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Migration und dann?

Migration und dann?

12.09.2017, 10:37 Uhr
Beitrag von wize.life-Nutzer

Was empfindet ein Deutscher mit iranischen Wurzeln angesichts der Verbrechen der Deutschen im sog. 3.Reich?


Mit sehr großem Interesse las ich dieser Tage den Bericht des deutsch/irasnischen Schriftstellers und Publizist Navid Kerami über seine Empfindungen angesichts seines Besuches im KZ Auschwitz.
Er beschreibt darin sein Verständnis darüber wie sich ein deutschsprechendes Kind von Einwanderen
fühlen muss wenn er bei seinem Besuch in Auschwitz, einen Aufkleber mit dem Wort "deutsch" für alle sichtbar an seiner Kleidung tragen muss. Dieser Bericht ist bezeichnend für jene Kinder welche in Deutschland aufwuchsen und doch mit Deutschland keine gemeinsame Geschichte haben.
Im Text fällt es auf, wenn er sozusagen ein geteiltes Verhältnis zur Kultur der Deutschen jüdischen Glaubens zum Ausdruck bringt.
Zitat:
"Es ist bezeichnend, dass Martin Walser die Revision seiner Friedenspreisrede mit einer literarischen Entdeckung eingeleitet hat: der Entdeckung der jiddischen Literatur. Hatte er, der sich in den sechziger Jahren unerschrocken wie wenige mit der jüngsten deutschen Vergangenheit auseinandergesetzt hatte, 1998 etwa die deutsche Vorkriegsliteratur übersehen? Marcel Reich-Ranicki selbst, der von Walsers Rede tief getroffen war, wies einmal darauf hin, dass die Grundlagen der modernen Literatur von Franz Kafka geschaffen worden sind; die Grundlagen der modernen Physik von Albert Einstein; die Grundlagen der modernen Musik von Gustav Mahler und Arnold Schönberg; die Grundlagen der modernen Soziologie von Karl Marx; die Grundlagen der modernen Psychologie von Sigmund Freud. Sie alle waren nicht nur Juden. Sie waren deutschsprachige Juden. Reich-Ranicki nannte das ein „Mysterium, das ich nicht erklären kann“. Weder die französischsprachigen Juden haben solche Schöpfergeister hervorgebracht noch die italienischen oder die russischen."
Das ist der Denkfehler welchen er in Verkennung der Tatsache macht, das selbst Ranicki, der von sich schreibt:
Zitat:
„Machen Sie keinen Deutschen aus mir. Ich bin ein Bürger der Bundesrepublik Deutschland. Selbstverständlich und gern. Mir gefällt dieser Staat, trotz allem. Ich schreibe in deutscher Sprache, ich bin ein deutscher Literaturkritiker, ich gehöre zur deutschen Literatur und Kultur, aber ich bin kein Deutscher und werde es nie werden.“
nie als Deutscher betrachtet werden wollte und sich selbst als Jude mit deutschem Pass betrachtete.

Jedoch ist dieser Denkfehler entschuldbar wenn sich sein Bild der Deutschen auf das Bild der deutschen Juden, wie oben benannt, des Reich-Ranicki bezieht.
Einige deutsche Kulturträger waren zwar jüdischer Herkunft und Glaubens, jedoch empfanden sie Deutschland als ihr Vaterland und geistige Heimat, verbunden mit den Wurzeln jüdischer Geschichte. Solange jedenfalls bis sie von diesen braunen Horden daraus vertrieben wurden.
Auch danach empfanden viele noch Deutschland als ihr Heimatland und kehrten nach dem Krieg nach Deutschland zurück. Einige zog es in die DDR und andere blieben in Westdeutschland, aber alle hatten diese Verbundenheit mit Deutschland als ihre Heimat.
Wie geschrieben hat mich die Tatsache dieses Versuchs zu beschreiben was ein deutschsprachiger Mensch mit nichtdeutschen Wurzeln, angesichts des Schreckens deutscher Barbarei empfand, nur würde ich mehr Betroffenheit erwarten, angesichts des Gedanken jetzt zu diesem Volk zu gehören und deren Verantwortung für die Geschichte mitzutragen. aber so weit reichte das Verständnis für dieses wohl doch nicht.
https://www.google.de/url?sa=t&rct=j...uu_jAkVd_Tg
https://www.google.de/url?sa=t&rct=j...rvbRGwPV9uQ
https://www.google.de/url?sa=t&rct=j...YaZ8U5tnFPA

210 Kommentare

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Was ist hier aus dieser wundervollen Rede von Kermani bloß geworden... ein abscheuliches Konglomerat aus Fremdenhass und -angst, aus Wessi- und Ossi-Besserwisserei; gepaart mit Unwissen, und, viel schlimmer, mit Nichtwissenwollen; über jüdische Kultur und über das, was sie uns geschenkt hat, bis wir sie brutal vernichtet haben; Über das, was uns andere Kulturen vermitteln könn(t)en, und was hier in "Originaldeutschland" (was für ein Ausdruck!) etliche mit fadenscheinigen Ausreden nicht zulassen möchten.
wize.life-Nutzer, ich weiß nicht, was deine Absicht war, als du auf die Idee kamst,aus der Rede nur winzige Ausschnitte einzustellen, die absolut nicht relevant sind für das, was Kermani insgesamt damit bezweckte.
Und ich folgere daraus vorsichtshalber nur, dass du die Rede im Grunde nicht verstanden hast. Denn die andere Möglichkeit wäre, du bist nach all' den Jahren immer noch (oder schon wieder) voll mit Fremdenhass; vernagelt und verbohrt.
Es wäre angebracht, diesen kompletten Themenwelt-Beitrag in den Boden zu stampfen und ihn zu vergessen.

(...und vielleicht mal endlich die 12 (!) Seiten Teilabdruck der Rede in der FAZ komplett zu lesen.)

Für mich war's das hier.
  • 14.09.2017, 15:48 Uhr
  • 2
Ihr lest, im Gegensatz zu mir, nur das was ihr lesen wollt, denn ich habe diesen Artikel genau bis zur letzten Seite gelesen und meine Schlüsse daraus gezogen. Ihr im Gegenteil benutzt sie um Hass und Zwiespalt unter den Usern zu säen und das ist schändlich
Es zeigt auch genau das ihr diesen Link nichtmal geöffnet habt, denn sonst wüsstet ihr, das er alle 12 Seiten beinhaltet
  • 14.09.2017, 17:36 Uhr
  • 1
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Die Überschrift dieses Artikels empfinde ich als bodenlose Unverschämtheit und habe dabei ein sehr ungutes Gefühl und trage Verdacht auf rassistisches Gedankengut des Erstellers dieses Beitrages. Navid Kermani ist in Deutschland geboren, angesehener Schriftsteller und Islamwissenschaftler und Träger des Friedenspreises des Deutschen Buchhandels.

Ich unterstelle auch, dass die fettgedruckte Überschrift ganz bewusst innerhalb des Beitrages erfolgte, damit es nicht so auffällt und nicht gleich gemeldet wird.

Ich werde den Beitrag an Kermanis Verlag weiterleiten.
  • 13.09.2017, 22:23 Uhr
  • 4
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Für mich ist eben einfach klar, dass niemand, der damit nix zutun hatte, irgenwelche Schuld hat und keine Folgen verantworten muss - auch dabei egal, ob seine Vorfahren evtl. involviert waren.
Heute ist heute!
Wollt ich weiter unten schreiben, aber offenbar hat A.W. blockiert, weil man anderer Meinung ist.
  • 13.09.2017, 13:10 Uhr
  • 1
Nun Toben sich A.W. und M.O. dort aus und das nur, weil beide offenbar keinen Klartext ertragen können. Das nenne ich Hetze!
  • 13.09.2017, 13:24 Uhr
  • 0
Ich finde es unmöglich zu blockieren und dann weiter zu hetzen, Lügen zu unterstellen. A.W. begibt sich auf ganz niedriges Niveau damit.
  • 13.09.2017, 13:57 Uhr
  • 0
wize.life-Nutzer, du solltest dich mal besser kontrollieren und nicht so einen Unsinn schreiben. Der Einzige, der sich auf ganz niedriges Niveau begibt, das bist du. Da kannst du noch so viel hetzen und lügen, jeder kann lesen und sich selbst eine Meinung bilden.
Was verletzte Eitelkeit nicht so alles bewirken kann *kopfschüttel*
  • 13.09.2017, 14:00 Uhr
  • 6
Hetzen tut offenbar ihr und ich hab hier nicht gelogen!
  • 13.09.2017, 14:01 Uhr
  • 0
Logik ist für einen Mathematiker Grundlage und wichtig. Auf deine Hetze A.W. im anderen Strang kann ich ja nicht direkt antworten. Schon seltsames Verhalten.
  • 13.09.2017, 14:16 Uhr
  • 0
-----------------------------------------------
  • 13.09.2017, 14:19 Uhr
  • 2
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Nationale Zugehörigkeit ist in ihrer Bedeutung zu vielschichtig, um sie auf einen Nenner herunterbrechen zu können. Wir haben hier in Österreich im Osten und Süden beispielsweise größere kroatische, ungarische und slowenische Minderheiten. Obwohl sie bereits sein einem Jahrhundert zum Staat Österreich gehören, pflegen sie ihre eigene Sprache und Kultur, und sie haben zweisprachige Ortstafeln.
Das bedeutet aber nicht, dass sie keine Österreicher sind - politisch sind sie das, obwohl sie ihre eigene Kultur beibehalten.
Viele Tiroler fühlen sich in erster Linie als Tiroler und erst in zweiter Linie als Österreicher. Und vielleicht wollen auch beispielsweise manche Bayern zuerst Bayern und dann erst Deutsche sein?

Es ist also nicht notwendig, seine Wurzeln und seine Kultur zu vergessen, um einem Staat, also einer Nation im politischen Sinn, zugehörig zu sein.

Das Schamgefühl, das Navid Kerami bei den deutschen Besuchern von Auschwitz gefühlt hat, ist mehr oder weniger ein 'Fremdschämen' für das, was vor unserer Zeit von vielen unserer Vorfahren angerichtet wurde. Dieses 'Fremdschämen' erfasst auch, sogar vermehrt, Naturdeutsche und -österreicher, deren Vorfahren sich nicht an den Gräueltaten beteiligt oder sogar dagegen gekämpft haben. Dies veilleicht deshalb, weil sie sich nicht nur politisch, sondern kulturell und traditionell als Deutsche oder Österreicher empfinden. Meiner Meinung nach trägt gerade dieses Gefühl dazu bei, zu verhindern, dass sich so etwas wiederholt.

Aber man darf nicht erwarten, dass sich ein Mensch, der später in unsere politische Nation aufgenommen wurde, aber andere kulturelle und traditionelle Wurzeln hat, für diese schwarze Periode in der deutsch-österreichischen Geschichte schämt.
  • 13.09.2017, 11:21 Uhr
  • 15
Das erwarte ich auch nicht. Jeder sollte sich aber fragen, ob er bereit ist bei der Anerkennung der deutschen Staatsbürgerschaft auch bereit ist dieses Erbe mitzutragen und alles dafür zu tun das sich es nicht wiederholt.
Und was die Deutschen insgesamt betrifft, auch ein Bayer, Sachse oder Österreicher kann sich nicht von dieser Verantwortung befreien, denn sie alle hatten Vorfahren die an diesem unseligen Kapitel deutscher Geschichte beteiligt waren. Als "Neudeutscher" muss man sich nicht für die Vergangenheit mit welcher man selbst absolut nichts zu tun hatte rechtfertigen und auch nicht schämen. Es reicht das man dieses Erbe anerkennt und eine Wiederholung vermeidet.
  • 13.09.2017, 11:33 Uhr
  • 1
Nun, ich würde meinen, dass jeder lebende Mensch, der diese Bezeichnung verdient, dafür zu sorgen hat, dass sich so etwas nicht wiederholt - ganz unabhängig von der Zugehörigkeit zu einer Nation und dem 'Erbe', das diese Nation zu tragen hat.
  • 13.09.2017, 11:39 Uhr
  • 10
Na klar. Aber wir insbesondere und da schliesse ich die Österreicher ein.
  • 13.09.2017, 11:55 Uhr
  • 1
Hier wurde ein Kommentar durch den Ersteller entfernt.
Wenn wir uns also darüber einig sind: Wo genau liegt das Problem bei eingebürgerten Deutschen mit iranischen, türkischen, russichen oder sonstigen Wurzeln?
  • 13.09.2017, 12:17 Uhr
  • 8
Das er, auch wenn er an der unrühmlichen Vergangenheit der Deutschen unbeteiligt war, doch mit herangezogen wird um diese Schuld zu begleichen.
  • 13.09.2017, 12:20 Uhr
  • 0
Bei den polnischen Leuten ist es makaber sich vorzustellen das diese auch, nur allein begründet auf der Tatsache das sie die deutsche Staatsangehörigkeit besitzen, im Falle einer Anerkennung der von Polen geforderten Reparationen, auch zur Kasse gebeten werden.
  • 13.09.2017, 12:25 Uhr
  • 0
Ich finde so Gedanken an "Sippenhaft" völlig unangebracht.
Nachkommen haften nicht für Taten irgendwelcher Vorfahren und Landsleute. Auch schämen für andere finde ich unangebracht.
Ich versteh das ganze Thema insgesamt nicht so wirklich.
  • 13.09.2017, 12:36 Uhr
  • 2
wize.life-Nutzer
Alle Menschen, die in einem Land leben, werden in Form von Steuern zur Bezahlung von Verpflichtungen herangezogen, die ein Staat eingeht. Das betrifft auch alle hier ansässigen Ausländer. Das ist doch jedem bewusst und bedarf keiner besonderen Klarstellung.
Das betrifft auch 'arisiertes' jüdisches Eigentum, das sich im Besitz der öffentlichen Hand befindet und selbstverständlich zurückgegeben werden muss. Auch da zahlen jüdische Mitbürger durch ihre Steuern mit.
  • 13.09.2017, 12:42 Uhr
  • 8
Ich auch nicht (mehr) wenn ich manche Kommentare betrachte
  • 13.09.2017, 12:42 Uhr
  • 0
Es zahlen ja wohl kaum all die (illegalen) Einwanderer hier Steuern. Im Gegenteil - kassieren oft nur ab!
  • 13.09.2017, 12:45 Uhr
  • 2
wize.life-Nutzer: Du schreibst wieder einmal am Thema vorbei, um deine Gehässigkeiten loszuwerden und vom Thema abzulenken. (Abgesehen davon zahlen alle, die irgendetwas kaufen, zumindest die Mehrwertsteuer.)
Hier geht es darum, dass Eingebürgerte auch eine Last übernehmen, wenn sie Deutsche werden. Diese zahlen sehr wohl Steuern und laufen Gefahr, im Ausland auch heute noch hin und wieder als 'Nazis' bezeichnet zu werden.
wize.life-Nutzer wollte darauf hinweisen, dass sie sich dessen bewusst sein müssen.
  • 13.09.2017, 12:56 Uhr
  • 10
Gehässigkeiten liest nur du.
Ich finde es eben völlig unangebracht von irgendwelcher Last aus grauer Vorzeit zu reden. Das ist ja schon auch Thema hier.
  • 13.09.2017, 12:59 Uhr
  • 1
wize.life-Nutzer: Geschenkt.
Ich rede hier nicht von der [i]Last aus grauer Vorzeit[/i], sondern von den Folgen, die es heute noch real gibt - auch wenn diese Folgen von dir als ungerecht eingestuft werden. Ob dies dies ungerecht ist, steht auf einem anderen Blatt, und darüber diskutiere ich hier nicht. Wenn du darüber diskutieren willst, kannst du ja einen eigenen Strang eröffnen. Hier wirst du blockiert.
  • 13.09.2017, 13:05 Uhr
  • 8
oh nein, nicht nur Assya liest seit Tagen deine gehässigen und kruden Gedanken.
Du scheint ein Nachholbedürfnis zu haben, dich an Ausländern abzuarbeiten.
Wie kann man so etwas schreiben?
Zitat:< Es zahlen ja wohl kaum all die (illegalen) Einwanderer hier Steuern. Im Gegenteil - kassieren oft nur ab!>

Erkläre mal, wie Illegale abkassieren können. Wer illegal hier ist, ist nirgends gemeldet und kann daher auch nicht abkassieren. Also nur Blödsinn, um gegen Fremde zu hetzen.
  • 13.09.2017, 13:09 Uhr
  • 10
wize.life-Nutzer: Ich verstehe deinen Ärger, darum habe ich KM temporär blockiert. Er kann also hier nix mehr erklären.
  • 13.09.2017, 13:13 Uhr
  • 4
Man soll nicht verallgemeinern. Auch unter Ausländern gibt es solche und solche, das kann ich aus eigener Erfahrung bestätigen. Das die illegal eingereisten und bis heute illegal gebliebenen nichts einzahlen und auch nichts abkassieren liegt ja auf der Hand. Nur muss man eben Gesetze schaffen, wenn sie nicht schon vorhanden sind um dieses zu unterbinden.
  • 13.09.2017, 13:17 Uhr
  • 1
OK, aber auch das ist in deinem Beitrag nicht Thema. Hier geht es um Eingebürgerte, und die sind schon per definitionem nicht illegal.
  • 13.09.2017, 13:19 Uhr
  • 6
wize.life-Nutzer, danke. Ja es ist schlimm, da er seit Tagen rum hetzt und alle anderen, die mit Argumenten kommen, sind die, die keine Ahnung haben. Ich werde ihm aus dem Weg gehen.
  • 13.09.2017, 13:19 Uhr
  • 7
Fassen wir zusammen:
Was sind die Folgen, mit denen eingebürgerte neue Staatsbürger rechnen müssen?
1. Sie laufen Gefahr, im Ausland als 'Nazis' bezeichnet zu werden, weil sie einen deutschen Pass haben.
2. Sie tragen alle finanziellen Verpflichtungen mit, die der deutsche Staat eingeht.

Welche Folgen kann es sonst noch geben?
  • 13.09.2017, 13:24 Uhr
  • 4
Richtig Assaya, es geht um die Eingebürgerten und ihr Verhältnis zum Verhältnis zur Schuld der Deutschen als Nation.
  • 13.09.2017, 13:25 Uhr
  • 1
Gut. Wir haben zwei Umstände indentifiziert - siehe oben. Was kann es sonst noch geben?
  • 13.09.2017, 13:26 Uhr
  • 4
In welchem Sinne sie ihre Stellung innerhalb dieser Nation sehen. Sehen sie sich als Deutsche, welche die Schrecken des 2.Weltkrieges, begangen durch Deutsche, als zu dieser Stellung gehörig und werden alles tun das sich sowas nicht wiederholt, oder betrachten sie das als Vergangenheit mit welcher sie nichts zu tun haben. Ich meine ich habe auch nichts damit zu tun, aber anerkenne es als nationales Erbe und Verpflichtung alles dagegen zu unternehmen das sowas wiederholt.
  • 13.09.2017, 13:32 Uhr
  • 1
Bernd, ich mache dir mal einen praktischen Vorschlag.
Gehe hin und unterhalte dich mit diesen Menschen, frage sie und lass dir erklären, was sie denken.
  • 13.09.2017, 13:37 Uhr
  • 6
Nun, für dieses Erbe müssen Eingebürgerte zwar die Folgen mittragen, aber die 'kulturelle Erbschuld' brauchen sie nicht mit übernehmen. Ich hätte Verständnis dafür, dass sie sich emotional davon distanzieren. Nichtsdestoweniger erwarte ich mir, dass auch sie sich dafür einsetzen, damit sich so etwas nicht wiederholt.
  • 13.09.2017, 13:40 Uhr
  • 6
soweit ich aus Erfahrung sagen kann, machen sie das wize.life-Nutzer, nur leider bekommen sie für ihre eigenen Sorgen, die sie nicht abstreifen können, kein Verständnis.
Wen interessiert es von den Bürgern hier, was in den Ländern passiert wo diese "Neudeutschen" ihre Wurzeln haben? Gerade die, die hier Verantwortung einfordern, entziehen sich jeglicher Verantwortung diesen Menschen gegenüber.
  • 13.09.2017, 13:50 Uhr
  • 7
wize.life-Nutzer
In deinem Strang setzt du deine Gehässigkeiten fort, indem du lügst behauptest, ich hätte dich wegen 'anderer Meinung' geblockt. Um 13:05 habe ich dir genau erklärt, dass ich dich wegen Themenverfehlung geblockt habe (und mich nicht weiter mit deinem Thema herumschlagen wollte). Eine 'andere Meinung' war für mich noch nie ein Grund, jemanden zu blockieren.
Daher: Deine Wortmeldung war nicht genügend, setzen.
  • 13.09.2017, 13:52 Uhr
  • 6
wize.life-Nutzer
Ich habe auch oft das Gefühl, Integration wird als Einbahnstraße verstanden - doch das ist sie nicht.
  • 13.09.2017, 13:54 Uhr
  • 6
Margret, ich unterhalte mich fast täglich mit solchen Menschen, hab sie ja schliesslich in der Familie
  • 13.09.2017, 14:01 Uhr
  • 0
wize.life-Nutzer: Zitat deines Textes:
[i]Für mich ist eben einfach klar, dass niemand, der damit nix zutun hatte, irgenwelche Schuld hat und keine Folgen verantworten muss - auch dabei egal, ob seine Vorfahren evtl. involviert waren.[/i]
Ich habe zu diesem deinem Satz überhaupt keine Meinung geäußert, und schon gar keine gegenteilige. Warum also hätte ich dich wegen 'anderer Meinung' blockieren sollen???
Aber Logik ist eben nicht jedermanns Sache. Lügen verbreiten ist einfacher.
Noch länger schlage ich mich jetzt mit dir nicht mehr herum, habe wichtigeres zu tun. Darum Ende der Fahnenstange hier.
  • 13.09.2017, 14:13 Uhr
  • 5
Assya und Bernd, ich habe mit Interesse den Beitrag und eure Diskussion darüber gelesen ...
Wie wohltuend, dass sowas hier auch noch möglich ist!
  • 13.09.2017, 14:20 Uhr
  • 2
Danke für die Anerkennung, wize.life-Nutzer. Unter Erwachsenen sollte so etwas selbstverständlich sein.
  • 13.09.2017, 14:22 Uhr
  • 3
Ja! Trotzdem Danke.
  • 13.09.2017, 14:23 Uhr
  • 2
wize.life-Nutzer, Du hast es in Deinem Kommentar genau beschrieben, wo das Grundproblem liegt.

Außerdem ist es für Viele einfacher Migranten verantwortlich zu machen für etwas, was sie aus ihrer Sicht heraus absolut negieren wollen, wie beispielsweise bei den Rentnern, was tatsächlich die Ursache ist für die Rentenproblematik.
  • 13.09.2017, 15:40 Uhr
  • 1
wize.life-Nutzer: Dann bist du also ein unlogischer Mathematiker?
Hier kann sich jeder selbst ein Bild machen, wer hetzt. Dein Text von weiter oben:
[i]Es zahlen ja wohl kaum all die (illegalen) Einwanderer hier Steuern. Im Gegenteil - kassieren oft nur ab![/i] Jeder muss essen und trinken, und daher zahlen auch Illegale die Verbrauchsteuern! Und in diesem Beitrag ist von Eingebürgten die Rede, und die zahlen auch Einkommensteuern: ohne Job wären sie wohl nicht eingebürgert worden.
Daher bezeichne ich deinen Text als gehässig. Und deshalb wurdest du blockiert, denn ich wollte mich nicht weiter mit deinem Versuch, vom Thema des Beitrags abzulenken, abquälen.

Klar, jetzt kannst du hier nicht mehr antworten. Aber wenn ich dir etwas zu sagen habe, schreibe ich deinen Namen aus, damit du es sofort siehst. Wenn du mich anschreibst, versteckst du es hinter einem 'AW'. Wie feige! Und gerade du unterstellst mir, mich keiner anderen Meinung stellen zu wollen?

Im Übrigen bin ich deiner Meinung, dass schon aus Altersgründen die allerwenigsten der heute Lebenden ein persönliches Verschulden am Holocaust trifft. Somit ist erwiesen, dass ich keine 'andere Meinung' als du habe.

Allerdings müssen wir alle mit den Folgen leben, im Ausland manchmal als 'Nazi' beschimpft zu werden und die materiellen Schäden auszugleichen - ob uns das passt oder nicht. Über dieses Thema können wir gern weiterdiskutieren, sofern du die persönlichen Unterstellungen in deinem Strang unterlässt.

Ich hoffe, das war jetzt ausführlich genug, damit du verstehst. Wenn nicht - auch egal.
  • 13.09.2017, 15:46 Uhr
  • 4
K.M. will doch nur Anerkennung von seinen Gleichgesinnten die vielleicht hier im Strang sind. Er sucht doch jede Notiz wo vielleicht etwas gegen Ausländer gibt.
  • 14.09.2017, 14:23 Uhr
  • 3
  • 14.09.2017, 14:36 Uhr
  • 1
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Die Diskussion ist unbedingt nötig und einsehbar, aber der Auslöser, der hier beschrieben wird, ist geradezu lachhaft:

[i]..wenn er bei seinem Besuch in Auschwitz, einen Aufkleber mit dem Wort "deutsch" für alle sichtbar an seiner Kleidung tragen muss.[/i]

Den bekommt jeder so, wie er ihn wünscht, um dann in die jeweilige Sprachgruppe eingeordnet zu werden, weil du das Lager und die Gebäude NUR MIT FREMDENFÜHRER betreten darfst.
Du wirst gefragt und bekommst den Aufpapper nach [u]deinem[/u] Wunsch.
Nichtsdestotrotz verstehe ich sein Problem, wenn es denn wirklich eins ist und nicht nur der Aufhänger für solche Gedanken.
Ich habe ein ganz mieses Gefühl bei deinem Artikel hier.
...................................................................................................................
Nachtrag:
Und wenn ich den Artikel dann herauskrame, wird mir einiges klarer:
[i]"Mit einer Beobachtung möchte ich beginnen, die ich im vergangenen Sommer nach einer Reise durch Osteuropa aufgeschrieben habe.
Um Auschwitz zu besuchen, musste ich mich online anmelden und für eine Sprache entscheiden, Englisch, Polnisch, Deutsch und so weiter. Die Prozedur war nicht viel anders als auf einem Flughafen:
Die Besucher, die meisten mit Backpacks, kurzen Hosen oder anderen Signalen, auf der Durchreise zu sein, hielten den Barcode hin, um einzuchecken, nahmen einen Aufkleber für ihre Sprache in Empfang und passierten eine Viertelstunde vor Beginn der Führung eine Sicherheitsschleuse.
In einer engen Halle verteilten sie sich auf zu wenige Sitzbänke, bis ihre Gruppe aufgerufen wurde.
Nachdem ich das Ticket unter einen weiteren Scanner gehalten hatte, stand ich von einem Schritt auf den anderen im ehemaligen Konzentrationslager, vor mir die Baracken, die Wachtürme, die Zäune, die jeder von Fotos, Dokumentationen, Filmen kennt.

Die Gruppen hatten sich bereits gesammelt und warteten darauf, von ihren Führern abgeholt zu werden.
Während die israelischen Jugendlichen – oder bildete ich mir das nur ein? – etwas lauter und selbstbewusster waren, drückten sich die Deutschen – nein, das bildete ich mir nicht nur ein – stumm an die Mauer des Besucherzentrums.
Plötzlich wog der Aufkleber schwer, den ich in der Hand hielt, eigentlich doch nur ein kleines Stück Plastikfolie.
Er wog schwer. Instinktiv holte ich Luft, bevor ich den Aufkleber an die Brust heftete, auf dem schwarz auf weiß ein einziges Wort stand: deutsch.
Das war es, diese Handlung, von da an wie ein Geständnis der Schriftzug auf meiner Brust: deutsch.
Ja, ich gehörte dazu, nicht durch die Herkunft, durch blonde Haare, arisches Blut oder so einen Mist, sondern schlicht durch die Sprache, damit die Kultur.
Wenn es einen einzigen Moment gibt, an dem ich ohne Wenn und Aber zum Deutschen wurde, dann war es nicht meine Geburt in Deutschland, es war nicht meine Einbürgerung, es war nicht das erste Mal, als ich wählen gegangen bin.
Schon gar nicht war es ein Sommermärchen.
Es war letzten Sommer, als ich den Aufkleber an die Brust heftete, vor mir die Baracken, hinter mir das Besucherzentrum: deutsch. Ich ging zu meiner Gruppe und wartete ebenfalls stumm auf unsere Führerin. Im Tor, über dem „Arbeit macht frei“ steht, stellten sich nacheinander alle Gruppen zu einem bizarren Foto auf.
Nur wir schämten uns."[/i]

Und so weiter.
  • 13.09.2017, 08:44 Uhr
  • 7
Du witterst wie immer Verrat
Nur mache ich mir Gedanken und versuche mich in diese Personen, welche ich ja auch in meiner Familie habe, hineinzuversetzen. Die Mühe mache ich mir tatsächlich.
  • 13.09.2017, 08:50 Uhr
  • 1
Ich wittere nicht "Verrat", ich bin allerdings fast überzeugt, dass du entweder den Iraner nicht wirklich sinnentnehmend gelesen hast, oder, was ich eher befürchte, dass du ihn bewusst in eine Richtung drehst, die bestimmte deiner Thesen untermauert.
Das kann ich jetzt leider nicht weiter ausführen, ich hoffe, ich habe später mehr Zeit; vor allem für den Artikel, den du hier wiedergibst.
  • 13.09.2017, 08:56 Uhr
  • 6
Nur bis hierher (weiter habe ich den Autor nicht gelesen) ist es perfekte Integration: Er ist derart in deutsche Sprache, deutsches Leben, deutsche Vergangenheit eingetaucht, dass er "sich schämt", Deutscher zu sein.
(Ich denke allerdings eher, dass ihm zum ersten Mal dort bewusst wurde, was es heißt, solch ein Vermächtnis zu tragen.)
Und weiter: Ich bin Jahrgang 1959, habe ebenso wenig zu tun mit dem, was meine Großeltern und meine Eltern zu erleiden hatten bzw. was sie zum Teil auch jubelnd begrüßten.

[b]Aber auch ich habe mich geschämt.[/b]
(Bei mir brauchte es allerdings den Aufkleber nicht.)
  • 13.09.2017, 09:28 Uhr
  • 10
Nun ich habe diesen Bericht zwar mit Freude gelesen und fand die Integration als angemessen aber nicht perfekt. Denn gerade sein Bezug auf Reich-Ranicki, welcher sich nie als Deutscher fühlte, machte mich schon etwas stutzig. Entweder er fühlt sich als Deutscher, dann aber mit sämtlichen Höhen und Tiefen des Volkes dem er anzugehören denkt, oder er sucht sich nur das beste raus, dann wäre es bigott.
Und ich habe den Artikel sehrwohl gelesen und zwar von A-Z.
  • 13.09.2017, 09:34 Uhr
  • 0
Das mit dem Reich-Ranicki
[i]Reich-Ranicki, welcher sich nie als Deutscher fühlte[/i]
sollte man ein wenig differenzieren:
RR hatte eine deutsche Mutter, ist in Deutschland zur Schule gegangen und sprach und schrieb dein Deutsch, dem ich nur neiderfüllt zuhören kann, aber er sagte von sich selber:

"Ich bin halber Pole, halber Deutscher und ganzer Jude."

..um später auch das wieder umzustoßen und es in seinen Erinnerungen als alter Mann so zu formulieren:

"Nie war ich ein halber Pole, nie ein halber Deutscher – und ich hatte keinen Zweifel, dass ich es nie werden würde. Ich war auch nie in meinem Leben ein ganzer Jude, ich bin es bis heute nicht."

Und, wize.life-Nutzer, das ist um einiges differenzierter, als das, was du da oben schreibst.
Aber es zeigt doch im Grunde anschaulich, was ein "Migrant" wie RR gefühlt hat, der mit 10 aus dem Geburtsland gehen musste, weil die Mutter es so wollte, und der als 18-Jähriger gleich wieder mit Ausweisung durch die Nazis gebrandmarkt wurde und nach Polen zurück musste.
Und ist da nicht die Parallele mit "dem Iraner", der deutsch fühlt und doch nicht deutsch ist? Der sich wahrscheinlich auch im Iran fremd fühlt?
(So, und jetzt hat es gerade geklingelt und ich darf auch nach Hause, und in der Bahn werde ich mir endlich den Kermani-Artikel zur Gänze reinpfeifen.
Bis später!)
  • 13.09.2017, 16:19 Uhr
  • 2
Ich habe Ranicki lediglich zitiert. Das waren Worte welche er selbst über sich dokumentiert hat. So steht es auch in diesem Bericht.
  • 13.09.2017, 16:21 Uhr
  • 0
Navid Kermani ist kein Iraner,. Er ist in Deutschland geboren.
  • 13.09.2017, 22:39 Uhr
  • 1
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"Mehr Betroffenheit, Verantwortung für die Geschichte"?
Eine ganze Reihe aus meiner Familie ist im KZ ermordet worden, anderer wurden dort gefoltert, einige kamen in sogenannte Frontbewährungsbattailone und wurden dort verheizt.
Einer meiner Großväter, Mitglied der Roten Kapelle, kam mit einer halben Lunge und einem viertelsten Magen vom Minenräumen aus dem Krieg zurück.
Und alle, alle, die Angehörige verloren, oder ihre Gesundheit genommen bekamen, gleich ob Kommunisten oder Sozialdemokraten, beschäftigte auch nach 45 die Frage, haben wir genug getan, tragen wir eine Mitschuld?
So bitter diese Frage auch ist, so sicher wir seinen können, dass sie nie im Leben von jenen gestellt wird, die damals mit Begeisterung Faschisten waren und danach ihre Kinder und Kindeskinder in diesem Ungeist erzogen haben, so abstrus ist es, diese Frage von jemandem zu erwarten, der zu dieser Zeit kein Deutscher war, und der zur Zeit des Faschismus sicher nicht Deutscher hätte werden wollen.
Die zahlreichen Rückkehrer Deutscher, jüdischen Glaubens, sind ein klarer Beleg dafür, dass diese Kulturnation weit besser begriffen hat, als mancher Naturaldeutscher, dass es ein anderes, ein kulturelles, ein geistiges Deutschland gibt, das weit stabiler und tragfähiger ist, als dieser Heil oder WIR brüllende Mob es vermuten lässt.
Dein Beitrag hinterlässt ein "Gschmäckle"!
  • 13.09.2017, 07:47 Uhr
  • 20
Nun das war meine Absicht, denn man kann kein Deutscher sein ohne diese Geschichte zu kennen und zu verhindern das sowas nochmal geschieht. Man kann sich es nicht aussuchen welche Traditionen man übernimmt und welche nicht. Die DDR z.B. hat nur den Widerstand als eine solche übernehmenswerte Tradition für sch in Anspruch genommen, was ihr von vielen verübelt wurde und das mit Recht.
Man kann sich nicht als Deutscher fühlen, oder Russe, Engländer oder sogar Koreaner, ohne die Gesamtheit der Geschichte anzuerkennen, sonst wäre es Heuchelei.
  • 13.09.2017, 07:56 Uhr
  • 2
Dann stelle diese Frage in ihrer ganzen Ernsthaftigkeit, nicht EINEM Syrer, sondern den ABERTAUSENDEN Pegidagröhlern und AfD-Anhängern.
Dann bekommst du genau den Gegenwind, der dir zeigt, wie gefährdet unsere Demokratie derzeit ist.
  • 13.09.2017, 08:04 Uhr
  • 15
Erstens war es ein Iraner und zweitens bin ich Gegenwind gewöhnt
Diese "abertausenden Pegidagröhler", würde nicht einmal das HFC Stadion füllen währenddessen die bewussten Linken und ich meine damit echte Linke und keinen dieser rotverkappten Faschisten, ein Vielfaches darstellen. Also bin ich in dieser Hinsicht nicht besorgt. Was mir Sorgen macht, ist die derzeitige Politik in Europa, welche den Rechten die Wähler zu tausenden zutreibt. Das ist die einzige Gefahr die ich sehe.
  • 13.09.2017, 08:21 Uhr
  • 1
die Menschen lassen sich zutreiben. Und denken nicht nach, Bernd. Denn wenn sie nachdenekn würden, würden sie den Rechten nicht hinterherrennen.
  • 13.09.2017, 08:28 Uhr
  • 6
So sind sie, diese AfD-Abhängigen.
  • 13.09.2017, 08:46 Uhr
  • 4
Das ist, mit Verlaub gesagt, Tinnef Heiner.
Du machst ja so als wäre diese Situation gottgegeben.
Nichts geschieht ohne Grund und für mich ist dieser Grund das Versagen der Politik und das Europaweit.
Damit Menschen nachdenken wurden Politiker erschaffen und Parteien gegründet. Wenn jedoch auch die Medien dafür arbeiten das die Menschen, welche nicht nachdenken immer mehr verblöden, braucht man sich nicht wundern.
  • 13.09.2017, 08:48 Uhr
  • 1
nee, das Denken muss man schon selber machen. Und nicht delegieren. Informieren kann man sich überall, aber die Ent scheidung, etwas zu machen oder nicht, liegt schon bei einem selbst.
  • 13.09.2017, 08:50 Uhr
  • 7
Nichts liegt bei einem selbst, wenn das nämlich so wäre und Menschen nachdenken, würden die Menschen nicht diesen Lumpen in Scharen zulaufen. Warum meinst Du gibt es dann die Politik? Nur um den Zweck die Meinungen und Gedanken in die richtige Richtung zu lenken, denn sonst könnte man sie sich sparen. Nur dann, wenn Menschen das Gefühl haben etwas stimme nicht im Lande, dann beginnen sie nachzudenken.
  • 13.09.2017, 08:54 Uhr
  • 1
Deine Politikverherrlichung trägt schon religiöseZüge.
Um selbst zu denken bedarf es keiner Politiker!
Dann meinst du auch noch zu wissen, welche Politik "die Gedanken in die richtige Richtung lenkt". Das finde ich schon sehr seltsam.
  • 13.09.2017, 09:19 Uhr
  • 0
Kein Mensch würde CDU wählen wenn es sie nicht gäbe
Das meine ich damit.
Ohne Parteien keine Politik, ohne Politik keine Verfassungen u.v.m.
  • 13.09.2017, 09:25 Uhr
  • 0
Ich könnte mir schon Politik ohne Parteien vorstellen, zumindestens mehr direkte Demokratie in wichtigen Sachfragen.
  • 13.09.2017, 09:27 Uhr
  • 0
Es gab und gibt immer Menschen mit gleicher Überzeugung und die würden sich immer zusammenfinden. Nur um ihre Interessen zu vertreten würde es auch immer ein Gremium geben müssen welches ihnen als Sprachrohr dient.
  • 13.09.2017, 09:29 Uhr
  • 2
Das mag so sein, nur aus meiner Sicht hat sich das Parteiensystem zunehmend verselbstständigt und abgehoben von den realen Problemen der Bürger.
Die Selbstbedienungsmentalität vieler Politiker finde ich erschreckend und wenn mal was schiefgeht wird nie einer davon zur Verantwortung gezogen und muss Schadenersatz leisten. Ich finde das nicht ok.
  • 13.09.2017, 09:30 Uhr
  • 2
Genau das meine ich wen ich schreibe das etwas in der Politik nicht stimmen kann wenn dieser Rechtsruck durch Europa geht.
  • 13.09.2017, 09:37 Uhr
  • 0
Da machst du es dir bisl zu einfach. Es gibt Politikversagen in den etablierten Parteien und Extrem-Ruck in mehrere Richtungen, auch links und religiös-fanatisch ...
  • 13.09.2017, 09:39 Uhr
  • 1
Na gut, dann auch links aber religiös-fanatisch wurde importiert und stellt keinen in Europa gewachsenen Fakt dar. Jedenfalls nicht bis heute.
  • 13.09.2017, 09:42 Uhr
  • 1
Eben - aber Merkel-CDU betont immer wieder, 2015 richtig gehandelt zu haben. klingelts nun auch mal bei dir?
  • 13.09.2017, 09:43 Uhr
  • 0
Was hat das bitte mit meinem Artikel zu tun?
Was der BK der BRD entscheidet oder nicht, war nicht der Ausgangspunkt meines Anliegens.
  • 13.09.2017, 09:47 Uhr
  • 1
Ok, wir sind bisl abgedriftet vom Thema in Richtung Politik allgemein. Ich wollte dir nur klarmachen, dass man nicht so einseitig denken sollte.
  • 13.09.2017, 09:48 Uhr
  • 0
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Ich habe schon mal an anderer Stelle geschrieben, ich habe alle Seiten in der Familie gehabt.
Vom ermordeten Großvater im KZ, über jüdische Verwandtschaft, die fliehen musste, einen Cousin, der als Halbjude mit nur einem Auge (dank eines Blinggängers) als 18 jähriger im Krieg verheizt wurde, bis hin zum einfachen Soldaten und einem SS Mann.

Ich fühle mich verpflichtet, gegen die Neonazis mich zu engagieren, nicht zuzulassen, dass die Vergangenheit vergessen wird, aber ich empfinde persönlich keine Schuld an unserer Vergangenheit.

Ich würde gern eine Antwort haben, wize.life-Nutzer
Warum sollen sich Menschen, die heute in unserem Land leben, einen deutschen Pass haben, ihre Wurzeln aber in einem anderen Land, warum sollen sie, gerade sie, eine besondere Verantwortung für unsere Geschichte haben?

Wie ich jeden Tag hier lese, haben ja nicht einmal die sogenannten Urdeutschen, die die Kulturbewahrer sein wollen und vom christlichen Abendland schreiben, auch nur ein Quenchten Willen, Verantwortung zu übernehmen.
Im Gegenteil, sie schreiben tagtäglich, sie wären Kinder der späten Geburt und hätten nichts damit zu tun.
Für sie gilt nur, sie wollen unter sich bleiben (Wir sind das Volk) und lassen uns selbst hier im kleinen WL täglich lesen:
Moslems raus, Islam weg, Ausländer raus, Asylbewerber raus, ihr seit alles Schmarotzer und Verbrecher.

Sie schüren Ängste und Verschwörungstheorien werden verbreitet.
Wo bleibt da die Betroffenheit und die von dir, wize.life-Nutzer, erwartete Verantwortung für unsere Geschichte???
  • 13.09.2017, 01:09 Uhr
  • 19
Ich kann und will nicht für andere schreiben, sondern nur allein für mich. Für mich nehme ich tatsächlich die Gnade der späten Geburt in Anspruch, bin mir aber durchaus bewusst dass auch meine Vorfahren zum großen Teil eine Verantwortung für das Geschehene tragen und bin dadurch in der Pflicht zu verhindern das solches nochmal geschieht.
Dieser Riss, welcher 1933 durch unser Land ging betraf auch meine Familie und auch ich habe vom Kommunisten, über den Mitläufer bis hin zum strammen Nazi alles vertreten was damals an politischen Gegnern existierte
Mein ganzes Leben habe ich dafür gekämpft das sich das nicht wiederholt und sehe nun alles wofür ich mein Leben geopfert habe den Bach runtergeht. Ja ich bin Deutscher, nicht stolz darauf, in dieser Zeit sowieso nicht, aber ich schäme mich dessen auch nicht denn meine Liebe gehört meinem Land und meiner Heimat und ich verstehe nicht wie man mit allen Mitteln versuchen kann dieses Land zu zerstören. Das wird übrigens nie geschehen können, denn Staaten kommen und gehen, jedoch das deutsche Volk bleibt solange es noch eine tiutiske Zunge gibt.
Ich bin im Geiste des proletarischen Internationalismus und des christlichen Glaubens erzogen worden. Von dem ich mich aber nicht distanziere, sondern nur die meisten Menschen dieser Institutionen, welche mich erzogen, verachte.
Menschen, welche sich für ein Land engagieren, haupt- und ehrenamtlich, sind für mich Patrioten und das ist so, auch wenn sich einige hier über den Begriff ereifern und ihn am liebsten abschaffen würden. Jeder Polizist, Feuerwehrmann und Soldat, jeder Lehrer und Politiker ist ein Patriot wenn er seinen Beruf dazu nutzt Schaden von SEINEM Volk abzuwenden und seine Nachkommen und die ihm anvertrauten Menschen zu ordentlichen Bürgern erzieht, welche ihren Nächsten achten und die Demokratischen Traditionen ihres Volkes pflegen. Ein Soldat z.B. welcher für sein Land kämpft oder von mir aus auch für Europa, muss ein Patriot sein, denn wenn er das nicht ist, wäre er nichts weiter als ein Söldner, welcher für Geld seine Seele verkauft.
Ich habe selbst eine jüdische Russin als Schwiegertochter und einen Moslem als Schwiegerneffen in meiner Familie und bin glücklich das es so ist, denn beide sind gute Menschen und achten und ehren unsere deutschen Vorfahren und einander. Natürlich können sie keine Verantwortung für das übernehmen was diese in der Vergangenheit getan haben, das liegt schon in ihren Wurzeln begründet, jedoch werden auch sie ihre Kinder nach den Traditionen ihrer und meiner Familie erziehen und zu guten Menschen machen. Jedoch werden auch sie, ob sie wollen oder nicht, gezwungen sein Verantwortung für die Untaten deutscher Geschichte zu übernehmen und wenn es nur ihre Steuern sind, welche den geschädigten Völkern sozusagen als Reparationen zugute kommen.
Im übrigen, einige welche heute wir sind das Volk plärren, waren schon 1989 dabei als die DDR unterging und das sagt mir alles über diese Leute.
  • 13.09.2017, 07:17 Uhr
  • 1
Du, Bernd, geriert Dich hier und andeerswo als 'aufrechter Patriot', betonst immer wieder, dass Du Dein Land und Deine Heimat liebst und sogar bereit wärest, Dein Leben dafür einzusetzen. Dagegen ist im Prinzip nichts zu sagen.
Was mich stört, ist, dass in Deinen Sätzen immer wieder durchzuklingen scheint, dass Du doch noch sehr einem 'völkischen' Patriotismus anhängst, was darauf hinausläuft, dass ein 'Passdeutscher', wie z.B. Navid Kerami, nicht wirklich 'deutsch' sein und 'deutsch' fühlen kann, jedenfalls nicht, solange er auch noch emotionale Bindungen zu seinem Herkunftsland hat.
Mir ist - ehrlich gesagt - nicht so ganz klar geworden, welche Art von 'Betroffenheit' Du von Kerami einforderst, damit auch er in Deinen Augen ein 'echter' Deutscher wird.
  • 13.09.2017, 09:17 Uhr
  • 12
Es stimmt leider, dass das Wort 'Patriot' immer mehr in Verruf geraten ist, seit es von der falschen Seite missbraucht wird. Und das führt leider zu Missverständnissen, Unklarheiten und Vorurteilen, zumindest aber zu einem 'Verdacht'. Daher ist es ratsam, mit diesem Wort vorsichtig umzugehen.
  • 13.09.2017, 16:17 Uhr
  • 2
Das Wort Patriot ist tatsächlich in Verruf geraten, aber nur bei den Menschen, welche sich über die Bedeutung dieses Wortes im unklaren sind.
Schlichte Menschen wittern sofort Verrat wenn dieses Wort fällt, ohne zu erkennen, dass es gerade in Stunden höchster Gefahr, Leute wie die Menschen um den Kreisauer Kreis u.v.a.m waren, welche aus Sorge um ihre Heimat Widerstand gegen Hitler leisteten. Und dabei war es völlig egal, welcher politischen Richtung oder religiösen Überzeugung sie waren.
Diese Leute, für welche das Wort Patriot gleichbedeutend mit Nationalist ist, sind einfach nur schlichte Gemüter und plappern ohne nachzudenken nach, was ihnen Leute und ORGANISATIONEN einreden wollen, welche ein Land, einen Staat zerstören wollen, aus welchen Gründen auch immer.
Jeder Soldat, welcher sein Vaterland verteidigt, muss ein Patriot sein, denn sonst wäre er nur ein für Geld kämpfender Söldner.
  • 16.09.2017, 06:41 Uhr
  • 2
Ganz so einfach ist das leider nicht. Sprachliche Begriffe unterliegen einem Wandel der Bedeutung. 'Das Weib' beispielsweise war früher eine völlig wertfreie Bezeichnung für 'die Frau' und wird heute nur noch abwertend verwendet. Das Wort 'Nazi' findet sich heute sogar in anderen Sprachen und wird dort für Menschen mit extremen Ansichten aller Art verwendet, nicht nur für eine bestimmte politische Gesinnung.
Sprache ist lebendig und ändert sich. Man braucht nur an die zahlreichen Änderungen in der Grammatik und Orthografie zu denken, die allein zu unseren Lebzeiten stattgefunden haben. Es könnte also durchaus sein, dass 'der Patriot' dasselbe Schicksal erleidet wie 'das Weib'.
  • 16.09.2017, 06:51 Uhr
  • 1
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Was habe ich mit den Verbrechen im 3. Reich zu tun ? Nichts. Weder ich, noch meine Vorfahren. Nur: Ich lebe seit meinem 5. Lebensjahr in Deutschland. Hier ist meine Heimat, hier ist meine Vergangenheit, hier ist meine Zukunft. Hier sind meine Erinnerungen und meine Freunde. Ich fühle mich mit diesem Land verbunden. Ich habe das KZ besucht, in dem mein Großvater als Stratege der Resistance interniert und gefoltert wurde. Empfunden habe ich nichts. Wut vielleicht. Aber es macht mich betroffen, was in diesem Land passiert ist. Und noch viel mehr macht es mich betroffen, was hier schon wieder passiert.
  • 13.09.2017, 00:09 Uhr
  • 19
So ist es. aber doch wirst Du auch in die Pflicht genommen diese Untaten der Deutsche im 20. Jhd. zu übernehmen. Selbst wenn es nur Deine Steuern sind welche als Reparation gezahlt werden. Du wirst, nur weil Du deutsch sprichst, als Nazi und Faschist beschimpft werden obwohl Du und Deine Vorfahren nichts dergleichen bist oder waren. Das ist diese Last die Jeder tragen muss der sich entschliesst die deutsche Staatsbürgerschaft zu übernehmen, ob er das will oder nicht.
  • 13.09.2017, 07:22 Uhr
  • 1
Stimmt, damit wird jeder Deutsche wahrscheinlich noch ein paar Generationen lang leben müssen. Denn so mancher ist allzu schnell bereit, einem Generalverdacht zu folgen.

Den materiellen Folgen können wir uns sowieso nicht entziehen, schon aus moralischen Gründen nicht.
  • 13.09.2017, 16:20 Uhr
  • 4
Jeder Deutsche? Doch wohl nicht diese Deutschen welche mit dieser ganzen Misere nichts zu tun hatten und erst viel später in unser Land kamen. Wenn und das war mein Ansatz, ein Deutscher mit Migrationshintergrund, allerdings sich völlig mit diesem unserem Volke identifiziert, wird er auch diese "Erbsünde" auf sich nehmen. Wenn er es ablehnt mit diesem zu leben und das mit Recht, kann man es ihm nicht verdenken und zwingen für die Untaten Deutscher zu büssen.
  • 13.09.2017, 16:27 Uhr
  • 0
Mit meinem Entschluss (resp. dem meiner Eltern), Deutsche zu werden habe ich auch akzeptiert, mit dieser Kollektivschuld zu leben. Hat mich aber nie tangiert. Wie eingangs gesagt - nur betroffen gemacht. Ich habe nie verstanden, wie ein Volk solche Schuld auf sich laden kann.
Meine und die nachfolgenden Generationen werden nicht mehr damit in Verbindung gebracht. Sie können heute nach Israel reisen, ohne dort auf Vorbehalte und Deutschenhass zu stoßen. Fragt sich nur, wie lange noch.
Ich war letztens in meiner alten Heimat und wurde auf Schritt und Tritt darauf angesprochen, was derzeit in Deutschland passiert ! Das macht dann schon nachdenklich.
  • 13.09.2017, 16:39 Uhr
  • 2
Endlich mal eine Meinung die der meinen entspricht.
  • 13.09.2017, 16:40 Uhr
  • 0
Und genau das meinte ich: Jeder Deutsche wird vielleicht mit dem Vorurteil 'Nazi' betrachtet werden, gleichviel ob er 'urdeutsch' oder 'zugewandert' ist. Und jeder hier Ansässige wird für die dunkle Vergangenheit zur Kasse gebeten.
  • 13.09.2017, 16:42 Uhr
  • 3
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wieso sollten Menschen Verantwortung für etwas tragen, mit dem sie nichts zu tun haben....die Verantwortung liegt woanders wie jeder weiß!! Also was sollen diese Zeilen.... na ja, denke mir meinen Teil!
  • 12.09.2017, 23:33 Uhr
  • 10
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Ich würde doch eher fragen, was ein Deutscher mit iranischen Wurzeln HEUTE empfinden würde, wenn er diese gröhlende Menge "Wir sind das Volk" hört....Warum muss man denn das 3. Reich her nehmen, wenn ein Deutscher mit iranischen Wurzeln immer noch "Abschaum" ist bei einer gewissen Klientel?
  • 12.09.2017, 22:50 Uhr
  • 21
, vielleicht würden einige zur Besinnung kommen, wenn sie seine Rede zum Friedenspreis des deutschen Buchhandels gehört oder gelesen hätten.
  • 13.09.2017, 22:14 Uhr
  • 1
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