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Weit, weit weg von der Wirklichkeit! Ob das wirklich eine Alternative ist?

Weit, weit weg von der Wirklichkeit! Ob das wirklich eine Alternative ist?

Peter Leopold
05.06.2016, 18:02 Uhr
Beitrag von Peter Leopold

Es ist keine Frage: Träumen kann wirklich schön sein. Aber es gibt auch Lebensbereiche, in denen man auch einmal der Realität ins Gesicht sehen muss - auch wenn es manchmal so sichtig weh tun kann. Doch in den meisten Fällen lernt man auch daraus und vermeidet bereits gemachte Fehler beim nächsten Mal. Nicht so bei gerade Denjenigen, die sich einbilden, die Geschicke einer gesamten Gesellschaft lenken zu können.

Bei ihnen scheint die Lernfähigkeit drastisch reduziert zu sein. Und das Träumen der Rattenfäger geht weiter. Derzeit könnte man durchaus sagen, dass sich die AfD um Kopf und Kragen redet - wenn sie nicht radikal genug wäre, um die Massen im Goebbels-Style zu begeistern. Sie bietet sich an wie eine billige Straßenprostituierte. Hauptsache die Fassade stimmt. Dass mit deren Besuch das bisher gewohnte Leben schlagartig vorbei sein kann, ist etwas, woran die Wenigsten denken.

Echte Problemlösungen werden freilich nicht angeboten. An verträumten Ideen mangelt es selbstverständlich nicht. Der neueste Clou: Nach Frauke Petry sollen die Bürger in Deutschland länger als bisher arbeiten und zudem Einschnitte bei den Renten hinnehmen. Außerdem werde man "vermutlich über eine weitere Kürzung der Renten reden müssen "Aha..Sollte nicht Alles VIEL besser werden für Alle ?

Und zur Stärkung der Sozialkassen soll der innerfamiliäre Zusammenhalt gestärkt werden. Mit anderen Worten: "Kümmert Euch gefälligst selbst um Eure Kids" Kitas und andere Betreuungsmöglichkeiten kosten schließlich Geld. Und die Geburtenrate ? Leute, vögelt um Eure Rente, denn Kinderlose sollen Familien mit Kindern finanzieren und kinderreiche Familien sollen entlastet werden. Wie das passieren soll, ist wohl noch ein Geheimnis. Die künftige Rentenfinanzierung ist ein Problem, dass bereits die Generation der heute 50 Jährigen betrifft. Wenn man dabei Frührentner, Erwerbsunfähigkeitsrentner und fortschreitende gesundheitlichie Probleme in der Gesellschaft berücksichtigt, müsste nach diesem System schon Kinderarbeit wieder eingeführt werden, um die Finanzierung zu garantieren.

Mit diesem System ist es natürlich kaum mehr denkbar, dass man sich in jungen Jahren ein finanzielles Ruhekissen schaffen könnte, denn ein winziger Punkt wurde dabei nicht bedacht: Die Gesellschaft hat sich verändert und damit auch der Wunsch nach Kindern - unabhängig von der finanziellen Situation. Die Bereitschaft, Verpflichtungen zu übernehmen, die Kinder zweifellos mit sich bringen, nimmt stetig ab.

Wer wirklich eine "Rentenreform" will, darf auch nicht davor zurück schrecken, Renten und Pensionskassen zusammen zu legen. Aber das wäre wohl selbst der AfD zu radikal, die auf die Besserverdiener angewiesen ist. Nebenbei bemerkt wäre es schon ein Fortschritt, wenn man selbst Fraktionsgelder nicht für Propaganda und teure Polemik ausgibt - nur, um das auch einmal zu erwähnen. Erziehen bedeutet nicht zu sagen, was alles falsch ist, sondern das was man vertitt, auch vorzuleben. Langfristig heisst das: Nicht nur in der Familie, sondern auch in der Gesellschaft mit gutem Beispiel voran gehen. Aber davon sind Petry und Konsorten noch meilenweit entfernt.

Update:

Gauland will sich als Fluthelfer beteiligen - in seinem Sinn.
Er warf den Parteien im Bundestag vor, sie verträten „eine Politik der menschlichen Überflutung“. Es handele sich um den „Versuch, das deutsche Volk allmählich zu ersetzen durch eine aus allen Teilen dieser Erde herbeigekommene Bevölkerung“.

Na dann...Schaufel und Schlauchboot schnappen und ran an die Arbeit - auch wenn DAS nicht gemeint war!

20 Kommentare

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Unter Berücksichtigung der unzähligen wütenden Kommentare zur jetzigen "Regierung", verbunden mit viel erschreckendem Merkel-Hass und dem dringenden Appel, die AfD zu wählen (als ob wir eine Wahl hätten), wird klar m.E., dass die AfD ausschliesslich aus Protest gegen die jetzige "Regierung" ihre vielen Stimmen bekommen wird. NUR aus diesem einen Grund, aus Protest. Da ist jedes Programm, das dann ohnehin nicht durchsetzbar sein wird, völlig egal. Wer immer noch nicht glaubt, die eigene Richtung/Politik zu ändern, sind Merkel & Co und ihre Sitz"Partner.
  • 06.06.2016, 21:52 Uhr
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Prima Beitrag, Peter!
  • 06.06.2016, 16:26 Uhr
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Peter Leopold
  • 06.06.2016, 16:31 Uhr
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Die ganzen Probleme der Menschen sind Euro Probleme , wo die Renten halbiert wurden und die Preise verdoppelt , so wird das Volk verarscht Europaweit, überall die selben Probleme , und die Reichen werden immer reicher , wir brauchen jedes Jahr 10-15 % Lohnerhöhung dann spielt sich das wieder ein , aber dafür geht es dem Volk noch zu gut und halten ihr Maul, aber das Volk begreift das langsam , hat lange genug gedauert , was hier geschehen muss ein Generalstreik aber das macht kein Deutscher...... sie lassen sich lieber versklaven......und die AFD wird das auch nicht ändern......
  • 05.06.2016, 21:15 Uhr
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Früher FDP gewählt, weil im Herzen durch und durch liberal. Dann kam - nach vielen anderen Nonsense Entscheidungen - die MwSt. Senkung für Hoteliers als erste Amtshandlung nach der gewonnenen Bundestagswahl. Offensichtlicher war Clientelpolitik nicht möglich. Also keine FDP mehr.

Einer Verbotspartei wie den Grünen, die Marktmechnismen misstrauen und mir sogar das Schnitzel verbieten wollen, kann ich meine Stimme unmöglich geben.

Die SPD, die Wasser predigt und selbst Wein säuft, kann mir auch gestohlen bleiben. Die SPD lebt in ihrer eigenen Welt und hat noch nicht festgestellt, dass wir 2016 schreiben und Dinge wie Globalisierung, Digitalsierung und Patchworkisierung die Realitäten gegenüber 1863 ein wenig geändert hat.

Meine logische Heimat wäre folglich die Union: Aber wie soll ich eine Partei wählen, die mit Herdprämie tradierte Frauenbilder zementieren, trotz aller europarechtlichen Bedenken eine Autobahnmaut durchdrücken, seit Jahren den Reformstau liegen lässt, unbeliebte Entscheidungen meidet wie der Teufel das Weihwasser und sich statt dessen in Symbolpolitik ergibt?

Mir ist die AfD nicht sympathisch, aber die etablierten sind mir ebenfalls zuwider. Mit Euro-, Flüchtlings-, EU- und weiteren Krisen haben wir eine seit Jahrzehnten unvergleichbare Fülle an Krisenherden in der Mitte von Euro und vor unseren Haustüren. Die Führungselite des mächtigsten Staats in Europa hat es seit Jahren nicht geschafft, auch nur für eine eine vielversprechende Lösung anzubieten. Offensichtlich fehlt der Wille oder die Fähigkeit. Warum also nicht mal "the new kid on the block" machen lassen - solange sich diese auf dem Boden des Grundgesetzes bewegt?
  • 05.06.2016, 20:29 Uhr
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Peter Leopold
Sie müsste erst einmal REALISTISCHE Dinge auf den Punkt bringen und sich von jeglichem radikalen Denken verabschieden. Und dabei geht es nicht um Polarisierung, sondern auch ganz klar um physische Gewalt!
  • 05.06.2016, 20:55 Uhr
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AfD - Alle für Deutschland
daran sollte sich die Afd halten.
Es ist richtig, dass sich vieles in Deutschland ändern muss.
Ob dies über die AfD gehen kann bezweifle ich jedoch sehr. Ich habe vielmehr den Eindruck, dass wir uns polnischen Situationen nähern, wenn die AfD weiter auf dem Vormarsch ist. Schaut nach Polen, welche Schwierigkeiten es dort gibt. Die gewählte Partei ist derzeit nicht davon zu überzeugen, dass eindeutig die Mehrheit für die EU eintritt. Die Presse wird niedergewalzt, Mitbürger denunziert. Vergleichbar mit den pauschalen Äußerungen der AfD'ler, alles besser machen zu wollen ohne wirklich zu sagen, wie dies gehen soll. Was soll denn mit den Mitbürgern passieren, die ein Leben lang gearbeitet haben und mit dem Rentenbescheid mitgeteilt bekommen haben, das an Rente nur noch die Hälfte des monatlichen Lohns als Rente ausgezahlt wird. Was passiert denn mit den Familien, die aus welchen Gründen auch immer keine Kinder bekommen dürfen/können ? Sollen die dann belastet werden, weil sie so vernünftig waren sich nicht zu vermehren? Wie gesagt, es gibt vieles was es zu ändern gibt. Die AfD dürfte jedoch mit Sicherheit nicht die Partei sein, die dies in Angriff nimmt. Dort wird nach dem Parteiprogramm gerade die Schicht, die Unterstützung braucht über Gebühr belastet und die besserverdienenden werden entlastet, weil es z.B. keine Erbschaftssteuer mehr geben soll, die jetzt schon für nur für die Gültigkeit hat, die "etwas mehr" erben als eben der Otto Normalverbraucher. Es gibt zig weitere Punkte, die gegen die AfD sprechen. Für die AfD spricht, dass sie die etablierten Parteien aufscheucht und so etwas verbessert. Dies sollte jedoch nicht dazu führen, Probleme zu verniedlichen und sich so die Pest ins Haus holen, die nicht mehr los zu werden ist. Alle sprechen davon, dass die AfD eine Partei ist, die nicht regieren will. Was ist denn, wenn ohne die AfD keine Regierung mehr möglich ist o der aber nur noch die AfD dies schafft. Hier sollten wir alle mal an das 20. Jahrhundert denken, welches ähnliche Anzeichen mit sich gebracht hat. Auch heute gibt es innerhalb der AfD Strömungen, die genau darauf hinauslaufen, was nie wieder sein sollte.
Ich wünsche uns allen, dass wir dem widerstehen und einen Weg finden, der die Probleme auch ohne Extremismus löst
  • 05.06.2016, 19:56 Uhr
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Peter Leopold
Gut erklärt... Diejenigen, die keine Kids bekommen KÖNNEN, hatte ich ganz vergessen
  • 05.06.2016, 19:55 Uhr
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Die AfD stellt sich allzu gerne als Problemlöser dar. Die Frage ist nur, für wessen Probleme !
Als liberal - konservative Partei ist sie schon mal unwählbar für alle, deren Einkommen sich im unteren Bereich bewegen. Und die Bezieher von mittleren Einkommen können sich ausrechnen, ab wann sie zu diesen gehören - wenn sie in der Rente sind oder durch böse Umstände vorzeitig aus dem Erwerbsleben gerissen werden.
Nein, die AfD ist alles andere als eine Partei des "kleinen Mannes". Im Gegenteil ! Sie bietet Lösungen an, die unterm Strich zu Lasten genau dieses kleinen Mannes gehen.
Wer seine Stimme dieser Partei gibt, sollte sich nicht von populistischen Themen täuschen lassen, sondern die politische Realität in die Waagschale werfen. Und dann entscheiden, ob er sich damit etwas Gutes oder etwas Schlechtes antut.
  • 05.06.2016, 15:35 Uhr
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Peter Leopold
Damit ist alles gesagt!
  • 05.06.2016, 15:37 Uhr
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  • 05.06.2016, 19:06 Uhr
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Ob alle nun auf die Afd raufhauen oder nicht , nicht vielleicht unsere Generation aber spätens die nächste , es werden sich alle auf radikale Einschnitte im Sosialenbereich einstellen müssen , den wir sitzen alle auf einer Altersbombe , in der Zukunft werden Forderungen auf den Staat zukkommen alleine der Faktor Beamtenpensionen das wird in die Milliarden gehen , es gibt dafür kaum Rückstellungen oder die normalen Rentner die rutschen alle in die Altrersarmut bei den Einkommen die heute überwiegend gezahlt werden .genauso Betrifft das die Krankenkassen oder viele andere Bereiche . Das was die Afd dort aussagt ist zwar oftmal Unklug ausgedrückt aber vom Problemher richtig erkannt . Wir haben alle in den letzten 50 Jahren in einer Sosialen Gesellschaft gelebt das wird sich auf jedenfal verändern . Und da wird der Staat ob Renten oder andere Sosialeleistungen verändern müssen, weil es sonst garnicht mehr zu bezahlen geht . Und das kann man leider nicht schön reden. Brauche nur an Herrn Blüm denken an seine Aussage die Renten sind sicher die Menschen wurden in den letzten Jahren doch nur betrogen weil der Staat sich ständig an den Rentkassen bediehnt hat und die Leistungen ständig abgesenkt hat .
  • 05.06.2016, 13:22 Uhr
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Peter Leopold
Es ist keine Frage, dass sich Einiges verändern MUSS. Allerdings sollte man dabei die Realität nicht aus den Augen verlieren und mit "draufhauen" auf die AfD hat das nichts zu tun. Nur gibt es keine umsetzbaren Vorschläge und DAS solte man sich überlegen BEVOR man politisch tätig sein will...
  • 05.06.2016, 14:48 Uhr
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Das Problem ist,daß keine der etablierten Parteien sich wirklich für die Belange der Bürger einsetzen,anders gesagt,sie machen an dem Bürger vorbei was sie wollen(TTIP,Flüchtlingspolitik,Energiewende usw.usf.)IM nächsten Jahr kommen einige Versprechungen um die Wahl zu gewinnen.Was also tun wenn man keine wirkliche Alternative hat?Ich wundere mich überhaupt nicht über den Stimmengewinn der AfD,egal ob sie recht oder unrecht haben.Darum geht es auch gar nicht wenn man die AfD wählen würde,es geht um Protest!!!
  • 05.06.2016, 16:22 Uhr
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Peter Leopold
Das stimmt leider. Nur machen sich die Wenigsten Gedanken wegen der Konsequenzen...
  • 05.06.2016, 16:27 Uhr
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Und das ist das Problem
  • 05.06.2016, 19:08 Uhr
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Danke für diesen Beitrag, aber ich glaube du erreichst viele Menschen damit nicht mehr, zu groß ist Verblendung und der Trotz (jetzt erst recht-s), es werden gefakte Negativnotizen glorifiziert, als argumentative Verstärker hinzugezogen, es gilt als chic mit rechter Gesinnung zu provozieren. Die Partei wird sich aber selber Abschaffen, gegen Frauen, gegen Mindestlohnempfänger, gegen Schwule, gegen die Umwelt, gegen Alleinereziehende usw. ..wer soll die noch wählen ?
Ich denke das im Land des Fußballweltmeisters viele Unentschlossene auf die Anfeindung der Nationalspieler reagieren werden...und das nicht im Sinne der AFD

aber einen Tip gäbs noch für die AFD ..Tempo 100 auf deutsche Autobahnen ..das bringt euch mit Sicherheit unter 5%
  • 05.06.2016, 11:50 Uhr
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Peter Leopold
Na ob trotz der richtige Wahlhelfer ist ? Ich denke nur, dass man sich auch mal überlegen muss, was einem die eine oder andere Patei bringt - nicht nur wogegen sie ist. Und da ist ein konzeptloser Haufen ein bischen wenig...
  • 05.06.2016, 11:55 Uhr
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weder Trotz noch Verblendung sind ideale Entscheidungshelfer, aber dazu müssten viele ja ertsmal eingestehen in einigen Bereichen der klare Verstand vom emotionalen Empfinden überlagert ist oder war ..das fällt vielen schwer
  • 05.06.2016, 11:58 Uhr
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Peter Leopold
Das ist wohl wahr
  • 05.06.2016, 11:59 Uhr
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