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Böse Wünsche

Böse Wünsche

Peter Leopold
02.07.2016, 05:23 Uhr
Beitrag von Peter Leopold

Man soll ja anderen Menschen nichts Böses wünschen und ich werde das auch an dieser Stelle nicht tun. Ich gehöre nicht zu Denjenigen, die Anderen die Pest an den Hals wünschen oder dass sie vielleicht sogar einen schweren Unfall haben sollen - egal was sie sich geleisten haben, um den Menschen in der Umgebung das Leben zu vermiesen. Und von dieser Sorte gibt es wirklich mehr als genug.

Nein, ich wünsche Jedem nur, dass alle seine Wünsche in Erfüllung gehen, denn damit haben Viele letztendlich mehr Probleme, als sie sich im Moment vorstellen können. Ob es nun ein Lottogewinn ist, der zu einem dramatischen Rosenkrieg führt oder ein gesellschaftlicher Umbruch, der am Ende zu massiven regionalen Konflikten führt - die Palette ist vielfältig und jedes Ding hat zwei Seiten. Sogar ein Fußball hat eine Innen- und Aussenseite.

Einem Möchtegen-Model wünsche ich viele öffentliche Auftritte und natürlich auch die dazu gehörenden Neidattacken, die gerade in dieser Branche üblich sind. Auch einem Möchtegern-Politiker wünsche ich viel Zustimmung, denn er wird schnell zur Hassfigur, wenn er die Erwartungen nicht erfüllt. Ich wünsche jedem Hassprediger, dass seine Botschaften von Allen gehört wird und natürlich auch die dazu gehörenden Gegner, die nichts unversucht lassen, um ihn zum Schweigen zu bringen.

Ich wünsche allen Faulpelzen, dass sie niemals arbeiten müssen und den ganzen Tag besoffen am Sofa herumlungern können. Selbstverständlich auch, dass sie mit der kläglichen öffentlichen Unterstützung jeden Tag zittern müssen, hungrig ins Bett zu gehen, weil neben Alkohol nichts weiter zu Hause ist. Und einem Krösus, der alles hat, was er sich jemals erträumt hat, wünsche ich, dass sein Leben so langweilig wie möglich sein mag.

Jemand, der alles hat, der braucht mehr als Andere, die auf der ständigen Suche sind, wie sie ihr Leben verändern und verbessern können. Nichts ist langweiliger, als keine Ziele und Aufgaben mehr zu haben, denn dann ist der Unterschied zwischen Leben und Tod nicht mehr ganz so groß. das Gute existiert ohne das Böse nicht und die Freude nicht ohne Traurigkeit. Nur ein ausgewogenes Verhältnis ist ein wirklich glückliches Leben.

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