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Viele Fragen einer geplagten Frau

- Autor der etwas anderen Art -
27.05.2013, 17:48 Uhr

Viele Fragen einer geplagten Frau
Nun stehst du mit beiden Beinen, fest auf Erden, wie ein Stier
und du fragst dich allen Ernstes:
„Bleibe ich auch lange hier?
Sind meine Brüste schön oder lässt‘s die Männer kalt? Bin ich zu jung, bin ich zu alt?.
Hab ich Falten? Wird die neue Liebe halten?
Sag mal, tut die Liebe weh? Kann er hassen, wenn ich geh?
Würd ich ihm das Leben nehmen, dass er nicht der andern Glück?
Wenn ich hasse, tu ich´s richtig, wenn ich Liebe, ist es schön?
Ist der Mann für mich so wichtig, dass ich in den Himmel geh, sollte er mich je verlassen oder nimmt die Höll mich gern?
Könnt ich nehmen dieser Andern, einfach so das Leben weg und der Andre lacht wie Dreck, weil die Frau war gar nicht schuld?
Hat ein Spiel mit ihr getrieben, so wie mit mir er hat gespielt?“
„Neues Leben, neues Glück? Soll ich es nochmal probieren, mir mein Herz mit Blut beschmieren?“
Sind denn alle Männer Schweine oder finde ich den einen, dessen Frau betrogen hat, weil Sie ihn so hatte satt?
Wäre das die neue Liebe oder setz ich mich nur unter Druck, weil die Falten kommen durch?
Hab ich Angst vorm älter werden?
Wenn ich warte auf den Einen, den es vielleicht gar nicht gibt, würde der mich halten oder würde er mich gar — auch nur wegen… seinen Falten… halten?
Vielleicht schenke ich ihm Kinder, ist die Liebe dann viel größer?
Geht der Bauch weg, werd ich hässlich, nur weil Leben ich geschenkt?
Werde ich dann noch begehrt oder hat er mich dann satt? Lässt er mich mit all den Sorgen, einfach sitzen und haut ab?
Das Schwein, hat ER wirklich das getan?
Könnte ich ihn töten, ohne mit der Wimper zucken? Tu ich es vielleicht schon wieder, in Gedanken Männlein suchen?
Ja, denn alleine sein, kann ich das? Sag ich ja, wär das gelogen?
„Neues Leben, neues Glück? Soll ich es nochmal probieren, mir mein Herz mit Blut beschmieren?“
Hab ich jetzt genug Erfahrung, fang ich nun mit Leben an? Kinder, keine mehr im Haus, ist die Zeit so schnell vergangen?
Hab ich auch an all gedacht, wenn ich gehe… weit nach draus?
Ist das Testament gemacht?
Werden Kinder und Notar alles tun, dass ich kann in Frieden ruh'n?
Seltsam, wieso wird es dunkel? Wieso ist es denn so kalt? Wieso bin ich wirr im Kopf?
Ah, du willst mich jetzt wohl holen? Habe ich noch etwas Zeit?
Tut es weh, geht es schnell? Darf ich dich noch etwas fragen?
War ich eine gute Frau? Hab ich alle gut versorgt?
War mein Mann mit mir zufrieden? Hat er mich auch nicht belogen und die ganze Zeit betrogen?
Werden Kinder und die Enkel, später an meim Grabstein steh‘n? Hat das Leben sich gelohnt?
Und der Tod, er sprach zu Ihr:
„Ja, denn in deinen ständigen Fragen, war kein Platz für Heuchelei und der HERR, er lässt dir sagen:
Weil du warst in deinem Leben, eine wunderbare Frau, wird er dir ‚ne Messe lesen, wenn du kommst in Himmel auf.“
Was jetzt kommt, so ist es halt.
G‘vatter Tod musst an sich halten, dass sein Lachen nicht laut schallt.
Selbst in diesem, ihrem letzten Moment,
kommt die Frage, die der Frau auf Lippen brennt:
„Neues Leben, neues Glück? Soll ich es nochmal probieren, mir mein Herz mit Blut beschmieren?“

2 Kommentare

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Interessante Aspekte - aber mit dem Dichten klappt es noch nicht so Der Denkanstoss ist Klasse! Vielen Dank
  • 23.06.2013, 21:33 Uhr
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Gar nicht erst solche Frage stellen........
  • 23.06.2013, 12:35 Uhr
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