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Altersarmut trotz Arbeitseinkommen?

Altersarmut trotz Arbeitseinkommen?

27.10.2015, 10:42 Uhr
Beitrag von wize.life-Nutzer

Die soziale Schieflage in dieser Gesellschaft wird immer erdrückender. Politiker die sich mit dem Anspruch auf hohe Pensionen aus der Verantwortung stehlen, falsche Statistiken und immer wieder die alten Lügen eines Mindestlohnes der nicht mal für ein Leben ohne Sozialamt im Alter reicht. Man wird oft den Verdacht nicht los, dass Politiker heute ein grausames Spiel betreiben, dessen Ergebnis die anderen erhalten und ertragen müssen.
Um der Wirtschaft billige Arbeitskräfte anzubieten hat man einen Mindestlohn für 8,50 Euro eingeführt, dabei wusste man, dass dieser Lohn nicht einmal für eine Rente ohne Gang zum Sozialamt reicht. Besonders betroffen von dieser Entwicklung sind die Westrentner, die Verlierer der deutschen Einheit sozusagen. (1) Denn seit 2002 liegt die Durchschnittsrente West unterhalb der Rente aus den neuen Bundesländern, obwohl diese eigentlich erst seit 1991 in die Sozialversicherungen einbezahlen und bis dahin weder Arbeitslosigkeit noch Arbeitsagentur kannten. (2)
"Lügen mit Zahlen" nennt dies der Professor für Statistik, Mathematik und Empirie, Gerd Bosbach. (3) Und diese Lügen bedeuten für einen immer größeren Kreis von Rentnern, ohne Sozialamt ist ein Leben nicht mehr 8,50 Euro reichen nur für Mini-Rente möglich. Im Fall des Mindestlohnes müsste umgehend eine Anhebung auf 11,50 Euro erfolgen um auf eine Rente zu kommen, bei der man nicht auf das Sozialamt angewiesen ist. (1)
"Matthias Birkwald, .. Bundestagsfraktion Die Linke, fragte nun bei der Bundesregierung nach. Er wollte wissen, welcher Arbeitslohn eigentlich notwendig ist, um zumindest eine so hohe Rente nach Abzug der Krankenversicherung zu bekommen, dass einem der Gang zum Sozialamt erspart bleibt. Die Antwort des Bundesarbeitsministeriums, die der "SZ" vorliegt, zeigt: Der Mindestlohn von 8,50 Euro reicht dafür bei Weitem nicht. Nötig wären vielmehr 11,50 Euro".
Dann wundern sich unsere Politiker und Medienexperten warum es Bewegungen wie Pegida, AfD und sonstige Unmutsgruppen gibt. Würden Beamte in diesem Land nicht eine Durchschnittspension von 2850 Euro bekommen, würde es weder einen Mindestlohn noch Hartz IV geben. (4)
Ein Blick auf unseren europäischen Nachbarn Dänemark beweist, es geht auch anders und die Einführung eines bedingungslosen Grundeinkommen liegt da einfach auf der Hand um den Missstand Armut im Alter abzuschaffen oder verhindern.


1)http://www.sueddeutsche.de/wirtschaft/rentenversicherung-euro-reichen-nur-fuer-mini-rente-1.2708653
2) http://www.sueddeutsche.de/wirtschaf...t-1.2544282
3)http://www.luegen-mit-zahlen.de/gerd-bosbach
4)http://www.widersprechen.net/

11 Kommentare

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Helmut Achatz
Rentner werden jobben müssen – die Aussichten für Rentner und Ruheständler sind alles andere als rosig. Viele deutsche Rentner sitzen bereits in der Armutsfalle. Ihre “Armutsgefährdungsquote” ist sogar höher als für den Durchschnitt der Bevölkerung. Leider ist das kein Problem der Gegenwart – in den kommenden Jahren wird sich das Problem eher verschärfen. http://vorunruhestand.de/2015/09/ren...en-muessen/
  • 27.10.2015, 11:29 Uhr
Helmut Achatz
Vielen bleibt nur nichts anderes übrig
  • 28.10.2015, 09:25 Uhr
Helmut Achatz
  • 28.10.2015, 13:50 Uhr
Eine andere Möglichkeit wäre das bedinungslose Grundeinkommen. Es gibt schon eine "Light-Version" von jungen Leuten gemacht, für Rentner könnte man ja ein weitere Stiftung gründen. Idee sind gefragt. "
25.041 Menschen haben bisher 20 Grundeinkommen
finanziert! Jetzt sammeln wir fürs 21. Grundeinkommen:
1.112 von 12.000€" https://www.mein-grundeinkommen.de/start
  • 28.10.2015, 14:45 Uhr
Helmut Achatz
eine gute Idee ... gerade für Rentner mit wenig Rente
  • 28.10.2015, 14:54 Uhr
Helmut Achatz
Ich hoffe, ich habe die Diskussion angeregt. Die Rentenerhöhung im kommenden Jahr ist reine Wahltaktik, denn 2017 wird gewählt - und Merkel will wieder Kanzlerin werden
  • 28.10.2015, 15:53 Uhr
Der Chef des Bundesverbandes der Deutschen Industrie (BDI), Ulrich Grillo, will sich künftig für ein Renteneintrittsalter von 85 Jahren einsetzen. http://deutsche-wirtschafts-nachrich...-85-jahren/
  • 30.10.2015, 15:03 Uhr
Ich weis nicht, ob diese Zahl stimmt, mir wurde bei der Deutschen Rentenberatung 2013 gesagt, dass man etwa 30.Tausend Euro Brutto/Jahr verdienen muss um einen Punkt auf dem Rentenkonto zu erreichen also 28,48 Euro Rente/Monat. Wo sollen die 30.Tausend herkommen und ich weis es nicht bestimmt, vielleicht hat ein Anderer bessere Zahlen. ( 45 Jahre sind dann 1261, 80 Euro Monat )
  • 30.10.2015, 21:59 Uhr
Helmut Achatz
ja, das ist leider so
  • 30.10.2015, 23:51 Uhr
Das heißt also dass die Jahrgänge etwa ab 1970 aufwärts die Dummen und Bes....nen sind, die meisten verdienen keine 30.Tausend im Jahr.
  • 01.11.2015, 22:53 Uhr
Helmut Achatz
leider wird das Thema übertüncht von Euro- und Flüchtlingskrise.
  • 02.11.2015, 10:28 Uhr
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