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Richter über Leben und Tod? Die Macht der ‪‎Pharmakonzerne‬

Richter über Leben und Tod? Die Macht der ‪‎Pharmakonzerne‬

20.06.2016, 02:39 Uhr
Beitrag von wize.life-Nutzer

Die ‪‎Pharmaindustrie‬ definiert, wer krank und wer gesund ist, wie wir uns richtig ernähren und ob unsere sexuelle Lust normal ist.

Für die Pharmaindustrie steht im Vordergrund, mit Medikamenten Geld zu verdienen. Werbung darf sie aber nicht machen.
Deswegen müssen sich die Pharmafirmen etwas anderes einfallen lassen, damit Ärzte von der Qualität ihrer Produkte überzeugt sind und möglichst viele und teure Präparate verordnen.

Nicht nur bei den Ärzten versucht die ‪‎Pharmalobby‬ Einfluss zu nehmen, auch bei der Politik. Sie arbeitet in Berlin und Brüssel hart daran, dass Gesetze im Sinne der Pharmalobby erlassen werden…

Wieso die Pharma-Lobby so viel Einfluss hat!

6 Kommentare

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Dieter, die Pharmaindustrie muss wie jedes Unternehmen Gewinne machen, damit sie ihre Angestellten und Aktionäre bzahlen kann. Außerdem erwartet die Gemeinde und der Finanzminister möglichst hohe Steuern. Was ist daran falsch?
Beklagenswert sind sicher die Zuwendungen an Ärzte, sei es in Form von überhöhten Honraren für Vorträge, oder für diverse Tagungen in Luxushotels. Aber, es gibt eine Menge Ärzte, die diese fragwürdigen Praktiken mitmachen.
Unser Kapitalismuskritiker hier bei SB macht zu Deinem Beitrag gleich einen Rundumsclag auf die Industrie, der wir letztlich unseren Wohlstand verdanken. Das bringt uns aber nicht weiter, denn Staatsunternehmen handeln genau so korrupt oder nicht korrupt wie Privatunternehmen. Ebenso kommen sie nicht ohne Lobbyisten aus.
Abschließend gibt es in unserer ganzen Gesellschaft eine Menge Probleme und Ungerechtigkeiten. Meinst Du wirklich, diese lassen sich alle beseitigen?
  • 22.07.2016, 15:23 Uhr
  • 0
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Es tut mir sehr leid, wenn mein Beitrag in Dir derart negative Eindrücke hinterlassen hat, Digger.

Schade, dass viele Zeitgenossen nicht kritisch hinterfragen, wenn die Aussage von jemandem so formuliert ist, dass sie die Mitglieder der angesprochenen Teilöffentlichkeit nicht unbedingt alle verstehen können. Es wird sofort geurteilt und die eigene „Wahrheit“ als einzig richtige dargestellt.

Vielleicht habe ich ja auch meinen Beitrag nicht diskussionsoffen genug formuliert? Vielleicht wollte ich mit meiner Formulierung ja nur zum Nachdenken anregen und Diskussionen auslösen?

Aber die meisten lesen, aufgrund der täglichen Informationsflut nur noch Überschriften und schimpfen gleich drauflos. Der verlinkte Beitrag wird gar nicht erst angeklickt, geschweige denn durchgearbeitet und hinterfragt…

Bevor man einen Beitrag öffentlich kritisiert wäre es klug, wenigstens erst einmal ein bisschen selber zu recherchieren und sich die nötigen Informationen zu beschaffen…

Meine Aussage zur verbotenen Werbung bezieht sich natürlich auf verschreibungspflichtige Arzneimittel, denn für diese besteht in Deutschland grundsätzlich gemäß § 10 Abs. 1 HWG ein Werbeverbot gegenüber dem Laienpublikum.

Es geht mir hier weniger um das Verhalten der Endverbraucher oder Patienten, sondern mehr um Fragen und Diskussionen über Pharmakonzerne, Korruption, Lobbyismus und ob die Pharma-Branche wirklich mit Methoden der organisierten Kriminalität arbeitet.

Das behauptet sogar einer der profiliertesten Medizinprofessoren der Welt: Der dänische Medizinforscher und Direktor des Nordic Cochrane Centers am Rigshospitalet in Kopenhagen Peter Gøtzsche.

Gøtzsche gilt seit Jahren als einer der schärfsten Kritiker der Pharmaindustrie. Er hat ein Buch geschrieben, das 2014 auf Deutsch erschien und schon im Titel klarmacht, dass er die Branche für einen Zweig der "organisierten Kriminalität" und ihre Produkte häufig für "tödlich" hält.

Das preisgekrönte Buch hat den Titel: „Tödliche Medizin und organisierte Kriminalität – wie die Pharmaindustrie das Gesundheitswesen korrumpiert“.

Aber heutzutage liest ja niemand mehr ein Buch…
  • 20.06.2016, 17:12 Uhr
  • 0
Durch meinen Beitrag entsteht ein „Zerrbild“ der modernen Welt? Wo lebst Du denn?

Die Existenz in der modernen Welt, das ist insbesondere das Leben in der westlichen Kultur, so wie es sich heute darstellt. Ein Leben, in dem es selbstverständlich geworden ist, Krieg zu führen.
500 Weltkonzerne kontrollieren mehr als die Hälfte des Weltsozialprodukts.
Im Finanzsektor diktiert ein Oligopol von 12 großen Banken die Schlüsselbereiche der globalen Wirtschaft.
Die Staaten sind unter Kontrolle – beherrscht von einem Dutzend Finanzmagnaten und Bankkonzernen, die Staaten und Regierungen wie die Puppen tanzen lassen können, weil sie an ihrem Tropf hängen. Laut Washingtoner Institut für Politik-Studien befinden sich unter den hundert größten Wirtschaftsmächten der Welt bereits mehr Unternehmen als Staaten.
Die Konzern-Lobbys stemmen sich gegen eine strengere Regulierung, indem sie Politiker mit Informationen, Expertisen, üppigen Abendveranstaltungen, Geld und "Arbeitsplätzen" bedrängen.
Nirgends wird die Symbiose zwischen Kapital und Staat so augenfällig wie bei der "Krisenbekämpfung". Erst hat sie die Krise hervorgebracht und nun verstärkt sie sie noch. Sowohl Unternehmen wie Regierungen führen genau die Politik weiter, die zu dem Debakel geführt hat. Auch künftig werden die Finanzdienstleister auf dem Grauen Kapitalmarkt genauso wie die Betreiber einer Döner-Bude kontrolliert, obwohl sogar im schwarz-gelben Koalitionsvertrag steht: "Kein Anbieter von Finanzprodukten soll sich der staatlichen Finanzaufsicht entziehen können".
Es gibt in der heutigen Zivilgesellschaft keine ausreichende Gegenmacht zu den allmächtigen Konzernen; zumal, da sich die politische und die Finanzelite sehr nahe stehen.
Die Vereinten Nationen werfen den großen Konzernen der Welt schwere Versäumnisse beim Umweltschutz vor. Allein die 3.000 wichtigsten Unternehmen sollen Umweltschäden von jährlich knapp zwei Billionen Euro verursachen. Das Artensterben sei 100-mal schneller, als es die Evolution vorgibt – doch die Manager der Topkonzerne ignorieren den Umweltschutz.
Der Raubbau an der Natur durch die Wirtschaft setzt sich seit Jahren ungebremst fort. Das natürliche Kapital der Welt wird im großen Stil vernichtet."
Konzerne haben nur ein Anliegen: Geld für die Shareholder zu generieren und gierig zu vermehren – koste es, was es wolle. Nichts sonst ist wichtig, denn es geht täglich um Milliarden (nicht Menschen, sondern Geld). Am Ende steht die Vernichtung der Umwelt, der Wirtschaft und des Sozialstaats, ja sogar die des Konzerns selbst, wenn er pleite ist und/oder geschluckt wird.
Die reale Konzernpolitik besteht in der Regel aus Mittelmäßigkeit, Visionslosigkeit und Gier gepaart mit Komplikationen – ein tödlicher Mix. Dazu muss man wissen, dass nicht die besten Leute an der Spitze der Konzerne stehen, sondern die mit den besten Seilschaften….
Um nur ein paar Beispiele zu nennen!

Wir sind komplett verstört von unserem Weltbild, neben dämlichster Menschen. Wir scheißen auf Werte, weil wir sie verdrängen und versuchen zu kompensieren, was uns fehlt…
  • 22.06.2016, 01:06 Uhr
  • 1
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Dieter, mit Deinem Beitrag erweckst Du den Eindruck, dass wir unmündige Menschen sind, die nicht mehr differenzieren können.
Wer natürlich den Mist runterschluckt, den die Werbung anbietet, der ist zu recht ein Opfer der Pharmaindustrie. Im übrigen ist Werbung durchaus erlaubt, Die Ausgaben dafür sollen schon höher sein, als für die Forschung.
Oder, der seinem Arzt blind vertraut, ohne zu hinterfragen, ob die verordneten Medikamente wirklich sinnvoll sind. Und wenn er keine vernünftige Antwort bekommt, dann sollte er eine zweite Meinung einholen.
Und natürlich muss die Pharmaindustrie, wie jedes Unternehmen, in erster Linie Geld verdienen. Denn sonst haben sie kein Geld für die Forschung und kein Geld für die Werbung, die zum Absatz ihrer Produkte zwingend notwendig ist.
Deshalb verstehe ich deinen Beitrag nicht. Es ist die übliche Kapitalismus-Kritik.
  • 20.06.2016, 11:12 Uhr
  • 0
@ Digger Wersin
> Wer natürlich den Mist runterschluckt, den die Werbung
> anbietet, der ist zu recht ein Opfer der Pharmaindustrie. Im
> übrigen ist Werbung durchaus erlaubt,

Aber nicht für verschreibungspflichtige Medikamente.

> Oder, der seinem Arzt blind vertraut, ohne zu hinterfragen,
> ob die verordneten Medikamente wirklich sinnvoll sind.

Wir reden hier ja nicht von Kopfschmerztabletten, blutdrucksenkenden Medikamenten oder Diabetes. Gemeint sind Medikamente für Schwerkranke (Krebspatienten u. a.). Wer sich in einer solchen Lage befindet ist vermutlich nicht mehr all zu wählerisch was die verordneten Medikamente angeht sondern greift nach jedem Strohhalm/Mittel das in irgend einer Weise Linderung oder gar Heilung verspricht.
  • 21.07.2016, 11:25 Uhr
  • 0
Lorettta, ohne die Pharrmaindustrie hätten die Schwerkranken überhaupt keine Chance. Somit werden sie das Schlucken, was der Arzt nach seinem Kenntnisstand für richtig hält.
Wenn man Pech hat, hat er/sie von der Pharmaindustrie Zuwendungen angenommen und ist von deren Produkten überzeugt. Das solles ja geben.
  • 22.07.2016, 14:55 Uhr
  • 0
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