wize.life
Neu hier? Jetzt kostenlos registrieren und mitmachen! Warum eigentlich?
Nur 2860 statt 40.000 Rücknahmen! Europa lässt Deutschland mit seinen Flücht ...

Nur 2860 statt 40.000 Rücknahmen! Europa lässt Deutschland mit seinen Flüchtlingen im Stich

News Team
21.10.2016, 08:17 Uhr
Beitrag von News Team

Deutschland hat 2016 bis Ende September nur 2860 Migranten gemäß Dublin-Abkommen in andere Schengen-Staaten rückgeführt – obwohl die Bundesrepublik exakt 40.000 "Rückübernahmeersuchen" gestellt hatte. Das geht aus einer Aufstellung des Bundesamts für Migration und Flüchtlinge (BAMF) hervor, die der „Welt“ vorliegt. Gemessen an der Zahl der Anfragen lag die Erfolgsquote bei 7,2 Prozent. Das Dublin-Abkommen sieht vor, dass Schutzsuchende in die Schengen-Staaten rückgeführt werden, in denen sie zuerst einen Asylantrag gestellt haben.

Deutschland schob die meisten Schutzsuchenden nach Italien (743) und Polen (553) ab. An Ungarn richtete die Bundesrepublik die meisten Übernahmeersuchen (10.082). Allerdings kam es nur in 248 Fällen zur Rückführung.

Ingesamt fast viermal so viele Migranten (9688) wurden von den übrigen Staaten nach Deutschland rückgeführt. Damit schoben die europäischen Staaten im Jahr 2016 erstmals mehr Schutzsuchende in die Bundesrepublik ab als umgekehrt. Jeder Dritte nach Deutschland Rückgeführte kam der BAMF-Aufstellung zufolge aus Schweden (3254), wohin besonders viele Migranten im vergangenen Jahr aus der Bundesrepublik weitergereist waren.

Insgesamt wurden in den ersten drei Quartalen des laufenden Jahres 213.000 Schutzsuchende im neuen Kerndatensystem des Bundesinnenministeriums registriert. Fast alle diese Zuwanderer kamen über andere Schengen-Staaten und müssten – wenn die Dublin-Regeln eingehalten würden – dorthin zurückgebracht werden.

Asylbewerber klagen vor Gericht

Wie das BAMF der „Welt“ mitteilte, legen viele Asylbewerber Klagen gegen die Überstellungsbescheide ein. Wenn das zuständige Verwaltungsgericht die aufschiebende Wirkung der Klage gegen den Bescheid anordnet, kann der betroffene Migrant bis zum Ende des Hauptsacheverfahrens nicht überstellt werden – das kann mehrere Monate in Anspruch nehmen. In einzelnen Fällen kommt es sogar zur Aufhebung der Überstellungsbescheide.

„Ein zusätzliches Problem ist, dass die Asylbewerber, die überstellt werden sollen, nicht angetroffen werden beziehungsweise untertauchen“, sagte eine BAMF-Sprecherin der „Welt“. „Nach der aktuellen Rechtslage kann das dazu führen, dass nach Ablauf einer sechsmonatigen beziehungsweise im Fall des Untertauchens 18-monatigen Frist die Zuständigkeit für die Durchführung des Asylverfahrens auf Deutschland übergeht.“

Tilda benötigt dringend Eure Hilfe!

59 Kommentare

Melden Sie sich jetzt mit Ihrem Nutzerkonto an, um Kommentare zu hinterlassen.
Das kann man aber ganz schnell politisch ändern:

Man gebe jedem Flüchtling einen Scheck von einer Million in die Hand und frage bei den Nachbar-Staaten nach, ob sie diese Flüchtlinge aufnehmen wollen und . . . . . ?

>>>>>>> schon sind sie weg !
  • 21.10.2016, 11:00 Uhr
  • 8
Streich die Rundumversorgung und das Problem ist nachhaltig für immer gelöst.
  • 22.10.2016, 14:33 Uhr
  • 3
Melden Sie sich jetzt mit Ihrem Nutzerkonto an, um Kommentare zu hinterlassen.
diese Meldung versüßt mir den Tag - wie stand vorigen Herbst in der "WElt": "Merkel, die Therapeutin Europas ..."

Man, hat Europa seine "Therapeutin" den Allerwertesten getreten
  • 21.10.2016, 10:51 Uhr
  • 9
Melden Sie sich jetzt mit Ihrem Nutzerkonto an, um Kommentare zu hinterlassen.
Das ist aber doch jetzt keine große Überraschung! Wer einmal im warmen Nest Deutschland sitzt, der lässt sich doch so schnell nicht mehr vertreiben. Dann machen wir mal eben auf krank oder werden schwanger oder tauchen unter...ach ja, und wir klagen mal eben gegen das Land, das uns so freundlich aufgenommen hat. Wer jemals daran geglaubt hat, dass hier ein Flüchtling wieder abgeschoben wird bzw. sich abschieben lässt, warum auch immer, der glaubt auch noch an den Weihnachtsmann!
  • 21.10.2016, 10:42 Uhr
  • 14
Und wieder was dahergequakt.
Falls ein Flüchtling sich einen Anwalt nimmt, muss er ihn selbst bezahlen.
  • 21.10.2016, 19:17 Uhr
  • 1
Kommt drauf an.....für einen Brief zu schreiben und ein Beratungsgespräch ist auch ein Anwalt erschwinglich.
Und deine in Anführungszeichen gesetzten Flüchtlinge haben das Geld, weil sie es sich zusammensparen. Ganz einfach.
  • 21.10.2016, 19:25 Uhr
  • 1
Von dem, was sie sich abknapsen. Dafür verzichten sie auf andere Dinge.
Aber falls du mir nicht glaubst, mach dich doch einfach mal schlau. Ruf auf der Rechtsberatung im Gericht an und lass dich aufklären, ob Flüchtlinge sich einen Anwalt auf Volkes Kosten bezahlen lassen können.
  • 21.10.2016, 19:31 Uhr
  • 1
Wie immer. Sobald es an Beweise geht, heißt es Ade.
  • 21.10.2016, 19:41 Uhr
  • 1
@Sandra Ri - ist das nicht schrecklich? Da verdienen sich deutsche Anwälte an mühsam Erspartem der Flüchtlinge eine goldene Nase? Ein "Pfui" an diese Anwälte.., die gibts ja mittlerweile massenhaft bei google..... - und genau das ist es, was ich so verurteile: da gibts deutsche Geschäftemacher unter dem Deckmantel der "Helferlein" - die grad nicht wissen, wo sie ihre Euronen parken sollen..... - da sind viele "Gutmenschen" darunter......
  • 21.10.2016, 20:18 Uhr
  • 5
Melden Sie sich jetzt mit Ihrem Nutzerkonto an, um Kommentare zu hinterlassen.
Nun ist sie da ,die Flüchtlingswelle, wie AM. sich es wünschte.Und jetzt? ????Blöd´ schauen.nene
  • 21.10.2016, 10:35 Uhr
  • 7
Melden Sie sich jetzt mit Ihrem Nutzerkonto an, um Kommentare zu hinterlassen.
Das Ergebnis von Klagen wegen einer Rückführung muß in einem Rechtstaat halt abgewartet werden.

Zahlen steigen weiterhin: Immer mehr Personen kehren freiwillig in ihre Heimat oder andere aufnahmebereite Drittstaaten zurück.


Allein über das REAG/GARP-Programm sind von Januar bis zum 30. September 2016 bereits Rückkehrförderanträge zur freiwilligen Ausreise für 44.521 Personen bewilligt worden. Im Jahr 2015 reisten insgesamt 35.514 Personen über das Bund-Länder-Rückkehrförderprogramm aus.


http://www.bamf.de/SharedDocs/Meldun...ckkehr.html
  • 21.10.2016, 10:28 Uhr
  • 2
Im "Abwarten" ist Angie ja Spezialistin. Hat sie ja von ihrem "Ziehvater" Helmut Kohl beigebracht bekommen.Er nannte es nur "aussitzen".
  • 21.10.2016, 10:41 Uhr
  • 10
Die grundgesetzlich geschützten unabhängigen Richter und die Dauer eines Verfahrens haben mit Organen der gesetzgebenden Gewalt aber auch gar nichts miteinander zu tun..
  • 21.10.2016, 10:48 Uhr
  • 3
Ich bin nicht davon überzeugt, dass die Gewaltenteilung so vorbildlich funktioniert, wie sie im GG verankert ist.
  • 21.10.2016, 11:06 Uhr
  • 6
Sie funktioniert vorbildlich......
  • 21.10.2016, 11:08 Uhr
  • 1
Ich kann Deinen Optimismus diesbezüglich nicht teilen.
  • 21.10.2016, 11:08 Uhr
  • 5
Das brauchst Du auch nicht.

Das macht schon unserer unveränderbare Artikel 20 GG mit seinen darüber wachenden Organen...
  • 21.10.2016, 11:12 Uhr
  • 1
Bist Du beim Abschließen von Versicherungen und Dem Kauf eines Gebrauchtwagens auch so gutgläubig? Na, dann gute Nacht.
  • 21.10.2016, 11:15 Uhr
  • 6
Ich glaube, jede weitere Diskussion darüber hat sich damit erledigt.
  • 21.10.2016, 11:17 Uhr
  • 0
http://www.faz.net/aktuell/wirtschaf...219354.html

Dies ist nur ein kleines Beispiel,unabhängig davon, ob man mit dem kompletten Inhalt konform geht, wie schwammig doch die Grenzen der Gewaltenteilung sein können.
  • 21.10.2016, 16:01 Uhr
  • 3
Rückkehr in Kriegsgebiete?
"In den ersten neun Monaten 2016 nahmen freiwillige Ausreisen nach Irak mit 4.696 bewilligten Anträgen einen großen Teil ein (2015: 722). Hinzu kamen 2.066 nach Iran (2015: 380) und 2.969 nach Afghanistan (2015: 308). Im Jahr 2015 war der Westbalkan (Albanien, Bosnien und Herzegowina, Kosovo, Serbien, Mazedonien und Montenegro) Hauptrückkehrregion"
Quelle: http://www.bamf.de/SharedDocs/Meldun...ckkehr.html

"Anerkannte Flüchtlinge machen Urlaub im Verfolgerland Syrien"
Quelle: https://www.berlinjournal.biz/syrien...and-syrien/
  • 22.10.2016, 12:14 Uhr
  • 1
Melden Sie sich jetzt mit Ihrem Nutzerkonto an, um Kommentare zu hinterlassen.
wer hat in der mitte gesessen und sie so großzügig hergewunken.
wie oft wurden die grenzländer im stich gelassen, dazu noch auf ihnen herumgehackt, weil sie nicht genug tun.
  • 21.10.2016, 10:26 Uhr
  • 8
Melden Sie sich jetzt mit Ihrem Nutzerkonto an, um Kommentare zu hinterlassen.
Mir konnte bis heute noch niemand erklären, welche Vorteile eine
Rücknahme von Flüchtlingen, innerhalb Europa bringen soll.
Flüchtlinge bleiben dann auch in dem Rücknahmeland, bei den
offenen Grenzen in Europa, wer das glaubt, glaubt auch an den
Nikolaus. Übrigens, ich würde es auch nicht.
Kurz gesagt, ich war nie von diesen Vereinbarungen überzeugt.
  • 21.10.2016, 10:17 Uhr
  • 7
Den Nikolaus gab es wirklich.
Du meinst den Weihnachtsmann.
  • 22.10.2016, 14:47 Uhr
  • 2
Melden Sie sich jetzt mit Ihrem Nutzerkonto an, um Kommentare zu hinterlassen.
Melden Sie sich jetzt mit Ihrem Nutzerkonto an, um Kommentare zu hinterlassen.
.....so eine Überraschung
  • 21.10.2016, 09:47 Uhr
  • 7
Melden Sie sich jetzt mit Ihrem Nutzerkonto an, um Kommentare zu hinterlassen.
"Nur 2860 statt 40.000 Rücknahmen! Europa lässt Deutschland mit seinen Flüchtlingen im Stich"
was mich nicht überrascht ...
Verursacherprinzip!
oder anders gesagt, wer die Musik bestellt, also die Grenzen öffnet, der muss zahlen ...
http://www.rp-online.de/politik/deut...d-1.5382404
  • 21.10.2016, 09:47 Uhr
  • 8
Melden Sie sich jetzt mit Ihrem Nutzerkonto an, um Kommentare zu hinterlassen.