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Ein Broderwerk - Achgut.com

Ein Broderwerk - Achgut.com

19.07.2016, 10:40 Uhr
Beitrag von wize.life-Nutzer

Broders Achse des Guten/Achgut.com entstand in Analogie zu Buschs Ausspruch der Achse des Bösen, aufgrund deren Lügen und Verleumdungen der Irakkrieg inszeniert wurde.
In Wahrheit muss aber wohl die Charakteristik von Hannes Stein über Die Achse des Guten gesehen werden: "Hauptakteur eines liberalen Paralleluniversums, das dem US-amerikanischen Neokonservatismus nahe steht."
Oder die Kritik von Jörg Lau auf der Website der Wochenzeitung Die Zeit.
Dort bescheinigt er einen Artikel Broders, der das "Abdriften in eine Ressentiment-Rhetorik" zu finden glaubte: "Der Gegner ist schwul und parasitäres Pack – das ist eine rechtsextreme Rhetorik, die der Broder, den ich einmal kannte, einfach nur widerlich gefunden hätte." (Quelle Wikipedia)

Und noch einen Broder obendrauf:"Es gibt auch Frauen, die mit dem Schwanz denken", und wünschte den Autorinnen, dass diese von Männern des IS "nach Rakka eingeladen werden, um zu erfahren, was Rape Culture bedeutet". (Tagespeigel 2015/2016)

Es gibt eben Journalisten, die versuchen über Vorfälle so objektiv wie möglich zu berichten oder berichten zu lassen. Das ist nicht immer leicht. Herz oder Gefühl sind immer gefährdet.
Diese Gefahr steht z. B. auch bei Polizisten und Notärzten an. Fragt man solche Menschen, wie sie allzu große Nähe vermeiden, dann ist die häufigste Antwort die der Professionalität, sonst ist Hilfeleistung kaum möglich. Diese Antwort würde auch ein Journalist geben... einer der großen Journalisten hat das einmal so formuliert: Die Kamera kann nicht nah genug am Geschehen, das Herz nicht weit genug weg sein: Nur dann ist wirklich gute Journalismus möglich.

Die, die das nicht oder nicht mehr schaffen, sind keine schlechteren Menschen, eher im Gegenteil: Todenhöfer ist ein gutes Beispiel zu großer Nähe: Er ist fast beispiellos menschlich, aber keinesfalls objektiv.
Es gibt auch Journalisten, die Objektivität nicht für wichtig halten: Solange sie laut sagen, dass sie Meinung verkünden, ist das auch ok. Wenn sie allerdings wie der Journalist Broder handeln, und den objektiven Journalisten nur noch vorspielen, dann sind sie Manipulierer von Haus aus - eher Politiker denn Journalisten. Die Manipulation muss gar nicht negativ sein: Aber sie ist eben vorgekaute Meinung, die wir nach Möglichkeit schlucken und uns nach ihr verhalten sollen. Zu einer wirklich eigenen Meinung verhelfen solche nicht. Dazu gehören die objektive Information und die Anstrengung, daraus eine Meinung zu entwickeln. Alles andere ist Mumpitz. Oder eben die Rechtfertigung tatsächlich zu schreien: Lügenpresse..... der Lügner ist allerdings nicht die Presse, sondern die Dumpfbacke, die pauschal alles glaubt oder pauschal alles ablehnt

2 Kommentare

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Broder - ich hoffe ja immer noch, dass sein Verhalten heute ein Irrtum ist und er wieder zu seinem alten Selbst zurückkehrt - aber das wird wohl nicht geschehen.
  • 19.07.2016, 12:56 Uhr
  • 0
Kaum. Nicht bei diesem Mann
  • 19.07.2016, 12:59 Uhr
  • 0
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