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Kalt geworden

Kalt geworden

Peter Leopold
08.11.2016, 05:07 Uhr
Beitrag von Peter Leopold

Die Menschen ändern sich manchmal wie die Jahreszeiten. Je nach Laune und Befindlichkeiten erlebt man da manchmal echte Überraschungen. So überraschend wie ein Wintereinbruch kommen kann, ändern sich plötzlich Menschen - zumindest oberflächlich. Eine Veränderung im Kern erlebt man nur selten. Sommer bleibt Sommer und Winter bleibt Winter.

Wenn man aber die Veränderung in der Gesellschaft betrachtet, sind die Dinge nicht mehr ganz so eindeutig. Viele Faktoren haben Einfluss auf eine vollständige Charakteränderung - im Einzelnen ebenso wie in der Gesellschaft. Leider machen sich aber nur Wenige die Mühe, diese Faktoren zu entdecken. Doch im Vergleich zu früher haben sich die Dinge insgesamt verändert. Sommer ist zwar immer noch Sommer und Winter immer noch Winter. Aber die Menschen sind kalt geworden. Mehr "ICH-bezogen" und weniger tolerant als noch vor wenigen Jahren.

Und diese Kälte ist fast täglich deutlicher zu spüren. Kaum Jemand tut noch etwas, ohne einen persönlichen Nutzen davon zu haben und die Vorstellungen und Forderungen steigen ebenso schnell wie Schneedecke bei Dauerberieselung des weißen Wintergoldes. Aber genauso schnell steigt die Risikobereitschaft, wenn man nur genügend zu erwarten hat. Wenn dann eigene Pläne nicht wie gedacht funktionieren, sieht man beispielsweise in sozialen Netzwerken, was eigentlich falsch gelaufen ist. Doch nichts ist da schlimmer als unsachliche Kritik an der Person und je mehr auf Jemanden eingetreten wird, umso kälter und "unmenschlicher" werden die Reaktionen darauf.

Und die Menschheit insgesamt ? War nicht früher alles etwas menschlicher ? Diese Frage muss gestattet sein, ohne in Nostalgie zu verfallen. Auch nüchtern betrachtet muss man sich eingestehen, dass der Zusammenhalt anders war. Intensiver und enger, als man es heute vielerorts beobachten kann. Der starre Blick in die ausschließlich eigene Zukunft lässt einen Seitenblick auf Andere kaum noch zu und was bleibt, ist nur die Hoffnung, dass sich dieses Verhalten irgendwann wieder ändert.

Aktiv kann man aber auch etwas tun - jeder Einzelne wäre zumindest fähig, seine eigene Sichtweise zu überdenken. Vorausgesetzt, man nimmt sich ein bischen mehr Zeit...

6 Kommentare

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Erst wenn es den Menschen schlecht geht, wird es wieder einen Zusammenhalt geben.
Ich erinnere mich an Zeiten und das ist nur ein kleines Beispiel, als es die 1. Fernseher gab.. meine Eltern waren die ersten in unserer Strasse.. abends war die Stube immer gefüllt, die Nachbarsleute kamen zum Fernsehen.. als dann mehrere einen Fernseher hatten, haben sie meine Eltern kaum noch gegrüßt.
Ich bin der Meinung der Mensch ist das undankbarste Lebewesen auf der Welt, der in seinen eigenen Sack steckt was nur möglich ist und niemand dran läßt.
  • 08.11.2016, 10:00 Uhr
  • 1
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Ja, leider ist die Welt kälter geworden, auch im Sommer
Die Menschen werden immer egoistischer
  • 08.11.2016, 09:57 Uhr
  • 1
Peter Leopold
Es scheint aber Diejenigen die es betrifft, kaum zu stören...
  • 08.11.2016, 10:01 Uhr
  • 0
Die, die egoistischer geworden sind?
Nein!
Sie fühlen sich im Recht
  • 08.11.2016, 10:19 Uhr
  • 1
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Schon lange beobachte ich, dass die Mitmenschlichkeit weitgehendst
auf der Strecke geblieben ist. Ab und zu gibt es aber Ausnahmen -
und ich freue mich jedesmal darüber.
  • 08.11.2016, 09:52 Uhr
  • 1
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Guten Morgen Peter ,
das ist seit ein paar Jahren schon so !
Es gilt doch für 90% der Bevölkerung nur noch , das sie sich über ihre Statussymbole und ihren Kram , den keiner wirklich braucht ,identifizieren !
Besonders fällt mir das in einem Teil von D auf
Ich weiß schon , warum ich aus D flüchten werde
Die könnten sich alle von den Südländern eine Scheibe abschneiden
Die sind nämlich auch fleißig , vergessen darüber aber das Leben nicht !
Ich wünsche dir einen schönen ruhigen Tag
  • 08.11.2016, 09:10 Uhr
  • 1
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