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Grünen-Politiker fordert mehr Toleranz für Alltagsrassismus

Grünen-Politiker fordert mehr Toleranz für Alltagsrassismus

News Team
05.11.2016, 08:21 Uhr
Beitrag von News Team

Tübingens Oberbürgermeister Boris Palmer (Grüne) hat seine Partei in der Debatte um den Umgang mit der AfD aufgefordert, mehr Toleranz gegenüber Wählergruppen zu zeigen, die sie für reaktionär hält. "Wir müssen die Toleranz, die wir früher für uns eingefordert haben, nun selber an den Tag legen", sagte Palmer der "Welt".

Es bedarf einer Toleranz gegenüber Menschen, die wir – vielleicht auch zu Recht – für reaktionär und kleingeistig halten. Auch diese Leute haben einen Anspruch darauf, ernstgenommen zu werden.

Es gebe eine Minderheit im Land, die sich ausgegrenzt und zurückgelassen fühle, sagte Palmer. Es sei Aufgabe der Grünen, auf derartige Befindlichkeiten Rücksicht zu nehmen. "Da empfinde ich meine Partei als eher widerwillig."
Palmer appellierte an seine Partei, künftig klar zwischen Rassismus und Alltagsrassismus zu unterscheiden. "Ich trete der Theorie entgegen, dass man den Alltagsrassismus so entschieden bekämpfen muss wie den offen ausgelebten." Alltagsrassismus sei so diffus, dass man den Großteil der Bevölkerung damit beschuldigen könnte. Ihm selbst sei vorgeworfen worden, Alltagsrassismus zu fördern, weil er sich geweigert habe, gegen einen Bäcker vorzugehen, der "Tübinger Mohrenköpfle" verkauft habe. "Das geht mir entschieden zu weit." Dabei gehe es nicht darum, Alltagsrassismus durchgehen zu lassen, sondern um einen anderen Umgang damit.

Palmer schloss eine rot-rot-grüne Koalition nach der nächsten Bundestagswahl 2017 aus – und damit auch die Einführung der bei den Grünen umstrittenen Vermögensteuer. "Ich sehe nicht, dass die Linkspartei fähig ist, sich an einer Bundesregierung zu beteiligen", sagte Palmer. "Ich halte Rot-Rot-Grün in nächster Zeit für unrealistisch. Daraus leite ich ab, dass es keine Vermögensteuer geben wird", so Palmer. Es sei für eine "gemäßigt linke Partei" wie die Grünen zwar natürlich, über Verteilungsfragen zu diskutieren. Palmer stellte aber klar: "Zur Erhöhung von Steuern sind andere Parteien vor uns gegründet worden."

Der Tübinger Oberbürgermeister verteidigte den baden-württembergischen Ministerpräsidenten Winfried Kretschmann (Grüne), der parteiinterne Kritik mit seiner Äußerung ausgelöst hatte, er würde eine erneute Kanzlerkandidatur Angela Merkels (CDU) begrüßen. "Das ist keine Provokation", sagte Palmer. "Dahinter steht Kretschmanns Politikverständnis, das auch seinen Wahlsieg erklärt: Er spricht das aus, was er für richtig hält – auch wenn es nicht parteitaktischen Interessen entspricht." Merkel sei für Kretschmann nicht zuerst CDU-Politikerin, sondern Stabilitätsanker in Europa.

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26 Kommentare

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Wer im Glashaus sitzt wie die Grünen der braucht und sollte nicht mit Steinen werfen. Die etablierten Parteien sind doch die einzigen die hier die Volksverhetzung betreiben. Ich habe noch nicht in den Medien gelesen das die AFD gegen andere Parteien dies so betreibt.
Apropopo Grünen:
http://www.theeuropean.de/rainer-zit...-2017-koeln
  • 26.01.2017, 10:36 Uhr
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Herr Palmer hatte schon immer einen etwas abstruse Meining.
Alltagsrassimus muss bekämpft werden!

Bösses zu tollerieren, ist ein Verbrecher!
Titat: Thomas Mann
  • 06.11.2016, 08:55 Uhr
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Ich denke manchmal wenn ich sehe, dass es immer noch ein paar Menschen gibt, die wie mein Vater, der inzwischen über 100 Jahre alt wäre, die Grünen für Spinner vom weit hintern Mond halten, dass eben diese Menschen nur neidisch sind auf unser "Musterländle" unter unserem grünen Landesvater Kretschmar.
Oder haben diese Menschen die letzten paar Jahre schlicht verschlafen - und wachen zwischendurch nur manchmal auf um zu meckern.
  • 05.11.2016, 13:27 Uhr
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Wenn er "Tübinger Mohrenköpfle" als Ausdruck des "Alltagsrassismus" ansieht, mag er ja recht haben - aber das hat mit dem in der Realität vorhandenem Alltagsrassismus gar nichts zu tun, fällt eher unter Gender-Blödsinn oder falsch verstandener "Political Correctness".
Gerade dem echten Alltagsrassismus, der häufig von den Menschen gar nicht als solcher erkannt wird, muss weiterhin entschlossen entgegengetreten werden - und zwar ohne jede Toleranz.
  • 05.11.2016, 13:26 Uhr
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Dann weiterhin viel Spass beim Entgegentreten, und das mit der Toleranz muß ich mir noch überlegen.
  • 06.11.2016, 04:56 Uhr
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  • 06.11.2016, 12:46 Uhr
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huch, schon wieder die Bagasch, war ja auch nicht anders zu erwarten. Du lausiger Lump, paß du mal schön auf mich auf.
  • 06.11.2016, 16:00 Uhr
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Auf dich passen vermutlich schon ganz andere auf - du weißt es nur nicht ...
  • 06.11.2016, 21:52 Uhr
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Helga, laß ihn doch - den nimmt doch eh keiner ernst!
  • 07.11.2016, 13:18 Uhr
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Da hat der Grüne ganz schön recht. Wir tolerieren ja auch, wenn auch zähneknirschend, welche kopfschüttelnden Vorschläge täglich von den Grünen so in die Welt geschickt werden, die so weit von den Bürgern entfernt sind, das diese fast nicht ankommen.
  • 05.11.2016, 13:17 Uhr
  • 2
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Peter Leopold
Alltagsrassismus tolerieren ? Da wäre ich auch dafür. Ein Herrenmensch wie ich muss einfach über einer weiblichen KATZE stehen. Ich habe es eingesehen, dass meine Rasse über der einer Katze steht. Das war´s aber auch schon mit meiner Rassismus-Toleranz...
  • 05.11.2016, 13:17 Uhr
  • 1
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Die sind so überflüssig wie das Unkraut im Garten,,,,
  • 05.11.2016, 13:01 Uhr
  • 3
PeterLeopold, wieder mal ein Kommentar für die Füße. Thema vollständig verfehlt, wie gehabt.
  • 06.11.2016, 05:08 Uhr
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Du lausiger Lump, dich haben sie wohl grad aus dem Streichelzoo entlassen, gell ? Ja, und paß du mal schön auf mich auf.
  • 06.11.2016, 16:13 Uhr
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allerherzliebste HelgaD. , fang an, auf was wartest du, auf wart amoil ....?
  • 06.11.2016, 16:30 Uhr
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  • 06.11.2016, 16:30 Uhr
  • 0
, danke, haste gut gemacht.
  • 06.11.2016, 16:31 Uhr
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Wenn Palmer sich der Aufforderung wiedersetzt, [i]Tübinger Mohrenköpfl[/i] als Ausruck von Rassismus zu akzeptieren, ist das in Ordnung, aber nicht des Pudels Kern.

Der Bursche muss niemanden lernen, was Rassismus ist, um seine schrägen Ideen anzupreisen.

[b]Alltagsrassismus ist weder diffus noch immer offensichtlich, aber NIE zu akzeptieren, auch dann nicht, wenn der Großteil der Bevölkerung damit beschuldigen werden müsste.[/b]
  • 05.11.2016, 12:43 Uhr
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Die Grünen stolpern über ihre eigenen Beine.
  • 05.11.2016, 12:39 Uhr
  • 2
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