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Das Chaos der Tage

19.05.2016, 20:20 Uhr
Beitrag von wize.life-Nutzer

Das Chaos der Tage

Wer wollte leugnen, dass die Worte richtig gewählt sind. Wo ist noch Ruhe und Sicherheit zu finden? In den Kirchen? In den Zimmern der Einsamen? Den Büroräumen der allzeit Tätigen?

Nein, das Chaos beherrscht euch, im Westen wie im Osten, im Süden und im Norden.
Die Zeiten sind undurchdringlich geworden, niemand weiß, was morgen passieren wird. Ein Unfall folgt auf den anderen, eine Katastrophe geht der anderen voraus.

Was ist geschehen?

Die Menschen sind nicht mehr bereit, sich als Menschen zu benehmen. Sie ziehen es vor, Diebe zu sein, Lügner, Mörder, Verbrecher. Sie ahnen, dass sie vom Kurs abgekommen sind, aber sie finden den Weg nicht mehr zurück. Er ist ihnen versperrt. Sie wollen alles sofort, ohne Verzug, ohne Mühe. Sie wollen alles geschenkt bekommen, auf der faulen Haut liegen, Gott den guten alten Mann sein lassen und das Leben genießen. Warum nicht schnell auf der Wiese ein Kind verführen? Wer hat etwas dagegen? Warum sollte das falsch sein, wenn die Natur es einem eingibt?

Weg mit allen moralischen Vorschriften, wenn der Körper es einem doch befiehlt.

Ich nenne das Chaos. Ich staune, wie wenig man daran Anstoß nimmt, wie duldsam man gegenüber solchen Fehltritten ist. Man zeigt sie an, sie bekommen einen Anwalt, sie dürfen wieder auf die Straße – und weitermachen.

Ein Staat, in dem es Gesetze gibt, sollten solche Übertretungen die höchste Strafe überhaupt erhalten. Strafe auf Bewährung ist ein Skandal. Niemand wird sich bewähren in der folgenden Zeit. Er wird geradezu weitermachen, wie vorher. Und wieder wartet er auf eine Bewährungsstrafe, statt dass man ihn endgültig des Landes verweist.

Eine Gesellschaft beherbergt nicht Menschen, die sich nicht an ihre Regeln halten, die nicht die Sprache lernen wollen, die sich nicht einfühlen in die Traditionen des Gastlandes.

Wer hier schmarotzen möchte, gehört sofort des Landes verwiesen. Wer hier mit einer Waffe unterwegs ist, sollte sofort ins nächste Flugzeug gesetzt werden. Zurück in die Heimat. Deutschland ist kein Gefängnis für Verbrecher aus aller Welt. Das ist teuer, das setzt unendlich viel Kosten und Leistung voraus. Es behindert andere, sich nützlich einzubringen.

Ich verstehe nicht, wie es zu solchem Schlendrian in eurem Land kommen konnte. Eure Städte sind dreckig geworden, sie sind ein Sumpf von Unmoral und Seelenmüll. Eure Bildungsanstalten bemühen sich, aber es sind zu wenige, die das lernen, was wichtig ist: Unterscheidungsvermögen, Gerechtigkeit, Ausgewogenheit der Mittel.

Betrug lauert überall da, wo es viel Geld zu verdienen gibt. Das Bankwesen ist ein Hort des Versagens, der Bereicherung. Der Sport verdient den Namen nicht. Sport war einmal eine körperliche Ertüchtigung, jetzt ist es nichts als Geschäft und Größenwahn geworden.
Eure Kunst, Musik und Malerei liegt am Boden, unsägliche entsetzliche Versuche von Egomanie und Exhibitionismus.
Wer kann diese Misstöne, dieses Gewaber von fremden Worten noch als Kunst erkennen?

Es ist ein schöner Abend im Mai. Man könnte die Schönheit der Landschaft, der Jahreszeit feiern. Aber eine richtige Feststimmung kann nicht aufkommen, denn überall warten Probleme, die schnell gelöst werden müssten.

Was über Jahre falsch eingefädelt worden ist, lässt sich nun nicht mehr entwirren, ohne dass es zu erheblichen Kollateralschäden kommt. Ich sehe eine Verschlimmerung der Flüchtlingskrise auf euch zukommen. Die Tage werden schwierig, die Nächte voller Angst.

Ich rede zum ersten Mal mit solcher Schärfe in diesem Forum. Die Einäugigen meinen, sie sähen die Dinge besser, sie schauen aber nur in eine Richtung.
Die Zweiäugigen sehen die Situation schärfer, sie warnen, sie mahnen, aber sie haben auch kein Patentrezept, um die Lage zu bessern.

Das Schiff ist am Kentern. Da helfen auch die teuersten Ruder nicht mehr. Da will man gegensteuern, aber auch das wird nicht ausreichen. Eines Tages kommt es zu einem Unfall.
Ich nenne es einfach so. Das passiert ja täglich, und so wird es euch auch keine Angst einjagen. Das möchte ich nicht, ich möchte lediglich, dass ihr nicht im Wolkenkuckucksheim sitzt, wenn es passiert.

In diesem Sinne - ich wurde gebeten, etwas zu der gegenwärtigen Situation in eurem Land zu sagen, das war mein Versuch.


© KH, 19.5.2016

18 Kommentare

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PS.: wer sich in kurzer Zeit gerne ein wenig über Politik informieren möchte, kann dies am schnellsten über politisches Kabarett tun, wie Sendungen mit Volker Pispers und anderen:

  • 02.06.2016, 12:26 Uhr
  • 0
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Liebe Edith,
vielen Dank für den Beitrag von KH. Du weißt, ich liebe seine Beiträge!

Lieber KH,
ich empfinde Deinen Beitrag nicht als "scharf". Man muss das "Kind" wenigstens beim Namen nennen dürfen.
Versäumnisse, die vor einem halben Jahrhundert ihren Anfang nahmen (z.B. KEINE obligatorischen Deutschkurse - die hätten ja Geld gekostet - ein Versäumnis, was heute noch viel mehr Geld kostet - und ich denke nicht nur daran, das ein obligatorischer Besuch eines Deutschkurses für einen Fremdarbeiter und seine Familie nicht nur zu einer verbesserten Integration geführt hätte, sondern auch daran, dass die eine oder andere Ehefrau auch noch froh darüber gewesen wäre, über so einen "Zwang" dann auch die Wohnung verlassen zu dürfen, denn wenn obligatorisch, würde eine Verweigerung zur Ausweisung geführt haben, sodass in dem Fall die Ehemänner zwangsläufig hätten zustimmen müssen...auch wenn sie es nicht gerne getan hätten). So haben sich in der Zwischenzeit die Integrationsprobleme vervielfältigt. Ohne ein Verstehen der deutschen Sprache bleibt es bei einer Isolation statt Integration - und dies über mehrere Generationen. In Folge dessen wachsen viele Kinder mit ausländischer Abstammung nur mit ihrer Mutterspache auf und wenn in manchen Stadtteilen dann die Hälfte einer Schulklasse mit schlechten Deutschkenntnissen zur Schule kommen, wird das eh schon niedrige Niveau noch weiter gedrückt.
Was das wirklich heißt, weiß man nur, wenn man weiß, dass unser Schulsystem danach ausgerichtet wurde, dass die Schüler gehorchen und auswendig lernen, aber keine Fragen stellen sollen. Die sollen ja nicht selber denken. Sie sollen nur genug lernen, um der Industrie dienen zu können. Werden diese niedrigen Anforderungen noch halbiert, weil die Hälfte der Schüler kein Deutsch verstehen, dann entspricht der Unterricht praktisch der einer Sonderschule. Diese "erniedrigten Anforderungen" gelten erst ab der 11. Klasse nicht mehr - ab da wird selbständiges Arbeiten und Denken erwartet.
Dann teilt sich das Bildungssystem wieder: die Fachhochschulen bilden für die Industrie aus, wo auch kein selbständiges Denken erwartet wird, sondern gehorchen.
Erst an der Universität geht es um Forschung und Lehre und da wird selbständiges Denken und Handeln erwartet!
Dass das so gewollt ist, beweist die Pisa-Studie, wo Länder, die weniger Geld für Bildung ausgeben, ein sehr viel besseres Ergebnis vorweisen können (es liegt also nicht am Geld!).
Das hier selbständiges Denken nicht erwünscht ist, liegt daran, dass die besseren Kreise auch die besseren Kreise bleiben wollen und unter sich bleiben wollen und keine Konkurrenz aus den unteren Schichten haben wollen. Und wenn größere Anteile der Unterschicht logisch denken könnten, könnten die ja merken, dass sie von der Oberschicht belogen und ausgenutzt werden.

Wenn dann die "Nebentätigkeiten" der Politiker denen mehr Geld einbringen als ihr Mandat, dann weiß man doch: wessen Brot ich ess, dessen Lied ich sing! Keiner regt sich über die Unsummen auf, die Sportler verdienen...- warum bezahlt man hier die Politiker nicht besserm, aber verbietet ihnen ihre Nebenjobs??? Aber die meisten Bürger wissen vermutlich noch nicht mal, dass die Politik nicht von den Politikern bestimmt wird, sondern durch Lobbyarbeit und somit von der Industrie, bzw. deren Besitzern. Die dann auch die Medien besitzen und darüber dann die Menschen manipulieren.
Erst durch das Internet ist es für den Otto-Normal-Verbraucher möglich, sich Informationen zu besorgen, die unabhängig von den Öffentlich-Rechtlichen sind...
Aber auch der Umgang mit dem Internet will gelernt sein. Deutsche sind erstmal darauf "geeicht" sich der Mehrheitsmeinung anzuschließen - und mag sie noch so falsch sein. Das "selber denken" haben die meisten nicht gelernt und müssen es dann erst noch lernen, um die Informationsquelle "Internet" überhaupt adäquat nutzen zu können.
Die offenen Verbote in einer offenen Diktatur sind besser sichtbar, wie das Verbergen bestimmter Informationen in einem Land, welches als offizielle Regierungsform eine Demokratie hat. Der Unterschied von einer Einschränkung der Pressefreiheit in Russland zu einer selektiven Berichterstattung in Deutschland, wo nur 2-3 Familien alle Presseprodukte in der Hand haben und so auch die Kontrolle darüber, was gedruckt wird und was nicht, ist nicht so groß, wie man vielleicht meinen möchte.
Und gerade im Hinblick darauf ist das Internet DIE MÖGLICHKEIT, sich unzensierte Informationen zu holen.
Inzwischen ist das Internet so verbreitet, dass es praktisch für jeden zugänglich ist. Auch wenn es zurzeit noch nicht von jedem dafür genutzt wird, sich Informationen zu beschaffen.-
Inzwischen arbeiten Schulen aber mit dem Internet und heutige Schüler müssen schon im Internet recherchieren. Und die finden dann früher oder später auch heraus, dass sie so auch an Informationen kommen, an die sie nicht anders ran kommen.
Ich bin sehr dafür, dass alles Wissen im Internet verfügbar ist - kostenlos.
  • 02.06.2016, 11:57 Uhr
  • 0
@ Annette Raul
Ich weiß ja nicht, woher Du Deine Informationen beziehst über das, was an den Schulen in unserem Lande gelehrt wird und über das Menschenbild, das dieser Lehre zugrunde liegt. Dass an Deiner extrem negativen Sicht aber vieles falsch ist, weiß ich ganz bestimmt. Du behauptest:
",,,dass unser Schulsystem danach ausgerichtet wurde, dass die Schüler gehorchen und auswendig lernen, aber keine Fragen stellen sollen. Die sollen ja nicht selber denken. Sie sollen nur genug lernen, um der Industrie dienen zu können."
Genau das Gegenteil ist richtig: In allen Lehrplänen aller Schulstufen ist als eines der Hauptziele vermerkt die Erziehung der Schüler zu "eigenständigem, selbstständigen und problemlösenden Denken". Da ist keine Rede von Gehorchen, von Kadavergehorsam, sondern von Kritikfähigkeit, von der sorgfältigen Einordung von Fakten, die zur Ausbildung eines eigenen Urteils führen. Die Zeiten des sturen Auswendiglerns und der unrkitischen Übernahme von Gehörten oder Gelesenem sind schon lange vorbei. Jugendliche neigen heute eher dazu, alles erst einmal in Frage zu stellen, Lehrer, Eltern und andere 'Autoritäten' haben nicht mehr dei Geltung, die sie mal hatten.
  • 29.07.2016, 22:18 Uhr
  • 3
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  • 02.06.2016, 09:43 Uhr
  • 1
Annette, die Sicht des Dalai Lama ist auch in einem anderen Beitrag kommentiet worden. Volle Zustimmung.
Schlimm finde ich den Soros-Merkel-Plan! Aber ich habe schon längere Zeit immer das Wort "Marionette" im Kopf.
  • 02.06.2016, 10:02 Uhr
  • 1
Hölr Dir den Pispers an (so Du Zeit dafür hast) - der lässt sich auch über die Merkel aus...
  • 02.06.2016, 13:23 Uhr
  • 0
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  • 01.06.2016, 18:05 Uhr
  • 0
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Wieso schreibst du immer "euer" statt "unser", lebst du in einem besseren Land? Wir haben nun mal die globale Welt mit allen Vorteilen und Nachteilen. Mir läuft es auch kalt den Rücken runter wenn ich morgens die Zeitung lese und abends die Nachrichten im Fernsehen sehe. Ich denke es gibt kein Patentrezept. Jeder kann nur in seinem kleinen oder großen Umfeld etwas verbessern. Das "Schiff" ist schon oft gekentert, denk mal an den dreißigjährigen Krieg, an die französiche Revolution oder an den zweiten Weltkrieg. Chaos nichts als Chaos.
  • 20.05.2016, 11:07 Uhr
  • 2
Der Text stammt nicht von mir. Deshalb die Anrede "euer".

Ich lebe seit Jahrzehnten in diesem Land, und da kann ich mich durchaus an bessere, sicherere Zeiten ohne Terror erinnern.

Ich habe den Text als Aufruf vestanden, wenn möglich dagegen zu steuern, und jeder kann das nur auf seine eigene Weise tun.

Es kann dann natürlich auch im 'Chaos der Tage' Oasen der Stille und Ruhe geben.

Was jemand aus der Lektüre eines Textes für sich gewinnt, entscheidet er selber.
  • 20.05.2016, 13:04 Uhr
  • 2
Wann waren denn diese Zeiten ohne Terror? Wir hatten RAF-Terror, Oktoberfest- und Olympiaattentate, NSU-Morde, etc. So hundertprozentig friedlich waren diese Jahre auch nicht.
  • 29.07.2016, 22:46 Uhr
  • 1
Das stimmt, aber eine solche schnelle Abfolge grausamster Taten gab es nicht. Und natürlich erlebt man auch die Erschütterungen in den unmittelbaren Nachbarländern mit.
Ich sehe da schon einen großen Unterschied.

Auch in der unmittelbaren Umgebung, den Vororten Heidelbergs und Neckarwiesen, hat sich alles verändert.
  • 30.07.2016, 07:10 Uhr
  • 0
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Der Dreck war immer schon da - nur wurde er früher unter den Teppich gekehrt!
  • 20.05.2016, 08:16 Uhr
  • 1
Ich gebe zu, das ist eine sehr ungeschminkte Darstellung, ein Eindruck, dem natülich andere gegenüber stehen können.
Jeder kann sich 'seine schöne heile Welt' schaffen, die seinen Ansprüchen nahekommt.
Viele geben vielleicht zu früh auf.

Manchmal ist es aber auch nötig, sich ein Bild von einem Organismus zu machen, der sich Gesellschaft nennt.
Nicht jeder muss zu einem solchen Urteil kommen. Ich finde es auch sehr nüchtern.
  • 20.05.2016, 08:39 Uhr
  • 2
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Das Leben und die Welt ist nun mal kein Ponyhof
  • 20.05.2016, 07:04 Uhr
  • 0
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Ach du liebe Zeit, ich empfehle Ihnen einen Besuch beim Psychiater.
  • 19.05.2016, 22:55 Uhr
  • 1
Ihre Menschenkenntnis geht gegen Null!
  • 20.05.2016, 08:03 Uhr
  • 1
Ich bin überrascht, diesen Text 8 Wochen später noch einmal zu lesen. Er erscheint mir im Rückblick extrem prophetisch zu gewesen zu sein.
  • 29.07.2016, 22:36 Uhr
  • 1
Ich habe das mitbekommen, Jürgen
  • 30.07.2016, 15:58 Uhr
  • 1
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