacht hättest - bewusst oder unbewusst - dann gibt es immer noch Kollegen, die es geradezu als ihre Hauptaufgabe betrachten.

Ich hielte es für äusserst hilfreich, wenn Kinder - sagen wir mal bis zum vierzehnten Lebensjahr - vom Kontakt mit diesen Mythen verschont bleiben würden. Nur so können junge Erwachsene eine vernüftige, eine rationale Sicht auf diese absurden Märchen gewinnen. Religiöse Früherziehung ist Kindesmisshandlung.
  • 22.09.2016, 23:50 Uhr
  • 1
Tut mir leid Marita, aber es ist was es ist und was nun geändert werden sollte : Eine Bekehrung zu einem Glauben. Eben ein Sektenverhalten. Du beschreibst genau das was die beiden grossen Kirchen in Deutschland von dir erwarten : Bekehrung!!!!!! IWieso verlässt die Kirche sich nicht darauf, dass die Kinder ab einem bestimmten Alter von selber zu ihnen kommen ?????? Ich weiss warum : Sie wollen einfach nicht. Deshalb versuchen die Organisation sie bis 14 Jahren soweit bearbeitet zu haben, dass sie " willenlos " folgen. Ich will hier nicht auf jedes Detail eingehen, aber die Kirche zweifelt derart an sich selbst, dass sie die Zwangsbekehrung bevorzugt. Ach ja: Du kannst mich nicht erzählen, dass Kinder --bei Interesse- keine Möglichkeiten haben, sich über religiöse Kultur zu informieren, als durch die Personen, die vom Träger dafür beauftragt wurden. Du musst mir nicht antworten, es ist immer das gleiche Gedankengut, welches du hier predigt. Die Entwicklung und der Einfluss des Christentums wird auch in den Geschichtsunterrichten gelehrt, vielleicht nicht so verherrlichend, eben mehr neutral, aber jeder junge Mensch, der interessiert ist kann sich mit der Sache befassen. Die Jugendlichen mit 14 sind nicht so dumm, als das sie noch nie etwas von Kirchen gehört hätten. Wenn die Organisationen in unserem Lande fair wäenr, gäben sie jeder Religion die gleiche Chance ihre Ziele vorzustellen , aber eben durch einen Menschen, der diese Religion auch lebt. Ich gebe Volker recht und finde es als eine unheimliche Diffamierung, dass du allen Eltern, Familien, Bekannten,Freunden usw. die Möglichkeit absprichst, mit ihren Kindern, Freunden, usw. das Thema Kirche besprechen, recherchieren und leben zu können. Es ist wie eben immer : Nur die im Auftrag der Kirche handeln, kennen die Wahrheit. Sorry, dass ist genau der Weg, wie die Kirche zum Verlierer wird.
  • 23.09.2016, 10:09 Uhr
  • 4
Marita,
RU-Lehrer vermitteln "Wissen" über alte Märchen. Märchen, deren Anhänger schon so viel Unheil auf der Erde angerichtet haben. Dieses "Wissen" ist heute größtenteils entbehrlich. Mindestens erfordert es kein eigenes Schulfach.

Ich hab gar nichts dagegen, dass Eltern die religiöse Ausrichtung ihrer Kinder beeinflussen dürfen. Ich hab auch nichts dagegen, wenn die Religionsgemeinschaften entsprechende Unterweisungen anbieten. So etwas ist grundgesetzlich garantiert. Ausserdem hat es noch nie funktioniert, wenn der Staat versucht hat, so etwas zu verbieten.

Ich hab aber sehr viel dagegen, wenn der Staat sich um die Vermittlung religiöse Erziehung kümmert. Das ist ganz alleine Sache der verschiedenen Religionsgemeinschaften. Und selbstverständlich freiwillig für die Teilnehmer!

Du wirst jetzt sagen, Reli-Unterricht sei auch freiwillig. Nun, zum Glück ist es so. Aber der Reli-Unterricht in der Schule stellt die vermittelten Inhalte in eine Reihe mit Mathematik, Naturwissenschaften, Fremdsprachen etc. Das ist nicht der richtige Platz für religiöse Unterweisung. Und dass Religion gar im Abi geprüft wird, finde ich nachgerade lächerlich.

Also: raus mit dem Reli-Unterricht aus den Schulen. Wer sich in Kirchen, Betstuben, Moscheen, Synagogen oder sonstwo über Religion informieren möchte: nix dagegen. In einer Schule, deren Besuch ja schliesslich Pflicht ist, hat Reli-Unterricht nichts zu suchen. Ethik mag für ältere Schüler interessant sein, aber bitte nicht konfessionell gefärbt.
  • 23.09.2016, 11:31 Uhr
  • 2
Ach ja? Auch das ist Meinung, Marita. Ich empfinde das Buch zwar nicht als ein Märchenbuch, weil vieles auf historischer Basis erzählt wird, aber ich verstehe nicht, warum es so wichtig ist, es in der Schule zu berücksichtigen. Wichtiger wäre, auf unverfälschte Tatsachen Bezug zu nehmen - und na ja, so ganz wichtig finde ich nicht, dass Schüler die Geschichte des Volkes Israel lernen. Im Zusammenhang mit anderen Teilen der Geschichte kann es erwähnt werden, klar - aber nicht so überbewertet.
  • 23.09.2016, 11:49 Uhr
  • 2
Wenn Religionsunterricht wie du es beschreibst vom Lehrer vermittelt wird, ist es ok - aber dann kann das auch ohne Bezug auf die Religion stattfinden, als eben Ethikunterricht. Es muss nicht ans Christentum gebunden sein.
Ich mochte - in den 60ern - Religionsunterricht auch gerne, weil ich mich so schön mit dem Religionslehrer fetzen konnte - mein Einser war mir immer sicher. Doch als ich dann hörte, was die Nachkommen in diesem Unterricht lernen mussten - und abgefragt und benotet wurden - war ich entsetzt. Back to the roots - die Bibel und die Glaubenssätze wurden abgefragt. In den staatlichen Schulen, sowohl Grundschule als auch Gymnasium.
Wie auch immer, es kommt auf Schule und Lehrer an - heute wie damals.
Ich sage nicht, dass die Schüler nicht auch mit diesem Teil der Kulturen (Plural) konfrontiert werden sollten - und Religionen kennenlernen sollen, aber es sollte neutral sein. Sie sollten wirklich die Freiheit haben, für sich selbst zu entscheiden. Und hier hapert es halt, weil der Lehrer immer seine Ideologie vermitteln will.
Was anderes ist, wenn die Eltern die Kinder in konfessionsgebundenen Schulen geben und wollen, dass ihre Kinder gezielt den christlichen Glauben lernen sollen. Ich war übrigens in einer konfessionsgebundenen Schule, aber halt in den 60ern - da lernte man auch da durchaus mal Marxismus statt Religion - heute kaum vorstellbar. Meine Eltern entschieden nicht aus Glaubensgründen - sondern weil es die beste Schule unserer Stadt war.
  • 23.09.2016, 12:10 Uhr
  • 0
Gäbe es in unseren Schulen Religionsunterricht, in welchem ÜBER Religionen unterrichtet wird, der also nicht FÜR eine Religion Werbung macht, wäre dagegen nichts einzuwenden. In der Praxis sieht es aber meist anders aus. Da wird im Unterricht - je nach christlicher Konfession...
....gebetet
....der Text von Kirchenliedern auswendig gelernt
.... der (jeweilige) Katechismus eingeübt
.... das Glaubensbekenntnis eingeübt
.... unter Verweis auf die 10 Gebote 'christliche' Moral gelehrt
.... Angst vor einem 'Leben in Sünde' (was immer das ist) geschürt
.... davor gewarnt, vom 'rechten Glauben' abzufallen
.... gelehrt, dass es nur 'einen richtigen' Glauben geben kann

Das ist - vorsichtig ausgedrückt - Indoktrinierung, Missionierung, auch Proselytismus. Ich behaupte nicht, dass es an allen Schulen so ist, aber ich kenne solches aus eigener Anschauung.
Auch wenn wir in Ländern mit 'christlicher Tradition' leben, sollten wir uns von Indoktrinierung jeder Art befreien, also auch von mehr oder weniger zwanghaftem Festhalten an Religionsunterricht an öffentlichen Schulen
Wer Religion meint, er brauche Religion, sollte sie auch bekommen können - doch nicht unbedingt in der Scule. Es gibt kirchliche Einrichtungen genug, die dem Bedarf gerecht werden können.
  • 23.09.2016, 12:50 Uhr
  • 2
Nein, Marita - genau das findet im evangelischen RU sehr wohl statt! Mag sein, nicht überall - aber ich kenne es von den Nachkommen - nicht von mir selbst, was etwas her ist - auch so wie von Friedhelm beschrieben - und die Nachkommen sind protestantisch verzogen worden. Das einzige, was stimmt ist - sie konnten sich lösen, wenn sie wollten.
  • 23.09.2016, 19:59 Uhr
  • 1
Eines ist mir nicht klar:

es wird Transparenz in den Religionen gefordert, Islamunterricht soll an Schulen erteilt werden z. B. was dazu führt, dass Kinder, wenn sie dieses Fach gewählt haben, aufgeklärt werden durch einen deutschsprachigen Imam oder studierten Lehrer, in Absprache mit der Schule.

Gläubige Menschen verschwinden doch nicht, wenn es kein Religionsunterrict mehr gäbe, dies würden sich dann andere Möglichkeiten suchen, um ihre Religion zu lehren, was dann aus aus den Augen des Staates verschwinden wird.

Folge wird sein:

alle leben Religion, so wie sie es für richtig erachten, was dann passieren wird, der eine Christ wird dem anderen Christ einen überziehen, krass ausgedrückt, wenn dieser eine andere Sichtweise hat.

Religion ist nichts ansteckendes, diese tut nicht weh, im Gegenteil, offen zugänglich für alle, die sich dafür interessieren.
  • 23.09.2016, 22:18 Uhr
  • 1
wize.life-Nutzer - Unterricht bedeutet nicht, dass der Glaube vermittelt werden sollte, in Form von Glaubensbekenntnissen, die auswendig zu lernen sind - oder Suren, sofern Muslime solche lernen. Es bedeutet auch nicht, dass man im Unterricht Gebete oder Kirchenlieder lernt - oder die Bibel, Koran oder er Thora liest.
Sondern es bedeutet, den Inhalt dessen, was die Religionen bedeuten, zu lernen - neutral und als reine Fakten, ohne Bewertungen - und es bedeutet, sie miteinander vergleichen. Es bedeutet, an das Thema kindgerecht wissenschaftlich heran zu gehen, umemotional.
"Vergleichende Religionswissenschaften" ist ein Studienfach - warum sollte das nicht schon Schülern vermittelt werden? Dann würden sie einander und die anderen Kulturen jeweils vielleicht besser verstehen lernen, statt mit Dogmen vollgestopft das Fremde ablehnen.
Kurz - es geht nicht darum, die Religionen zu lehren, sondern Wissen über sie - neutral und faktisch. Dann können die Schüler immer noch entscheiden, ob sie sich einer anschließen. Oder sie besuchen ausserschulisch Glaubensgruppen, in denen ihnen der Glaube vermittelt wird - wenn sie oder die Eltern es für richtig halten.
Aber da sind wir dann bei dem Problem, dass nicht mehr kontrolliert werden kann, was Priester oder Imame lehren - das muss dann schon auch geklärt werden. Nicht dass die dann dogmatischen Mist mit Zwang und Aufrufen zur Gewalt an Kinder vermittelt - was ja leider geschieht.
  • 23.09.2016, 22:30 Uhr
  • 1
ich habe evang Religionsunterricht gehabt, und in diesem wurde die Bibel besprochen, Psalme erläutert und erklärt.... es wurde auch diskutiert.

Islamunterricht wird ähnlich gestaltet, von der Entstehung dieser Religion bis hin zu Erklärung von einzelnen Suren, Hadithen.


Transparenz in Glaubensfragen kann nur erfolgen, wenn Religionsunterricht erteilt wird.
  • 23.09.2016, 22:34 Uhr
  • 1
Sofern man Glaubensfragen für lebensnotwendig hält, mag es sein - aber ich halte zwar ein gewisses Grundwissen für notwendig, wenn man in einer Welt lebt, in der Religionen eine Rolle spielen - man kann sich vor ihnen ja nicht verbergen. Glaubensfragen als Philosophie halte ich nur dann für notwendig, wenn sie einen wirklich interessieren. Sprich - Wissen als Allgemeinbildung, in Form von Fakten, ja - aber Glaubensfragen nur für Interessierte.
Ich selbst hatte zwangsweise auch Religionsunterricht, weil ich an eine protestantische Schule ging, aber ich habe es erwähnt - wir redeten über vieles, auch über die Religion - doch hauptsächlich diskutierte ich mit dem Religionslehrer darüber, dass ich nicht glaube - und bekam eine Eins. Mich interessierten diese "Glaubensfragen", als Ungläubige, sie interessieren mich bis heute - weil ich versuche zu verstehen, wie Glaubende ticken. Dazu muss man Dinge wissen - ich weiß sehr viel. Doch das ist meine Entscheidung und nicht die des Kultusministeriums. Ich denke, alles, was mit Religion im Sinne von Glauben zu tun hat, ist Privatsache und eigene Entscheidung, kann nicht auferzwungen werden.
  • 23.09.2016, 22:41 Uhr
  • 3
Glauben kann nicht anerzogen werden und auch nicht in einem Religionsunterricht gelernt werden. Gläubige ticken, wie du schreibst, so wie du, nur eben umgekehrt. Religionsunterricht ist ein Wahlfach gewesen, viele waren dort, um den Notendurchschnitt zu verbessern, andere wieder, um mehr über diese Religion zu erfahren, ich gehörte zu letzteren, ich wollte mehr wissen und da kam mir dieser Unterricht gerade recht. Fragen über Fragen und ich suchte Anworten, dafür eignet sich der Religionsunterricht, denn jeder Mensch macht diese Phase irgendwann mal durch.

Religionsunterricht richtet keinen Schaden an, nicht einer meiner Mitschüler ist abgedriftet oder wurde irre

verschwindet dieser, wird jeder für sich die Antworten suchen und wer weiß, an wen er da gerät.
  • 23.09.2016, 22:46 Uhr
  • 1
Ich finde es abenteuerlich, zu behaupten, im RU - der ja vielerorts noch von Pfarrern und Priestern gehalten wird - würden nicht die Grundlagen für einen "Glauben" und für spätere Kirchensteuerpflicht gelegt werden.

Wenn einzelne Religionslehrer - wie z.B. Marita - das anders praktizieren, dann ist das lobenswert.

Aber wir diskutieren hier doch nicht darüber, ob Marita Eosander guten Reli-Unterricht hält. Wir diskutieren darüber, ob Reli-Unterricht an öffentlichen Schulen gehalten werden sollte. Und da sind nun mal übewiegend Kirchenangestellte, die diesen Unterricht halten. Ich kann mir jedenfalls nicht vorstellen, dass jemand Reli-Unterricht erteilt, der aus der Kirche ausgetreten ist. Und dieser Reli-Unterricht hat immer - mindestens sehr häufig - zum Inhalt, Kinder und Jugendliche an die jeweilige Religion heranzuführen.

Wie gesagt, ich hab gar nichts gegen Reli-Unterricht, sofern er von den Glaubensgemeinschaften in deren Räumen abgehalten wird. In öffentlichen Schulen stünden Lerninhalte wie das "ewige Leben" oder "der Sündenfall von Adam und Eva" scheinbar gleichberechtigt neben Lerninhalten wie das Lösen von Gleichungen, die Beschreibung der Natur und das Erlernen von Fremdsprachen. Also alte Mythen neben lebensnotwendigem Wissen. Deswegen gehört Reli-Unterricht nicht in die Schule.
Marita kann ja auch, wenn sie so gut ist, im Pfarrhaus unterrichten, nach dem sonntäglichen Gottesdienst wäre ein passender Zeitpunkt.
  • 23.09.2016, 23:20 Uhr
  • 2
bisher hat es gut funktioniert, Religion neben Mathematik und Biologie.
  • 23.09.2016, 23:22 Uhr
  • 1
Das kommt darauf an, was man unter "gut funktioniert" versteht. Im Sinne der Kirchen hat es sicher gut funktioniert.
Ich mag gar nicht daran denken, dass sich Abiturienten mit Reli-Unterricht einen besseren Notendurchschnitt beschaffen können. Wer in den Reli-Unterricht geht, kriegt eher einen numerus-clausus-Studienplatz..
Absurd!
  • 23.09.2016, 23:26 Uhr
  • 0
Abiturenten haben kein Religonsunterricht als Pflichtfach, solltest du eigentlich wissen...

und wenn, warum nicht? Was ist an Religion so verwerflich? Ich kann nichts erkennen.
  • 23.09.2016, 23:28 Uhr
  • 1
Barbara,
weiter oben wurde geschrieben, dass Reli im Abitur geprüft werden kann. Wahrscheinlich kann man es sich so wählen, um seinen Notendurchschnitt zu verbessern
Warum ich das "eigentlich wissen sollte" versteh ich nicht. Ich bin kein Lehrer und hab schon lang keine schulpflichtigen Kinder mehr.
Was an Religion in der Schule so verwerflich ist, hab ich weiter oben ausführlich beschrieben.
  • 23.09.2016, 23:32 Uhr
  • 0
Religionsunterricht ist an vielen Schulen ein Wahlfach und kann auf Wunsch durch Ethik ersetzt werden, Eltern können ihre Kinder vom Religionsunerricht befreien lassen, wenn die Kinder U14 sind.

Der Hype hier um Religionsunterricht an Schulen ist völlig überflüssig.

Religion, unterrichtet von fachkundigen Lehren, ist weder verwerflich noch überflüssig, er dient der Findung des eigenen Ichs.
  • 23.09.2016, 23:36 Uhr
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'Vergleichende Religionswissenshaft', also Unterrichtung ÜBER Religionen, über Entstehung, Glaubensinhalte, Rituale und historische Entwicklung der wichtigsten Weltreligionen - dagegen kann man nichts einwenden. Im Geegenteil, es würde Vorurteile und Missinterpretationen verhindern.
Erziehung ZUM Glauben, der Versuch, die noch sehr formbare kindliche Seele zum 'rechten Glauben' zu führen, kann auch zu einer Art spiritueller Vergewaltigung geraten, zum Impfen mit einem Bazillus, den der Geimpfte sein Leben lang nicht mehr los wird. Im schlimmsten Falle entwickeln sich daraus die Fundamentalisten. die uns die Probleme bereiten, unter denen die Welt gegenwärtig leidet.
  • 23.09.2016, 23:50 Uhr
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Erziehung zum Glauben geht das? denn meine Erfahrung lehrt, dass ein anerzogener Glaube so zerbrechlich ist wie Glas.
  • 24.09.2016, 00:01 Uhr
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Barbara,

Glücklicherweise sind viele Menschen immun gegen Versuche, ihnen einen "Glauben" nahezubringen. Erziehung zum Glauben geht also nicht immer.

Barbara, du wirst einsehen, dass jemand, der noch nie etwas von einer bestimmten Religion gehört hat, niemals ein Anhänger dieser Religion werden würde. Niemand wird aus dem Bauch heraus auf einmal dem Osiris-Glauben anhangen oder Wotan oder Zeus als "Gott" anerkennen.
Um einen "Gott" als solchen zu verehren, muss man ihn und seine angebliche Geschichte kennen. Und die wird im Religionsunterricht vermittelt.
Göttergeschichten haben eine gewisse Anziehungskraft -sie gaukeln ein einfache Welt vor. Deswegen fallen bestimmte Menschen auch immer wieder drauf herein und verrennen sich in diese Mythologie - mit den bekannten negativen Folgen.

Wie Friedhelm oben so treffend schreibt, haben Kinder eine leicht formbare Seele. Was man im Kindesalter erlebt, kann man oft sein ganzes Leben lang nicht mehr loswerden. Kinder sind auch leicht verführbar.
Spielt man Kindern eine Welt vor, wo ein gütiger, liebender Gott die Welt regiert, werden sie ein Leben lang ein eher unkritisches Verhältnis zu den selbsternannten Vertretern dieses Gottes haben. Sie werden diesen Vertretern glauben, dass auch sie dem gütigen Gott dienen und Gutes tun. Und sie werden diese Verteter durch ihre Kirchensteuer unterstützen. DAS ist der Sinn des Reli-Unterichtes. Vielleicht nicht bei Marita -vielleicht nicht. Aber ganz sicher bei den meisten Reli-Lehrern und erst recht bei deren Vorgesetzten in den Kirchengremien.

Plakativ gesagt: Reli-Unterricht ist Kirchenreklame. Und Reklame gehört nicht in die Schulen.
  • 24.09.2016, 08:17 Uhr
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So ist es - aber sowas von!!!!
Barbara - das ist doch schräg, wenn du schreibst: "Religion, ...,ist weder verwerflich noch überflüssig, er dient der Findung des eigenen Ichs."
Nein! Er dient dazu, das "Ich" eines Kindes auf eine gewissen Form zu bringen, die der Kirche - oder dem Imam, was weiß ich - zu dienen. Oder auch dem Rabbi. Ich mag gerne alle drei - und alle anderen Religionen - hier nennen, da es keinen Unterschied gibt.
Wenn Glaubende das eigene Ich fänden, bräuchten sie diesen Fremdglauben nicht. Ich kann zwar akzeptieren, dass viele ihn als Halt brauchen und sehen, aber die Psyche ist von in den Glauben geführten immer abhängig, nie frei. Denn sie sind immer beeinflusst - ob durch Priester, Imame oder Rabbis - oder auch durch Glaubensregeln, Dogmen - was weiß ich.
  • 24.09.2016, 10:54 Uhr
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Ob jemand glaubt oder nicht hängt nicht von Erziehung oder Religionsunterricht ab. Wie ich schon schrieb diesen hat man oder eben nicht. Ich persönlich bin nicht beim Christentum geblieben, da dieser meinen Glauben nicht entsprach, viele Jahre habe ich gesucht, mich belesen. Mein Glaube war schon immer vorhanden, da gab es niemals Zweifel ich suchte nach Antworten, die das Christentum, Buddhismus eben nicht beantworten konnten. Schon aus diesem Grund, ist Religionsunterricht wichtig, um entscheiden zu können, in welche Richtung man gehen möchte. Es gibt Menschen, die religiös erzogen wurden und dann im Erwachsenenalter dieser Religion den Rücken kehrten, weil kein Glauben daran vorhanden war. Ist jedem frei gestellt.
Eltern steht es frei, ob ihre Kinder Religionsunterricht bekommen sollen oder nicht. Kinder, das ist meine Meinung, sollten dann aber auch dazu befragt werden, ob sie damit einverstanden sind.
  • 24.09.2016, 11:48 Uhr
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Glauben ist - per definitionem - gleichzusetzen mit Ideologie, und zwar schon deshalb, weil beide sich ausschließlich gründen auf die Gewissheit der Glaubenden bzw. von einer Ideologie Überzeugten, dass sie sich im ausschließlichen Besitz der Wahrheit befinden. Das macht es in der Regel fast unmöglich, sich von ihrem Irrglauben oder von ihrer falschen Ideologie zu lösen. Dadurch werden beide zu Fundamentalisten, die sogar u.U. bereit sind, ihr Leben für ihre Überzeugung zu opfern - was sie für alle anderen so gefährlich macht.
  • 24.09.2016, 11:50 Uhr
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Manche opfern sich aus Liebe. Ist Liebe nun gefährlich?
  • 24.09.2016, 11:51 Uhr
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Du kannst Glauben nicht mit Liebe vergleichen. Außerdem klingt das extrem pathetisch.
Friedhelm hat es wunderbar und sehr logisch, sachlich auf den Punkt gebracht.
Aber mir ist inzwischen klar, dass man einer wirklich Glaubenden das nicht vermitteln kann - nur muss du als wirklich Glaubende versuchen zu akzeptieren, dass deine Sichtweise nicht allgemeingültig ist.
  • 24.09.2016, 11:54 Uhr
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Selbstmord-Attentäter aus Liebe? - Das Argument, dass diese aus falsch verstandenem Glauben handeln, zieht nicht. Wenn das gelten soll, wird es höchste Zeit, dass man darüber nachdenkt ob die Glaubensssätze, die einen zu so einer Tat verführen können, nicht grundlegend falsch sind.
  • 24.09.2016, 12:02 Uhr
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Liebe kommt von Gott und selbst Größen wie Einstein waren von seiner Existenz überzeugt.
Aber andere Menschen sind nicht ausschlaggebend und geben nicht vor, wer glaubt oder nicht.
Menschen die nicht glauben, warum auch immer, neigen gern dazu Gläubige nicht für voll zu nehmen, was diese aber nicht wirklich stört.
  • 24.09.2016, 12:03 Uhr
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Schlimm, liebe Barbara, sind nicht die Glaubenden an sich, sondern die unter ihnen, die einfach nicht akzeptieren, dass man ihren Glauben nicht teilt - nicht einmal einen anderen, denn die meisten sind heute ja so "tolerant" zu akzeptieren, dass nicht alle ihren teilen - solange wenigstens einem Glauben nachgegangen wird, bzw. die Existenz Gottes geglaubt wird.

Doch sie verstehen aus ihrem Innersten heraus nicht, wie jemand keinem Glauben anhängen kann - ja nicht einmal spirituell denkt. (Ich mache da einen großen Unterschied, was allerdings viele auch wieder nicht verstehen, vermute ich - in diesem Fall die, die nicht so denken oder fühlen können).

Und nur weil Einstein von der Existenz eines höheren übermächtigen Wesens überzeugt war, muss es nicht existieren - ganz relativ. Ich denke eher, dem ging es wie mir, als ich neulich einen Film übers Universum sah, der so ungeheuerlich war, dass ich plötzlich verstand, warum Menschen einen fassbaren Gott brauchen. Sie brauchen ihn als Erklärung für dieses Unfassbare. Da Herr Einstein immerhin genau dieses Thema berechnete, kann ich mir vorstellen, dass es ihm so ging - es war so ungeheuerlich, womit er sich da beschäftigte, dass es ihn überzeugte, es müsse eine Allmacht geben, die das alles regelt.
  • 24.09.2016, 12:18 Uhr
  • 1
"Liebe kommt von Gott" - mit dem Satz könnte ich gut leben, wenn.....ja wenn bei allen Religionen hinter diesem Bild vom liebenden Gott nicht auch das Bild vom fordernden, rächenden, strafenden, eifersüchtigen, usw. Gott auftauchte. Selbst die christliche Religion, die ja für sich den Anspruch erhebt, eine 'Erlösungsreligion' zu sein und ihren Gott zu einem vergebenden, barmherzigen Gott stilisiert hat, nutzt die Angst vor den Folgen des Sündenfalls, um ihre Schäflein bei der Stange zu halten. Glauben scheint ohne strafende Peitsche für den 'Ungläubigen' nicht auskommen zu können.
Glauben fördert Herrschaftsdenken: Wie oft kommt in den zehn Geboten 'Du sollst nicht.....' vor?
  • 24.09.2016, 12:22 Uhr
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Gott ist Licht und Schatten, dass Gott gern als nur liebend dargestellt entspringt dem Wunschdenken. Gott ist gütig und kann auch grausam sein. Und, er ist allverzeihend.

Meine Kinder, obwohl ich immer schon gläubig bin, sind alle nicht getauft, dies sollten sie für sich entscheiden können.
Bis heute hat sich eine Tochter taufen lassen, weil sie es wollte.
Ich verurteile niemanden und ich missioniere niemanden, weil es eine ganz persönliche Angelegenheit ist.

Ich lebe nach

"Es gibt keine Zwang im Glauben " Sure 2.256

Religionsunterricht perse verbieten halte ich für falsch, die Transparenz der verschiedenen Religionen ginge verloren. Haus und Tor stünden offen für Scharlatane, die nur auf eine solche Gelegenheit warten.
  • 24.09.2016, 13:15 Uhr
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Wir haben hier an der Universität neben dem Fach Theologie, das die zukünftigen Pfarrer studieren, auch das Fach Vergleichende Religionswissenschaft (Prof. Bergunder).
Das eine Fach soll den GLAUBEN durch die Vermittlung von Fakten stärken, das andere Fach vermittelt WISSEN; die großen WEltreligionen betreffend.

Beide Fächer ergänzen das jeweils andere, finde ich, denn Glauben und Wissen gehören zusammen.

Ich finde es gut und richtig, wenn Kinder früh auf der Schule in eine Kultur eingeführt werden, die diese Gesellschaft seit Jahrtausenden geprägt hat.
Wie können sie - ohne Kenntnisse - z.B. die Architektur und Malerei v o r der Renaissance verstehen, die sich fast ausschließlich mit religiösen Inhalten beschäftigt.
Wie können sie Bachs Oratorien und Passionen nachempfinden, sie als Kunst überhaupt anerkennmen, wenn sie keine Ahnung von den Inhalten haben.

Solange Religionsunterricht angeboten wird, als Einführung in eine christlich geprägte Kultur, also Wissensvermittlung ist, finde ich sie absolut hilfreich.
Kirchengeschichte ist immer auch Teil der Weltgeschichte.

Wer Religionsunterricht gehabt hat, kann sich auch - wie ich mit 21 Jahren - von 'seiner Religion trennen', weil er einen ganz anderen Weg für adäquater hält. Als einmal ein Anthroposoph unseren Religionslehrer in der Abitursklasse vertrat, legten wir unser Strickzeug beiseite, es war eine der interessantesten Schulstunden, die ich jemals gehabt habe.
  • 24.09.2016, 15:28 Uhr
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Ich wollte nur mal wieder widerlegen, dass Einstein gläubig war, wie es fälschlicherweise immer wieder behauptet wird.
Es existiert im Netz ein Photo eines handschriftlichen Briefes von Einstein, wo er sich darüber beschwert, von "Gläubigen" vereinnahmt zu werden. Einstein glaubte an keinen persönlichen Gott. Bitte diese Falschinformation nicht immer wieder wiederholen.
  • 24.09.2016, 16:14 Uhr
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Edith,
Es gibt viele interessante Dinge auf der Welt.
Nicht für alles und jedes ist ein eigenes Schulfach notwendig.

Es ist akzeptabel, dass Hauptschüler "die Architektur und Malerei v o r der Renaissance" NICHT verstehen. Wenn sie sich dafür interessieren, werden sie sicher Informationsquellen finden. Meist haben Hauptschüler aber andere Interessen...

Drum müssen Hauptschüler auch nicht die Feinheiten und Absurditäten der christlichen Religion verstehen. Sie wären wohl eher davon verwirrt - und nicht nur sie.

Was Hauptschülern aber eingetrichtert werden soll ist, dass Religion etwas Gutes ist, dass die Kirche Gutes tut und dass man Kirchensteuer zahlen muss, weil man sonst ein schlechter Mensch ist. DAS ist der "tiefere" Sinn des Reli-Unterrichtes.

Glücklicherweise nimmt den keiner mehr ernst. Also raus damit aus den Schulen. Vor allem raus damit aus den Grundschulen, wo die Kinder noch so verführbar sind. Wenn die Eltern unbedingt eine religiöse Unterweisung wünschen, wird der jeweilige Pfarrer nach dem Gottesdienst bestimmt so etwas anbieten können.

Edith, bist du auch für ein Schulfach "Astrologie"?
  • 24.09.2016, 16:29 Uhr
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Ich habe eigentlich von Religionsuntericht auf dem Gymnasium gesprochen.
Es gibt ja Kindergottesdienst, wenn ich mich recht erinnere, und wenn es den Eltern frei gestellt ist zu entscheiden, finde ich das ok.

Zur Astrologie: Nein, Volker, aber als Wahlfach an Gymnasien könnte ich es mir gerade noch vorstellen.
Die Ausbildung, die der DAV (Deutscher Astrologen Verband) anbietet und die mit einer schriftlichen und mündlichen Prüfung endet, dauert ca. 3 Jahre.
Der Notar Dr. Bernhard Firgau, Heidelberg, und die Sozialpädagogin Ute Flörchinger haben diese Prüfung abgelegt, Firgau hat zwei Bücher über Mundan-Astrologie geschrieben.
Du wirst es wohl nicht versuchen, diese beiden als "verrückt" zu bezeichnen.

Auch die Allgaier-Schule, die mitlerweile 4000 Astrologen ausgebildet hat, bietet das für den Zeitraum von 3 Jahren an.
Das Material ist ausgezeichnet.
Als Autodidaktin habe ich mir das mal probeweise angeschaut.

Ich selber habe 5 Akademiker, 1 Bankerin, 1 Tiefbauarchitektin und 3 Ärzte (einer habilitiert sich gerade in HD) an mehreren Nachmittagen bei mir kostenlos ausgebildet. Es sind meine besten Freunde geworden

Es gibt übrigens hier bei SB 4 ausgezeichnete Astrologinnen, in der entsprechenden Gruppe.
Du darfst Deine Skepsis gern behalten. Manche lieben ihre Unwissenheit, und mein Mitgefühl hast Du auch.
  • 24.09.2016, 16:54 Uhr
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Eine Schule, die Astrologie lehrt - meine Güte! Aber ok - warum nicht, es gibt ja auch welche, die das Christentum lehren.
Was Volker sagt, deckt sich mit meiner Meinung und gilt keineswegs nur für Hauptschulen, sondern auch für Gymnasien. Schüler in Gymnasien sind die meisten Jahre noch viel zu unfähig, weiter als über die Autorität eines Lehrers hinauszusehen - analytisch zu denken. Gerade Pupertierende können prächtig verführt werden. Sie müssen erst lernen, zwischen Verführung und Fakten zu unterscheiden - mit Hilfe guter Lehrer - und können es eventuell in der Oberstufe, sofern ihnen der Lehrstoff dazu Zeit lässt. Aber nicht in jüngeren Jahren. Deshalb finde ich gehört Religionsunterricht, der den Glauben lehrt, allenfalls in konfessionsgebundene Schulen, für die sich die Eltern frei entscheiden.
  • 24.09.2016, 17:27 Uhr
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Die Eltern entscheiden sich überall frei, seien es Grundschulen oder Höhere Schulen.
Das bayrische Schulsystem würde nie auf Religionsunterricht verzichten wollen.

Als wir als Flüchtlinge in Otzing, einem bayrischen Dorf, aufgenommen wurden, wurden wir zwei, meine Schwester 12 und ich 9, n a c h dem regulären Unterricht dabehalten und 'katholisiert'.
Das war dreimal der Fall, bis ich mich öffentlich beschwerte.
Mit 9 wollte ich nicht konvertieren

Im Zeugnis erhielt ich dann für Betragen: "Störrisch".
Glücklicherweise zogen wir dann nach Norddeutschland.

Solange solche Angebote f r e i gewählt werden können, habe ich gar nichts dagegen, im Gegenteil!
Es ist gut, wenn Menschen früh erfahren, dass sie Teil eines größeren Ganzen sind, es stärkt ihr Selbstbewusstsein und fördert ihre Empathie-Fähigkeit.
  • 24.09.2016, 17:41 Uhr
  • 1
Das von Edith beschriebene Beispiel aus Bayern ist kein Einzelfall, ist Proselytenmacherei. Mich würde es nicht wundern, wenn heute Ähnliches mit Kindern aus Flüchtlingsfamilien versucht wird. Von manchen wird das dann als Integration verstanden. Behaupten nicht CSU-Politiker immer wieder, dass in Beyern die Integration problemloser funktioniert als in anderen Bundesländern?
  • 24.09.2016, 17:55 Uhr
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Marita, alles was Du schreibst, ist richtig. Doch habe ich in langen Jahren beruflichen Einblicks in den Schulalltag in NRW keinen einzigen Fall erlebt, wo sich ein Schüler erfolgreich vom RU abgemeldet hat. Entweder lassen es die Eltern nicht zu - und natürlich muss das Kind seinen Eltern gehorchen -, oder es wird vom Religions- oder Klassenlehrer bzw. Schulleiter moralischer Druck auf das Kind oder die Eltern ausgeübt, damit die Abmeldung nicht geschieht. Und wie aus Ediths Bericht ersichtlich, wird auch die Keule der 'Strafnote' angewandt - zumindest wird damit gedroht. Und welcher Schüler hat davor keine Angsst?
Die Religionsmündigkeit mit 14 Jahren ist m.E. eine Schein-Mündigkeit. Nur wenige wissen überhaupt davon, und kaum jemand macht Gebrauch davon.
  • 24.09.2016, 18:23 Uhr
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Und Protestanten und Katholiken, bitte vervollständige die Liste, Marita.
Friedhelm, um katholiziert zu werden braucht es auch keinesfalls Bayern, das kann auch im Süd-West-Staat in den katholischen Gebieten - die da ja noch immer fein säuberlich von den protestantischen getrennt sind, auf Grund historischer Fakten - passieren. Vielleicht nicht mehr so offensichtlich wie noch vor einigen Jahren, aber na ja...
Der alte Rektor der Grundschule in unserem Dorf z.B. war Dekan - und natürlich konnte er es nicht ertragen, wenn Protestanten an der Schule waren. Er ist noch nicht lange im Ruhestand, die Schule war und ist eine staatliche, mit Kruzifix und dem ganzen Brimbamborium. Ich vermute, das hängt auch heute noch dort - wie es auch im Rathaus unseres Ortes hängt. Man kann dem Thema nicht entkommen.
  • 24.09.2016, 18:27 Uhr
  • 2
Das zeigt, wie bescheuert es ist, ein Fach wie Religion zu bewerten. Das gilt allerdings auch für Ethik - ich habe mich da bei der Nachkommin sehr aufgeregt, als sie auf Grund eines Testes, der durchaus mit Ansichten zu tun hatte, bewertet wurde. Das ist wie damals, als wir Erörterungen - z.B. zu "Freiheit ist immer die Freiheit des Andersdenkenden" - von einer reaktionären Lehrerin aus einer vergangenen Zeit (in der Berufsschue) bewertet bekamen. Natürlich wurde es eine vier - bei meiner linken Meinung! Und das, wo ich im Schuljahr vorher Deutsch mit einer Eins abgeschlossen hatte - im Gymnasium. Nun ja, ich bin nicht mehr hin, war einfach zu lösen.
Doch so ist es auch in Religion und Ethik - es geht nicht nur um Wissen, sondern auch um Ansichten - und die kann man nicht benoten.
  • 24.09.2016, 18:33 Uhr
  • 1
Marita, die Persönlichkeit des Religionslehrers und die Entscheidungsfreiheit der Eltern bilden die Kulisse dafür, ob ein KInd dieses Angebot gut nutzen kann oder ob es einfach verführt wird.

Für uns Flüchtlinge war die ev. Kirche uns in den Nachkriegsjahren - gerade durch die Freundlichkeit der Kirchgänger - eine Art Zuflucht geworden.

Es kam zu einem Eklat, als die Gemeinde in HD eine 6. Glocke kaufen wollte und ich auf die Armut der ZIgeuner hinwies, die in demselben Stadtteil von Heidelberg lebten, wo eben auch deutsche Flüchtlinge untergebracht worden waren.

Mein Einwand wurde mit Missfallen aufgenommen - und das führte bei mir zu ersten Zweifeln.
Als ich dann später entdeckte, dass die christliche Missionierung in Nigeria zu einer Zunahme krimineller Delikte führte, weil die Bevölkerung die christliche Terminologie nicht verstand, aber auch gleichzeitig einen Entfremdungsprozess von ihren eigenen Vorstellungen erlebte, machte ich mich auf eine ganz und gar individuelle Suche.

Inzwischen habe ich aber auch erlebt, wie gut christliche Missionierung in Kerala (SW Indiens) geklappt hat, und ich verstehe, dass manche Menschen die Angebote der Kirchen b r a u c h e n . Aus durchaus unterschiedlichen Gründen.
  • 24.09.2016, 18:39 Uhr
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  • 24.09.2016, 19:50 Uhr
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Marita,
Ich meine auch, dass Kinder "dem Spirituellen und Mystischem sehr nahe" sind. Sie haben noch nicht kritisch denken gelernt.

Und ich stimme zu, dass " Erwachsene Probleme mit Glauben, Spiitualität und Religion" haben. Weil sie kritisch denken gelernt haben.

Reli-Unterricht konserviert die Nähe zum "Spirituellen und Mystischen". Er schafft sozusagen eine Schutzzone für naive, kindliche Ansichten. Ein Reservat für Phantastereien und Illusionen. Für Erwachsene, die lieber Kind bleiben möchten.

Glücklicherweise "geht das vielen Menschen im Laufe ihres Lebens verloren". Glücklicherweise "glauben sie nur noch an das, was sie vor Augen haben, der Wissenschaft, der Psychologie".
Glücklicherweise "werden auch dort Erkenntnisse und Theorien verbreitet, die zeitabhängig und vorübergehend sind" und KEINE ewigen Wahrheiten.

Es wird immer "Dinge zwischen Himmel und Erde" geben, die wir (noch) nicht verstehen.

Eines dieser Dinge ist, warum erwachsene Menschen dem Obskurantismus verfallen. Vielleicht zu viel Reli-Unterricht im Kindesalter?
  • 24.09.2016, 21:06 Uhr
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Es gibt viele Dinge zwischen Himmel und Erde, die besser zu verstehen sehr viele inzwischen gelernt haben.

Und sollte es nicht vielleicht das ernste Anliegen aller Menschen sein, so viel wie möglich zu verstehen, statt sich mit weniger zufrieden zu geben als nötig.

Immer waren Hypothesen die Vorstufen von gesicherten Erkenntnissen. Mir sagte einmal ein habilitierter Mathematiker, ohne Visionen gäbe es nie Fortschritte in der Mathematik.

Ob der eine gern alte Bestände sichert und der andere auf Entdeckungsreisen geht, ist aber ganz und gar seine Sache. Leben ist ein zyklischer Prozess.
  • 24.09.2016, 21:15 Uhr
  • 1
Edith,
Visionen sind kein Ersatz für Beweise.
Hypothesen muss man auch fallen lassen können.
Man muss auch einsehen können, dass man einmal NICHT recht hat.

Da hast du Defizite. Astrologische Defizite.
  • 24.09.2016, 21:46 Uhr
  • 1
Warum wird Gläubigen immer unterstellt, das diese naiv seien, nur weil sie glauben können?

Beweise? habe ich jeden Tag, da brauche ich nur in die Natur zu gehen, meine Kinder anzusehen, das vielfälige Leben ist Beweis genug.

Kann ein Mensch einem anderen Menschen den Glauben absprechen, weil dieser nicht glauben kann? Nein.

Religionsuntericht ist Wahlfach, wenn nicht, können Eltern die Kinder davon befreien lassen, fände es aber besser, dass die Kinder selbst entscheiden dürften - und nicht nur Eltern ihre Interessen vertreten.


und nochmal Religionsunterricht klärt über Glauben auf! Mehr nicht.

Und aktuell soll Islam aus dunkle Hnterhöfe herausgeholt werden, um diesen transparenter zu machen und nun sollen die anderen Religionen genau dort hin verdrängt werden? Weil sie an Schulen nichts verloren haben...in dunkle Hinterhöfe?

Keine gute Lösung.
  • 24.09.2016, 23:45 Uhr
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Barbara,
Ich finde das entlarvend: dir wäre es lieber, die Kinder - und nicht die Eltern - könnten entscheiden, ob Kinder den RU besuchen sollen . Damit bekämen Reli-Lehrer einen Freibrief, Kinder in ihrem Sinne - und gegen den Willen der Eltern! - zu indoktrinieren. Möge uns das Schicksal vor solchen Gesetzen bewahren!

Was den Islam betrifft, bin ich auch dafür, die entsprechenden religiösen Unterweisungen nicht "auf dunkeln Hinterhöfen" stattfinden zu lassen. Ich weiss auch nicht, warum diese an wenig attraktiven Orten stattzufinden scheinen - möglicherweise ist zu wenig Geld vorhanden oder irgendwelche fremdenfeindliche oder sture Christen sorgen dafür, dass es an den Baugenehmigungen fehlt.
Aber auch der islamische Reli-Unterricht gehört nicht an die allgemeinen Schulen. Es gibt bei uns in den kleinsten Orten Dorfgemeinschaftshäuser. Die wären mit wenig Mühe dafür geeignet.
Allerdings vermute ich, dass es den Muslimen eher an würdigen Gebetsstätten fehlt, also an Moscheen oder ähnlichen Räumen, die ja traditionell mit Teppichen ausgelegt werden. Reli-Unterricht könnte zwanglos in der Moschee gehalten werden.

Zu deinem ersten Absatz: du wirst selber einsehen, dass du naiv argumentierst. "Beweise? habe ich jeden Tag, da brauche ich nur.." Du sagst damit bloss, dass du glauben WILLST, dass du nicht nachdenken willst, dass es dir egal ist, ob das, was du glaubst richtig sein kann. Dass es dir auch egal ist, wenn du was falsches glaubst. Es scheint dir auch gar nicht bewusst zu sein, warum du glauben willst. Auch das könnte die Folge eines frühkindlichen Schadens durch Reli-Unterricht sein...
  • 25.09.2016, 07:57 Uhr
  • 1
Es zeigt sich einmal wieder eindeutig, dass Religion ebenso wie Politik ein schlechtes Diskussionsthema ist. es gibt nicht nur schwarz und weiss. Ich habe meinen Glauben gefunden, einen Glauben, nach dem ich und ich betone I C H gut leben kann. Nach diesem Glauben handel und lebe ich und kann dadurch gut jeden Tag in den Spiegel schauen.
Wenn ich mich nur allein in den sozialen Netzwerken umsehe, wie dort Menschen mit Menschen umgehen, wenn ich in den Medien vorgeführt bekomme wie Menschen mit Menschen umgehen und mir dann überlege, dass die meisten von diesen Menschen an einem Religionsunterricht teilgenommen haben, dann sehe ich ganz klar und eindeutig die Sinnlosigkeit dieses Unterrichts. Denn bei fruchtbarem Boden dürfte unsere Welt ein wenig anders aussehen........
Wenn ich dann noch höre: Trennung von Kirche und Staat---sorry, das ist schon fast zum Lachen. Aber das ist meine Auslegung.
Und die Religionslehrer ????? Wes Brot ich eß dess Lied ich sing. Meine Kinder haben ihren Weg im Leben gefunden ohne religiös geschult zu werden. Hätten sie den Wunsch geäussert einem Orden beizutreten, ich hätte sie unterstützt, so wie ich sie in allem was sie getan haben, unterstützt habe. Sie haben tatsächlich über alle grossen Weltreligionen gelesen und ihre eigenen Entscheidungen getroffen. Ich habe mit ihnen diskutiert, ich habe Fragen beantwortet und sie ihren Weg gehen lassen. Heute weiß ich, es war eine gute Entscheidung.
  • 25.09.2016, 08:49 Uhr
  • 2
Warum sollten Kinder, die letztlich diesen Unterricht besuchen sollen oder nicht, nicht gefragt werden?
Ich will nicht nachdenken, interessant, was gibt diesem User die Gewissheit, dass es nicht genau. andersrum ist? Dein Nichtglaubenkönnen,?

Kinder haben ein viel klarers Bild was Glaube anbelangt, sie sind nicht kopflastig.

Glaube ist einfach, dazu brauchts kein langjähriges Studium an einer Universität, um dies zu können.

Glauben kann niemand jemanden aufzwingen und Religionsunterricht sehe ich nicht als Plattform der Indoktrination an.
  • 25.09.2016, 08:53 Uhr
  • 2
Volker,
hast Du denn einem Raucher gesagt, er möge besser damit aufhören?
Hast Du einem Tennisspieler empfohlen, weiterzumachen trotz Herzschwäche etc.?
Ich nehme mal an, dass deine medizinische Kompetenz es Dir erlaubt, Ratschläge zu erteilen.

Leider fällst Du in anderen Bereichen total aus, und jede Bemerkung zeigt nur, dass du von der Sache nichts verstehst.
Das ist ja nicht schlimm, nicht jeder kann sich mit X und Y befassen, aber URTEILE abzugeben über DInge, die man nur vom Hörensagen kennt, das ist einfach nur arrogant oder dumm.

Über Menschen zu urteilen, die an etwas glauben, was ihrem Leben einen höheren Wert oder einen Halt gibt, ist sehr unfreundlich, um nicht zu sagen menschenfeindlich.

Ich selber glaube nicht, ich w e i ß , dass die materielle Welt nur ein winziger Ausschnitt aus dem Ganzen ist, dass es höhere Wesen gibt, die Kontakte mit Menschen aufnehmen, sie ganz konkret schützen können und dass das Leben des EInzelnen ein Teil eines langen Weges ist, der ein ZIEL hat.
Dass dieses Leben kein einziges Chaos ist, sondern ein Ordnungsprinzip erkennen lässt, dessen Genialität alles übertrifft, was wir mit unserem kleinen Verstand erkennen können, gibt ihm einen ganz besonderen Wert und macht es zu einem aufregenden Entdeckungstrip.
  • 25.09.2016, 10:34 Uhr
  • 1
Jedem steht es frei aus der Kirchen auzutreten, jedem steht es frei sein Kind vom RU befreien zu lassen..

es gibt genügend Möglichkeiten, denen gerecht zu werden, die dem Glauben nichts abgewinnen können, da diese nicht glauben können.
  • 25.09.2016, 11:07 Uhr
  • 2
Volker - Zitat von dir, gestern 21:06: Glücklicherweise "geht das vielen Menschen im Laufe ihres Lebens verloren". Glücklicherweise "glauben sie nur noch an das, was sie vor Augen haben, der Wissenschaft, der Psychologie".
Glücklicherweise "werden auch dort Erkenntnisse und Theorien verbreitet, die zeitabhängig und vorübergehend sind" und KEINE ewigen Wahrheiten.

Bei vielen deiner Argumente bin ich völlig bei dir - aber hier war ich entsetzt. Du hältst es für ein Glück, dass vielen Menschen die Phantasie im Lauf des Lebens verlieren. Ich finde es entsetzlich! Menschen, die nur noch sachlich und logisch denken und keinen Platz mehr für Phantasie, Spiritualität und bildhaftes Denken, das nicht beweisbar ist, haben, sind sehr arm dran.
Du und Edith seit zwei Pole an extrem entgegengesetzten Punkten. Ich kann Ediths Denken auch nicht ernst nehmen - sie ist zu extrem in dieser Phantasiewelt - und zu dogmatisch, unduldsam und intolerant - aber so extrem sachlich wie du die Welt darstellst, sollte sie dann doch nicht sein. Ich bin auch für wissenschaftliche Beweise und glaube letztendlich nur an diese, aber die Phantasie, die Hoffnung, dass da noch etwas anderes , etwas unerklärliches, eben spirituelles, das möchte ich mir bewahren. Ich möchte gerne, dass es so ist - aber ich weise die Fakten nicht von mir. Auch Phantasie macht den Menschen aus - und Spiritualität gehört dazu.
  • 25.09.2016, 11:07 Uhr
  • 1
Akzeptanz des Anderen ist der Schlüssel

nur das Thema ist ja, ob Reigionsunterricht aus dem Unterricht der Schulen verschwinden soll.

Es steht Eltern frei, ihre Kinder vom Unterricht zu befreien, es steht jedem frei aus der Kirche auszutreten. Genügt das nicht?

Was ist das Problem? Das Problem ist, dass es Menschen gibt, die glauben und andere es nicht können.
  • 25.09.2016, 11:15 Uhr
  • 6
Barbara, Du hast das Problem klar erkannt und auf die einfachste Formel gebracht.
  • 25.09.2016, 11:18 Uhr
  • 3
Mit 'Phantasiewelt' hat meine Lebenseinstellung überhaupt nichts zu tun.
Aber ich lasse Euch gern Eure Vermutungen. Es zeigt sich immer wieder, wie wenig behutsam hier mit Menschen umgegangen wird, die sich gar nicht kennen, die auf völlig anderen Grundlagen stehen, die außerdem ihr Leben lang einen Beruf ausüben mussten, der ihnen keine Zeitt ließ, sich weiter zu entwickeln.

Niemand braucht mich hier zu 'verstehen', auch Du, Sara, nicht, obwohl ich ahne, dass du sehr viel mehr weißt, als du sagst. Das ist ok.
Ich sage die Dinge, die für mich Wirklichkeit geworden sind, überall. Ich stelle mich der Kritik, weil sie an mir abprallt. Ich habe genügend Erfahrungen, um abschätzen zu können, was ich sage.
Ich habe früher Vorträge vor einem großen Publikum in Basel gehalten, habe sogar bestimmte Fähigkeiten demonstriert (Hellhören)
Und ich habe einen wunderbaren Kreis von Menschen im realen Leben (und auch bei SB) die mich l i e b e n, weil sie verstehen KÖNNEN.

Eure Spekulationen in allen Ehren, aber ich bin weder frustriert, noch abgehoben, noch neidisch. Ich mag Menschen und habe sehr viele Instrumente kennengelernt, um sie besser verstehen zu können. Das ist alles.
  • 25.09.2016, 11:36 Uhr
  • 1
Barbara, genau das empfinde ich auch. Wir haben glücklicherweise den freien Raum, uns für oder gegen etwas zu entscheiden.

Mir ist es völlig egal, ob jemand Christ oder Muslim ist. Solange er das Prinzip der 'Harmlosigkeit' gelten lässt - dieses alte Wort verwenden die Theosophen -, ist doch alles in Ordnung.
  • 25.09.2016, 11:44 Uhr
  • 2
So ist es, Friedhelm - und Barbara. Problematisch sind die, die es eben nicht akzeptieren. Die einen, weil es für sie nicht nachvollziehbar ist, wie man nicht glauben kann - und die unbedingt wollen, dass andere dieselbe Zufriedenheit in ihrem Glauben erfahren wie sie selbst. DAS kann ich sogar verstehen. Diejenigen, die Glauben - bzw. da Religion - nutzen, um Macht auszuüben, haben ja in unserer Welt immer weniger zu sagen, auch wenn sie mit großem Getöse und vielen Toten es immer wieder versuchen.
Für mich ist es nur wichtig, dass kein Kind automatisch Religionsunterricht erfahren muss, nur weil das Kultusministerium es vorschreibt. Denn hier gehört Staat und Kirche eindeutig getrennt. Und dass das, was dann Ethik genannt wird - und auch u.a. vergleichende Religionswissenschaften, kindgerecht verabreicht, beinhaltet - neutral und ohne Manipulation vermittelt wird, denn die Gefahr ist hier unglaublich, da es auch politisch ausgenutzt werden kann. Da überall Menschen im Spiel sind - solche, die die Lehrpläne aufstellen und solche, die als Lehrer die Kinder beeinflussen können - ist das gar nicht so einfach. Hier sind Kontrollen extrem wichtig - ohne an die Persönlichkeitsrechte zu gehen, auch nicht so einfach.

Zu Dir, Edith - ja, ich weiß mehr als du denkst, viel mehr. Aber darüber spreche ich nicht. Doch wir beide sind zu dem Thema schon öfter aneinandergeraten und werden nie auf einen Nenner kommen. Es wäre nur für alle Beteiligten leichter, wenn auch du dein Denken als etwas privateres sehen würdest und nicht immer wieder beweisen müsstest, wie deine Philosophie aussieht. Dann würden solche Diskussionen nicht immer wieder gesprengt werden.
  • 25.09.2016, 11:44 Uhr
  • 0
der Relgionsunterricht dient auch zur Erläuterung, des "richtigen" Verstehens.

Kinder werden durch soviele negative Einflüsse beeinflusst.. Fernsehen, Computer.... dass da Religionsunterricht wirklich keine Bedrohung für eine Beeinflussung vorliegt, im Gegenteil, Religion kann den Menschen erden, ihn zurückführen zu den eigentlich wahren Dingen im Leben.
  • 25.09.2016, 12:01 Uhr
  • 3
"Eltern indokrinieren ihre Kinder weit mehr - besonders in der frühen Kindheit - als Außenstehende das tun. Sie propfen ihren Kindern ihre Überzeugungen auf - auf Gedeih und Verderb - und dem sind die Kinder oft schutz- und gnadenlos ausgeliefert. "

Wenn das so ist - und die Erfahrung zeig, dass es weitgehend zutrifft - dann sähe ich eine sinnvolle Aufgabe der schulischen Erziehung und Unterrichtung gerade darin, den negativen Ausrwirkungen dieses 'Aufpfropfens' durch fundierte und vorurteilsfreie Wissensvermittlung - man könnte dies auch 'Aufklärung' nennen - entgegenzuwirken. Der faktisch obligatorischen RU, wie er zur Zeit noch an unseren Schulen erteilt wird, bewirkt doch - oder soll doch bewirken -, dass das im Elternhaus Aufgepfropfte auch fest und nachhaltig mit dem noch jungen 'Pflänzchen' zu einer unauflösbaren Einheit verwächst.
  • 25.09.2016, 13:05 Uhr
  • 2
Schule ansich ist ein Aufpropfen an Wissen, was andere den Kindern vorschreiben, wenn ich nur daran denke, dass jede Grundschule in einer Stadt eine andere Vorgehensweise im Erlernen des Schreibens hat.. die einen bringen den Kindern "Schreiben nach Gehör" bei, und die anderen nach einzelnen Wörtern... wenn das keine Indokrinierung ist... dann weiß ich es auch nicht.... wie sang einst Pink Floyd:

We dont need education....

da ist das Fach Religion noch eine kleine Insel der Denkfreiheit....
  • 25.09.2016, 14:14 Uhr
  • 1
Sara, was ich zu tun oder zu lassen habe, musst Du mir nicht
vorschreiben wollen. Du musst hier nicht die Gouvernante spielen.

Vielleicht kannst du dir vorstellen, dass die einen gern verschweigen, was sie wissen, und dadurch evtl.ein stilles Vorbild s i n d, und dass es andere gibt, die gern das, was sie wissen oder erfahren haben, teilen.
Zu dieser letzten Gruppe gehöre ich, und gerade dadurch habe ich sehr viele interessante Menschen kennengelernt und zu meinen Freunden machen können. Auch bei SB.

Was Dir an mir nicht gefällt, ist Dein Problem, nicht meins.
Mir bedeuten Offenheit, Aufrichtigkeit und Integrität sehr viel.
Wenn jemand Astrologie für Quatsch hält, entwertet das nicht den Menschen an sich, ich sehe nur, dass er sich noch nicht damit befasst hat. Es ist eine Aussage über seine Unwissenheit, mehr nicht.

UInd da wir alle Stärken und Schwächen haben, ist es nicht von Belang.
______

Zum Thema Schule und Religion:

Entscheidet das F a c h , welche Bedeutung es später im Leben haben wird, oder ist es die Persönlichkeit des Lehrers?
Oder ist es vielmehr die Herkunfts- Familie und ihre Traditionen, die sich auf unser weiteres Leben auswirken?
  • 25.09.2016, 14:57 Uhr
  • 0
es gibt nur zwei Seiten:

der, der glaubt

der, der nicht glaubt



Jedem tiefen Naturforscher muss eine Art religiösen Gefühls nahe liegen, weil er sich nicht vorstellen mag, dass die ungemein feinen Zusammenhänge, die er erschaut von ihm zum ersten Mal gedacht werden. Im unbegreiflichen Weltall offenbart sich eine grenzenlos überlegene Vernunft. Die gängige Vorstellung, ich sei ein Atheist, beruht auf einem großen Irrtum. Wer sie aus meinen wissenschaftlichen Theorien herausliest, hat sie kaum begriffen...
Albert Einstein


mehr ist dazu nicht mehr zu sagen
  • 25.09.2016, 15:04 Uhr
  • 2
Ein Mitstreiter von Einstein:
"Wenn man den Becher zur Hälfte leert, ist man Atheist, wenn man ihn leert, begegnet man auf dem Grunde Gott."
  • 25.09.2016, 15:10 Uhr
  • 1
  • 25.09.2016, 15:13 Uhr
  • 0
Wieder diese unsägliche Vereinnahmung eines Physikers von den Gläubigen.
Wenn ich den Link finde, wo Einstein schrieb, dass er NICHT gläubig ist, stelle ich ihm mal hier online.
Ich bezweifle aber, dass das etwas nützt.

Es wär einfach zu schön, wenn man seine verschwurbelten Ansichten von einem bekannten Naturwissenschaftler bestätigt sehen könnte.
  • 25.09.2016, 16:05 Uhr
  • 0
Marita,
Den Zusammenhang hättste wohl gerne:
1. Es herrscht Religionsfreiheit
daraus folgt:
2. Kinder haben einen Anspruch auf Reli-Unterricht.

natürlich ist das Quatsch. Es folgt höchstens daraus, dass Religionsunterricht nicht verboten werden darf.
Aus anderen Gründen folgt, dass er nicht in öffentlichen Schulen stattfinden sollte. Religion ist Privatsache. Mathematik nicht.
  • 25.09.2016, 16:09 Uhr
  • 0
Sara,

"Du hältst es für ein Glück, dass vielen Menschen die Phantasie im Lauf des Lebens verlieren. Ich finde es entsetzlich! Menschen, die nur noch sachlich und logisch denken und keinen Platz mehr für Phantasie, Spiritualität und bildhaftes Denken, das nicht beweisbar ist, haben, sind sehr arm dran."

Klarstellung:

Ich halte es für ein Glück, dass die meisten Menschen - von einem gewissen Alter an - ein Gespür dafür bekommen was Realität und was Phantasie ist. Phantasie ist nichts schlechtes an sich. Solange man weiss, das es nur Phantasie ist.

Dass Menschen "spirituell" sind, halte ich allerdings für bedenklich. Dass Menschen etwas Unbeweisbares "glauben" - in dem Sinne, dass sie ganz sicher sind - ist auch nicht so ganz gesund. Es ist ein Hinweis, dass die Trennung von Phantasie und Wirklichkeit nicht funktioniert. Das ist nun etwas, was ich "entsetzlich" finde.

Bildhaftes Denken ist ok.
  • 25.09.2016, 16:23 Uhr
  • 0
du nimmst doch für dich auch in Anspruch, dass alle Gläbige naiv sind und dass es nicht sein kann, woran sie glauben

willst du einem der größten Wissenschaftler dies etwa absprechen? Passt dir da was nicht so ganz? dieser war sicher out-of-mind als er dies sagte...besser?

Glauben geht nicht nach passen oder nicht passen.

unser GG hat diesen Artikel der Rel.Freiheit, ja. Auch dagegen hast du was?

Dein Problem wird sicher sein, dass du gegen alle Gläubige etwas hast, nur sagst du es nicht direkt, indirekt schon.

Religionsunterricht dient der Aufklärung und nicht zur Unterwerfung, wurd hier mehr als einmal geschrieben.,

Es ist ein WAHLFACH und kann abgewählt werden, dies wurde dir mehrfach geschrieben

Menschen können aus der Kirche austreten, auch hier, wurde dir dies mehrfach geschrieben

Mehr Möglichkeiten, diesem Unterricht zu entfliehen? Ach ja, ihn gleich ganz zu verbieten.. sicher.

Was ist DEIN Problem? Denn ich habe keines.




Glück hat der, der den Sinn des Lebens begriffen hat
  • 25.09.2016, 16:26 Uhr
  • 1
Barbara, jeder ist seines Glückes (und Unglückes) Schmied.

Man kann einem Blinden stundenlang Farben beschreiben, sachlich oder enthusiastisch, er wird es nicht verstehen KÖNNEN.

Gäbe es in der Augenheilkunde eine entsprechende Operation, die Blinde sehend machen würde, würden sie ihre Meinung ändern.

Diese 'Operation' oder Transformation wird eines Tages stattfinden. Bei jedem!

Mich stören all diese Einwände, aus Uniwssenheit, nicht mehr.
Jeder will Recht haben, also bitte
  • 25.09.2016, 16:54 Uhr
  • 1
mich stören die Menschen nicht, die nicht glauben können, haben sie noch nie, auch nicht die, die sich darüber Gedanken machen, warum, wie, wieso es Menschen gibt, die so überzeugt davon sind, dass Gott existiert.

Gott lässt die in die irre gehen, die er will und leitet die recht, wen er will......

nicht jedem ist Glaube gegeben,

nur war das gar nicht oder nur entfernt das Thema dieser Notiz, es gibt hier keinen Zwang am RU teilzunehmen, Kirchensteuer ist auch keine Pflicht-.

Genug Möglichkeiten, sich und sein Kind vor dem RU "zu schützen", ich hoffe, dass diese Eltern, ihre Kinder auch sonst so gut beschützen.
  • 25.09.2016, 16:59 Uhr
  • 1
Nachdem ich einiges nun nachgelesen habe, nach einer Wanderung am Meer entlang, bei dem sich Spiritualität ob der Schönheit von selbst einstellt, muss ich sagen: Hier wird einiges durcheinandergewirbelt.
Und - nein - Marita - es ist keine überflüssige Diskussion zwischen Glaubenden und Atheisten. Es gibt ohnehin nur ein Atheist hier - Volker - ich bin nämlich keine! Atheist ist jemand, für den spirituelles denken absolut fremd ist und der sich nicht vorstellen kann, dass man so denken kann. Es ist für ihn fremd, unlogisch, sein Denken basiert ausschließlich auf wissenschaftliche Beweise. So verstehe ich Volker.
Ich denke aber nicht so. Ich versuche zu verstehen, wie Glaubende denken - ich versuche zu verstehen, warum Glaubende so denken wie sie denken. Und warum sie eine übergeordnete Macht brauche. Ich forsche - für mich - schon lange in diesem Gebiet.
Und ich habe meine eigene Spiritualität, die aber nicht auf einer Religion basiert. Doch wenn ich dann daran denke, dass der Meeresboden vor mir im Moment geplündert wird - plumps - bin ich in der Realität zurück. Doch das hat nun wirklich nichts mit den Thema zu tun.
Um Spiritualität zu erfahren muss man nicht an einen Gott glauben oder einer Religion angehören. Ich kann sogar gleichzeitig von der Richtigkeit und der Logik der Wissenschaft überzeugt sein und dennoch spirituell sein.

Was mich an der Diskussion auch noch fasziniert ist die Unbeirrtheit, mit der du, Barbara - und auch du, Marita - überzeugt seid, dass religiöse Unterweisung in der Schule für Kinder wichtig ist, selbstverständlich.
Zitat wize.life-Nutzer: der Relgionsunterricht dient auch zur Erläuterung, des "richtigen" Verstehens.
Und weiter behauptest du, Kinder würden mit so viel negativen Einflüssen vollgepfropft, dass sie die Religion bräuchten, um das Richtige zu finden. Marita bestätigt das mit der Aussage, Eltern würden ihre Kinder schlecht beeinflussen.
Mal abgesehen davon, dass mir das zu pauschal ist: Wer sagt, dass die Religion "das Richtige" vermittelt? Mir ist klar, nicht alle Eltern vermitteln ihren Kindern das, was sie zu wertvollen Menschen macht, von fremden Einflüssen ganz zu schweigen - aber dafür die Religion zu benutzen finde ich - vorsichtig ausgedrückt - extrem bedenklich.
Doch so unterschiedlich sind unsere Ansichten - und deshalb ist so eine Diskussion überhaupt nicht überflüssig. Ich lerne daraus sehr viel. Ich werde davon nicht überzeugt - genau so wenig wie ich euch überzeuge, aber ich lerne zu verstehen, wie ihr denkt. Und das ist mal mindestens interessant.
  • 25.09.2016, 17:58 Uhr
  • 1
ganz einfach, weil Religionsunterricht perse nichts schlechtes ist, es ist ein Unterrichtsfach, indem kein Glaube vermittelt wird, sondern Wissen, Wissen was jedes Kind für sich gemeinsam mit den Eltern durchgehen kann.

Ich behaupte nicht, sondern es ist eine Tatsache, dass Kinder negativen Einflüssen ausgesetzt sind. Jeden Morgen in der Bahn... Kinder, Alter ca. 9 Jahre mit roten Augen daddeln die ganze Fahrt über an ihrem teuren Smartphone, oder surfen ohne Einschränkung im Internet.
Kinder die, obwohl sie nebeneinandersitzen, sich gegenseitig whatsup Nachrichten schicken... Mütter, Kinderwagen schiebend und aufs Smart-phone starrend, während der kleine Spross im Kinderwagen mit großen fragenden Augen die Außenwelt betrachtet...nur keiner da, der ihm Antworten gibt.

Das sind neuzeitliche schlechte Einflüsse.

Religion erdet Menschen, habe ich schon geschrieben, wenn diese offen gegenüber Religion sind.

Überzeugen wird dich niemand, weil es nichts zu überzeugen gibt wize.life-Nutzer diesen Weg geht jeder für sich allein.

weiter oben schrieb ich auch, dass alle meine Kinder nicht getauft wurden, obwohl ich gläubig bin, diesen wichtigen Schritt sollten sie selbst entscheiden, wenn sie sich darüber Gedanken machen.

Manche von ihnen haben an dem RU teilgenommen, andere nicht..

es hat gut funktioniert, deswegen verstehe ich diesen Hype um diesen Unterricht nicht.
  • 25.09.2016, 20:47 Uhr
  • 0
Lassen wir mal den Unterricht außen vor, darüber haben wir eigentlich alles geschrieben.
Aber deine Beschreibung der Welt - der Kinder bzw. Jugendlichen ist so alt wie die Welt. Immer waren Kinder und Jugendlichen "schlechten" Einflüssen ausgesetzt. Heute sind es halt Smartphones.
Doch was aus diesen Kindern und Jugendlichen wird, kann nicht immer die Religion retten. Sie erdet nicht alle. Ich bestreite nicht, dass es Menschen gibt, die durch sie geerdet werden, aber es gilt halt nicht für alle. Offensichtlich auch nicht für alle deine Kinder (wieviele davon hast du denn eigentlich? Es klingt, als hättest du eine riesige Anzahl davon)
Wie auch immer: Was für einen passt, passt nicht notwendiger Weise für alle. Für dich passt die Religion - noch dazu die, in die du konvertiert bist. Aber für mich passt es absolut nicht - und aus mir ist dennoch was geworden.
Die Nachkommen in meiner Familie sind auch alle ohne Religionen aufgewachsen. Ich weiß nicht, was meine Nichten und Neffen, deren Eltern aus anderer Kultur sind, in der Beziehung mitbekamen, außer dem, was ihre Mutter ihnen vermittelt hat. Es ist bei uns kein Thema.
Doch die junge Frau, die mir am nächsten ist, hat sich von der Religion abgewandt. Sie brauchte sie für ihr Studium - Kunstgeschichte, da musste sie sogar die Bibel lesen. Aber sie las sie wie ein wissenschaftliches Buch, um die Kunst erfassen zu können. Und als sie arbeitete, trat sie aus der Kirche aus. Sie gehört zu den echten Atheisten. Genau wie der Rest derer, die von meiner Familie noch übrig sind. Ich bin da die toleranteste.
Es passt für uns einfach nicht - da ist nichts zu ändern.
Dennoch wurden meine Eltern beide christlich - katholisch die Mutter, evangelisch der Vater - betrauert. Allerdings hatten die Priester es schwer mit der Familie, die so gar nicht die Riten mitmachte.
  • 25.09.2016, 20:59 Uhr
  • 0
Es geht doch um die Abschaffung des Religionsunterrichtes.

ich freue mich für dich, dass bei dir alles okay ist

Mein Vater, der im letzten Jahr starb bekam einen Trauerredner, meine Schwester, in diesem Jahr verstarb hatte einen Trauerredner, nur meine Mutter, sie möchte evanglisch beerdigt werden.

So verschieden sind Menschen innerhalb einer Familie, eine meiner Schwestern ist dem Buddismus zugeneigt....

ich hänge mich da nicht rein, sie tun es bei mir nicht, ich akzeptiere deren Entscheidung, sie meine, nur so kann es funktionieren im gegenseitigen Akzeptieren, des Andersseins

was aber interessant ist, alle aus meiner Familie glauben an.... was auch immer es ist.
  • 25.09.2016, 21:06 Uhr
  • 0
Es geht um den Religionsunterricht - aber das, was man davon hält ist ohne das Umfeld nicht erklärbar. Aber wie gesagt, darüber ist alles geschrieben. Man kann nur noch wenn überhaupt die unterschiedlichen Einstellungen begründen. Rechtfertigen muss man sich nicht.
  • 25.09.2016, 21:52 Uhr
  • 0
eben, rechtfertigen muss man sich nicht..

wird der Religionsunterricht herausgenommen, was wird dann einigen Menchen nicht gefallen, dass sonntägliche Glockenläuten oder Bibelstunden im Pfarrhaus? Gottesdienste?


wird man dann an die christlichen Feiertage ran gehen und auch diese nicht mehr haben wollen?

wie weit gehen diese bis hin zur Verfolgung von Gläubigen, weil diese nicht zeitgemäß sind?

Endlosschleife....
  • 25.09.2016, 21:55 Uhr
  • 0
Nein, das sehe ich nicht so. Zur Zeit lebe ich in einem säkularisierten Land, wo wirklich sehr streng die Trennung zwischen Staat und Kirche herrscht. Glockengeläute habe ich hier noch nie gehört - was nicht bedeutet, dass es das nicht gibt. Na ja, doch, wenn die Kathedralen läuten, wackelt die Erde. Aber hier in diesem Ort höre ich nichts - und ich kann mich nicht erinnern, es je gehört zu haben, nicht wie in Deutschland.
Hier ist Religion kein Thema, dennoch sind die Leute gläubig, vor allem da, wo ich bin - sehr katholisch. Es gibt hier sogar noch eine Urkirche. Aber das ist ein anderes Thema.
Doch am Sonntag haben vormittags die Läden geöffnet, die kirchlichen Feiertage sind Nebensache, die politischen sind wichtiger - was in der Tat für Deutsche seltsam anmutet. Weihnachten findet an einem Tag statt - 25. Dezember - und da wird gefressen. Sicher gibt es auch Gottesdienste, da bin ich überzeugt, aber ich habe noch nie was mitbekommen.
Pfingsten - da sollte mal der Montag gestrichen werden, zugunsten der Rentenversicherung. Daraufhin rebellierten alle - aber nicht wegen des Feiertages, sondern wegen des freien Tages. Und wenn man hier rebelliert, dann richtig. In dem Fall haben sie sich sogar durchgesetzt - der Montag ist wieder frei..
Ascension - Himmelfahrt - oh, sehr wichtig! Weil es ein freier Tag ist, mit verlängertem Wochenende. Wichtiger als Pfingsten, da vier Tage möglich sind.
Soviel zu christlichen Feiertagen. Aber an den politischen - und von denen gibt es einige - da geht die Post ab, da wird themenbezogen gefeiert.
  • 25.09.2016, 22:10 Uhr
  • 1
darf ich fragen, wo du lebst?
wenn ich nicht mehr antworte, dann deshalb, weil ich hier raus bin... muss morgen früh aufstehen...

Gute Nacht
  • 25.09.2016, 22:19 Uhr
  • 0
Sara,

"Atheist ist jemand, für den spirituelles denken absolut fremd ist und der sich nicht vorstellen kann, dass man so denken kann. Es ist für ihn fremd, unlogisch, sein Denken basiert ausschließlich auf wissenschaftliche Beweise. So verstehe ich Volker.
Ich denke aber nicht so. Ich versuche zu verstehen, wie Glaubende denken - ich versuche zu verstehen, warum Glaubende so denken wie sie denken. Und warum sie eine übergeordnete Macht brauche. Ich forsche - für mich - schon lange in diesem Gebiet. "

Du hast mich richtig verstanden!
Aber auch ich versuche zu verstehen, warum Glaubende so denken wie sie denken. Und warum sie eine übergeordnete Macht brauchen. Und auch ich forsche schon lange auf diesem Gebiet.

Aber ich hab noch keine Antwort gefunden.

Wenn du manchmal "- plumps - in der Realität zurück" bist, dann bedeutet das doch, dass deine spirituellen Erlebnisse nicht zu Realität gehören? Heisst das, dass du in deinen spirituellen Phasen in eine Art Tagtraum verfällst? Oder dass du dann meinst, manche "Wahrheiten" zu kennen ohne einen Grund dafür angeben zu können?
Oder was ist spirituelles Denken überhaupt, deiner Meinung nach? Versuch doch mal, mir das zu erklären, mir, der sich nicht vorstellen kann, wie man so denken kann.
  • 25.09.2016, 23:42 Uhr
  • 0
Zitat:

" Ich versuche zu verstehen, wie Glaubende denken - ich versuche zu verstehen, warum Glaubende so denken wie sie denken. Und warum sie eine übergeordnete Macht brauchen"

oder hier:

"Dass Menschen "spirituell" sind, halte ich allerdings für bedenklich. Dass Menschen etwas Unbeweisbares "glauben" - in dem Sinne, dass sie ganz sicher sind - ist auch nicht so ganz gesund. Es ist ein Hinweis, dass die Trennung von Phantasie und Wirklichkeit nicht funktioniert. Das ist nun etwas, was ich "entsetzlich" finde."

Zitatende


du wirst nie verstehen, wie Glaubende denken, oder warum, weil du diese als nicht ganz normal ansiehst, wie oben in dem kleinen Ausschnitt deiner Äußerungen deutlich ist, wie: naiv, weltfremd o. ä. Du spielst sie als Spinner runter, als nicht normal.

"Gott lässt die in die Irre gehen, die er will...."

Du wirst die Wahrheit nie finden.

dazu scheinst du auch zu gehören, finde dich damit ab.
  • 26.09.2016, 07:54 Uhr
  • 0
Liebe Barbara,

Das ist die Antwort von jemand, der die Frage selber nicht beantworten kann.

Gerade das - dass Spiritualität von den Betroffenen selber nicht beschrieben werden kann - lässt mich vermuten, dass es sich um eine psychische Störung handelt.

Du traust dich anscheinend auch deshalb nicht, darüber zu schreiben, weil du weisst, wie absonderlich deine spirituellen Erfahrungen auf andere Menschen wirken würden, du befürchtest, für psychisch gestört gehalten zu werden. Du befürchtest, deine Spiritualität in Frage stellen zu müssen, wenn du vernüftig darüber sprichst.

Das soll keine Beleidigung sein, also reg dich nicht drüber auf. Es ist meine Deutung, eine Erklärung die ich für die wahrscheinlichste halte. Ich meine sogar, man könnte gar keine anderen vernüftigen Schlüsse daraus ziehen.

Es liegt bei dir, meine Meinung zu ändern.
  • 26.09.2016, 11:15 Uhr
  • 0
Deine Deutung ist falsch, Volker - und sie kommt daher, dass dir das spirituelle Gen fehlt. Ich weiß zwar nicht, ob die Forscher es wirklich gefunden haben, aber sie vermuteten - meiner letzten Information nach - dass es eines gibt. Die, die es haben, können spirituell denken bzw. fühlen - die es nicht haben, nicht.

Das Problem bei dir, Barbara, ist, dass du dich angegriffen fühlst. Bei dir, Volker - und ich erinnere mich, da waren wir schon mal an anderer Stelle - dass du angreifst, indem du die Glaubenden für gestört hältst.

Weder muss du, Barbara, dich angegriffen fühlen, sofern dein Glaube wirklich unerschütterlich ist, noch sind, Volker, die Leute, die glauben, psychisch instabil. Diese Unterstellung finde ich ungeheuerlich und bösartig - aber das hatten wir eben schon.
Glaubende ticken nur anders. Aber es gibt hier kein richtig und kein falsch, nur ein gegenseitiges Nichtverstehen.
Barbara - in einem hat Volker aber Recht, nämlich in der Frage, ob du dir wirklich sicher bist. Menschen, die unerschütterlich in ihrem Glauben sind und ihn nicht in Frage stellen, würden nicht aggressiv reagieren, wenn jemand sie deshalb angreift. Sie stehen darüber, weil sie es ja besser wissen.

Volker glaubt es auch besser zu wissen - und ist ebenso unerschütterlich in diesem Glauben, der genau so irrational ist wie der, den er versucht zu begreifen.
Volker - du wirst es nie begreifen. Aber du muss aufhören, andere deshalb anzugreifen. Sie sind nicht krank, psychisch gestört oder dumm. Sie sehen die Welt nur anders als du.
Ich begreife das, weil ich zwar nicht an einen religiösen Gott glaube und Religionen per se ablehne - aber sehr wohl spirituell fühlen kann. Und - ich begreife es deshalb, weil ich weiß, dass religiöse Menschen einen Halt in ihrer Religion haben, den ich mir manchmal wünschte, wenn ich Halt brauche. Jeder hat solche Phasen manchmal. Und dann haben es - meiner Beobachtung nach - Glaubende sehr viel leichter, mit dem Problem fertig zu werden, weil sie denken, sie hätten jemanden, zu dem sie reden könnten und der Antworten hat. Dass sie sich letztendlich die Antworten wie wir anderen auch selbst geben, merken sie nicht. Ihr Glaube ist ein Katalysator für die Antworten. Und dafür beneide ich sie - manchmal.

Gegenseitige Toleranz ist unerlässlich. Früher hatten die Religiösen keine und bekämpften die Ungläubigen - na ja, manche tun es noch heute. Heute scheint aber in unserer Welt der Atheismus die Intoleranz und das Besserwissen gepachtet zu haben. Das ist genau so dumm und überheblich wie umgekehrt.
  • 26.09.2016, 12:05 Uhr
  • 0
klar, wenn jemand soooo interessiert ist, Gläubige zu verstehen, und ihnen gleichzeitig einen Persilschein ausstellt, dann muss man freundlich bleiben

schau dir den Strang an, manche würden sagen, ich habe mir schon die Finger wund geschrieben, und dieser User steigert sich immer mehr in seine Beleidigungen, nur weil er nicht glauben kann.

Hier sollen Gläubige vorgeführt werden und dafür bin ich mir zu schade.

Nett geht anders, und ich habe es papp.

im übrigen sind wir am Thema vorbei, dieser User hat schon in anderen Beiträgen so und nicht anders geschrieben, Endlosschleife genannt, ups bin ich zu aggressiv?

na dann....lass dich weiter von ihm was erzählen, denn er wird kein Ende finden...

das ist aggressiv:

Zitat

"Ich hielte es für äusserst hilfreich, wenn Kinder - sagen wir mal bis zum vierzehnten Lebensjahr - vom Kontakt mit diesen Mythen verschont bleiben würden. Nur so können junge Erwachsene eine vernüftige, eine rationale Sicht auf diese absurden Märchen gewinnen. Religiöse Früherziehung ist Kindesmisshandlung. "


und das

"Du traust dich anscheinend auch deshalb nicht, darüber zu schreiben, weil du weisst, wie absonderlich deine spirituellen Erfahrungen auf andere Menschen wirken würden, du befürchtest, für psychisch gestört gehalten zu werden. Du befürchtest, deine Spiritualität in Frage stellen zu müssen, wenn du vernüftig darüber sprichst."

Ende
  • 26.09.2016, 12:16 Uhr
  • 0
Ich weiß, Barbara - war selbst schon bei diesen endlosen Diskussionen beteiligt. Er kapiert nicht, dass er so nicht mit Menschen, die anders denken als er, umgehen kann. Allerdings - wenn du schon öfter die Ehre hattest, warum wendest du dich, wenn es beginnt, nicht einfach schulterzuckend ab? Denn wir wissen beide, was kommt - ok, ich mit meinem misserablen Namensgedächtnis und weil es doch schon etwas her ist wusste es nicht gleich. Aber als ich die ersten Sätze las, erinnerte ich mich dann doch gewaltig!
Allerdings kann ich es mit Humor nehmen. Doch meine Geduld hatte damals ein Ende - und jetzt wieder. Er kapiert es nicht - und somit gebe ich einfach auf.
  • 26.09.2016, 12:22 Uhr
  • 1
gute Frage habe ich mich auf das Thema eingelassen, weil es aktuell im Raum steht und schwupp.. hing ich an dessen Angel... habe mich losgebissen

schönes Gen... dieses spirituelle Gen
  • 26.09.2016, 12:24 Uhr
  • 0
Volker, lass doch die beiden Damen wissen, w a r u m du eine solche Obsession entwickelt hast. Wenn man den Hintergrund kennt, kann man Dein Syndrom besser verorten.
  • 26.09.2016, 12:33 Uhr
  • 0
bitte nicht, es ist mir hinlänglich aus anderen Beiträgen bekannt, da ich ein positiv-denkender Mensch bin, habe ich tatsächlich erwartet, dass er bereits etwas für sich hat mitnehmen können aus all dem Geschriebenen... letztendlich endet es dann immer so, dass er Geläubigen unterstellt, dass diese nicht ganz rund laufen...

ich mache um diesen User nun einen großen Bogen, weil es vertane Zeit ist.
  • 26.09.2016, 12:52 Uhr
  • 0
Ja - Edith - gebe dir da ausnahmsweise mal Recht, das wäre sehr interessant.
  • 26.09.2016, 12:52 Uhr
  • 1
hatte er meines Wissens auch schon mal geschrieben...irgendwo in einem Beitrag.... naja, vielleichte lässt er sich nochmal herab und äußert sich dazu, dann werde ich es halt nochmal lesen.
  • 26.09.2016, 12:53 Uhr
  • 0
Edith,
Vielen Dank für deine Frage.
Ihr möchtet wissen, warum ich so verbissen verstehen möchte, was Spiritualität ist? Ich hab kein Problem, darüber zu schreiben.

Es ist ganz einfach: ich möchte die Welt verstehen.

Für so ziemlich alles, was ich in meinem Leben erfahren habe, habe ich eine vernüftige Erklärung gefunden. Mindestens eine plausible Theorie. Nur der Bereich der Religion, der Spiritualität widersetzt sich hartnäckig diesem Bestreben. Meine Vernunft lässt mir keine andere Wahl, als anzunehmen, dass es sich um eine geistlige Störung handelt. Das ist aber ein Widerspruch, weil so viele Menschen doch nicht alle gestört sein können. Diesen Widerspruch möchte ich auflösen.

Wollen spirituelle Menschen die Welt nicht verstehen? Haben sie irgendeinen Lustgewinn wenn sie sich ihrer Spiritualität widmen, dass sie gar nicht wahrhaben wollen, wie widersprüchlich ihre Ansichten sind?
  • 26.09.2016, 13:39 Uhr
  • 0
@ Volker
Du möchtest die Welt verstehen. Das versuchen kluge Menschen schon seit Jahrtausenden vergeblich. Es ist ihnen weitgehend gelungen - oder sie sind wenigstens auf einem guten Wege - , was die physikalischen Abläufe und Entwicklungen angeht. Wir kommen dem Verständnis des astronomischen Uhrwerks immer näher - so nahe sogar, dass wir auf vielen Gebieten Voraussagen über die zu erwartende Entwicklung des Alls wagen können. Es gibt sogar Hoffnung, an dem einen oder anderen Rädchen ein wenig drehen zu können, damit die 'Uhr' nach unseren Wünschen tickt.

Der Versuch, die Menschen zu verstehen, ist offensichtlich wenig erfolgversprechend. Sie funktionieren eben nicht wie ein Uhrwerk, nicht nach physikalischen Gesetzen. Deshalb ist ihr Verhalten auch nicht vorhersehbar. Die Gesetze der Logik, der rationalen Vernunft, von denen man meinen sollte, dass sie für alle gelten, dass sie bestimmend sind für das Handeln der Individuen, scheinen allzu oft außer Kraft gesetzt. Das ist besonders der Fall, wenn es um Glauben, um das Transzendente geht - um einen Bereich nämlich, dessen Existenz ein Teil der Menschheit total abstreitet, negiert, während ein anderer ganz und gar darin aufgeht, ihn sogar für das Wesentliche, für den Kern des Seins hält. Und zwischen diesen beiden Extremen gibt es eine Unzahl von Zwischenstufen, beinahe so viel, wie es Mernschen gibt.
Das ist es, was es so gut wie unmöglich macht, zu verstehen, was in dem einzelnen Menschen vorgeht. Allenfalls kann man sich bemühen, seinem Gegenüber ein gewisses 'Verständnis' entgegenzubringen, statt mit ihm über die unterschiedlichen Auffassungen zu streiten.
Je nachdem, wo man selbst die <NORM>, das Nomale, verortet, wird es also immer Leute geben, die dieser Norm nicht entsprechen, die man also für abartig oder gestört halten kann - aber das muss nicht notwendigerweise so sein, aus den oben genannten Gründen.
  • 26.09.2016, 14:22 Uhr
  • 4
diese Erklärung von ihm zieht sich doch wie ein roter Faden durch all seine Komis -

"...was ich nicht verstehe, kann es nicht geben
wer anders tickt als ich.... muss eine geistige Störung haben"

diese Denke ist mir zu einfach, Toleranz und Akzeptanz ist da wenig vorhanden.

Menschen in Normen pressen wollen.... damit man selbst darauf klar kommt, lässt Rückschlüsse auf seinen Geisteszustand zu.


anyway its not my business.
  • 26.09.2016, 14:26 Uhr
  • 3
vielleicht fehlt es Volker an Bescheidenheit!
Nach der modernen Psychologie heute:
" Ich weiß, dass ich nicht schon alles weiß und verstehen kann"
  • 26.09.2016, 14:33 Uhr
  • 3
Hier wurde ein Kommentar durch den Ersteller entfernt.
Trotz des verbrieften Rechtes ist Religion an Schulen, ein Relikt aus Zeiten, in denen Kirchen Einfluss genommen haben auf Gesetze!
Deshalb votiere ich für eine Entlastung des Schulplanes und nur Ethik zuzulassen! ( Zukunftsmusik)
Eines wird wohl richtig bleiben, ob Spiritualität oder Religion, der Spruch vom alten Fritz:
" Chacun à sa facon"
  • 26.09.2016, 14:48 Uhr
  • 1
Hier wurde ein Kommentar durch den Ersteller entfernt.
Richtig Pro und Kontra!
Ich votiere dagegen und hoffe auf eine Änderung!
Aber ich nehme das Wort Toleranz sehr ernst, wenn es bleibt wie es ist, ist es auch ok
  • 26.09.2016, 15:02 Uhr
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  • 26.09.2016, 15:02 Uhr
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@ wize.life-NutzerI
Ich bin in meinem Kommentar auch nicht davon ausgegangen, dass es Menschen mit unterschiedlich aktivierten oder wirksamen 'spirituellen Genen' geben könnte.
Beim nochmaligen Überlesen meines Kommentars kann ich keinen Widerspruch finden zu der Annahme, dass auch ohne ein solches Gen unterschiedliche 'spirituelle Neigungen' bei den Menschen zu finden sind. Und mein Kommentar widerspricht doch auch nicht den Erklärungen, die Du daraufhin anführst, nämlich dass eine Erfahrung, ein Erlebnis, einen Menschen zum 'Glauben' bringen kann. Ist nicht die Geschichte von Saulus/Paulus ein Beispiel dafür?
  • 26.09.2016, 15:02 Uhr
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wenn mir was Gutes geschieht, denke ich meine Mutter hat es im Jenseits bewirkt
So "glaubte" sie stets in ihrem Leben an Engel! Es schadet nicht
  • 26.09.2016, 15:08 Uhr
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@ Marita
Ja das schenkt einem die Religion, aber nicht nur Gutes!
In der Himmelsleiter ( Jakobs Traum von einer „Himmelsleiter“ (Gen 28,10-22) wird jedem denkenden Menschen klar wie er sich verhalten muss, sonst winken bitterböse Straffen.
  • 26.09.2016, 15:21 Uhr
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Für mich als 'Nicht-Glaubender' ist es auch tröstlich, dass ich entweder mit meinem Tod 'Gewissheit' erlange oder aber, dass mit dem Tod doch alles zuende ist - auch die Ungewissheit. Insofern bin ich noch für alles offen.
  • 26.09.2016, 15:24 Uhr
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Nein Marita, nicht immer sind diese Texte aus ihrer Zeit zu interpretieren! Im Kloster Jakobsberg/ Gau Algesheim/ RLP sind diese Inhalte in einem Kunstwerk vor nicht langer Zeit, neu aufgestellt worden!
Wer dann Gottesblick ( den Katholischen) auf sich ruhen fühlt, und gleichzeitig von der Realität weiss, den schüttelt es!
Ein Beispiel: Geschiedene Männer und Frauen dürfen nach kath. Recht, sich nicht wieder verheiraten! Auch nicht an Sakramente teil nehmen! Daran hat unser neuer Papst, ob der Absurdität, auch nicht viel geändert!
  • 26.09.2016, 15:40 Uhr
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Ist Glaube 'schädlich'?
Nein, Glaube an sich ist nicht schädlich - solange ich ihn NUR für mich reklamiere. Sobald ich aber meine, mein Nachbar müsse meinen Glauben teilen oder sei ein weniger wertvoller Mensch, weil er nicht MEINEN Glauben teilt, beginnt er, Schaden anzurichten. Und da beinahe ALLE Weltreligionen für sich den Anspruch erheben, die EINZIG WAHRE Religion zu sein, kann Glaube nicht mehr als harmlos und unschädlich gelten.
  • 26.09.2016, 15:41 Uhr
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Du bist Evangelisch Marita?
  • 26.09.2016, 15:44 Uhr
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Na dann dürfte dir klar sein, dass alle Religionen Kluge und weniger Kluge Interpreten haben!
  • 26.09.2016, 15:47 Uhr
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Aber so long, ich muss mich verabschieden!
Sorry für den Zwischenruf
  • 26.09.2016, 15:49 Uhr
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@ Marita
Wenn Du Dich von den Glaubensinhalten von Kirchen und Institutionen befreit hast, verstehe ich nicht so ganz Dein vehementes Plädoyer für das Beibehalten des RU in den Schulen. Denn die Kirchen sind doch diejenigen, die den Unterricht bzw. dessen Inhalte maßgeblich bestimmen.
  • 26.09.2016, 15:51 Uhr
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Auf dieser Ebene, Marita, können sich sogar Glaubende und Nichtglaubende treffen und 'trefflich' miteinander über Glauben diskutieren.
  • 26.09.2016, 15:56 Uhr
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@Volker:
"Wenn ich den Link finde, wo Einstein schrieb, dass er NICHT gläubig ist, stelle ich ihm mal hier online."

Da habe ich was für Dich, wenn's der Wahrheitsfindung dient ... hehehe
https://www.seniorbook.de/themen/kat...issenschaft

--> “Das Wort Gottes ist für mich nicht mehr, als der Ausdruck und das Produkt menschlicher Schwächen. Die Bibel ist eine Sammlung ehrbarer, aber dennoch primitiver Legenden, welche doch ganz schön kindisch sind. Keine Interpretation, wie feinsinnig sie auch sein mag, kann das (für mich) ändern."
(Albert Einstein)
  • 26.09.2016, 20:59 Uhr
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  • 26.09.2016, 21:00 Uhr
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So lange kein Zwang besteht, daran teilzunehmen, ist es nicht verkehrt, Marita - zumindest nicht so wie du wohl den RU vermittelt hast.
  • 26.09.2016, 21:01 Uhr
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Ha - das Einsteinzitat, das Peter da bringt. passt schon besser.
  • 26.09.2016, 21:01 Uhr
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Ich weiß nicht, ob das hier ohne FB-Konto sichtbar wird. Wer eins hat, darf sich ein wenig kontextbezogen erheitern ... (oder auch nicht )

https://www.facebook.com/peter.priew...31996500706
  • 26.09.2016, 21:16 Uhr
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Schön treffend, das Bild - über Siegfried und Wotan äußere ich mich lieber nicht.
  • 26.09.2016, 21:38 Uhr
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Nun weiß ich, dass es einen Gott im Himmel gibt.
Albert Einstein
  • 26.09.2016, 21:54 Uhr
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Ein Gott? Brauchen wir dafür Religionen?
  • 26.09.2016, 21:57 Uhr
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Och !....Seit wann ist der denn im Amt?
  • 26.09.2016, 21:57 Uhr
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Schon immer.
  • 26.09.2016, 22:16 Uhr
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Peter,
Vielen Dank für das Einstein-Zitat! Du hast ne bessere Buchhaltung als ich, ich krame immer in meinem Gedächtnis herum.
Ich bezweifle aber, dass Barbara (oder wer wars?) sich davon abhalten lässt, weiter ihre falschen Einstein-Zitate zu verbreiten und die Leute hier zu verdummen.
A propos verdummen: es ist ja bezeichnend für Gläubige, dass sie einen Gott, also einen unangreifbaren Chef haben, der ihnen alles befiehlt und vorgibt. In dieselbe Kerbe schlägt auch die Erwähnung von (richtigen oder angeblichen) Zitaten berühmter Menschen. Der Zitatengeber ist dann sowas wie ein Gott-Ersatz, und was er sagt, stimmt, basta!
Ironischwerweise würden sich gerade solche Berühmtheiten davor hüten, anderer Leute Meinungen ungeprüft zu übernehmen. DIESE Eigenschaft von berühmten Menschen - nämlich Dinge selber neu zu denken - sollten sich Gläubige eher zum Vorbild nehmen. Einstein war ein Paradebeispiel für Wissenschaftler, die das traditionelle Denken über den Haufen geworfen haben. Trotzdem: für Religion ist er deswegen kein Experte. Also was solls? Würden wir Einstein fragen, wenn wir ein IKEA-Regal zusammenbauen wollen?
  • 27.09.2016, 09:56 Uhr
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Marita,
Wir wiederholen uns. Wir wissen, dass du nichts gegen Reli-Unterricht hast, so wie du ihn praktiziert hast.

Darum gehts aber doch gar nicht.

Es geht auch nicht darum, Reli-Unterricht zu verbieten, das ist schon wegen der garantierten Religionsfreiheit gar nicht möglich.

Es geht lediglich darum, dass religiöse Unterweisungen an öffentlichen Schulen nichts zu suchen haben. Gründe dafür hab ich schon genug aufgeführt.
  • 27.09.2016, 10:02 Uhr
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Edith,

Ich hab herzlich gelacht über deinen Satz:

"Und ich bin kein Anhänger von Esoterik.."

Dann dürfte Esoterik ja überhauptkeine Anhänger mehr haben..
  • 27.09.2016, 10:05 Uhr
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Was sollte deiner Meinung nach im Fach Religion vermittelt werden?
  • 27.09.2016, 10:29 Uhr
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@ wize.life-Nutzer
eine kleine Richtigstellung: der Satz ""Und ich bin kein Anhänger von Esoterik.." stammt von Marita, nicht von Edithz.
  • 27.09.2016, 10:38 Uhr
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Friedhelm,
Der Satz stand in einem Beitrag von Edith. Wenn Edith dort die Marita nur zitiert hat, dann fehlen wohl die Anführungszeichen.
Vielen Dank für die Korrektur.
  • 27.09.2016, 11:01 Uhr
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Barbara,
Falls du mich gemeint hast, mit deiner Frage, war im Reli-Unterricht vermittelt werden sollte:

Meinetwegen bräuchte es Reli-Unterricht gar nicht zu geben.

Wenn an öffentlichen Schulen über Religion gelehrt wird, würde ich mir wünschen, dass diese biblischen Mythen als solche bezeichnet werden. Warum sollte man den Schülern verheimlichen, dass manche Menschen meinen, es gäbe Götter, die ihre Söhne umbringen lassen Aber man sollte sich hüten, Bibelmärchen als Begründung für irgendwas anzuführen, was heute noch Bedeutung hat.
Man sollte den Schülern vermitteln, dass ein Ein-Gott-Glaube immer zu Streitereien führt und dass man solche Götter keinesfalls ernst nehmen sollte.
Ich bin ja kein Lehrer, aber ich vermute, das könnte man in zwei bis drei Stunden vermitteln. Dafür braucht man kein eigenes Schulfach.
  • 27.09.2016, 11:09 Uhr
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Edith,
Auch du hast mich ja für deine Beiträge geblockt. Du bist also an meiner Meinung nicht interessiert. Du solltest dann auch nicht anfangen über mich zu schimpfen.
Wir hatten ja schon sehr viel hin und her geschrieben. Ich habs aufgegeben, dich zu überzeugen. Die Begründung kennst du ja.
  • 27.09.2016, 11:12 Uhr
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Was du dir wünscht für den Religionsunterricht, wird in Ethik angeboten.
  • 27.09.2016, 11:13 Uhr
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Barbara,
Ja eben. Deswegen halte ich Reli-Unterricht für entbehrlich. Neutrale Informationen werden wohl im Ethik-Unterricht bereits angeboten.
Reli-Unterricht - besser: religiöse Unterweisung - brauchen nur diejenigen, die sich diesem "Glauben" hingeben wollen, die sich in die mystischen Vermutungen der betreffenden Religion zu verirren beabsichtigen. So etwas kann nicht vom Staat und seinen Schulen unterstützt werden. Deswegen: Reli-Unterricht raus aus öffentlichen Schulen, zurück in die kirchlichen "Sonntagsschulen", Pfarrgemeindehäuser, Moscheen, Synagogen und wo immer Gläubige ihr Unwesen treiben.
  • 27.09.2016, 11:24 Uhr
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Was den Religionsunterricht angeht, der durch Ethik grundsätzlich ersetzt werden sollte - zumindest an staatlichen Schulen - bin ich mit Volker einer Meinung - und hier beißt sich die Katze in den Schwanz, denn das hatten wir hier schon öfter und immer wieder. Wir brauchen also nicht noch mal anfangen, hier die unterschiedlichen Ansichten aufzuführen - weiter oben stehen sie.
Was die persönlichen Befindlichkeiten angeht, können wir weiter machen, denn hier haben wir die beiden Extreme vereint entzweit - und es ist herrlich, mitzulesen.
Dennoch - Volker - ich könnte dich jedes Mal abwatschen, wenn du gegen den Glauben Begriffe wie psychisch krank, dumm und so weiter anführst. Das ist beleidigend - und das kapierst du offensichtlich nicht. Wenn du - wie ich Ediths Worten entnehmen - mit einer glaubenden Frau verheiratet bist, wundert es mich, dass sie sich gegen diese Diffamierungen nicht wehrt.
  • 27.09.2016, 12:08 Uhr
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Diese Fächer sind frei wählbar!
  • 27.09.2016, 12:17 Uhr
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Ach Barbara! Nicht noch mal!
  • 27.09.2016, 12:28 Uhr
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Sara,
Es ist ja nicht meine Absicht, jemanden abwatschungswürdig zu beleidigen.
Ich schreibe doch nur, wie ich diese abstrusen Meinungen empfinde.
Und ich hab nunmal keine anderen Erklärungen als die, die du erwähnt hast. Wie oft hab ich die Gläubigen gebeten, mir zu erklären, wieso sie diesen XXX überhaupt glauben können. Aber ich hab noch nie ne befriedigende Antwort erhalten. Es bleibt mir nur, die beiden Gründe zu vermuten.
Vielleicht ist diese Erklärung ja auch richtig?
  • 27.09.2016, 13:16 Uhr
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Sara, Religion kann doch durch Ethik getauscht werden, wenn Kind will oder Eltern, oder wer auch immer. Somit sind doch alle zufrieden.

Wer will Eltern vorschreiben, wie sie ihre Kinder zu erziehen haben? Mischt einer von euch sich ein, wenn ihr seht, dass Eltern Kinder nicht so erziehen, wie ihr es für richtig erachtet? wohl kaum.

Wenn ihr es bei euren Kindern so macht oder machen wollt, ist es doch auch ok.

und an Voker

deine sinnlose Suche solltest du einstellen, denn du wirst nie die Antworten finden, die dir genehm sind.

du wirst nie vertehen können, wie ein Gläubiger fühlt, denkt, oder warum er überhaupt glaubt, weil doch so viele MENSCHEN schreiben, dass das nicht stimmen kann....

Glauben ist nicht jedem gegeben. Solltest du als Mantra nehmen, vielleicht geht es dir damit besser.
  • 27.09.2016, 13:20 Uhr
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Mit meiner gläiubigen Frau komme ich übrigens ganz gut klar. Wir respektieren uns gegenseitig.
Hier im SB gehts mir aber drum, Erklärungen zu finden und nicht primär darum, sich gegenseitig zu ertragen.
  • 27.09.2016, 13:21 Uhr
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oh, die tut mir jetzt ehrlich gesagt ein wenig leid, einen Partner zu haben, der einen für irre hält....
  • 27.09.2016, 13:21 Uhr
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