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Fronleichnam

Fronleichnam

28.05.2013, 09:57 Uhr
Beitrag von wize.life-Nutzer

Das Fronleichnamsfest wird am Donnerstag nach dem 1. Sonntag nach Pfingsten gefeiert.
Fro bedeutet im Althochdeutschen Herr und bezog sich auch auf alles Heilige und Erhabene.

Fronleichnam, lateinisch Corpus Christi, ist die geweihte und nach der Lehre der katholischen
Kirche in den Leib Christi verwandelte Hostie, die bis zur Aufklärungszeit auch in vielen
Gegenden noch als Fronleichnam bezeichnet wurde.

Das Fronleichnamsfest ist Mitte des 13. Jahrhunderts von Papst Urban IV. zur Erinnerung an
die Einsetzung des allerheiligsten Altarsakraments gestiftet worden, und Thomas von Aquin
schrieb die Texte für die Messe dieses neuen Festes.

Der Legende nach geht das Fest auf eine Vision einer frommen Nonne, Juliana aus Lüttich,
zurück, die im Mond eine Lücke sah, die nur durch ein Fest ausgefüllt werden konnte.
Schon Ende des Gründungsjahrhunderts veranstaltete man in den damals großen Städten
Prozessionen, und diese Sitte ist geblieben. In den Städten wandern Priester und Gemeinde
mindestens einmal um die Kirche herum.

In Dörfern und Gemeinden werden und wurden bei der Hauptprozession an allen vier Ecken
des Dorfes Altäre aufgestellt, Priester und Gemeinde machen vor jedem Altar Halt, und es
wird ein Stück aus dem Evangelium gelesen.

Meist sind die Fronleichnams-Altäre seit Generationen in einer Familie, je nach Landschaft
reich geschnitzt, bemalt oder mit Silber beschlagen, und diese Altäre und die Häuser, an
denen die Prozession vorüberzieht, werden mit Blumen und Girlanden geschmückt, während
der Boden mit Blüten bestreut oder kunstvoll wie ein Mosaik mit Blüten besteckt wird.
Orte an Seen und friedlichen Flüssen veranstalteten feierliche Seeprozessionen, an denen oft
Hunderte von Booten, Flößen und Fischernachen teilnahmen.

In Bischofsstädten ging der Bischof oder Erzbischof mit der Monstranz und unter einem
prächtigen Baldachin in der Prozession, und im alten München marschierte der König samt
seinem Hofstaat direkt hinter dem Erzbischof. Sogenannte große Umgänge dieser Art gab
und gibt es an vielen Orten.

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10 Kommentare

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Ich würde Euch gerne einmal einladen, Fronleichnam in Bayern mitzuerleben.
Bayern ist nun mal noch geprägt von tiefer Religiosität.
Bei uns im Dorf wird die Prozession angeführt von den Schützen, in ihren schönen Trachten, dann die Feuerwehr, dann die Kinder, gefolgt vom Pfarrer der die Monstranz trägt. Ihm folgen die Männer aus dem Dorf, dann die Frauen.
Ich bin jedes Jahr damit beschäftigt, einen der vier Altäre aufzubauen. Er steht direkt bei uns auf dem Hof und ich bemühe mich immer, ihn so schön wie möglich zu gestalten.

Das kann man nun sehen wie man will, aber bei uns ist dieser Tag immer ein Festtag.
Ich will von mir nun wirklich nicht behaupten, ein sehr religiöser Mensch zu sein. Aber ich bin gläubig und bei der Prozession durch unsere wunderbare Natur lebe ich meine
Art von Glauben.

Ich kann mir vorstellen, daß viele darüber schmunzeln. Egal. Wir sind halt in Bayern.
  • 28.05.2013, 20:31 Uhr
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Ich finde das ganze Drum und Dran auch übertrieben. Allerdings habe ich es als Kind sehr genossen, dieses Fest mitzugestalten. Wir haben Blümchen gesucht, Buschwindröschen gesammelt und viele bunte Muster mit Liebe auf den Wegen gestaltet. Wenn es dann soweit war, war es immer sehr feierlich. Meistens war im Mai ja schönes Wetter, der Himmel strahlend blau und die Luft angenehm warm. Wir durften dann unsere schönsten Kleider, weiß Söckchen und Sandalen tragen. Wenn dann die Prozession kam, war das ein so aufregendes Gefühl, dass unsere Herzen kopften. Heute als Erwachsene, sehe ich das anders. Trotz der großen Übertreibungen bei diesem Fest und der Tatsache, dass es sich auf eine Legende stützt, ist es doch wunderbar, wenn viele Menschen zusammenkommen, beten und sich gut dabei fühlen. Damit ist doch das wichtigste Kriterium erfüllt.
  • 28.05.2013, 17:06 Uhr
Hallo liebe Hanne,
schön Dich mit Deinen Argumenten hier wieder zu treffen. Gut, dass Du das so positiv siehst, denn nicht alle Welt ist katolisch. Ich bin evangelisch, würde also , genau wie Du, dieses als Treffen zum Beten und Freuen nutzen, nicht als tiefes Glaubensbekenntnis betrachten.
Du sagst immer so ehrliche und wahre Worte, danke!

LG

Ingrid
  • 29.05.2013, 18:49 Uhr
Hallo Lore,
na klar sollst du mit deinen Geschwistern feiern. Was gibt es Schöneres, als sich mit Menschen, die wir lieben zu versammeln und Gott und seine unendliche Liebe zu feiern.Wenn wir uns lieben, zusammen sind und Gott ehren, indem wir beten und singen, werden schöne, starke Energien zum Himmel, Universum, wie immer man es nennen mag, geschickt. Ich singe auch, sogar beim Radfahren, in der freien Natur genauso gerne, wie in den Kirchen, in denen wir mit unserem Gospelchor immer auftreten. LG Hanne
  • 29.05.2013, 22:02 Uhr
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tja... ihr habt frei... und ich muss arbeiten...
  • 28.05.2013, 13:09 Uhr
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Ich muss wirklich schmunzeln... Es ist immer ein befremdendes gefühl wenn aus Sicht von Anders oder nicht gläubigen seltsam an mutende Feste begangen werden, Aus nicht christlich/katholischer Sicht stellt sich das dar wie ... die feiern den toten Körper eines hingerichteten Mannes... Ebenso muss einen christen es seltsam anmuten wäre er Zeuge eines heidnischen Blites mit anschliessendem Sumbel
  • 28.05.2013, 12:12 Uhr
@ Andreas: Du sprichst mir aus meiner atheistischen Seele
  • 28.05.2013, 12:44 Uhr
du hast ne atheistische seele? ioch dachte atheisten haben keine...
  • 28.05.2013, 14:58 Uhr
Klar doch. Die katholische Kirche hat lange darüber debattiert, ob Frauen überhaupt im Besitz einer Seele sein können oder nicht. Irgendwann kam man irgendwie zu dem Entschluss Frauen doch so eine Art von Seele zuzubilligen, jedoch den Anspruch auf Gleichberechtigung der Geschlechter lehnt die katholische Kirche bis heute ab.

Deswegen bin ich Atheist, aber mit Seele!
  • 28.05.2013, 15:59 Uhr
Das tut keine der Buchreligionen, das ginz es nur in einigen heidnischen religionen aber auch hier nicht vollkomen oder immer gleich, aber in den seltesten fällen gleicherma0en destruktiv... begründet ist das in den versch, schöpfungsgeschichten die rippenstory gibts nur inne bibel im koran weiss ich nicht

Im germanischen heidentum sind männer und frauen zeitgleich und unabhöängig von einander erschaffen worden
  • 28.05.2013, 22:01 Uhr
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