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Mein Wort zum Sonntag: Als Österreich zu Bayern kam, 1. Teil

Mein Wort zum Sonntag: Als Österreich zu Bayern kam, 1. Teil

News Team
22.09.2013, 18:59 Uhr
Beitrag von News Team

Die CSU hat die absolute Mehrheit erreicht und kann endlich wieder allein regieren. Ihre Pläne gehen über eine Maut für Ausländer weit hinaus. Wie weit reichend diese Pläne sind, zeigt ein geheimes Papier, das bei Seniorbook exklusiv veröffentlicht wird. Machen Sie sich gefasst auf grandiose Umgestaltungen in Europa!

Braucht Bayern Deutschland? Nein, es bezahlt ja nur die armen Berliner, die sich deswegen auch noch für sexy halten. Braucht Bayern eine Demokratie? Nein, es hat ja König Horst. Aus diesen zwei Erkenntnissen ergibt sich: Bayern sollte den ungeliebten Staatenverbund namens "Deutschland" verlassen und endlich wieder die Monarchie einführen. Aber alleine geht das nicht so gut. Und so kamen einflussreiche Kreise in Bayern und Österreich zu dem Ergebnis: Eine Monarchie muss her, für beide Länder. Außerdem: Haben Sie sich schon mal überlegt, was in Europa das meiste (korrekt verdiente) Geld bringt? Natürlich Finanzgeschäfte, aber ich meine jetzt, wie erwähnt, "korrekt". Es sind Medienereignisse wie "Königliche Hochzeit", "Königliche Inthronisierung", "Königlicher Nachwuchs", "Königlicher Kauf von Babynahrung und Windeln", "Königlicher Spaziergang " usw. Wer also seine Staatsfinanzen aufpolieren will, sollte sich einen König zulegen, denn der macht sich, trotz aufwändigem Hofstaat, langfristig bezahlt. Aber woher einen nehmen?

Europäische Wiedervereinigung


Also kamen die beiden Länder Österreich und Bayern im Geheimen überein: Wir haben eine langjährige Tradition von Kaisern und Königen und eine ebenso langjährige Tradition in der Vermarktung unserer (leider schon verstorbenen) königlich-kaiserlichen Hoheiten. Man denke nur an die Einnahmen an touristischen Besucherzahlen diverser Schlösser (Schönbrunn, Neuschwanstein) sowie an verschiedenen Musicals (Sisi, Ludwig II). Zudem: Österreich und Bayern waren ohnedies bis 1156 ein Reich und ein Volk, und der österreichische Volksheld Mozart war eigentlich ein Bayer (seine Geburtsstadt Salzburg gehörte damals nicht zu Österreich).
Es hätte für beide Länder ungeheure Vorteile. Als erstes würden die oben erwähnten Einnahmen weiterhin steigen. Die beiden Länder waren immerhin in jüngster royaler Vergangenheit schon einmal verheiratet; Kaiser Franz Josef (Österreich) und seine Gemahlin Sisi (Bayern) sind auch heute noch mythologische Gestalten von hoher Anziehungskraft. Nachfolger finden sich unter den Habsburgern und Wittelsbachern sicherlich zu Hauf. Zudem hätte ein Königshof den großen Vorteil, dass der lästige Rechnungshof da nichts mitzureden hat. Denn alle Ausgaben des Königspaares dienen dem Wohle des Staates, von der neuen Mithra für den katholischen Hausgeistlichen über den neuen Bezug für den Thron bis hin zu neuen Schuhen für die Kammerdiener. Keiner zweifelt am Sinn solcher Ausgaben, und dass königliche Untergebene ihre eigenen Familienmitglieder als Gehilfen einstellen, ist doch selbstverständlich. Anderen kann man schließlich nicht trauen, das wird auch das Volk einsehen.

Konkurrenz zur 'Queen'


Ein österreichisch-bayerisches Königspaar wäre außerdem eine echte Konkurrenz zu der britischen Alleinherrscherin, von den anderen europäischen Königshäusern ganz zu schweigen. Seien wir doch ehrlich: Der spanische König hat abgehalftert, seitdem er Nashörner schießt, während seine Untergebenen aus ihren Wohnungen geworfen werden. Das schwedische Könighaus ist nur interessant, solange diese Frau Sommerlath (von nicht-königlichem Geblüt) fürs gemeine Volk was übrig hat. Und die niederländischen Königskinder können nicht einmal Schifahren!
Natürlich müsste die Wiedereinführung royaler Herrschaftssysteme in Österreich durch eine Volksabstimmung genehmigt werden, was nicht weiter schwierig sein dürfte, denn schon 1938 erreichte ein Österreich-Heimkehrer 99% Zustimmung. In Bayern ist die Sympathie für seine echten und gefühlten Könige (Ludwig II, Franz Joseph Strauß, Horst Seehofer) ohnedies ungebrochen. Allerdings müsste sich das Land aus jenem Verband lösen, dem es ohnedies keine Sympathien entgegenbringen kann. Möglicherweise würden einige Landstriche in Bayern die Wiedereinführung des Königtums ablehnen. Insbesondere der Volksstamm, der sich selbst "Frangen" nennt, könnte auf dem Erhalt der Demokratie (welcher?) beharren. Sollen sie doch! Sollen sie doch einen eigenen Staat gründen, der dann dem Deutschen Reich problemlos eingegliedert werden kann. Dafür könnten sich einige südliche Länder dem Vereinigten Königreich anschließen. Südtirol gehört ohnedies zu Österreich, wie ja der Name sagt, und die Slowenen sind eigentlich Kärntner, was sie aber noch nicht wissen. Das kann man ändern.
Fortsetzung folgt!

4 Kommentare

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Und wann reicht seine königliche Hoheit Horst der viertel vor zwölfte den Bayex ein? Er würde gewiss eine große Zustimmung erreichen. Auch aus Preußen.
  • 12.12.2016, 21:13 Uhr
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So ganz verkehrt wär' der Zusammenschluss nicht.Immerhin gelten die verschiedenen österreichischen Dialekte sprachwissenschaftlich als Formen des Bayerischen (Bayrischen).Das Verfassen der Verfassung (Wahlmonarchie oder Horstokratie etc.) wird allerdings eine schwere Aufgabe sein.
  • 29.09.2013, 12:52 Uhr
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Ha ha! Oh wie schön!!!!

Peter, als Ösi (aber schon seit gut 40 Jahren in Bayern lebend) finde ich deine Idee SPITZEEEEEEE !!!!!
  • 22.09.2013, 20:07 Uhr
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Mit Schmunzeln gelesen. Spinnen wir doch weiter: Der Herzog der Sachsen, Bayern und Österreicher, Heinrich der Löwe residierte allerdings in Braunschweig. Und da haben wir ein Problem! Wer weiß weiter, wie sein Nachfolger dort seine Residenz, die sehr gut im Schuß ist, wieder in Betrieb nehmen könnte !??
  • 22.09.2013, 19:25 Uhr
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