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Die Totengräber der Demokratie

Die Totengräber der Demokratie

27.06.2016, 22:05 Uhr
Beitrag von wize.life-Nutzer

Ein trauriges Schauspiel! Das gegenwärtige Führungspersonal der EU hat sich als völlig unfähig erwiesen, dem offenkundigen Zerfall des größten politischen Projekts der Gegenwart Einhalt zu gebieten. Es sieht so aus, als wären den selbstsicheren „Profi“-Problemlösern ihre Strukturprobleme und Krisen schlicht über den Kopf gewachsen.

Kanzlerin Merkel, die selbst vor dem Scherbenhaufen ihrer Politik in Deutschland steht, will irgendwie retten was zu retten ist, da sie sich wahrscheinlich immer noch als "inoffizielle Kanzlerin von Europa“ fühlt. Aber, sie kann sich auch schlecht jahrelang unter dem Motto: „Ich bin Angela Merkel, ich darf das“, wie der Elefant im EU-Porzellanladen aufführen (ohne Rücksicht auf Verträge, Gesetze und Absprachen, wodurch die Basis der Europäischen Union – das Recht und die geteilte Souveränität zerstört wurde) und dann einfach zur Tagesordnung übergehen und einfach so tun, als ob ihre Politik nichts mit dem Brexit zu tun hätte.

Der Brexit ist vielleicht nur der vorläufige Höhepunkt eines grandiosen politischen Versagens, das später einmal in den Geschichtsbüchern eingehen wird.

Die Menschen haben es satt, für die von der Hegemonialmacht USA, aus geostrategischen Interessen angezettelten Kriege die Ergebnisse ausbaden zu müssen. Sie dulden keinen Rechtsbruch mehr. Sie dulden keine US-Truppen und Drohnen mehr auf europäischem Territorium. Es stinkt ihnen inzwischen gewaltig, die Spiele der Börsen, Banker und "sogenannten Eliten" ausbaden zu müssen.b

Völlig ungehindert verwandeln diese Diktatoren einen ganzen Kontinent in ein Armenhaus. Jahrzehntelange harte Arbeit, um Frieden und ein gewisses Maß an Wohlstand zu erarbeiten, werden zerstört. Ganze Völker werden gegeneinander aufgehetzt, nur um mit engstirnigen Entscheidungen einen Platz im Geschichtsbuch einnehmen zu können.

Dabei wäre es nicht schwer, mit etwas vernünftigen Menschenverstand mehr Demokratie zu installieren und den einzelnen Staaten gewisse Selbstbestimmung zu lassen. Zuerst sollte man die Souveränität der einzelnen Staaten selbst wieder herstellen. Das wäre vielleicht ein Lösungsansatz, der EU wieder demokratische Strukturen zurück zugeben. Jeder „normale“ Mensch muss auch erst bei sich selber anfangen und sein Umfeld in Ordnung bringen, wenn er ein gutes Miteinander mit seinen Nachbarn und Mitmenschen haben möchte. Dann kann man anfangen die Visionen für ein friedliches, geeintes und wirtschaftlich erfolgreiches Europa, zu verwirklichen. Dabei müssen die Bedürfnisse aller Mitgliedsstaaten berücksichtigt werden…
Die Menschen wollen in Ruhe leben und glücklich werden. Das können sie nur, wenn sie selbst etwas verändern und verstehen, wo sie etwas ändern können. Am besten da, wo sie leben, denn da gibt es genug Probleme. Der Druck zu positiven Veränderungen geht immer von unten nach oben, nie umgekehrt, denn das hat bisher immer in die Katastrophe geführt.

Wer nicht die Kraft hat, diese Europäische Union radikal zu ändern, der sollte aus ihr fliehen…

D.R.

http://www.tagesspiegel.de/meinung/n...790544.html

11 Kommentare

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Welch ein Unsinn
  • 28.06.2016, 21:58 Uhr
  • 0
... sagt der Regierungssprecher bei SB.
Wie viel bekommst Du für den Job?
Ich könnte ihn besser.
  • 29.06.2016, 00:48 Uhr
  • 1
@ Bernhard Schlögl
> Die Politiker schaffen es nicht, die Tatsachen so
> auszusprechen, zu kommunizieren, dass die Wähler mit
> etwas Hausverstand zu einem "rational begründeten" Urteil
> fähig sind !

Zu schaffen wäre das schon .... aber ist das überhaupt gewollt? Ein "dummes Volk" zu regieren/verwalten ist doch viel einfacher als "denkende Menschen" zu leiten.
  • 21.07.2016, 11:08 Uhr
  • 2
schon immer.
  • 21.07.2016, 16:13 Uhr
  • 0
@ Elmar W.
wenn Sie diesen wirklich sinnvollen Beitrag als Unsinn bezeichnen, zweifle ich an Ihrem so genannten "gesunden Menschenverstand".
  • 01.02.2017, 15:50 Uhr
  • 0
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Neueste Meldung von der EU: "Entscheidung über Ceta ohne nationale Parlamente" In Brüssel besteht seit längerem die Sorge, dass Parlamente einzelner Staaten die Weiterentwicklung der europäischen Handelspolitik blockieren. Da stufft man Ceta als ein reines EU-Abkommen ein.
Ziel der Kommission ist es das Abkommen bis Oktober zu unterzeichnen.
Ceta gilt als Blaupause für das Mega-Abkommen TTIP mit den USA. Beide Verträge sollen für mehr Wachstum im Handel mit Nordamerika sorgen. Umwelt- und Verbraucherschützer fürchten eine Senkung von Standard.
  • 28.06.2016, 20:21 Uhr
  • 1
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Hier wurde ein Kommentar durch den Ersteller entfernt.
.... und heute im Parlament sagte Merkel: "Wir müssen das in Ruhe und in Verantwortung gegenüber den Briten...." Merkel hat se nicht mehr alle. Wer nicht mehr in Europa mitmachen will, "den soll man sofort, das heißt unverzüglich", rausschmeißen. Mit diesen Worten begann die deutsche Einheit. Und die hat wunderbar geklappt bis zu der Tatsache, das Frau Merkel Kanzlerin wurde.
  • 28.06.2016, 13:01 Uhr
  • 1
@Jürgen - Danke, Du hast es erkannt - Merkel muß weg!
  • 30.06.2016, 18:39 Uhr
  • 4
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Ein Beitrag, der das Dilemma klar und pragmatisch beschreibt.
  • 28.06.2016, 11:10 Uhr
  • 1
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Sehr geehrter Herr Rupp,
Sie haben mir mit Ihrem Beitrag eine Freude bereitet, ich kann mich Ihren Ausführungen nur anschließen. Das Problem ist nur, daß unsere manchmal vernagelten Mitbürger das alles nicht begreifen wollen. Von den Politikern will ich gar nicht reden, die stehen nun vor dem Scherbenhaufen von beiden Seiten und wissen jetzt nicht mehr wie sie den Schlammasel wieder reparieren oder vernünftig auflösen können.
  • 28.06.2016, 08:42 Uhr
  • 5
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