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Beitrags-Schock: So drastisch steigen Ihre Krankenversicherungskosten in den ...

Beitrags-Schock: So drastisch steigen Ihre Krankenversicherungskosten in den nächsten 4 Jahren

News Team
16.08.2016, 08:43 Uhr
Beitrag von News Team

Aufgrund von immer höherer Ausgaben von Kranken- und Pflegeversicherungen werden die Sozialbeiträge in Deutschland in den kommenden Jahren explosionsartig in die Höhe schnellen.

Dem "Spiegel" sagte Gesundheitsökonom Professor Jürgen Wasem von der Universität Duisburg-Essen, der Zusatzbeitrag werde sich binnen vier Jahren mehr als verdoppeln.

Grund ist die Finanzierungsstruktur der Krankenkassen. Pro Versichertem erhalten die Kassen Zuweisungen aus dem Gesundheitsfonds. Dieses Geld reicht aber längst nicht mehr aus. Bereits jetzt klafft eine Lücke von 14,4 Milliarden Euro, im Jahr 2020 sollen es laut Wasem schon 36,7 Milliarden Euro sein.

Zusatzbeiträge sollen Löcher stopfen

Um die Differenz auszugleichen erheben die Krankenkassen Zusatzbeiträge von den Versicherten, die von deren Einkommen abhängen.

Die Politik wirkt hilflos. Bisherige Reformen von Bundesgesundheitsminister Hermann Gröhe hätten die Kostensituation eher noch verschlimmert, sagte Doris Pfeifer, Chefin des Spitzenverbands der gesetzlichen Krankenkassen. "Das führt zu steigenden Zusatzbeiträgen", sagte sie.

Beitrag steigt um monatlich 42 Euro

Leidtragende sind die Versicherten, den die müssten für die steigenden Zusatzbeiträge aufkommen. Nach Wasems Berechnungen wird der Beitragssatz von derzeit 1,1 Prozent bis ins Jahr 2020 auf 2,4 Prozent gestiegen sein.

In konkreten Zahlen ausgedrückt: Ein Durchschnittverdiener mit einem Brutto-Einkommen von 3000 Euro pro Monat zahlt ab 2020 329,25 Euro Kranken- und Pflegeversicherungsbeitrag - rund 42 Euro monatlich mehr als akutell.

Die SPD will diesen Trend nicht akzeptieren. Der Vorsitzende des Gesundheitsausschusses des Bundestags, Edgar Franke, sagte der "Bild":

Es kann nicht dabei bleiben, dass die Versicherten den Anstieg der Kassenbeiträge über ihre Zusatzbeiträge allein finanzieren müssen. Die Arbeitgeber müssen sich wieder zum gleichen Teil an den Kosten beteiligen.

Durchschnittlicher Kranken- und Pflegeversicherungsbeitrag für einen Versicherten mit Kind

Bruttogehalt 1000 Euro (2016: 95,75 Euro – 2020: 109,75 Euro)
Bruttogehalt 1500 Euro (2016: 143,63 Euro – 2020: 164,63 Euro)
Bruttogehalt 2000 Euro (2016: 191,50 Euro – 2020: 219,50 Euro)
Bruttogehalt 2500 Euro (2016: 239,38 Euro – 2020: 274,38 Euro)
Bruttogehalt 3000 Euro (2016: 287,25 Euro – 2020: 329,25 Euro)
Bruttogehalt 3500 Euro (2016: 335,13 Euro – 2020: 384,13 Euro)
Bruttogehalt 4000 Euro (2016: 383 Euro – 2020: 439 Euro)
Bruttogehalt 4237,50 Euro (2016: 405,74 Euro – 2020: 465,07 Euro)

Traurig, warum diese beiden Hunde nicht aufhören können sich zu umarmen

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104 Kommentare

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Ich war eine Zeit lang privatversichert. Nun muß ich von sämtlichen Einnahmen: Rente, Pensionskasse, Einnahmen aus Vermietung und Kapitalerträge 15,8% Krankenkassenbeitrag zahlen. Im Mittelalter wollten die Herren nur 10%. Das war auch schon unverschämt.
  • 24.08.2016, 12:15 Uhr
  • 0
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1 bis 2 Krankenkassen pro Bundesland .
Die ein vernümpftiges Angebot machen wegseln der Rest auf den Müll.
  • 23.08.2016, 18:54 Uhr
  • 0
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Hallo Martha sagst du das aus Erfahrung, oder hast du so viel Geld das du das alles Bezahlen kannst oder was soll dieser spruch den du da gebracht hast, oder Arbeitest du bei einer Krankenkasse und ist das Geld um dich Bezahlen zu können. Denn Normal ist das nicht wie du dich da eusserst.
  • 17.08.2016, 18:09 Uhr
  • 0
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Werr klopft mal die Krankenkassen auf die Finger, deren verwaltungskosten fast equal zu den leistungen sind?
  • 17.08.2016, 17:29 Uhr
  • 1
Hallo
Das macht keiner weil alle sagen was sollen wir da machen.
Ich bin sogar der Meinung das wir bald nur noch den Kassen Bossen Bezahlen nur für eine Beratung die wir dann mal einholen können, alles andere müßen wir dann selber Bezahlen, Jeder Arzt Besuch, Medikamente für Krankenhaus Aufentald dann muß man dann Knobeln oder Krankenkassen fragenwelcher Arzt,welches Krankenhaus ist Billiger.Denn wir müßen immer mehr Zahlen und bekommen immer weniger das was wir jetzt mehr zahlen das ist nur für die Flüchtlinge, Merkel würde sagen wir schaffen das.
  • 17.08.2016, 17:54 Uhr
  • 1
das sollte jeden interessieren, wer das geld bekommt
  • 17.08.2016, 18:30 Uhr
  • 0
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Durchschnittsverdiener mit 3000 Euro monatlich? Allerdings, wenn eine Krankenschwester ihr Gehalt mit dem ihres Professors zusammenrechnet und durch 2 teilt, kommt sie auch auf einen schönen Durchschnitt, aber davon hat sie nix, gelle
  • 17.08.2016, 10:43 Uhr
  • 3
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Die Werbung der Gesundheitsindustrie ist halt für sehr viele "einleuchtend" .......
Wenn man mal vergleicht warum und wie oft der "Patient" krank wird z.B. im europäischen Vergleich .... das ist das eine .
Das andere ist die Anzahl derer die am Gesundheitssystem verdienen wollen ........
und deshalb wird es immer teurer und der Beitragszahler denkt er kann nichts machen ..... Er könnte, wenn er denn wollte

nur ein Beispiel
http://www.merkur.de/leben/gesundhei...482850.html
  • 16.08.2016, 22:59 Uhr
  • 1
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Die Deutschen werden immer älter und legen sich viele vermeidbare
Krankheiten zu !
Durch Übergewicht bekommen die meisten Bluthochdruck , der wiederrum einen Schlaganfall begünstigt
Diabetis Typ 2 ist zu 95 % durch Fehlernährung erworben
Das das Übergewicht die Knie , Hüften und den Rücken schädigt weiß auch jeder ( diese OP´s sind teuer und werden immer mehr , zzgl. der
Reha )
ist doch klar , das die Beiträge angepaßt werden müßen !
( ich weiß , meine Sichtweise ist für viele unbequem , entspricht aber leider den Tatsachen )
  • 16.08.2016, 19:11 Uhr
  • 5
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Es ist undubedingt darauf zu achten daß Beamte und denen gleichgestellte und Selbständige - Privat Versicherte an diesen Kosten beteiligt werden zumal ein großer Teil des Kostenzuwachses von Der " Wir schaffen das schon " verursacht wurde . Aber hier zu werden Wir wie immer nichts hören , aber dann an den Beiträgen sehen .
  • 16.08.2016, 17:41 Uhr
  • 7
Stimmt so nicht, einen Teil der Kosten übernimmt der öffentliche Arbeitgeber über die sog. Beihilfe, nur der Rest geht zu Lasten der privaten Versicherung, daher sind die Beiträge für Beamte recht günstig.
  • 16.08.2016, 18:39 Uhr
  • 2
Beamte haben auch mehr Leistungen. Sehe ich bei meiner Mutter. Was die alles zurückbekommt an Leistungen, da kann ich nur staunen! Das zahlt die normale Kasse nicht!
  • 18.08.2016, 10:25 Uhr
  • 0
richtig herr waeder, dann kommt noch die familie dazu. und die ewige 1 million stimmt ja ohnehin nicht. aber ich dachte eigentlich, diese gäste wären privat versichert. ist das etwa nicht der fall? ironie-aus
  • 18.08.2016, 17:01 Uhr
  • 0
Ja, Reiner Ha, das liegt aber an der Höhe Ihrer Pension, die ja sicher erheblich von der Rente Ihrer Frau abweicht, so die Lebenserfahrung
  • 18.08.2016, 18:27 Uhr
  • 0
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Wenn ich betrachte, dass die Einnahmen im Gesundheitsfonds 2015 212 Milliarden Euro bestanden, eine gewaltige Summe. Der Gesundheitsökonom, Hermann Gröhe ein Nur- Anwalt und Doris Pfeifer werden aus der Goldmine bezahlt und nicht schlecht. Doris Pfeifer Volkswirtin in USA studiert. Ich gehe nicht davon aus , dass wir in Deutschland ein US ähnliches Gesundheitssystem erwarten können. Welche Lobbyisten greifen in die deutsche Goldmine für Gesundheit rein? Und an Zusatzbeiträgen müssen die Arbeitgeber ebenfalls mit 50% beteiligt werden, das wäre eine Aufgabe für die SPD.
  • 16.08.2016, 16:00 Uhr
  • 3
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