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Zur Kritik der reinen Freiheit

Zur Kritik der reinen Freiheit
23.01.2018, 03:40 Uhr
Beitrag von wize.life-Nutzer

Sich frei zu fühlen ist eines der beglückensten Gefühle, die wir Menschen erleben können. Aber wann fühlen wir uns frei? Das ist sicher ein dominierendes Thema unserer Zeit. Was Freiheit im einzelnen bedeutet ist nur schwer zu definieren, denn Freiheit wird individuell erlebt. Aber, in welchen Situationen wir uns frei fühlen, das weiß jeder umso genauer, nämlich:

"Wenn ich an die Liebe oder an das Sterben ohne Angst denke"

"Seit ich mir vorstellen kann, nicht mehr zu existieren"

"Ich fühle mich frei, wenn mir keine schwierigen Entscheidungen oder unangenehme Situationen bevorstehen, wenn ich an nichts denken muss und ganz bei mir selbst sein kann"

"Frei fühle ich mich, wenn ich singe und tanze"

"Ich fühle mich frei, wenn ich nicht mehr träumen muss, befreit zu werden. Weder vom Kommunismus noch vom Kapitalismus oder von Religionen jeglicher Art"

"Die einzige und absolute Freiheit liegt in der Möglichkeit, über alles philosophieren zu können"

"Ich fühle mich frei, wenn ich Visionen denken und dann auch leben kann"

Wenn ich an einem sonnigen Tag mit meinem Surfbrett und einem 7 Quadratmeter großen Segel bei Windstärke 5 über das Wasser gleite! Es ist ein unglaubliches Gefühl von Freiheit"

"Ich fühle mich frei, wenn ich meine Schulden endlich abgetragen habe"

"Ich fühle mich frei, weil ich in einer Zeit leben darf ohne Krieg, Hunger oder Inflation"

"Wenn ich mich Gott ganz anvertrauen kann, fühle ich mich unendlich frei"

"Ich fühle mich frei, weil ich inzwischen auch ohne Frauen mein Leben gestalten, meistern und genießen kann"

"Das eigene Ego zu überwinden, macht mich frei für den anderen"

"Ich sehne mich nach der Freiheit so sterben zu können wie ich es mir zu Lebzeiten gewünscht habe... meine Wille geschehe"

"Die einzig unantastbare Freiheit ist die Freiheit der Gedanken. Die Gedanken auszusprechen oder verwirklichen zu wollen, kann allerdings das Gegenteil bewirken"

Ja, in der Tat, wenn ich wollen könnte was ich will, wäre ich erlöst und innerlich völlig frei"

"Ich fühle mich frei, wenn ich meine Kreativität ausleben und dabei meine Lieblingsmusik hören kann"

"Ich fühle mich wenigstens für den Moment frei, dass ich jetzt ins Bett gehen kann und morgen kein Wecker klingelt"

"Ein grosser Schritt in Richtung Freiheit ist es, nicht mehr vom Wohlwollen und der Anerkennung anderer abhängig zu sein"

"Ein unabhängiges Leben macht zufrieden und frei. Geld macht unabhängig. Also macht Geld zufrieden und frei"

"Die Vergebung von Schuld & Sünden befreit die Menschen. Gott kann uns alles vergeben. Also kann Gott uns Menschen befreien"

"Freiheit, die ich meine: Auf einem kleinen Schiff, irgendwo an der kroatischen Küste... und ins Meer springen, wo immer es möglich ist. Davon träume ich schon ewig. Ich hoffe dass es mit dieser, meiner Freiheit nächstes Jahr endlich klappt"

"...ein bisschen habe ich schon das Gefühl, ein Sklave meiner Gefühle, Triebe und unerfüllbaren Wünsche gewesen zu sein. Aber die Versklavung wurde nicht nur von außen vorgenommen, kam wesentlich aus mir selbst heraus. Und in dem Maß, wo ich das zu ekennen glaube, wächst auch mein Gefühl der Freiheit!"

"Freiheit ist da, wo ich mich traue, Entscheidungen zu treffen, ohne Angst, aber mit Rücksicht auf andere"

"Das Freudsche Über-Ich ist radikal entsorgt und hat für mich keine Gültigkeit mehr. Habe mein eigenes Wertesystem erarbeitet und bei allem was ich tue, habe ich ein Wohlgefühl und ein gutes Gewissen. Das ist für mich Freiheit"

"Freiheit ist nicht nach den Regeln anderer zu leben müssen"


Das sind alles Beschreibungen oder Definitionen unterschiedlicher Freiheitsgefühle und Freiheitsbedingungen von Menschen, die ihre Freiheit gefunden haben oder sich nach ihr sehnen.


Was macht euch frei oder was versteht ihr unter persönlicher Freiheit?


Meine Meinung zum Problem der Freiheit:

Kein Mensch lebt ohne Zwänge. Zwänge machen abhängig und unfrei. Also sind die Menschen abhängig und unfrei.

Deshalb, die absolute, reine Freiheit kann es aufgrund von inneren und äußeren Zwängen nicht geben. Aber wir können das Gefühl von Freiheit erleben und genießen wenn unsere Zwänge qualitativ so gering sind oder quantitativ weitgehend minimiert werden können, dass ein glückliches & zufriedenes Leben möglich ist.


Das soll der Trost und die Versöhnung dieses Beitrags sein: Wir können zwar nicht völlig frei sein, uns aber zumindest frei fühlen!


Erklärungen: Äußere Zwänge sind Zwänge, die von außen kommen, zum Beispiel Gewalt, Unfälle, Diktaturen oder Umweltkatastrophen. Innere Zwänge sind Zwänge, die in uns angelegt oder entstanden sind, zum Beispiel durch das genetisches Erbe, durch Prägungen, Sozialistation und Charaktereigenschaften.

38 Kommentare

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Freiheit: Negation der Wirklichkeit. (Wilhelm Busch)

Die freiste Freiheit ist die Gedankenfreiheit, aber auch die ist begrenzt und zwar durch den, der denkt. (Frank Zappa)
  • 27.01.2018, 20:04 Uhr
  • 0
Nur durch den? Ich zweifle und denke an "Mind Control"!
  • 28.01.2018, 11:58 Uhr
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Ja, denn bei mir denkt nur einer und das bin ich! ...trotz "Mind Control". Das bedeutet aber nicht, dass das Denken nicht von außen beeinflusst werden kann, ganz im Gegentei,l es wird beeinflusst, aber nicht das was beeinflusst denkt, sondern letzen Endes das "ICH".

Ergo, auch die Gedankenfreiheit ist keine reine, absolute Freiheit, sondern leider auch eine begrenzte wie andere Freiheiten auch!

Siehe auch:
wize.life/themen/kategorie/philosophie/artike...en-freiheit
  • 28.01.2018, 12:10 Uhr
  • 0
Schließen sich für mich 2 Fragen an: Wer ist "iCH" und Ist das noch Denken, wenn ein anderer entscheidet, was und wie ichdenke?
  • 28.01.2018, 12:27 Uhr
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1. Das "ICH" bist DU, ICH und andere Menschen.

2. Ein anderer entscheidet ja nicht mein Denken, sonder will es nur beeinflussen. Bei dem einen fruchtet die Beeinflussung, im Guten wie im Schlechten, bei anderen nicht. Denken muss ich aber selbst, das kann kein anderer (für mich) übernehmen, außer ich bin ein nicht aufgeklärter, UNMÜNDIGER Mensch, der es nicht gelernt hat SELBST zu denken.

Ich denke, also bin ich" (Descartes)

Ergo, jemand, der nicht denkt, existiert auch mit letzter Sicherheit nicht.
  • 28.01.2018, 12:48 Uhr
  • 0
Ich möchte die Frage wiederholen: "Wer bin ich"? evtl. mit der Wiederholung des Titels von Precht" ..und wenn ja wie viele?" oder mit der Bemerkung vopn Ambrose Bierce "Gehirn, das Organ mit dem wir denken, daß wir denken." Bin ich Körper oder bin ich mehr?

Zu Descartes und der letzten Bemerkung: Was ist mit tiefer Meditation, mit Gedankenstille, mit Narkose? Existiert der Mensch dann nicht mehr?
  • 28.01.2018, 15:18 Uhr
  • 0
In tiefer Narkose existiert der Narkotisierte für sich ja auch nicht mehr, nur noch für den Anästhesisten, der zeitweilig das Denken übernommen hat.

"Wer bin ich"? ...keine Ahnung, denn ich weiß nur wer ich nicht bin, denn obwohl ich genau weiß, wer ich nicht bin, weiß ich noch lange nicht wer ich bin.
  • 28.01.2018, 15:27 Uhr
  • 0
Es ist doch zu hoffen, daß der Narkotisierte ja weiter exisitiert mit allen Persönlichkeitsrechten. Und ob irgendwelche Insatnzen in ihm dennoch "wissen" daß sie weiter existieren, will ich ebenfalls nicht behaupten.

Ob ich weiß, wer ich nicht bin, möchte ich aus quantentheoretischer Sicht ebenfalls nicht behaupten
  • 28.01.2018, 15:45 Uhr
  • 0
Na klar, Michael, existiert er weiter, nur halt passager nicht (mehr) für SICH und während dieser Zeit übernimmt der Anästhesist die Garantenpflicht... eine sehr große Verantwortung wie mir scheint.
  • 28.01.2018, 15:51 Uhr
  • 0
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Möchte mal zwei Zitate zum Thema liefern:
"Zur inneren Freiheit aber werden zwei Stücke erfordert: seiner selbst in einem gegebenen Fall Meister und über sich selbst Herr zu sein, d. i. seine Affekten zu zähmen und seine Leidenschaften zu beherrschen."
Immanuel Kant

Niemand ist mehr Sklave, als der sich für frei hält, ohne es zu sein.
Johann Wolfgang von Goethe
  • 27.01.2018, 18:52 Uhr
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Es gibt da auch noch so Sprüche wie:
"Freiheit ist Einsicht in die Notwendigkeit"
"Freiheit ist die Freiheit der Andersdenkenden"
  • 25.01.2018, 19:59 Uhr
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Frank,
Du hast ja die Antwort zum Problem der Freiheit schon mitgeliefert.

Ich denke, dass dieses beglückende Gefühl der Freiheit nur wenig damit zu tun hat, ob man frei von belastenden Zwängen ist. Es entsteht vielmehr dann, wenn man eine von diesen Schranken überwunden hat. Das Gefühl richtet sich - mathematisch ausgedrückt - nach der ersten Ableitung des Grades des Freiseins.
Jemand kann sich frei fühlen, wenn er aus der Einzelhaft in eine Gemeinschaftszelle verlegt wird. Jemand kann sich frei fühlen, wenn endlich der Tag gekommen ist, wo er seiner verhassten Arbeit ade sagen kann und in den Ruhestand geht.
Umgekehrt wird jemand, der gewohnt ist, im Luxus zu leben und kaum Beschränkungen zu haben, das Gefühl der Freiheit nicht geniessen können.
  • 24.01.2018, 23:16 Uhr
  • 0
Volker, du hast völlig recht, Freiheit ist relativ und wird individuell erlebt, das sehe ich genau so. Ich wollte mit meinem kleinen Artikel zum Ausdruck bringen bzw. begründen, dass es die reine, absolute Freiheit wegen unserer äußeren und inneren Zwänge nicht geben kann, dass man sich aber trotzdem relativ frei fühlen kann, solange Zwänge unser Gefühl der Freiheit nicht unmöglich machen und dieser kritische Punkt wird sicher bei jedem unterschiedlich schnell erreicht, aber "frei wie ein Vogel" werden sich wohl nur ganz wenige Menschen je in ihrem Leben fühlen können.

Es stimmt, ich habe die Antwort zum Problem der Freiheit in meinem Artikel bereits mitgeliefert. Deshalb nenne ich den Artikel ja auch "Zur Kritik der reinen Freiheit", wobei unter Kritik der kantsche Kritikbegriff im Sinne einer Beurteilung und Berichtigung eines Sachverhaltes, wie z.B das Problem der Freiheit, zu verstehen ist.
  • 25.01.2018, 01:26 Uhr
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Frank,

Mit der Freiheit scheint es sich so zu verhalten wie mit dem "Glück" oder der "Zufriedenheit". Nur das begrenzt erfolgreiche Streben danach ist angenehm.

Ich bin ja noch arbeitender Rentner und kann es mir erlauben, öfter mal zu verreisen. Und Urlaub machen ist für viele arbeitende Menschen ja das höchste der Gefühle.

Das Schönste an einem Urlaub sind (das war für mich überraschend) die ersten 24 Stunden. Alles ist neu, alles ist schön, die Zwänge des heimatlichen Alltags sind endlich ganz weit weg.
Da hat sich schon mancher dazu verleiten lassen, sein Erspartes in eine Ferienwohnung im vermeitlichen "Paradies" zu opfern.

Wenn dann ein paar Urlaubstage vorbei sind, kommt mir öfter der Gedanke, dass ein monatelanger Aufenthalt am Urlaubsort die reinste Folter wäre... Ewig in einem einzigen Zimmer zu wohnen, immer diese einzige Aussicht, immer das gleiche Meer vor der Haustüre, alle Freunde weit weg...

Es ist immer nur der Wechsel, die Veränderung, die das Gefühl von Freiheit aufkommen lassen.
  • 25.01.2018, 14:06 Uhr
  • 0
Hallo Volker,
stimmt, ein wichtiger Aspekt, den du nennst... solange der Wechsel, die Veränderung in die richtige, d.h. eine positive Richtung geht.
  • 25.01.2018, 14:31 Uhr
  • 0
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Ganz einfach. Denke und Handel satanisch.
Nähmlich:

Was ist gut? - Alles, was das Gefühl der Macht, den Willen zur Macht, die Macht selbst im Menschen erhöht.
Was ist schlecht? - Alles, was aus der Schwäche stammt.
Was ist Glück? - Das Gefühl davon, daß die Macht wächst - daß ein Widerstand überwunden wird.
[Friedrich Nietzsche: Werke und Briefe: 1-10. Friedrich Nietzsche: Werke, S. 7899 (vgl. Nietzsche-W Bd. 2, S. 1165) (c) C. Hanser Verlag]

Denn nur dieser "Wille zur Macht" befreit. Macht über Menschen und Dinge = Unabhängigkeit = Freiheit. Alles andere ist Selbstbetrug

In nomine nostri satanas luciferi excelsi
  • 24.01.2018, 18:43 Uhr
  • 0
Der "Wille zur Macht" als innerer Zwang, engt die Freiheit ein wie das bei jedem Zwang der Fall ist, weil Zwänge unfrei machen und "versklaven", alles andere ist Selbstbetrug.
  • 24.01.2018, 18:49 Uhr
  • 0
Nur dadurch das ich meinen Willen anderen aufzwinge, befreie ich mich. Ist doch logisch. Oder ?
  • 24.01.2018, 19:04 Uhr
  • 0
Nein, nicht wenn dieses Verhalten zwanghaft ist, d.h. du nicht anders kannst als anderen Deinen Willen aufzuzwingen.

Der Wille ist zwar des Menschen höchste Kraft, aber niemand kann wollen was er will.
  • 24.01.2018, 19:16 Uhr
  • 0
Wenn ich zu schwach bin, bin ich immer der Unterdrückte.
Also muß ich, um in Freiheit zu leben, mich vom Joch befreien. Dieses erreiche ich, wenn ich in mir den"Willen zur Macht" aktiviere.

Dazu ein Landserspruch der US-Soldaten während des Vietnamkrieges.

"Suche und vernichte, bevor es dich vernichtet".
Das heißt im übertragenem Sinne: Zerstöre alles was sich zwischen dir und dem zukünftigen Leben dazwischen stellt.
Nur so erlangst du Freiheit.
  • 24.01.2018, 19:41 Uhr
  • 0
Verehrter Luzifer, es stört nur das "IMMER und das "NUR", weil diese Begriffe einen Zwang zum Handeln implizieren und Zwänge sind der Tod jedweder Freiheit! ...deshalb, Zwang tötet statt zu befreien.
  • 24.01.2018, 19:54 Uhr
  • 0
Verehrter Herr Zappa: "Might is right" von Ragnar Redbeard.
Oder "Freiheit lebt nur in dem Reich der Träume! Dagegen Eigenheit, das ist mein ganzes Wesen und Dasein, das bin Ich selbst. Frei bin Ich von dem, was Ich los bin, Eigner von dem, was Ich in meiner Macht habe, oder dessen Ich mächtig bin" Von Max Stirner. Hat er da nicht recht. Oder Friedrich Nietzsche: " Frei wovon? Was schiert das Zarathustra? Hell aber soll mir dein Auge künden: frei wozu?"

[Friedrich Nietzsche: Werke und Briefe: Die Reden Zarathustras. Friedrich Nietzsche: Werke, S. 6433 (vgl. Nietzsche-W Bd. 2, S. 326) (c) C. Hanser Verlag]

Man muß die Form mit Inhalt füllen. Sonst ist die Freiheit nur
ein leeres Gefäß Nichssagend.
  • 27.01.2018, 18:34 Uhr
  • 0
Oh, du kennst Max Stirner? ...der Teufel ist eben mit allen Wassern gewaschen, nur halt nicht mit Weihwasser
  • 27.01.2018, 18:40 Uhr
  • 0
Muß man unbedingt an den Teufel glauben wenn man satanisch denkt
  • 27.01.2018, 19:10 Uhr
  • 0
DEN Teufel/Satan gibt es meiner Meinung nicht, aber sehr wohl Teuflisches/Satanisches.
  • 27.01.2018, 20:08 Uhr
  • 0
Genau, aber was verstehst du unter >Teuflisches /Satanisches<
  • 28.01.2018, 12:27 Uhr
  • 0
Du hast es doch selbst beschrieben... z.B. das BÖSE, denn wie soll das Böse in die Welt kommen wenn nicht durch die Menschen selbst.
  • 28.01.2018, 12:51 Uhr
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sehr gut
  • 24.01.2018, 15:29 Uhr
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Vielen herzlichen Dank für dein positives Votum
  • 24.01.2018, 15:31 Uhr
  • 0
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Hier wurden Kommentare durch den Ersteller entfernt.
Meine persönliche Freiheit ist mir heilig, aber völlige Freiheit gibt es nicht! Wenn man allerdings das doch schwerlastige Wort "Zwang" durch "Regeln" ersetzt, mindert das nicht unser Freiheitsempfinden, sondern schützt und stärkt uns sogar. Wenn ich mich bspweise an die Verkehrsregeln halte, kann ich mit freiem Willen meinen Weg bestimmen. Und das ist auf alles übertragbar ohne irgend einen Zwang zu empfinden.
  • 24.01.2018, 01:35 Uhr
  • 0
Hallo Ingrid, ich bin mit dir der Meinung, dass Regeln das Leben und vor allem das Zusammenleben erleichtern können und dadurch der Einzelne seine persönliche Freiheit besser verwirklichen kann als ohne diese Regeln.

Regeln und Zwänge sind aber unterschiedliche Dinge. Regeln sollen das Zusammenleben erleichtern, während Zwänge die persönliche Freiheit sehr stark einschränken können.

Der Autofahrer, der wegen krasser Überschreitung der Höchstgeschwindigkeit ein Fahrverbot bekommt, kann während der Dauer seines Fahrverbotes nicht mit seinem Auto fahren, auch wenn er das noch so gerne tun möchte, wenn er nicht drakonische Strafen in Kauf nehmen möchte falls er sein Fahrverbot missachtet. Man will/möchte zwar Auto fahren, aber man darf/kann nicht (äußerer Zwang)

Ein Mensch mit ausgeprägter Höhenangst will an einer bestimmten Stelle im Gebirge nicht mehr weitergehen, weil ihn die Angst vor der Tiefe zwingt stehen zu bleiben. Man könnte zwar gehen, aber man will es unter keinen Umständen tun (innerer Zwang).

Wie ich in meiner "Kritik der reinen Vernunft" schrieb, haben wir alle mehr oder weniger stark ausgeprägte äußere und/oder innere Zwänge, weshalb wir entweder nicht das tun können, was wir wollen (äußerer Zwang) oder nicht das wollen was wir tun könnten (innerer Zwang).

Die reine Freiheit würde die Abwesenheit jedweden Zwanges voraussetzen und da wir Zwängen, ob verschuldet oder unverschuldet, nun mal ausgesetzt sind, ist die absolute Freiheit nicht möglich.

PS: In bestimmten Situationen können auch Regeln zum äußeren Zwang werden, nämlich dann, wenn Regeln die Freiheit des Einzelnen begrenzen. Zum Beispiel die Regel, dass die Freiheit des Einzelnen dort endet, wo die Freiheit des Anderen beginnt.
  • 24.01.2018, 02:29 Uhr
  • 0
Die sogenannte Freiheit des Menschen läuft darauf hinaus, daß er seine Abhängigkeit von den allgemeinen Gesetzen nicht kennt.

Friedrich Hebbel (1813 - 1863), eigentl. Christian Friedrich Hebbel, deutscher Dramatiker und Lyriker
  • 24.01.2018, 03:12 Uhr
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Hast ja völlig Recht!

"Mögen hätt` ich schon wollen, aber dürfen hab ich mich nicht getraut"
Karl Valentin

Contra Hebbel: Der Mensch kennt seine Abhängigkeiten ziemlich genau und opportuniert dagegen, um sich persönlich frei zu fühlen.
  • 24.01.2018, 03:16 Uhr
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Ich glaube Hebbel meinte mit allgemeinen Gesetzen unveränderliche Gesetze, wie z.B. die Naturgesetze, also die Gesetze der Physik, Biologie, Chemie usw. und nicht die veränderlichen Gesetze (Zwänge), wie z.B. Diktaturen oder Sklavenhaltung, gegen die Menschen rebellieren können.
  • 24.01.2018, 03:36 Uhr
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So gesehen zwingen die "allgemeinen Gesetze" natürlich jeden Rebell in die Knie, --- was wiederum beweist, daß es keine absolute Freiheit gibt!
  • 24.01.2018, 03:47 Uhr
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So isses, Ingrid
  • 24.01.2018, 03:53 Uhr
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