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Wissenschaft und Spiritualität oder Wissen und Glauben

20.07.2018, 14:04 Uhr
Beitrag von wize.life-Nutzer

„Jede Begegnung ist eine Lektion und ein Geschenk.“ (Mirsakarim Norbekov)

So erlebte ich das tatsächlich vor Kurzem bei wize.life: Da war ein Foto mit einem gewinnenden Lächeln und dahinter ein Mensch, dessen Sprachkompetenz mich als Philologin nicht nur überraschte, sondern verzauberte. Immer war Sprache für mich das „Portal zum Tempel der Persönlichkeit“ gewesen. Wenn ein Mann mit Worten zaubern konnte, wenn mich die Art und Weise, wie er sich ausdrückte, faszinierte, war ich ihm fast schon verfallen.

Natürlich ist die Form nicht alles. Inhaltlich kamen wir schnell an Grenzen, die unüberwindlich waren. Der User war Atheist und ich durchaus das Gegenteil. Ich gehörte nun nicht mehr zu den Wissenden, sondern zu den Glaubenden. Indem er mich in seinen Lebenskonflikt mit hineinzog, sollte ich nun allem abschwören, was ich zu wissen meinte und an dessen Stelle das Glauben setzen. Mein Wissen war seinem nicht mehr ebenbürtig. Obwohl ich an zwei Universitäten gelehrt hatte, wurde mir jede Fähigkeit, logisch denken zu können, abgesprochen und das, was ich zu WISSEN glaubte, wurde geradezu verächtlich als GLAUBEN abgestempelt.
In dieser vor-wissenschaftlichen Schublade fühlte ich mich nicht mehr wohl – die Begegnung wurde zu einer Lektion für mich, denn obwohl ich mich behutsam um eine Verständigung bemühte, endete sie mit einer Blockade.

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Es waren die Erfahrungen eines langen Lebens, in dem ich mich intensiv um Selbsterkenntnis und Menschenkenntnis bemüht hatte, angefangen bei Physiognomik, Handlesekunst, Enneagramm, Astrologie bis hin zu zahlreichen Begegnungen mit weisen Lehrern in anderen Kulturen (Daskalos, Sathya Sai Baba, Ramesh Balsekar, Willigis Jäger, Alberto Villoldo, David Hawkins), die mich gelehrt hatten, WISSEN und GLAUBEN zu verbinden,
„Wer sich selbst erkennt, erkennt Gott“ (Norbekov) – dies wurde Grundlage meines Lebens.

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Vor ein paar Tagen entdeckte ich in der Schatzkammer von YOUTUBE einen Wissenschaftler, der meine Einstellung zum Leben geradezu perfekt unterstrich: Professor Ernst-Peter Fischer, Mathematiker, Physiker und Biologe, Wissenschaftshistoriker, der sogar in Heidelberg beruflich aktiv gewesen war, der Stadt, in der ich wohne. Wer diesem Menschen begegnet, spürt, wie sehr er von seinem Gegenstand fasziniert ist, als Wissenschaftler ! Ein Charismatiker, der nicht nur von der Erhabenheit wissenschaftlichen Erkennens , sondern auch von der Realität höherer Welten überzeugt ist, der die Entdeckung des 24-jährigen Heisenberg auf Helgoland neben die letzten ahnungsvollen Verse des alten Goethe stellt: „Und solang du das nicht hast, dieses Stirb und Werde, bist du nur ein trüber Gast auf der dunklen Erde.“

Fischer kommt zu dem Ergebnis, dass Wissen und Glauben ineinander verschränkt sind. Er nennt das die Komplementarität des Seins und besteht darauf, dass immer ZWEI zu einer EINS gehören, dass sich Ek-stase (AUSSER -sich-sein) immer dann einstellt, wenn man IN einer Sache steckt, ob es sich um Erkenntnisse, kreative Prozesse oder Erotik handelt.
Zur Physik gehöre immer die Metaphysik!

„Der religiöse Mensch ist am Anfang bei Gott, der wissenschaftliche Mensch findet am Ende zu Gott.“
Einstein habe die Existenz Gottes nie angezweifelt. Er habe auf die Frage, warum er Forschung betreibe, geantwortet: „Ich wollte herausfinden, welche Freiheiten Gott hatte, als er das Universum, erschuf.“
Man könne diese Einstellung eine „kosmische Spiritualität“ nennen.

Wer Ernst-Peter Fischer hört, begegnet nicht nur einem Wissenschaftler von internationalem Format, sondern erlebt einen Menschen, der einen Blick hinter den letzten Schleier des Mysteriums Leben getan hat. Der über die majestätische Schönheit des Kosmos staunen und als Wissenschaftler an dessen Schöpfer glauben und deswegen glücklich sein kann.

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Nie hätte ich diese bemerkenswerten Videos endeckt, wenn mir nicht ein User bei wize.life eine so demütigende Lektion erteilt hätte.
So wurde aus der Lektion ein Geschenk.

Literatur:
Mirsakarim Norbekov, „Wie findet man ohne großen Aufwand eine Million Lösungen“, 2. Aufl. 2010.


© ez

57 Kommentare

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Ein Kommentator hat die Diskussion verlassen und seine Kommentare gelöscht.
  • 22.07.2018, 21:32 Uhr
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Wo habe ich irgendjemanden bedrängt, seine Meinung, eine höhere Welt betreffend, zu ä n d e r n?
Ich habe nichts anderes getan,. als den Inhalt eines Videos ehrlich zusammen zu fassen.

Warum darf sich jemand anmaßen, mir vorschreiben zu wollen, wie ich Gott und die Welt betrachte. Das ist einzig und allein m e i n Areal.

Und wer meint, er w i s s e alles und der andere dürfe nur g l a u b e n, und er dürfe über die Verteilung dieser Haltung bestimmen, der leidet an extremer Selbstüberschätzung.
  • 22.07.2018, 20:03 Uhr
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Vielen Dank für das Einstellen eines weiteren Videos. Vielleicht finde ich heute noch Zeit, mir das anzuhören. Natürlich ist jede Erweiterung des Themas nützlich.
  • 21.07.2018, 12:35 Uhr
Leider ist Dennett kein Naturwissenschaftler. Also ein Vergleich der beiden Wissenschaftler könnte unangemessen sein.

Meine eigene Reaktion: Bei Fischer bin ich absolut wach, neugierig, beeindruckt von der Tiefe seines Empfindens ... bei Dennett langweile ich mich.

Im Übrigen wurde schon in der MItte des letzten Jahrhunderts bewiesen, dass Bewusstsein außerhalb des Gehirns existiert.

Der unterschiedliche Erkenntnisstand von Menschen erklärt sich aus der Entwicklungsstufe des einzelnen Individuums. s. Willigis Jäger u.a.
Insofern darf jeder zu dem stehen, was er behauptet. Für den Moment ist das für ihn s e i n e Wahrheit.
  • 21.07.2018, 15:46 Uhr
Wer " Fischer " sagt, kann sich auch "Dennett" anhören, aber jeder darf bei einem Vergleich dieser beiden Wissenschaftler zu einer ganz eigenen Bewertung kommen.
Ich mag die Originalität dieses Wissenschaftlers (Fischer), der komplexe Inhalte so aufzubrechen versteht, dass jeder ihm folgen und zu neuen Einsichten kommen kann.
Ein begeisternder Rhetoriker, verschmitzt, humorvoll, tiefgründig und absolut steinböckig k l a r.
Ich schätze ihn und werde mir, da er in meiner Stadt wohnt, keine Gelegenheit entgehen lassen, ihn als Redner persönlich kennenzulernen.
  • 21.07.2018, 16:32 Uhr
Bewusstsein außerhalb des Gehirns.... der Buddhismus und mystische Traditionen gehen davon aus; aber beweisen kann man das eher nicht. Wie auch! Das halte ich auch nicht unbedingt für nötig.
  • 21.07.2018, 23:19 Uhr
Hier wurde ein Kommentar durch den Ersteller entfernt.
"Im Übrigen wurde schon in der MItte des letzten Jahrhunderts bewiesen, dass Bewusstsein außerhalb des Gehirns existiert."
Das ist eine sehr gewagte Aussage ums mal vorsichtig und freundlich auszudrücken. wize.life-Nutzer
  • 22.07.2018, 06:19 Uhr
Ich habe gerade Eben Alexander gelesen, ein Mediziner von internationalem Rang, der 8 Tage im Koma lag. Sein Gehirn zerfressen von einer bakteriellen Meningitis.
Er selber Neurochirurg, Harvard Professor, unzählige Forschungsarbeiten. Atheist und danach total von der Existenz eines Lebens danach überzeugt.
Dass NUR das Gehirn das Bewusstsein hervorbringt, davon war er überzeugt.

Später zitiert er Sir John Eccles, der MItte des letzten Jahrhunderts den Beweis erbrachte, dass Bewusstsein a u s s e r h a l b des Gehirns existiert. (ich hatte den Namen weiter oben nicht genannt, meinte aber diesen) ER nennt diesen wissenschaftlichen Reduktionismus einen 'Aberglauben' (S. 190. "Blick in die Ewigkeit")

Ich hoffe, auch mit Fischer eines Tages darüber reden zu können. Ich fände es gut, wenn sich Menschen in der Mitte treffen könnten, die einen mit ihrem GLAUBEN an das Gehirn und die anderen mit ihrem Glauben an ein Bewusstsein außerhalb des Gehirns, denn alle Schmähungen des anderen beruhen auf Hochmut.
  • 22.07.2018, 09:53 Uhr
Man kann ja dies oder jenes glauben - ok, nur wenn mir jemand mit dem Wort Beweis ankommt, dann werde ich als Mathematiker hellhörig.
Was du hier heranzieht hat mit Beweisen nix zutun. - und auch nix mit Schmähungen oder Hochmut, wenn man seine Zweifel daran klar ausdrückt.
  • 22.07.2018, 09:56 Uhr
Heidi, "wie auch beweisen"? Durch Empirie. Mittlerweile gibt es MIllionen von NTE-Berichten, aber auch von Menschen, die nach der Methode von Robert Monroe, einem Inmgenieur (!!) out-of-body Reisen unternehmen. Und zwar l e b e n d und genau dieselben Erfahrungen machen wie diese NTE Leute.
Das heißt, sie sind mit einem lebenden Gehirn unterwegs und sehen auch Verstorbene, begrüßen sie und reden telepathisch miteinander.

Weiter kommen hinzu die zahllosen Hellhörenden, darunter Autisten, die Texte schreiben, die nicht aus ihrem Gehirn stammen KÖNNEN und die voller Weisheit sind.

Aber am Ende möchte ich doch sehr gern ein Zitat von Norbekov (auch Professor ) anführen: "Der Zweifel ist die aggressive Form der Bequemlichkeit."
So viel Scharfsinn auf der Basis von Beobachtung ...

Ja, Knight: 2 + 2 = 4 und auch Ernst-Peter Fischer ist Mathematiker! (Und ich habe Mathematik als bestes Fach am Gymnasium gehabt und sogar zwei Wochen lang studiert. Daraus muss mir nun kein Strick gedreht werden, denn ich habe selber entschieden, doch zu den anderen zu gehen)
  • 22.07.2018, 10:06 Uhr
"Weiter kommen hinzu die zahllosen Hellhörenden, darunter Autisten, die Texte schreiben, die nicht aus ihrem Gehirn stammen KÖNNEN und die voller Weisheit sind."
Warum können sie das nicht? Gehirne sind sehr komplexe Strukturen, wohl die komplexesten überhaupt.
Näher an "Beweise" käme man mit wirklich nachvollziehbaren Experimenten und Studien. Solche sind mir bisher nicht bekannt.
  • 22.07.2018, 10:08 Uhr
Weil sie den IN-put deutlich von den Leistungen ihres eigenen Gehirns unterscheiden können.
Im Übrigen bin ich selber hellhörend und habe sogar verlorene Gegenstände für Personen, die ich gar nicht kannte, aufgefunden, durch solche "Eingaben".

Ich verweise wieder auf die Doktorarbeit von Nicola Kohls, Außergewöhnliche Erfahrungen, 2004. Wer das gelesen hat, hört auf , zu zweifeln oder Menschen zu beleidigen.
  • 22.07.2018, 10:20 Uhr
Wieso du dich grad diesmal wieder beleidigt fühlst, verstehe ich nicht. Ich hab mich doch sehr vorsichtig und sachlich ausgedrückt.
Ist für dich Beleidigung allein schon, wenn jemand deine "Beweise" nicht als solche anerkennt?
  • 22.07.2018, 10:22 Uhr
Edith, kein Zweifel, dass es so etwas gibt - aber das sind höchstens Indizien, keine Beweise.
  • 22.07.2018, 11:34 Uhr
Ab wann sind Indizien Beweise?
Da müsste ja die ganze Pharmazie aufhören, eine Wissenschaft zu sein, denn sie beruht wesentlich oder gar ausschließlich auf Empirie.

An wieviel Patienten wird ein Medikament in der Entwicklung gestestet? Sind
das Millionen? Sicher nicht. Dann müssen a l l e empirischen Wissenschaften, auch Medizin, sich zu ihrer Unzulänglichkeit bekennen.

Da ist mir Fischer ein großes Vorbild. Er sagt, wenn die Wissenschaft Geheimnisse lösen will, stößt sie immer wieder auf neue Geheimnisse.
Darauf kann ich mich sehr gern einlassen.
Alles ist geheimnisvoll und kann nur teil-weise erkannt, entdeckt, realisiert werden.

Was ich ablehne, ist die Arroganz jener, die abfällig über DInge reden, von denen sie selber null Ahnung haben. DANN reagiere ich e n t s p r e c h e n d.
  • 22.07.2018, 12:34 Uhr
Hier wurden Kommentare durch den Ersteller entfernt.
Ich habe nichts BEHAUPTET, ich habe auf andere Wissenschaftler HINGEWIESEN.

"Ich hoffe, auch mit Fischer eines Tages darüber reden zu können. Ich fände es gut, wenn sich Menschen in der Mitte treffen könnten, die einen mit ihrem GLAUBEN an das Gehirn und die anderen mit ihrem Glauben an ein Bewusstsein außerhalb des Gehirns, denn alle Schmähungen des anderen beruhen auf Hochmut." (heute 9.53)

Wenn du das nicht richtig einordnen und nur beleidigen kannst , FA, dann kannst du einem nur noch leid tun.
  • 22.07.2018, 20:29 Uhr
Nanu, nanu, meinst du mich?
  • 22.07.2018, 20:54 Uhr
Nein, natürlich nicht, ich meinte den, der das Fischer Video Teil 2 freundlicherweise eingestellt , sich aber dazu gar nicht geäußert hat, sondern mir etwas beibringen wollte.

Ich dränge niemandem etwas auf, schon gar nicht eine Weltanschauung, niemand muss meine Beiträge lesen oder gar kommentieren.
Und ich benötige niemanden, der mir erklären muss, wi e ich mein Leben gestalte oder wie ich Glaube, Hypothese und Beweis unterscheiden kann.
M e i n e Wahrheit ist eine ganz und gar individuelle, die niemanden etwas angeht und an der niemand herumdoktern sollte.
Ich tue das auch nicht bei anderen.

Man diskutiert einen BEITRAG , hier die Umsetzung eines Video-Vortrags in eine schriftliche Form. Das habe ich getan. Das darf man kritisieren, wenn dabei Fehler aufgetreten sind.
Persönliche Beleidigungen gehören nicht in eine Diskussion. Wer einen anderen hasst, muss das mit ihm persönlich ausmachen.

Sollte sich das hier fortsetzen, werte ich das als Mobbing.
  • 22.07.2018, 21:21 Uhr
Heidi, jetzt verstehe ich Deine Überraschung.

Vor ca. 2 Stunden gab es hier einen User, der, obwohl er mich blockiert hatte, zwei weitere Videos eingestellt hat. Ich habe darauf sehr freundlich reagiert.
Dann hatte er mehrfach kurze Kommentare eingestellt, und am Ende einen, in dem er mich wieder beleidigte.

Inzwischen hat er alles gelöscht.
  • 22.07.2018, 21:30 Uhr
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Hier wurden Kommentare durch den Ersteller entfernt.
Der Stil meines Ex-Mannes hätte dir auch gefallen (u. a. habe ich ihn deshalb geheiratet - aber "Ehe-inhaltlich" kamen auch wir sehr schnell an Grenzen: Ich als Familienmensch und leidenschaftliche Mutter - er als Egoist, für den es nur eine wichtige Person gab: Er selber!
Heute ist mir meine Freundin von Land mit ihrem großen Herzen aber ohne die tolle Sprachkompetenz hundert Mal lieber als ein Großsprecher mit dem Stil eines Goethes oder der Brüder Mann.

Und was die Selbst- und Menschenerkenntnis betrifft: Am liebsten sind mir die Mernschen bei denen ich - auch auf Grund meiner langen Lebenserfahrung - sehr schnell feststelle, ob sie authentisch sind, ganz gleich, welche Handlinien sie haben und unter welchem Sternzeichen sind geboren sind - und was evtl. Pendel und I-Ging über sie aussagen.
Den besagten Wissenschaftler kenne ich sogar privat, er ist auch nur ein Mensch! (Dessen Kompetenz ich aber keinesfalls anzweifle)
  • 20.07.2018, 14:50 Uhr
Viele interessante Hinweise; - mir ging es darum, aufzuzeigen, dass ein vermeintliches Unglück sich oft später als ein positives Ereignis herausstellt.

Du kennst Ernst-Peter Richter? Er hat vor Kurzem auch in HD einen Vortrag gehalten, den ich leider versäumt habe.
Was mir an ihm außerordentlich gefällt, ist der Enthusiasmus, der ihn bei allem, was er tut, begleitet.
  • 20.07.2018, 15:29 Uhr
wize.life-Nutzer Den Konflikt zwischen "Familienmensch" und Individualist kenne ich aus eigener Erfahrung, denn meine ex-Ehefrau ist ersteres und ich eher letzteres. Als Egoist sehe ich mich deshalb allerdings nicht, denn es gibt für mich eine ganze Reihe wichtiger Menschen und die nicht nur in unmittelbarer Familie.
Daran ist u.a. auch meine Ehe gescheitert. Wir hatten wohl beide uns nicht gegenseitig genügend erkannt. Ich bin aber sehr froh insgesamt über diese Ehe, auch wenn es zu gegenseitigen Verletzungen kam, die bis heute nicht völlig verheilt sind. Nun bin ich Vater und Opa deswegen und wir begegnen uns freundschaftlich.
  • 20.07.2018, 15:36 Uhr
wize.life-Nutzer Deinem 1. Satz im Beitrag kann ich voll zustimmen, speziell weil ich besonders in letzter Zeit so einige sehr wertvolle Begegnungen hatte, die ich durchaus als Lektion und Geschenk betrachten kann. Erst gestern wieder am Saaleufer bei Musik und Gespräch mit einem Freund und zeitweise hinzugekommenen.
Zu Wissenschaft-Glaube viell. später mal mehr. Allerdings hatten wir das Thema ja schon öfters.
  • 20.07.2018, 15:40 Uhr
Ja, wir hatten das Thema schon öfter, aber so spannend, wie es Fischer darstellt, waren unsere Gespräche nicht.
Ich mag die Weite seines Denkens, die Originalität seiner Themen - Mozart - Quantenmechanik und ... -, er ist ein unbestechlicher Wissenschaftler, der die Kunst liebt und berühmte Dichter zitiert.
Er erwähnt die Duineser Elegien von RIlke, in denen der DIchter die Schau eines Engels beschreibt ... und weist das nicht als Halluzination zurück, er definiert die Entdeckung von Wissenschaftlern als "göttliche Mitteilung"!!

Ich habe mir gleich 3 Bücher von ihm gekauft
  • 20.07.2018, 15:51 Uhr
Ich bin der Worte nicht so mächtig, wie einige hier grad auch zuletzt hier im Themenbereich. Kann meine Gedanken nicht immer so ausführlich ausdrücken wie du und andere.
  • 20.07.2018, 15:53 Uhr
Jeder ist auf seine Weise einzigartig, und mir waren früher Zahlen vielleicht auch wichtiger als Sprache.
Und DAS sagt auch Fischer: die Sprache des Herzens ist die wichtigste.
  • 20.07.2018, 15:58 Uhr
Zahlen waren mir allenfalls mal als Kleinkind wichtig.
Ok im täglichen Geschäft, grad als Selbständiger hat man halt Umgang damit und muss die beachten.
Gelegentlich gelang mir auch schon ein sprachliches Kleinod, aber meine Sprache ist da eher die Musik, die man auch als solche betrachten kann.
  • 20.07.2018, 16:01 Uhr
Zahlen haben mich immer fasziniert. Eben habe ich noch ein Video mit Fischer gehört (Das Geheimnis des Lebens). Darin erwähnt er den Satz des Pythagoras: "Alles ist Zahl".

Sprache ist die Schwester der Musik (Wagner)
  • 20.07.2018, 16:05 Uhr
Als ich mit Mathematik begann wurden Zahlen für mich eher unwichtig.
Ja Mathe-Musik-Sprache sind alles Geschwister und es gibt wohl noch mehr, wenn mans mal in Ruhe betrachtet. Alles Ausdruck menschlichen Denkens und Fühlens.
  • 20.07.2018, 16:09 Uhr
Ich kann z.B. besser Zahlen speichern als Namen. Was mich aber geradezu überwältigt, ist das phänomenale Gedächtnis von Musikern, vor allem Geigern.
Oder das photographische Gedächtnis von Autisten, den sog. Savants.
  • 20.07.2018, 16:25 Uhr
So ist halt jeder verschieden. Ich kann mir Melodien wesentlich besser merken als Zahlen und Namen. Bei Zahlen finde ich es ziemlich unwichtig, bei Namen ärgert es mich manchmal, wenn ich jemanden treffe und kann ihn nich beim Namen nennen.
  • 20.07.2018, 16:30 Uhr
Knight: erst mal zu deiner ersten Antwort: Zwischen einen krassen Egoisten, der sogar die Sparbücher seiner Kinder plündert und für die (mir bis zur Hochzeit verheimlichten) Kinder aus erster Ehe, sowie auch für unsere gemeinsamen 2 Kinder Unterhalt nur nach gerichtlichen Schritten zahlte, und einem Individualisten, ist doch ein himmelweiter Unterschied.
  • 20.07.2018, 16:38 Uhr
Ja, nur es kann eben auch ausreichen für Probleme, wenn nur einer so wirklich Familienmensch ist und dies vom anderen erwartet bzw. regelrecht klammert.
  • 20.07.2018, 16:41 Uhr
Edith, ich kenne ihn - aber ich weiß nicht, ob er weiß, wer ich bin. Er war ein sehr guter Freund des inzwischen verstorbenen Schwiegervaters meiner Tochter und hat sogar den Vorschlag gemacht, man sollte dessen (und meinen ) Enkel Ernst Peter nennen.
PS: ich habe nochmal zur Korrektur aufgerufen, weil das Smily an der völlig falschen Stelle war.
  • 20.07.2018, 16:47 Uhr
Jetzt bin ich aber entsetzt, Knight: Findest du es etwa vertretbar, wenn ein Mann seine Kinder bestiehlt und eine Familie an den Rand des sozialen Abstiegs bringt?
Und Familienmensch bedeutet wirklich nicht, dass man nur Kinder, Küche, Kirche im Sinn hat - aber es bedeutet für mich, Verantwortung für seine Kinder zu übernehmen.
Wenn das einer nicht tut, dann ist das für mich eine Verfehlung, die ich nicht verzeihen kann und will.
  • 20.07.2018, 16:53 Uhr
Edith mein späterer Lebensgefährte war Geiger in einem Sinfonieorchester. - Also: die Orchestermusiker lesen ihre Stimme von den Noten ab - Solisten, die ganze Konzerte im Kopf haben, gibt es eher selten.
  • 20.07.2018, 16:57 Uhr
ich habe mir den Vortrag jetzt zur Hälfte angeschaut, bin aber jetzt erst mal anderweitig beschäftigt, werde ihn aber gern zu Ende hören und finde ihn sehr gut.
  • 20.07.2018, 17:09 Uhr
Heidi, ich meinte die Solisten, von denen wird erwartet, dass sie es im Kopf haben.
Von den Noten abspielen, ist an sich auch schon eine tolle Leistung, aber mit einem Orchester zu musizieren als Solist, das ist genial.
  • 20.07.2018, 17:57 Uhr
Supervortrag!
  • 20.07.2018, 21:16 Uhr
Das finde ich auch. Heute habe ich seinen Vortrag über "Das Geheimnis des Lebens" gehört - auch phänomenal, kein wissenschaftlicher monotoner Monolog, sondern immer Quintessenz eines reichen Lebens.
  • 20.07.2018, 21:31 Uhr
wize.life-Nutzer "Jetzt bin ich aber entsetzt, Knight: Findest du es etwa vertretbar, wenn ein Mann seine Kinder bestiehlt und eine Familie an den Rand des sozialen Abstiegs bringt?"
Wie kommst darauf, dass ich so denken könnte? Nun bin ich meinerseits entsetzt und kann es nur als Missverständnis einstufen. Falls noch Fragen dazu besser per PN.
  • 20.07.2018, 23:23 Uhr
Knight, tut mir leid, dann habe ich dich falsch verstanden. Deine Beschreibung oben von Problemen und Klammern klang gerade so, als müsste man einem "Individualisten" jede Schandtat nachsehen.
Möglicherweise wurde mein Ausdruck "Familienmensch" missverstanden. Das hat nichts mit Klammern zu tun, sondern nur, dass die Fam. und besonders die Kinder an erster Stelle stehen . Es gibt natürlich auch noch eine zweite, dritte und weitere Stellen. Und hätte ich geklammert, so hätte ich ihn nicht nach 7 Jahren rausgeschmissen und zu seiner Traumfrau, Typ "waidwundes Reh" geschickt. Die hat mir nach weiteren 10 Jahren einen Brief geschrieben, wie sie unter ihm gelitten hat. Nummer 4 hat es nur kurz ausgehalten und Nr. 5 hat ihn schließlich bis zu seinem Tod vor einem Jahr gepflegt und sich danach meinen Töchtern gegenüber geäußert, wie sehr sie von ihm enttäuscht war.
So ---- nun kennt ihr meine ganze Ehegeschichte
  • 21.07.2018, 08:17 Uhr
Edith, ich werde mal die Schwiegermutter meiner Tochter, wenn es ihr wieder besser geht, fragen, ob ich mir Bücher von E.P.F. bei ihr ausleihen kann.
  • 21.07.2018, 08:19 Uhr
moin wize.life-Nutzer sowas kommt wohl von Verwendung solcher Begriffe wie "Familienmensch", der ja gar nich so klar definiert ist.
Wenn nun heut Tag der Ehegeschichten is. Bei uns gings auch im verflixten 7.Jahr auseinander nach gegenseitiger Quälerei zuvor nur noch. Heut weiß ich mehr bzw. wir beide. Vieles liegt halt in der Prägung aus Kindheitstagen. Ich kannte die meiner ex-Frau nicht und konnte sie so nicht verstehen damals.
Die Nachwirkungen spürt man lebenslang, aber wir haben es wenigstens geschaft, wieder freundschaftlichen Umgang zu pflegen und sind beide für den gemeinsamen Sohn da. Jeder im Rahmen seiner Möglichkeiten.
Ich hatte einen ausgeprägten Freiheitsdrang entwickelt nach traumatischen Erlebnissen im Rahmen der Zwangs-Armeezeit in DDR. Eigentlich zuvor schon als Kind. Daher sehe ich mich als Individualist ohne dass mir andere egal sind.
  • 21.07.2018, 09:36 Uhr
Kann ich verstehen
  • 21.07.2018, 10:01 Uhr
Heidi, wenn ich die 3 Bücher von Fischer gelesen habe, kann ich sie dir gern zum Lesen zuschicken.
Da ich aber meine ganze BIbliothek einem Univ.Institut hinterlasse, möchte ich sie eben dann auch wieder zurück haben.

Aber was ich heute entdeckte: : Ernst Peter Fischer ist Prof. f. Wissenschaftsgeschichte an der Uni HD und wohnt mit seiner Frau in Heidelberg, sogar im selben Stadtteil wie ich!!

Da ich in Kürze einen Beitrag über die "Komplementarität des Seins" schreiben werde, werde ich versuchen, mit ihm ins Gespräch zu kommen.
Denn es könnte sein, dass ich"sein Gesetz" auf etwas anwende, was auc h ihm neu sein könnte.
  • 21.07.2018, 12:32 Uhr
Vielen Dank Edith
Bis vor ein paar Jahren war er Prof. an der Uni Konstanz und ich glaube, alle seine Bücher finde ich im Haushalt der Schwiegermutter meiner Tochter. zu der ich ein gutes Verhältnis habe. Dort kann ich mir eines nach dem anderen ausleihen.
  • 21.07.2018, 12:38 Uhr
Ich habe grad den 2. Teil gehört, der ist ebenso interessant.
  • 21.07.2018, 15:01 Uhr
Das werde ich jetzt auch tun.
  • 21.07.2018, 15:52 Uhr
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