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Abstimmung zu "Terror - Ihr Urteil" - Wie würdet Ihr entscheiden?

Abstimmung zu "Terror - Ihr Urteil" - Wie würdet Ihr entscheiden?

News Team
18.10.2016, 13:01 Uhr
Beitrag von News Team

München (ots) - Ist Lars Koch ein Held oder ein Mörder? Mit dieser moralisch wie juristisch hochkomplexen Frage konfrontierte TERROR - IHR URTEIL seine Zuschauer am vergangenen Montagabend.

Die Filmemacher um Erfolgsproduzent Oliver Berben wagten damit ein nie dagewesenes, dank seiner multimedialen Auswertungskanäle (TV, Kino, Online und Mobile) vor allem auch innovatives Filmexperiment, das bereits im Vorfeld durch alle Gesellschafts- und Altersschichten hinweg für Diskussionen sorgte.

Die Zahlen geben den Filmemachern recht: 6,88 Millionen Fernsehzuschauer allein in Deutschland mit einer Quote von 20,2% sowohl insgesamt als auch in der Altersgruppe der 14- bis 49-Jährigen, sowie 17.000 Kinobesucher in rund 100 Kinos in Deutschland zeigen, dass modernes Unterhaltungsprogramm mit aktueller gesellschaftlicher Relevanz funktioniert.

Die Fernsehzuschauer stimmten mit 86,9% für nicht schuldig.

Was ist die Meinung bei wize.life? Wie würdet Ihr entscheiden?

Held oder Mörder? Ist Lars Koch schuldig?

Ja, denn er hat eigenmächtig getötet.
15 %
Nein, er hat Leben gerettet.
85 %
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210 Kommentare

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Ich finde es nicht in Ordnung, über Menschen zu urteilen, die aus großer Verantwortung über sich selbst hinaus wachsen und gegebenen falls auch wenn es vielen nicht in ihrer Anschauung passen sollte, jedoch sofort richtig und schnell handeln. Jedem Menschen recht getan, ist eine Kunst die niemand kann. Letzt Endes muss das jeder mit seinem eigenen Gewissen verantworten können, das nimmt einen niemand anderer ab.!
  • 03.11.2016, 19:54 Uhr
  • 0
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Die Abstimmung halte ich nicht für endgültig und deshalb für ein Event, da dieses Problem nicht umfassend beleuchtet ist und auch ohne eingehende Diskussion nicht grundsätzlich richtig sein kann.
Würde wirklich jeder von uns "unschuldig" sagen, wenn liebste Angehörige in dem Flugzeug gesessen hätten? Gilt die Entscheidung als Generalvollmacht für ähnliche Fälle auch dann, wenn der Soldat nicht alle Informationen hat und dadurch mögliche Alternativen nicht
versucht hat oder kennt? Der Fall sollte von Fachleuten und Laien ausgiebig diskutiert werden, bevor wir auf "unschuldig" plädieren
oder unser Grundgesetz ändern. Es gibt auch andere Fälle, bei denen das Verhältnis nicht 166 zu 70000 beträgt, z.B. 2 zu 3. Wie dann?
  • 19.10.2016, 19:45 Uhr
  • 0
Ja, ja. Nur keine eigenen Entscheidungen treffen. Man könnte ja Fehler machen. Das zieht sich duch unsere gesamte Gesellschaft. Niemand will mehr Verantwortung übernehmen aus Angst vor den Folgen.

Ich hätte ebenso gehandelt. Auch wenn liebe Angehörige in dem Flieger gesessen hätten. Denn hier ging es nicht um (persönliche) Gefühle, sondern um eine rationale Abwägung.
  • 19.10.2016, 22:38 Uhr
  • 2
Entscheidungen trifft man sinnvollerweise, wenn man alle Fakten bedacht hat, anderenfalls müsste man zwei unschuldige Mitmenschen opfern, um drei zu retten, weil drei mehr als zwei sind. Durch unsere Gesellschaft zieht sich weniger, keine Entscheidungen zu treffen, als voreilig zu urteilen. Das hat zu der unrealistischen Stimmung in unserem
Land geführt. Gründlichkeit ist wieder angesagt.
  • 20.10.2016, 10:06 Uhr
  • 0
Die Insasen des Flugzeugs sind schon tot, ihr Tod ist von dem oder den Terroristen beschlossen, uneusweichlich. Was gibt es da zu entscheiden? Ich kann nur noch dafür sorgen, dass nicht noch mehr Opfer zu beklagen sind. Der Soldat hatte demnach keine andere Wahl.
  • 21.10.2016, 11:51 Uhr
  • 1
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Ich habe in vollster Überzeugung für Freispruch gestimmt.
Tötung ist rechtswidrig, es bleibt aber ein aussergesetzlicher entschuldigender bzw. rechtfertigender Notstand § 34 StGB.
Dieser Notstand wird von Politikern, Strafrechstexperten (nicht allen), Bundes- und Verfassungsrichtern in Frage gestellt. Genau wie es der FDP Politker und ehemalige Innenminister Baum tut, der u.a. mit seiner Klage vor dem Bundesverfassungsgericht 2006 dafür gesorgt hat , dass Paragraph 14 des Luftsicherungsgesetzes, welches nach dem 11.9.2001 bei uns in Kraft getreten ist und genau für diesen Fall die Möglichkeit einer Entscheidung pro Abschuss schuldbefreiend vorsah, vom BVG gekippt wurde.

So weit so gut. Was ich allerdngs bemerkenswert finde ist, wie von diesen sog. Experten das mit überragender Mehrheit zustande kommende ehrenamtliche "Schöffenurteil" beurteilt wird.

Es wird als Beispiel genommen, dass wir das Volk völlig naiv und ahnungslos sind, das wir in keinster Weise dazu befugt und kompetent wären, uns hierzu ein Urteil zu bilden und dies auch noch massenwirksam kund zu tun.

Weil wir nicht zwischen Moral und Recht unterscheiden. Nicht kapieren, das Recht mit Gerechtigkeit nichts miteinander zu tun haben.

Wir nicht zwischen schuldig und Unrecht unterscheiden, und vor allem keine Ahnung von der Verfassung und des darin verankerten Rechts auf Menschenwürdehaben.
Und die Verfasssung sowie die Grundgesetze sind heilig, unfehlbar und deshalb in Teilbereichen auch nicht änderbar (Ewigkeitsgarantie). Wer sich anmasst diese Prinzipien zu hinterfragen
ist ein völliger Idiot und potentieller Totengräber unseres Rechtssystems.

Der Bundesrichter Thomas Richter bezeichnete in einem Artikel auf Zeit-Online die Abstimmung und deren Ergebnis u.a. als einen anmassenden "Rülpser des Volkes" und kritisierte scharf, dass die Sendung überhaupt mit einer Abstimmung in Verbindung gebracht wurde.

Für mich ist dieser Fall nur die Spitze des Eisberges. Ich vermute,
nein ich bin überzeugt, dass die Politik und auch teilweise die deutsche
Justiz einschliesslich des Bundesverfassungsgericht sich immer weiter von uns als Volk und unserem Empfinden von Recht und Gerechtigkeit entfernen.

Die Begründungen, wie auch im Plädoyer der Staatsanwältin ausgeführt, wirken lebensfremd, theoretisch und juristisch-akademisch
selbstverliebt. Was wäre, wenn wir uns nicht mehr an die Prinzipien
halten? Egal ob richtig oder falsch? Eine Katastrophe... so die Ansicht.

Ich bin dafür das Thema Menschenwürde und Verfassung und auch Teile des Grundgesetzes mit Ewigkeitsgarantie neu zur Diskussion zu stellen.
Die Welt hat sich geändert, hier gibt es auch keine Ewigkeitsgarantien, so gut sie sicherlich gemeint waren in der Zeit in der sie entstanden sind.

Und zwar eine Auseinadnersetzung nicht abstrakt theoretisch , sondern an einer Vielzahl konkreter Einzelfälle.
Unter Berücksichtigung der Menschenwürde der Täter, aber vor allem auch der Opfer.
Denn hier gib es in unserem Land ein erhebliches Missverhältnis.

Spricht man mit Juristen, wird dies in der 4 Augen Wahrheit auch eingestanden, aber immer mit dem Folgesatz, wir haben ja die Gesetze
nicht gemacht, wir müssen uns danach richten, auch wenn wir das Gefühl haben, es ist falsch. Wenn wir das nicht täten, würden wir im Chaos landen.

Was wäre , wenn dies z.B. ein Unternehmen täte? Es würde sofort untergehen. Ein Staat ist kein Unternehmen ? Stimmt, aber vielleicht gibt es doch Bereiche, wo es Raum für einen Transfer für "Best Practice" gäbe.

Unsere Welt ist dermassen schnell, global vernetzt und dynamisch komplex, dass auch zu prüfen ist, inwieweit Gesetze/Verordnungen
sich an diesen Rahmenbedingungen anzupassen haben.
Und das betrifft viele Bereiche nicht nur diesen Fall.

Aber diese Frage oder Fordrung ist ein absolutes Taboo. ich weiss, aber ich weiss auch, dass Fortschritt meistens auch aus Taboobrüchen entsteht.
  • 19.10.2016, 16:32 Uhr
  • 4
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Die Menschen im Flugzeug sind sowieso eigentlich schon tot. Der einzige Unterschied zum Abschuss besteht darin, dass nicht auch noch die Menschen im Stadion gefährdet werden. Es ist also ein Streit um des Kaisers Bart.
  • 19.10.2016, 12:53 Uhr
  • 6
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Ich hätte auch die Maschine abgeschossen Die in Amerika hätten auch nicht lange gefackelt die hätten auch Die Maschine auch abgeschossen
  • 19.10.2016, 12:46 Uhr
  • 2
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generell ist es richtig, dass er einem Befehl nicht Folge geleistet hat. Das Problem liegt m.E. jedoch an einer ganz anderen Stelle. Die vorgesetzte Stelle wusste über 1 Stunde vorher über die Entführung Bescheid. Mal davon ausgehend, das es auf dem Weg nach München
nicht all zu viele Zielpunkte in Betracht kamen und die Evakuierung des Stadions etwa 15. Min dauert - m.E. viel zu wenig Zeit, ist die Problemlösung dort anzusiedeln. Eine Befehlsverweigerung ist das Eine, die Untätigkeit an anderer Stelle ist das Andere. Dort wurde wegen unterlassener Hilfeleistung niemand angeklagt
  • 19.10.2016, 01:34 Uhr
  • 4
Für mich hat der Jet-Pilot richtig gehandelt Nach ernster Abwägung mit dem Wissen und seinem Gewissen hat er zwar eigenmächtig gehandelt, aber dort oben ist jeder auf sich allein gestellt. Er hat das geringere Übel für die Passagiere und sein zukünftiges Leben in Kauf genommen.
  • 19.10.2016, 14:04 Uhr
  • 3
Naja, für die Passagiere war es nicht unbedingt das geringste Übel.
  • 19.10.2016, 19:57 Uhr
  • 0
Dieser Film verdeutlicht, wie schnell eine große Anzahl Bundesbürger gegen Gesetze.
(sowie Maj.Koch zusätzlich gegen Befehle, die für den Soldaten verbindlich sind) verstossen.
Es wurde nur nach Empfindung und nicht nach Rechtslage ein Urteil gesprochen.
Für mich eine Erkenntnis das Volksabstimmungen nicht immer nur zum Vorteil sind.
Wie schnell hat sich hier eine hohe Prozentzahl der Zuschauer bei der Beurteilung nur vom Bauchgefühl leiten lassen.
Eindeutiges Recht ist, Maj. Koch ist schuldig und hat nach dem Gesetz falsch gehandelt.
Voll vertreten kann ich die Ansicht vieler Schöffenrichter hier bei wize.live der verantwortliche Leitoffizier hätte viel mehr in die Pflicht genommen werden müssen.
Zusätzlich haben die Herren der Bundesregierung in der Befehlszentrale den Soldaten alleine gelassen.
Aber das kennen wir ja von diesen hochbezahlten Rednern.
Erschrecken ist, wenn hinterher alle anderen für schuldig befunden werden, nur sie waschen die Hände in Unschuld
  • 19.10.2016, 23:12 Uhr
  • 2
Unser Grundgesetz gehört schon lange geändert, es ist auch nicht mehr zeit gemäß!
  • 03.11.2016, 19:58 Uhr
  • 0
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Hier wurde ein Kommentar durch den Ersteller entfernt.
Zunächst einmal... Ganz excellent gemacht ! Jeder - ohne Ausnahme - Akteur hat hervorragendes geleistet. Das Tüpfelchen auf dem " i " aber war nach meiner Auffassung Martina Gedeck als Staatsanwältin. Das Urteil hätte ich mir genaus so gewünscht---mit exakt derselben Urteilsbegründung wie in diesem Schauspiel. Aber mal abgesehen von den rechtlichen Folgen aus Sicht der Justiz bzw. der militärischen Rechtsprechung.....wie, bitte schön, würde jeder einzelne von uns an Stelle des fliegenden Majors entscheiden ?
  • 18.10.2016, 22:48 Uhr
  • 4
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ich habe den ,,Film " nicht gesehen ,aber davon gehört ... denke das flugzeug wäre spätestens im stadion explodiert ... mit der ganzen besatzung .. dann war diese entscheidung völlig richtig ..
  • 18.10.2016, 22:27 Uhr
  • 2
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