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4-Pegida-Symbole - und was sie eigentlich bedeuten

4-Pegida-Symbole - und was sie eigentlich bedeuten

News Team
23.02.2016, 18:43 Uhr
Beitrag von News Team

Bei Pegida-Demonstrationen bedienen sich die Teilnehmer oft bei Symbole von anderen Bewegungen und Menschen. Selbst wenn sich diese öffentlich gegen Pegida äußern. Diese 3 mussten die "patriotischen Europäer" besonders viel Kritik einstecken.

1. Die Wirmer-Fahne

Josef Wirmer, einer der Widerstandskämpfer um Claus Schenk Graf von Stauffenberg, entwarf die Flagge für die Bewegung vom 20. Juli 1944. Nach dem erfolgreichen Attentat auf Adolf Hitler hätte sie als neue Nationalflagge dienen sollen, da man die schwarz-rot-goldene Flagge der Weimarer Republik nicht übernehmen wollte.

Anton Wirmer, eines von drei Kindern von Josef Wirmer, erklärte gegenüber von Spiegel Online sein Entsetzen darüber, dass ausgerechnet Pegida-Demonstranten diese Fahne verwenden: "Ich bin entsetzt. Es ist im Grunde die Verdrehung all der Ideen, die seine Flagge darstellt."


2. Die israelische Fahne

Auf Pegida-Demonstrationen zeigten sich einige Teilnehmer demonstrativ mit Kippa und Judenstern und führten israelische Fahnen mit sich. Angeblich wolle man damit auch als Christ für das Existensrecht des Staates Israels gegen Islamisten Stellung beziehen, so befragte Teilnehmer. Zeitweise wurde sogar versucht einen jüdischen Ableger, die Jewgida, zu etablieren.

Die Jüdische Allgemeine kommt dagegen zu einem ganz anderen Schluss: "Die Bewegung ist nicht nur islamfeindlich, sondern oft auch antisemitisch – trotz anderslautender Bekundungen." Und auch Zentralrats-Präsident Schuster erklärte: "Antisemitismus bei Teilen von Pegida und Mitgliedern der AfD mussten wir im Gegensatz zur Bundesregierung in der Vergangenheit sehr wohl feststellen."


3. Das christliche Kreuz

Die Teilnehmer von Pegida-Demonstrationen berufen sich immer wieder auf Deutschlands christliche Prägung und erklären ihre Sorge, dass dieses durch muslimische Zuwanderer bedroht werde. In Dresden wurde ein großes selbst gebasteltes Kreuz bei einer Demonstration mitgeführt, das schwarz-rot-gold bemalt war und an dem eine eigene Beleuchtung angebracht war.

Christian Krause, Altbischof und früherer Präsident des Lutherischen Weltbunds, erklärte, er empfinde die Verwendung von christlichen Symbolen durch die Pegida-Bewegung als "pervers": "Wenn ich sehe, dass da schwarz-rot-gold angestrichene Kreuze hochgereckt werden, gruselt es mich." In Köln schaltete Dompropst Norbert Feldhoff bei Demonstrationen der Kögida aus Protest die Außenbeleuchtung ab.


4. Der Slogan "Wir sind das Volk"

Der Slogan "Wir sind das Volk" wurde durch Proteste gegen die DDR-Regierung 1989 bekannt. Seitdem haben ihn immer wieder Bewegungen für sich beansprucht, wie etwa bei Protest gegen Hartz-IV. Inzwischen beansprucht also auch die Pegida für sich.

Dabei wird bei Demonstrationen auch eine Vertonung des Slogans "Wir sind das Volk" von Kai Niemann abgespielt. Der distanziert sich nicht nur von Pegida, sondern versuchte sogar rechtlich gegen die Verwendung seines Liedes vorzugehen: "Ich habe damals einen Rechtsanwalt kontaktiert, aber die rechtliche Handhabe ist leider gering. Wenn jemand bei einer genehmigten öffentlichen Veranstaltung Musik spielt, kann man das nicht verbieten."

2 Kommentare

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Auch auf Pegida-Aufmärschen gesichtet:
Die schwarz-weiß-rote Flagge - symbolisiert die Verbundenheit mit dem 3. Reich
Die Reichskriegsflagge, Version deutsches Kaiserreich, weil die spätere Version mit dem Hakenkreuz verboten ist

Meine Meinung: Wer in akzeptierter Gesellschaft von solchen Symbolen seine politische Meinung kundtut ist kein besorgter Bürger mehr, sondern ein Mitläufer mit faschistoiden Tendenzen..
  • 23.02.2016, 22:45 Uhr
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Es wird Zeit, dass Pegida eigene Flagge zeigt..
  • 23.02.2016, 19:45 Uhr
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