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Die Ritter von der traurigen Gestalt

Die Ritter von der traurigen Gestalt

19.10.2016, 11:31 Uhr
Beitrag von wize.life-Nutzer

Seit ich hier bei Wize Life mein (Un)wesen treibe, begegnen mir immer wieder Menschen, die sich im Besitz der einzigen Wahrheit wähnen. Manche von Ihnen haben mich mitunter regelrecht verfolgt. Was bringt sie dazu? Was veranlasst manchen, vehement und unermüdlich gegen meinen Glauben an Gott als Schöpfer, Ursprung und Ziel all dessen was ist, anzuschreiben? Der Glaube – nicht nur der meine, sondern jegliche Form des Glaubens – wird in das Reich der Mythen verwiesen, psychische Mängel werden bei Glaubenden diagnostiziert und der aufgeklärte, wissende Verstand zum Ersatzgott erhoben.

Solche „Diskussionen“ sind ermüdend und müßig, den letztlich geht es den Protagonisten nicht um einen Austausch von Argumenten. Die Überprüfung der eigenen Überzeugungen ist nicht vorgesehen und das gewünschte Ergebnis steht allemal schon vorher fest: Der Gläubige soll sich der „Macht des menschlichen Verstandes“ und der vermeintlichen Überlegenheit der Anhänger des Atheismus beugen.

Dazu werden von Marx über Nietzsche bis hin zu Freud alle möglichen und unmöglichen Zeugen benannt, halb oder gar nicht verstandene Textfragmente vermeintlich großer Denker als Beweis und unabweisbare Wahrheit verkauft. Es ist mitunter tragisch zu beobachten, wie Menschen unter dem Zwang, ihre eigene Ansicht vor sich selbst immer wieder als richtig zu bestätigen, mit viel Mühe und Aufwand für den Unglauben missionieren.

Da meine Zeit – wie die jedes Menschen – begrenzt ist, möchte ich hier, stellvertretend für all die Gelegenheiten, bei denen ich mich künftig nicht mehr äußern werde, meine abschließende Sicht dieser Bemühungen darstellen. Ein paar Zitate werde ich dazu ebenfalls bemühen, denn erfahrungsgemäß sind eigene Argumente bei den Betreffenden von vornherein nicht qualifiziert erwogen zu werden. Ich beschränke mich dabei auf ein paar kurze Sätze von Georg Steiner aus seinem Buch „Warum Denken traurig macht“. (Steiner lehrte vergleichende Literaturgeschichte in Genf und Cambridge und ist seit 1994 Professor für Komparatistik an der Universität Oxford.)

1. Es kann kein endgültiges Verifizieren von Wahrheit oder Irrtum, von
Aufrichtigkeit oder Unaufrichtigkeit subjektiven Denkens geben.
Wo immer das Denken auf „Wahrheit“ abzielt und sie beschwört, relativiert es
dieses Kriterium schon im Augenblick des Hinweisens.

2. Wie konsequent, wie skrupulös auch immer ein Denkakt bei seiner
Selbstprüfung sein mag, er kann eine Ankunft in der Wahrheit nur dort
postulieren, wo der Prozess tautologisch, wo das Resultat ein formales
Äquivalent ist wie in der Mathematik oder symbolischen Logik.

3. Existenzielles Denken, die Vorgehensweise des Denkens im intellektuellen,
alltäglichen Leben, kann zu keinem offensichtlichen, unanfechtbaren ewigen
Reich der Wahrheit durchstoßen.


Der einzige, mir bekannte und taugliche Weg, die Existenz Gottes zu erfassen, sich ihm zu nähern und seine Realität zu erkennen, ist für mich die persönliche Erfahrung. Gott zu begegnen ist möglich, das können viele Millionen Menschen aus allen Zeiten bestätigen. Wer also versucht, sich diesem Faktum durch die Verabsolutierung menschlichen Denkens zu widersetzen, kann nur ins Leere laufen. Die Erfahrung der Realität Gottes hat eine andere Qualität.
Hier sei noch einmal ein kleines Zitat Georg Steiners eingefügt:

„Das woran wir noch vor einer Stunde gedacht haben, mag – zufälliger Umstände oder störender Einwirkungen einer in Angriff genommenen Aufgabe wegen – keinerlei Spuren hinterlassen haben. Im besten Fall ist es in der Schrift oder einer anderen Form der Notierung zur Ruhe gekommen.“

Meine Ergänzung dazu: Die Begegnung mit dem realen, lebendigen Gott, mag sich in Schriften niedergeschlagen haben oder auch nicht, in jedem Fall hat sie aber die menschliche Existenz in ihrem Kern berührt und im besten Fall sein Leben, Denken und Handeln für immer beeinflusst und durchdrungen.

Foto: Dieter Schütz / pixelio.de

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37 Kommentare

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Tja, die Bewertung von Gott und Schöpfung - welche "Bezeichnungen" auch immer dafür verwendet werden ...

Ich hatte in verschiedenen Beiträgen und Kommentaren --meine-- Einschätzung dazu unverbindlich angeboten, hier zusammengefasst:
Wir können als Spezies Mensch nicht alle (vorhandenen) Welteigenschaften erkennen. Das wenige, das wir uns bislang forschend und abstrahierend zugänglich gemacht haben, ist vermutlich weitgehend richtig und belegbar, ist aber eben auch nur einseitig (methodisch) und beschreibt diese Welt nur unvollständig.

Deshalb bewerte ich --für mich-- alle erkannten und angebotenen Welteigenschaften mit Wahrscheinlichkeiten unterschiedlichen Graden. Auf der Basis meiner persönlichen Weltsicht, die sich wiederum auf den --von mir-- erkannten Welteigenschaften gründet.
Da es aus dieser Perspektive vermutlich ebenso viele Weltsichten gibt, wie Menschen, sehe ich weder absolute Wahrheiten, noch relative Unmöglichkeiten. Die Welt ist entwicklungsoffen, sie ist noch nicht fertig ...

Auf dieser beschriebenen Wahrscheinlichkeitsskala ist ein Gottesbegriff, wie er in diesem Kontext gewöhnlich verwendet wird, --für mich-- recht weit unten verortet. Allerdings beanspruche ich für meine Weltsicht weder Zustimmung, noch Gültigkeit. Deshalb anerkenne ich also auch Weltsichten auf der Grundlage religiöser Herleitungen.

n.b.: Ich bin weder Atheist, Agnostiker oder sonst eine Schublade, sondern sehe mich als freidenkenden Humanisten (oder humanistischen Freidenker - je nach Perspektive ... ).
  • 23.10.2016, 22:01 Uhr
  • 1
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Wie witzig ist wize.life-Nutzer mit seinem Beitrag.

>>Es kann kein endgültiges Verifizieren von Wahrheit oder Irrtum, von
Aufrichtigkeit oder Unaufrichtigkeit subjektiven Denkens geben.
Wo immer das Denken auf „Wahrheit“ abzielt und sie beschwört, relativiert es
dieses Kriterium schon im Augenblick des Hinweisens.>>

So weit so gut. Ich kann es viel einfacher und treffender sagen. """Es gibt keine Wahrheit""" Jede Erkenntnis ist nichts weiter als Interpretation und somit nur "subjektive Wahrheit", aber keine "objektive Wahrheit." Somit ist der Glaube an den lebendigen Gott als
objektive Wahrheit reiner Selbstbetrug. Und dieser Trieb zur Wahrheit hat die christliche Moral, bezug auf die Existenz Gottes, großgezogen.
Aber dieser Trieb zur Wahrhaftigkeit wendet sich letztendlich gegen die christliche Moral selber und deckt ihre Verlogenheit und (Lebensfeindlichkeit = Nihilismus) auf. Der Glaube an einen lebendigen Gott ist somit nichts weiter als ein Erhaltungsmittel der psychisch Schwachen. Dadurch können sie ihr elendiges Dasein ertragen.

Ach übrigens: Nietzsche wird mit "ie" geschrieben. Macht aber nichts
  • 20.10.2016, 19:35 Uhr
  • 0
Du darfst den Tippfehler behalten, viel Spaß damit
  • 20.10.2016, 20:41 Uhr
  • 0
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Gert, zu diesem, Deinem Zitat meine Einlassung!

Der einzige, mir bekannte und taugliche Weg, die Existenz Gottes zu erfassen, sich ihm zu nähern und seine Realität zu erkennen, ist für mich die persönliche Erfahrung. Z.E.
Mit Achtung vor diesem -und WIRK-lich Deinem Weg
Wege und "Nichtwege" sind gleich.
Die ersten 15 Jahre meines Lebens in einer Familie, in der weder Glaube, noch ein Menschen gemachter Gott vorkam, erlebte ich in der Umwelt so genannte Christen, die Kindern Angst, Zweifel, Strafen, antaten. verlogen, hinterhältig, scheinheilig!
Ich erforschte Schriften, die Bibel im Kontext ihrer Zeit, mit Gleichnissen, Metaphern, ihrer "philosophischen" Seite.
Ich erlebte Menschen, die von Kirchen- Dogmen geschädigt, verzweifelten!
Da war kein tauglicher Weg sich einem, welchem Gott (???) zu nähern.
Jede weitere Erfahrung göttlicher "Realität" ist in der Menschheit kaum zu finden. Jedoch Fanatiker und dogmatisch Programmierte.

Wunder bedeuteten mir meine Kinder, Begegnungen mit LIEBESFÄHIGEN Menschen, ohne jede Illusion von allgemein fehl verstandener Liebe. Rettendes Wunder war mein Talent zu schreiben. Mit elf Jahren noch nicht bewusst, auch als Eigentherapie und unbewusster Schulung meiner Begabung von Hellfühligkeit und in der Kindheit verteufelt, verbotener, Hellsicht!
Ich stellte mich schlicht dem Leben als solches und den Aufgaben, in aller Selbstverantwortung. Auf dem "Raumschiff" Erde bin ich Gast und somit in Frieden mit ALL-em verbunden. Ich suche nicht, alles was ich BIN, alles was IST, ist in mir vorhanden.

Es gibt Menschen, die spielen auf einem Musikinstrument. Es gibt Menschen die SIND Musik und ihr Instrument!
  • 20.10.2016, 13:21 Uhr
  • 0
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Mein Glaube ist unerschütterlich und nicht übertragbar: ich bin ganz sicher, das Buch wird in diesem Leben noch fertig werden.
  • 20.10.2016, 10:31 Uhr
  • 1
Da bin ich froh mit Euch "zwei Beiden!"

All mein Sein ist unerschütterlich, liebe Sabine
  • 20.10.2016, 13:36 Uhr
  • 1
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Gert,
ohne jede Schublade, Glaube Kath, Prot, Atheismus, Gnostik, Agnostik, Jahwe, Jehova, Dogmatikern, Fanatisten, Adventisten, "Jesukindern, und....und....und.....ist die große Freiheit der Erfahrung, des eigenen Er-LEBENS!
Über Religion und Politik kann es in diesem Forum zu keinem WIRK-lichen Gedankenaustausch kommen. Schon gar nicht in der Anwesenheit eines Dr.B und M.V. 2 betonierten Gegenpolen, zu keiner Akzeptanz Anderer fähig.
Dennoch geht jeder den Weg, der für ihn/sie zu subjektivem Ergebnis führt.
Ich fühle mich in der Energie des ALL-EINS-SEINs Zuhause und das braucht keinen weiteren Namen und keine Schublade. Ist vielleicht sogar das SELBE!?
  • 19.10.2016, 23:41 Uhr
  • 2
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Was meinen Du (und Steiner) mit dem Wort "Wahrheit"? Der Begriff ist mehrdeutig. Auf manches trifft seine Äußerung zu, auf manches nicht. Ist der Satz 2 X 2 ist 4 wahr? Ist er tautologisch?
Was meint der Evangelist, wenn er Jesus sagen lässt: Ich bin die Wahrheit …? Oder: jeder, der aus der Wahrheit ist, hört meine Stimme?
Ohne Kontext des Begriffs "Wahrheit" und einer eindeutige Zuordnung zu einem klaren Begriffsinhanlt sind die Zitate nur Druckerschwärze.
Und, wie ist es mit der Metaebene? Nehmen wir gleich den ersten Satz: Ist der Satz "Es kann kein endgültiges Verifizieren von Wahrheit oder Irrtum, von Aufrichtigkeit oder Unaufrichtigkeit subjektiven Denkens geben." selbst wahr? Wohl nicht, denn er kann selbst nicht endgültig verifiziert werden.
Es denkt der Mensch, wenn er nur Worte hört, es müsse sich dabei auch etwas denken lassen.
  • 19.10.2016, 20:53 Uhr
  • 0
"Wohl nicht, denn er kann selbst nicht endgültig verifiziert werden." Absurdes liegt dir, gell?
  • 19.10.2016, 21:22 Uhr
  • 0
Mir liegt es, hohle Sprüche zu entlarven.
  • 20.10.2016, 08:16 Uhr
  • 1
Indem du sie anwendest, bzw., ihren Auusage als gültiges Instrument benutzt um ihre Ungültigkeit zu zeigen? Tob dich woanders aus. Extreme Narzissten wie du haben nichts zu bieten, worüber es zu diskutieren lohnt.
  • 20.10.2016, 08:41 Uhr
  • 1
Das war ein vorschnelles Urteil, für das ich um Verzeihung bitte. Man sollte jemand mit sehr viel Wissen, der sich kluge und nachvollziehbare Gedanken macht, durchaus auch eine Portion Narzissmus zugestehen
  • 31.10.2016, 11:36 Uhr
  • 0
Na, auch das mit dem Narzissmus ist etwas vorschnell. Ich habe eher Minderwertigkeitskomplexe - wegen meines ungewöhnlich schlechten Gedächtnisses (kann deshalb keine Sprachen lernen - vergesse am nächsten Tag schon die gelernten Vokabeln)
Aber ich bin ein notorischer Zweifler, insbesondere, was All-Aussagen und Aussagen über den "Menschen von heute" betrifft.
  • 01.11.2016, 09:21 Uhr
  • 1
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  • 19.10.2016, 15:35 Uhr
  • 0
Ein stichhaltiger Beweis
  • 19.10.2016, 15:38 Uhr
  • 0
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Bei der Frage ob es "Gott" gibt oder nicht kommt es immer darauf an, wie man "Gott" definiert.

Definiert man "Gott" im Sinne des Pantheismus, als sie Gesamtheit allen Seins, wozu die umgebende Natur als auch der Mensch selbst gehört, so ist alleine die Definition schon quasi Beweis genug für die Existenz dieses "Gottes".

Definiert man "Gott" als alten Mann mit weißem Bart, der auf einem goldenen Thron inmitten der Wolken sitzt, dann wird es schwierig einen Beweis für die Existenz zu finden, es gibt aber viele Beweise die gegen die Existenz dieses alten Mannes sprechen.

Viele weitere Definitonen des Gottesbegriffs sind im Endeffekt nur Versuche, das Unerklärbare zu erklären.
Dass "Gott" geschaffen wurde hat in meinen AUgen drei Gründe:
1. Einen anderen Menschen, der mir was vorschreiben will, kann ich in Frage stellen. Die Menschheit braucht aber Regeln um zu funktionieren, und damit diese Regeln auch eingehalten werden braucht man eine "höhere Macht" die der Mensch nicht in Frage stellen kann: "Gott".
2. Es gibt vieles was der Mensch mit seinem begrenzten Verstand nicht erklären kann und nir erklären können wird. Er ist aber ein so komisches Wesen das von Kindesbeinen an für alles eine Erklärung will. Die Lieblingsfrage der Kinder. "Warum?". Und wenn die Erklärungsmöglichkeiten ausgehen wird als finale Erklärung "Gott" herangezogen.
3. Auf 2. aufbauend dient "Gott" der Beruhigung. Wir Menschen haben Angst, vor allem vor dem was wir nicht erklären können. Der Tod ist das typische Beispiel dafür. Wir können uns nicht vorstellen dass wir eines Tages einfach sterben und dann alles zu ende ist. DIese Vorstellung macht uns Angst. Mit "Gott" wurde eine Möglichkeit geschaffen, diese Angst zu nehmen.

Ich vertrete die Aufassung, dass der Mensch "Gott" nach seinem Ebenbild geschaffen hat.

Ein Bekannter von mir sagte vor vielen Jahren mal den schönen Satz: "Gott und Teufel sind in DIR drin, und Himmel und Hölle sind das was DU daraus machst!"

Ich bin übrigens pantheistischer Atheist.
  • 19.10.2016, 14:16 Uhr
  • 5
Ein pantheistischer Atheist? Watt et nich alles jibt
  • 19.10.2016, 16:08 Uhr
  • 2
  • 19.10.2016, 16:16 Uhr
  • 0
So lache ich mich schepp über die Menschen die jeden Sonntag in ein Gebäude gehen, da irgendwelche Lieder vor sich hingröhlen und irgendein komisches Gemurmel von sich geben. Und dann dieses ständige hinsetzen, aufstehen, hinsetzen, aufstehen, hinknien.. und dann zum Schluß "Haddu fein gemacht, hier hast du ein Leckerchen!"
  • 19.10.2016, 16:38 Uhr
  • 2
  • 19.10.2016, 16:41 Uhr
  • 0
Und hier haben wir genau das Dilemma aus dem heraus Vorurteile und schließlich Kriege entstehen, nämlich a) die Unwissenheit über das Fremde und b) die feste Überzeugung das Eigene sei das einzig Richtige und das Fremde das absolut Falsche.
Ich selbst trinke nämlich praktisch keinen Alkohol mehr, bleibe also ohne die oben erwähnten Folgen. Aber immerhin schreibst du "gewandet" und nicht "verkleidet"...

Riten sind wichtig und gut. Vereinen doch solche, ich nenne es mal ganz allgemein "Veranstaltungen", Menschen wie sie unterschiedlicher kaum sein können in einer einzigen Gemeinsamkeit. Und dabei ist es egal ob Gottesdienst oder Saufgelage. Wie sinnvoll oder sinnlos das ist muss jeder für sich selbst ausmachen.
Was aber viele vergessen ist der Hintergrund der Riten. Viele machen einfach mit weil es so Brauch ist, weil man es gewohnt ist, weil sonst die Eltern meckern, weil man sonst den Pelzmantel oder das neue Schwert nicht vorzeigen und damit angeben kann.

Ich provoziere übrigens bewusst gerne ein wenig, denn damit bringt man die Menschen am Besten zum Nachdenken. Denn was ich gerade in religiösen Kreisen, gleich welcher Richtung, immer wieder erlebe ist, dass das Nachdenken und kritische Hinterfragen scheinbar verboten ist. "Et is so weil et so is!" und fertig. Von den Menschen die ich kenne gehen die wenigsten in die Kirche weil sie sich ausgiebig mit dem Thema befasst haben und eine eigene Überzeugung gefunden haben.
Ich persönlich habe mich mit der Thematik befasst, und meinen eigenen Weg gefunden.
  • 19.10.2016, 17:55 Uhr
  • 3
So ganz finde ich jetzt den Zusammenhang zwischen deinem Kommentar und meinem Beitrag nicht.
  • 19.10.2016, 20:25 Uhr
  • 0
Da wurde ein Beitrag gelöscht.. in welchem Bezug genommen wurde auf mein ritterliches Gewand
  • 19.10.2016, 20:28 Uhr
  • 1
Jetzt verstehe ich. Allerdings habe ich nichts gelöscht, das muss dann wohl der Kommentator selbst gewesen sein.
  • 19.10.2016, 23:24 Uhr
  • 0
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Gert, und was unterscheidet deinen Glauben, bzw. deine "Gotteserfahrung", die du für wahr hältst, von der "Missionsarbeit" von Atheisten, die eben diese "Erfahrung" als subjektiv bezeichnen einerseits und andererseits den Zeugen Jehovas, die mit dem baldigen Harmagedon und der leiblichen Auferstehung nur der Zeugen rechnen oder dem Glauben der Esoteriker, dass das Schicksal in den Sternen steht?
Alles sind subjektive Erfahrungen, die man nicht übertragen kann, auch wenn es Menschen gibt, die ähnliche Erfahrungen machen. Aber da sie in jedem Fall immateriell sind, kann man sie auch nicht vergleichen.
Ich habe Phasen tiefer Gläubigkeit aber auch Phasen des Zweifelns erlebt. Deshalb bezeichne ich mich als Agnostiker.
Wenn ich mich häufig hier im Themenkreis Religion blicken lasse, dann nur deshalb, weil ich wissen will, wieso nicht mehr Menschen so "ticken" wie ich - und nicht akzeptieren wollen, dass man eben nichts "wissen" kann - es also die absolute Wahrheit gar nicht geben kann. - Nur die Wahrnehmung!
  • 19.10.2016, 13:59 Uhr
  • 4
Der Unterschied ist dir doch bekannt Ich berufe mich auf eine subjektive persönliche Erfahrung und der Atheist, jedenfalls in der Ausprägung, wie ich sie hier kennengelernt habe, beruft sich auf den menschlichen Verstand und seine angebliche Fähigkeit, die absolute Wahrheit in Bezug auf die Existenz Gottes zu erkennen. Das ist aber schlicht unmöglich. Ansonsten kann ich nur noch einmal darauf hinweisen, dass ich genau das, was du mir unterstellst, eben nicht tue. Ich missioniere nicht, ich stehe allenfalls Rede und Antwort, wenn das Thema angeschnitten wird. Verleugnen werde ich meinen Glauben ganz sicher nicht.
  • 19.10.2016, 16:15 Uhr
  • 2
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Die Missionierung ist ein Grundgedanke (fast) aller Religionen.
Das jetzt Atheisten ebenfalls in Sachen Missionierung unterwegs sind, zeigt offensichtlich das auch diese einen Mangel an Nachwuchs haben.
  • 19.10.2016, 13:24 Uhr
  • 5
Hier wurde ein Kommentar durch den Eigentümer des Inhalts entfernt.
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