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Kinderbonus für Eltern bei der Rente gefordert

Kinderbonus für Eltern bei der Rente gefordert

Helmut Achatz
08.09.2016, 14:33 Uhr
Beitrag von Helmut Achatz

Sollen Eltern eine Art Kinderbonus bei der Rente bekommen? Oder sollen Kinderlose bestraft werden? Die CSU ist eher für belohnen und will einen „Kinderbonus“ erstreiten, so CSU-Generalsekretär Andreas Scheuer. Der Kinderbonus soll die Beiträge der Eltern zur Rentenversicherung mindern – und im Grundsatzprogramm der Partei festgeschrieben werden.

Rentenversicherte haben zwei Pflichten

Die CSU erinnert sich wieder an das Prinzip des Umlageverfahrens, dass ja zwei Aufgaben für die aktiven Versicherten vorsieht: für die Rentnergeneration zu zahlen und parallel dazu die nachfolgende Zahler-Generation großzuziehen. Der zweite Teil wird allerdings von vielen vernachlässigt – ob unverschuldet oder gewollt sei dahingestellt. Eltern aber leisteten mit der Erziehung ihrer Kinder „den wichtigsten Beitrag für die Zukunft unseres Rentensystems“, so das CSU-Papier – und die CSU erinnert sich wieder daran, dass dies bisher beim Rentenbeitrag nicht ausreichend berücksichtigt worden sei.

Ein Kind kostet 120 000 Euro

Wie viel das ausmacht, lässt sich mit etwas Rechnen in Zahlen fassen: Ein Kind kostet seinen Eltern vom ersten Lebenstag an bis zum 18. Geburtstag mindestens 120 000 Euro, mindestens, meist ist es mehr, ganz abgesehen davon, dass nur ein kleiner Teil der Sprösslinge schon mit 18 ausziehen, viele bleiben länger im Elternhaus. Aber auch nach dem Auszug zahlen Eltern für ihre Kinder weiter, wenn sie in einer andere Stadt studieren. Mit dem Kindergeld kommen Studenten nicht weit.

Die 120 000 Euro angesetzt, müsste die Entlastung pro Jahr mindestens 6666,66 Euro betragen, pro Monat somit 555,55 Euro. Wie das zustande kommt: 120 000 Euro geteilt durch 18 und noch mal geteilt durch zwölf.

Alles nur Wahlkampfgeklingel?

Tja, es wird spannend, was die CSU da als Entlastungsbetrag ansetzt – vermutlich Peanuts, sorry, wegen des Worts.

Übrigens, der Lastenausgleich zwischen Familien mit Kindern und Kinderlosen ist längst überfällig. Dass das Thema jetzt auf den Tisch kommt, hat auch nur mit der nahenden Bundestagswahl zu tun – oder?

Mehr dazu unter vorunruhestand.de

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4 Kommentare

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Kinder scheinen für die Politk lediglich ein Wirtschaftsfaktor zu sein, um das Saatsleben in Gang zu halten. Pfui Spinne!
Kinder sind Menschen. Sie haben Rechte und keine Pflichten. Sie haben das Recht auf ein Elternhaus, sie haben das Recht auf ihre Eltern, sie haben das Recht auf eine freie und kreative Entwicklung und haben das Recht auf eine unverholen gute Bildung! Und zwar eine, die ihnen das Leben lehrt. Sprachen, Mathe, die gesamten Schulfächer sind auch nicht unwichtig, für manches sogar grundlegend, doch diese Bildung kann man ihnen gut vermitteln, wenn man das entsprechende Intersse weckt. Dann funktioniert es sogar mit den ungeliebtesten Dingen, weil sie Spaß machen und Freude birngen.

Ich habe meine Kinder jedenfalls nicht in die Welt gesetzt, damit sie meine Rente zusammenklamüsern und selbst vom leben nichts haben. Ich ahbe meine Kinder in die Welt gesetzt, damit sich diese Welt zum Besseren wandelt! Wir arbeiten dran.

Das Ding ist, dass diese ganze Diskussion um die Rente rauf oder runter sofort ein Ende hätte, würde es eine bedingungslose Grundversorung für jeden Menschen geben. - Wie, das Geld dafür ist nicht da? Oh doch, es ist da und zwar in rauen Mengen! Es ist bezahlbar, es ist unser Geburtsrecht ein Leben in kreativer Freiheit zu führen!
Und ja, die Menschen arbeiten sehr wohl weiter und zwar mit viel größerer Freude und leichtigkeit, weil sie längst nicht mehr arbeiten MÜSSEN um jeden Preis.

PS: Es kommt, die bedingunglose Grundversorgung, es geht kein Weg mehr dran vorbei. Freut Euch!
  • 08.09.2016, 23:26 Uhr
  • 0
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Die Gegenrechnung fehlt die Singles an Mehrkosten haben. Dann sehen die Zahlen schon ganz anders aus.
  • 08.09.2016, 16:36 Uhr
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Helmut Achatz
bei der Rechnung sind die ganze Transferkosten der Single schon berücksichtigt: "Wer über Kinderkosten redet, muss auch die Transferleistungen der Kinderlosen berücksichtigen, denn sie beteiligen sich über Steuern und Versicherungsbeiträge an der Finanzierung des Nachwuchses. Allein in der gesetzlichen Krankenversicherung werden die Kosten für die beitragsfreie Mitversicherung von Kindern und Jugendlichen auf zwölf Milliarden Euro jährlich geschätzt ... " steht alles so in meinem Artikel von damals
  • 09.09.2016, 14:47 Uhr
  • 0
"....bei der Rechnung sind die ganze Transferkosten der Single schon berücksichtigt..."

Davon lese ich nichts.
  • 09.09.2016, 14:51 Uhr
  • 0
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