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Krankenkassen verstecken Gelder - Politik wittert Versichertenbetrug

Krankenkassen verstecken Gelder - Politik wittert Versichertenbetrug

News Team
27.05.2016, 08:51 Uhr
Beitrag von News Team

In Deutschland erhalten Krankenkassen ihre Finanzmittel aus dem Gesundheitsfonds. Diese sind dafür bestimmt, Leistungen für Versicherte zu erbringen oder sonstige Ausgaben der Kassen zu decken. Offenbar gibt es bei der Verbuchung der Gelder nun Ungereimtheiten. Der Verdacht: Versichertengelder könnten veruntreut worden sein. Besonders im Fokus – die AOK-Kassen.

Laut Recherchen der CDU/CSU-Fraktion, die der "Bild" vorliegen, bekamen Krankenkassen im vergangenen Jahr 503 Millionen Euro, die sich "nicht in den Leistungs- oder sonstigen Ausgaben der Kassen widerspiegeln". Das schrieben die CDU-Gesundheitsexperten Karin Maag und Michael Hennrich in einem Brief an Gesundheitsminister Hermann Gröhe.

Es hat den Anschein, als würden sich Kassen arm rechnen, um zukünftig mehr Geld aus den Mittelzuweisungen des Gesundheitsfonds zu erhalten.

Der Minister solle nun klären, wie die fehlende halbe Milliarde Euro verbucht und ob eventuell gemauschelt wurde.

AOK-Kassen im Fokus

Die Differenz fiel den Gesundheitsexperten beim Vergleich offizieller Daten des Bundesversicherungsamtes mit den Haushaltsaufstellungen der Krankenkassen auf. So wurden 2015 198,266 Milliarden Euro aus dem Gesundheitsfonds an die Krankenkassen ausgezahlt, diese verbuchten aber nur 197,763 Milliarden Euro als Zuweisungen.

Eine kleine Differenz könnten die Kassen mit Kosten für Veränderungen der Versichertenstruktur erklären. Allerdings nicht in dieser Höhe. Erfahrungswerte aus der Vergangenheit zeigen, dass sich dieser Posten auf maximal 150 Millionen Euro beläuft.

Die AOK-Kassen verbuchten 2015 aber ganze 667 Millionen Euro unter dem Haushaltspunkt "Verpflichtungen".

AOK beruft sich auf Imparitätsprinzip

Der AOK-Bundesverband wehrte sich in "Bild" gegen den Verdacht der Veruntreuung. Es gebe "keinen Grund zur Skandalisierung".

Weder ist Geld im Gesundheitsfonds versickert, noch haben Kassen etwas verschleiert.

Es handle sich hier schlichtweg um unterjährige Buchungsbesonderheiten, die es in den Vorjahren auch gegeben habe.

Der Verband rechtfertigt die Höhe der Summer mit dem sogenannten Imparitätsprinzip, das die Krankenkassen anwenden. Demnach werden negative Erfolgsbestandteile - Verluste - zu einem früheren Zeitpunkt erfasst als positive.

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6 Kommentare

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... und ewig grüßt das Murmeltier....
  • 27.05.2016, 19:55 Uhr
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Peter Leopold
Oh..wie überraschend...
  • 27.05.2016, 12:03 Uhr
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Sind die aber böse.........ironie off......Hat wirklich jemand geglaubt, dass da nichts unter den Tisch fällt? Nicht wirklich oder?
  • 27.05.2016, 11:51 Uhr
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es schreit zum Himmel - aber mich wundert nichts mehr...
  • 27.05.2016, 11:46 Uhr
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  • 27.05.2016, 11:30 Uhr
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Das ist ja sowas von neu
  • 27.05.2016, 11:14 Uhr
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