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Kein Studium, kein Abitur - SPD-Abgeordnete gibt zu, ihren Lebenslauf frei e ...

Kein Studium, kein Abitur - SPD-Abgeordnete gibt zu, ihren Lebenslauf frei erfunden zu haben

News Team
20.07.2016, 08:19 Uhr
Beitrag von News Team

Jahrzehntelang hat sich die SPD-Bundestagsabgeordnete Petra Hinz aus Essen als Juristin ausgegeben - und hat ihre politische Karriere wohl nicht zuletzt ihrem Bilderbuch-Lebenslauf zu verdanken.

Jetzt kommt heraus: Die 54-Jährige hat ihren Lebenslauf frei erfunden. Das berichtete die "WAZ". Demnach hat es weder ein Jura-Studium noch juristische Staatsexamina gegeben, selbst das Abitur war gelogen.

Medien hatten die Politikerin in den letzten Wochen unter Druck gesetzt, weil es bei Recherchen immer mehr Ungereimtheiten in Bezug auf Hinz‘ Vita gegeben hatte.

Nie rechtsberatend tätig

Am Dienstag wandt sich ihr Anwalt Dr. Henning Blatt schriftlich an die Öffentlichkeit. In dem Schreiben heißt es:

In der Rückschau vermag Frau Hinz nicht zu erkennen, welche Gründe sie seinerzeit veranlasst haben, mit der falschen Angabe über ihren Schulabschluss den Grundstein zu legen für weitere unzutreffende Behauptungen über ihre juristische Ausbildung und Tätigkeit.

Hinz habe im Jahr 1983 die Fachholschulreife erworben. Mitte der 90er Jahre habe sie versucht die allgemeine Hochschulreife nachzuholen, was sie jedoch aus zeitlichen Gründen wieder verworfen hatte. Darüber hinaus war die SPD-Frau niemals rechtsberatend tätig. Auch das hatte sie in ihrem offiziellen Lebenslauf behauptet.

Hinz bittet um Entschuldigung

Für ihre Lügen bittet Hinz Wegbegleiter, Mitarbeiter, Freunde und "all die Menschen, die ihr vertraut haben, und auch die allgemeine Öffentlichkeit von ganzem Herzen um Entschuldigung".

Das politische Engagement von Frau Hinz war und ist von Aufrichtigkeit und Integrität geprägt. Sie ist daher sehr bestürzt, nicht die Courage aufgebracht zu haben, für ihr Fehlverhalten geradezustehen.

Hinz hatte am vergangenen Montag ihre Bundestagskandidatur für 2017 plötzlich zurückgezogen. Als Grund hatte sie angegeben, sich gegen Mobbing-Vorwürfe zur Wehr setzen zu müssen, wofür sie ihre ganze Energie benötige.

Mobbing-Vorwürfe durch Ex-Mitarbeiter

Ehemalige Mitarbeiter ihre Bundestagsbüros hatten sich anonym an die Öffentlichkeit gewandt und von einem "unerträglichen Arbeitsklima", "irrsinnigen Schikanen" sowie "persönlichen Erniedrigungen" durch Hinz gesprochen. Einige Mitarbeiter hätten demnach physische und psychische Schäden davongetragen.

Einige waren völlig am Ende.

Hinz wies die Vorwürfe als verleumderische Diffamierung zurück. Nach der Lebenslauf-Lüge legte sie am Mittwoch jedoch ihr Bundestagsmandat nieder.

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268 Kommentare

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Nun sie hat ja ihr Amt niedergelegt und muss nun schauen wovon sie weiter leben will,kann. In ihrem Alter wird es schwierig sein etwas zu finden. Dies ist ja auch eine Strafe!
  • 23.07.2016, 20:44 Uhr
  • 0
Aber ihre Pensionsansprüche gehen ihr nicht verloren! Welch ein geruhsamer Lebensabend.
  • 24.07.2016, 15:25 Uhr
  • 2
einfach nur Karriere-geil kann ich da nur sagen! Als "normal Sterblicher" würde man wegen Betrug vom Staatsanwalt Post bekommen, und dann in so einem Amt , mit dem Mandat der Wähler! Dieser Frau sollte man alle finanziellen Zuwendungen absprechen!
  • 27.07.2016, 16:41 Uhr
  • 1
Na ja - wie es so schön heißt: "Für ein politisches Mandat sind keine spezifischen Qualifikationen erforderlich". Man muss halt nur gewählt worden sein... Also insofern alles in Ordnung - für den BT. Wirft halt nur ein bezeichnendes Licht auf die Leute, die dafür gesorgt haben, dass sie auf einem aussichtsreichen Listenplatz aufgestellt wird Die sollten sie doch gekannt haben - und ihre bisherigen Tätigkeiten - und dass sie "außer Politik" wahrscheinlich nie was anderes gemacht hat - wie das bei so vielen ihrer Partifreunde der Fall ist - die sich erst bei den Jusos bermerkbar machen - und dann so nach und nach gefördert werden... Einen Schulabschluss braucht man jedenfalls dafür nicht - um zur richtigen Zeit "parteikonform" seine Stimme - und die Hand - zu heben...
  • 02.08.2016, 10:27 Uhr
  • 0
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Diese Politiker - da wird nur gelogen - getrickst und betrogen!
Gibt es eigentlich noch "Unbescholdene, Reine "Normale"?!!!
  • 21.07.2016, 21:37 Uhr
  • 2
Oh, oh - hier in unserer realen Welt?????
  • 24.07.2016, 22:12 Uhr
  • 1
ich bin nur immer entsetzt, dass bei solchen Leuten nur mit dem Finger gedroht wird, und sonst nichts! Gerade die aus den Altparteien suchen in den neuen Parteien mit der Lupe, ob irgend wer- irgendwie wann oder irgend wo sich hat was zu Schulden kommen lassen! Immer erst vor der eigenen Tür kehren, bevor man mit dem Finger auf Andre zeigt!!!
  • 27.07.2016, 16:45 Uhr
  • 1
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Ich bin der Meinung wenn diese Frau Jahrzehntelang durch falsche Tatsachen ein deutlich höheres Gehalt bezogen hat, sollte sie zumindest einen Teil zurückzahlen müssen und eine normale Rente beziehen und nicht die üblichen überzogenen Pension. Das sie in den Jahre vielleicht gute Arbeit geleistet hat dürfte für mich nebensächlich sein da jeder halbwegs normal denkende Mensch sich in jeder Tätigkeit hinein arbeiten kann. Verständlich ist es für mich das solche Behauptungen im Lebenslauf nicht eingehend überprüft wurden. Anscheinend gilt das nicht für Regierungstätigkeiten. Welch' eine Schande! Es wäre interessant zu wissen wie viele unsere sogenannte Volksvertreter ihre Lebensläufe getürkt haben um gut dotiereten Posten (und eine spätere hohe Pension) zu bekommen. Im normalen öffentlichen Leben muß man durch Zeugnissen sein Lebenslauf bestätigen.
  • 21.07.2016, 20:15 Uhr
  • 5
das war eindeutig BETRUG, und demzufolge hat sie alle Ansprüche, die in Zusammenhang mit der "Qualifikation" hängen verloren - so eindeutig ist das !
  • 27.07.2016, 16:47 Uhr
  • 0
Wieso???? Was für ein Abschluss wird denn als Voraussetzung für ein Abgeordneten-Mandat verlangt????? "Betrug" wäre nur die unzulässige Führung eines akademischen Titels - oder einer Berufsbezeichnung.... Dass sich ihre "Parteifreunde" betrogen fühlen könnten - das steht ja nun auf einem anderen Blatt. Aber das ist dann ausschließlich ein zwischenmenschliches Problem. Da hat die Justiz nix mit zu tun.
  • 02.08.2016, 10:30 Uhr
  • 0
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..meines Erachtens sollte sich diese Dame entschuldigen
und sich nicht feige hinter ihrem Rechtsanwalt verstecken.
Allerdings gehört dazu - C h a r a k t e r und Selbstreflektion
  • 21.07.2016, 19:19 Uhr
  • 3
Da hast Du vollkommen recht
  • 21.07.2016, 22:24 Uhr
  • 2
Mit einer Entschuldigung ist das nicht abgetan. Stellen Sie sich mal vor, im Berufsleben gibt man eine falsche Qualifikation an, bekommt die entsprechende Stelle mit dem dazu gehörigen Gehalt - mal sehen, was dann passiert, .....Der Arbeitgeber wird sagen "eine Entschuldigung, und gut ist es...!" Glaub ich kaum!
  • 27.07.2016, 16:50 Uhr
  • 2
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so war es ,ist es und wird auch so bleiben!
  • 21.07.2016, 16:27 Uhr
  • 0
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Ihr wundert Euch doch nicht wirklich über diese Nachricht !!!!!! Diese unsere Vertreter,haben doch fast alle Dreck am Stecken
Ein Politiker der offen und ehrlich ist wird sofort eleminiert. Sowas können die "Saubermänner" in ihren Reihen nicht dulden
  • 21.07.2016, 14:10 Uhr
  • 2
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Das soll mal einer Nachmachen, aber ihre Probezeit hat sie bestanden und die Rente hat sie sicher.
  • 21.07.2016, 13:21 Uhr
  • 0
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Tja, jeder ist sich selbst der Nächste. Nachtwächter äh Sicherheitsdienstmitarbeiter werden - da muß man schon echte Dokumente vorlegen.
Politker sind wie Schauspieler. Für die Karriere tun sie eigtentlich alles - so wie die Nachwuchstalente auf der Besetzungscouch - nach 9 Monaten wird ihre "tragende Rolle" im Leben sichtbar.
Politiker werden ist dagegen einfach. Man(n - oder Frau) muß sich nur gut verkaufen. Kontrolliert wird das ja wohl recht mau.
Schummeleien bei Dorkorarbeiten - wenn man Geld hat - auch kein Problem.
Einige Jahre den Schwindel pflegen - und man bekommt mehr wie fast jeder Rentner.
Ehrlich währt am Längsten - ich mußte 45 Jahre arbeiten um dann ca 60 % meines Nettogehaltes zu bekommen abzüglich Steuern.
Dazuvedienen - Steuerlast wird schwerer.
Ach, ich glaube im nächstne Leben werde ich Poliitker - das kann ja nicht so schwer sein. Eine Qualitfikation vom Fach braucht man ja nicht unbedingt - nur Vitamin B und eine gehörige Portion Frechheit und Überzeugungskraft mit dem richten Parteibuch in der Hand un den guten mitmenschlichen Beziehungen - Adel kann da auch hilfreich sein.
Habe ich da nocht was vergesse ? Bin ja nicht Politiker geworden, weil mir vieles fehlt, was ich nicht mag oder habe.....
  • 21.07.2016, 08:12 Uhr
  • 2
Da hast du vollkommen recht - und bei den "Kämpfern für Arbeit und Wohlstand für alle" braucht man schon gar keine besondere Qualifikation - außer der Fähigkeit, sich lautstark für "soziale Gerechtigkeit" - und "die Rechte der Werktätigen" - zu äußern - und gegen den "politischen Gegner" zu ätzen. Ein bisschen unter die Gürtellinie darfs dabei ruhig auch gehen - wenns drum geht, komplizierte Sachverhalte vereinfacht fürs einfache Wählervolk darzustellen - und zu zeigen, wer "das Problem" ist - und wer "die Lösung"....
  • 02.08.2016, 10:36 Uhr
  • 1
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In diesem Fall ist es die SPD Essen die jahrelang geschlafen hat und sich nie über das Vorleben ihrer Kandidatin erkundigt hat. Auch dieses Beispiel beweist wir brauchen mehr Demokratie in Deutschland. Durch Zwischenwahl sollten solches betrügerischen Abgeordneten jederzeit abgewählt werden können.
  • 20.07.2016, 22:23 Uhr
  • 0
Eigentlich geht es doch darum, dass jeder normale Bürger bei seinem Arbeitgeber Zeugnisse vorlegen muss um seine Qualifikation nachzuweisen. Der Umkehrschluss ist dann Politiker brauchen keine Qualifikation. Sie müssen nur publikumsträchtig reden können. Der Inhalt wird ja von ihren Mitarbeitern ausgearbeitet.
  • 21.07.2016, 15:47 Uhr
  • 2
Da hast du vollkommmen recht, Lucia. Genau so isses! Und wahrscheinlich isses wohl auch so, dass, wenn jemand von woanders her zuzieht, kein "Hintergrundcheck" betrieben wird - ob die angeblichen Abschlüsse und Berufstätigkeiten tatsächlich der Wahrheit entsprechen... Aber mittlerweile gibts ja über jeden Promi, sobal der/sie im "öffentlichen Interesse" steht, Lebensläufe,, die auch im Internet stehen - nicht nur bei Wikipedia -- und um solche Peinlichkeiten zu vermeiden, sollten sich dann die "Strippenzieher", die dafür sorgen, dass jemand aufgestellt wird, schon mit dessen Vergangenheit vertraut machen... Aber vielleicht WILL man das ja auch gar nicht so genau wissen - ob da jemand irgendwelche "Leichen im Keller" hat - damit man sich eventuell bei Bedarf auch mal ganz schnell von ihm/ihr trennen kann - wenns mit der "Parteilinie" nicht mehr so ganz passt...
  • 02.08.2016, 10:52 Uhr
  • 2
Roland D. - Leider ist das auch ein Aspekt. Und gerade darum müssen im Vorfeld einer "politischen Karriere gravierende Dinge geklärt sein. Doch ist es auch so, wenn etwas gefunden werden "soll" findet "man" etwas. Das macht Politik erpressbar. Nur dieser Fall liegt offensichtlich etwas anders.
  • 02.08.2016, 11:21 Uhr
  • 0
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