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Der schmutzigste Wahlkampf ist zu Ende

Der schmutzigste Wahlkampf ist zu Ende

Peter Leopold
09.11.2016, 06:04 Uhr
Beitrag von Peter Leopold

Wahlen sind immer wie ein Nachmittag im Waschsalon. Soviel schmutzige Wäsche wird selten an anderen Orten gewaschen. Diesmal ist es aber trotzdem anders als bei anderen Wahlen gewesen. Während bisher die Wahlen in den Staaten eine eher nationale Angelegenheit waren, ist diesmal das Interesse der Welt um Einiges höher. Dazu kommt, dass ein Donald Trump eine internationale Katastrophe ist - nicht nur wirtschaftlich, sondern vor Allem auch sicherheitspolitisch und seine "Gesinnung" erinnert an die 30er Jahre.

Wie konnte so ein Mann überhaupt in diese Position kommen ? Die Wirtschaftslage ist weltweit nicht die beste und Donald Trump hat eine Rückkehr in die Vergangenheit versprochen. Dass er selbst im Verhältnis zu seinem Vermögen niemals ausreichend Steuern gezahlt hat, interessiert die Bevölkerung wenig. Steuervermeidung ist ja IN.

Punkten konnte er vor Allem bei der ländlichen Bevölkerung - also jenen Teil, der wirtschaftlich ohnehin benachteiligt ist. Überraschend war zumindest für mich, dass kaum ein Sachthema angesprochen wurde, sondern fast nur Hass und Angriffswahlkampf betrieben wurde. Ein Handelskrieg ist mit Trump mehr als wahrscheinlich. Auch die Finanzmärkte haben recht früh reagiert und die Werte fallen ins Bodenlose, wenn man sich Trump als US-Präsident vorstellt.

Es war jedenfalls einer der schmutzigsten Wahlkämpfe in der Geschichte der Staaten. Persönliche Beleidigungen und Verleumdungen vom "Großmaul" Donald Trump waren fast täglich zu hören. Für den Rest der Welt spielen die versteckten und offenen Anspielungen nur eine untergeordnete Rolle. Anders verhält es sich mit der Position der Nato, die sich unter einem Donald Trump gegenüber Europa garantiert ändert. Und auch die Drohung ggf. Atomwaffen einzusetzen, "weil sie nun mal da sind" wirkt nicht gerade vertrauensbildend.

Dass Donald Trump die Meinung vertritt, dass der Klimawandel gar nichts mit dem Menschen zu tun hat, lässt auch nicht viel Positives für den Klimaschutz erwarten. Eine komplette Abschottung der Staaten darf damit erwartet werden - wirtschaftlich, militärisch und vor Allem internationalen Verträgen gegenüber, die er größtenteils aufkündigen will.

Wirtschaftliche Konsequenzen sind nicht nur wahrscheinlich, sondern sicher, denn deutsche Arbeitsplätze werden dann für die US-Industrie nicht mehr gebraucht. Geheult wird auf jeden Fall - aber nicht bei den Republikanern. Sowohl das Repräsentantenhaus als auch der Senat geht an sie und mit einem Donald Trump als Präsident kann man von Staats-interner Allmacht sprechen.

25 Kommentare

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Die Mehrheit hat für Trump oder gegen Clinton gewählt statt anders herum.
Dann müssen die Amerikaner mit dem den Weg gehen laut Demokratie.
Eins wäre schon vorteilhaft, TTIP ist vorüber. Brexit 2 hat angefangen.
  • 09.11.2016, 11:41 Uhr
  • 3
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Ein schwarzer Tag in der Geschichte...
  • 09.11.2016, 11:11 Uhr
  • 1
Es muss nicht unbedingt ein schwarzer Tag der Geschichte sein.
  • 10.11.2016, 20:28 Uhr
  • 0
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So.. Peter... was nun... Trump hat gewonnen...

Es bleibt nur abzuwarten, was die Zukunft bringt.. obwohl ich der Meinung war daß Clinton das kleinere Übel ist, muß man abwarten was Trump nun wirklich in die Tat umsetzt... vielleicht ist es auch eine Zukunft in der die Welt wieder etwas mehr Respekt lernt.

Obama war ein guter, sehr sozial eingestellter Präsident... war er zu sozial ??? ich weis es nicht.
  • 09.11.2016, 09:47 Uhr
  • 3
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Nun hat doch der Bessere gewonnen und es war abzuzeichnen.
Wenn man die Weltpolitik verfolgt und denen die sich gegen Veränderung stellen, dann fragt man sich schnell, ja was wollen diese Menschen.
Auch in unserem lande sollte man gravierende Veränderungen hinnehmen.
Der Börsensturz ist ausgeblieben und diee Welt wird sich wieder mehr erholen können..
Danke für den Wahlausgang...
  • 09.11.2016, 09:41 Uhr
  • 4
Peter Leopold
Abwarten...die Oper ist erst vorbei, wenn die Dicke gesungen hat... In den Staaten gab es immer die "graue Eminenz" im Hintergrund...
  • 09.11.2016, 11:53 Uhr
  • 0
Die graue eminenz hat überlebt weil sie an einem Strang ziehen und an alten traditionen festhaltten können und nicht was Versprechen, was ehe nicht zuhalten ist.
  • 09.11.2016, 12:38 Uhr
  • 2
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Die Schlammschlacht ist zu Ende.
Warten wir nun ab, wie sich die Weltpolitik entwickelt!
Laut Ankündigung von Trump wird sich wohl einiges ändern.
Hoffentlich wachen unsere Politiker endlich auf.
  • 09.11.2016, 08:17 Uhr
  • 2
Peter Leopold
Das bleibt abzuwarten. Vor Allem bleibt abzuwarten, wie lange Trump seinen Erfolg genießen kann...
  • 09.11.2016, 08:44 Uhr
  • 1
So sehe ich das auch.
  • 09.11.2016, 09:34 Uhr
  • 0
Mit Parlement und Senat an seine Seite mindestens 4 Jahre, lieber Peter.
  • 09.11.2016, 12:11 Uhr
  • 1
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Was ein Glück daß wenigstens die meisten Amerikaner wach geworden sind.
Aber noch ist nichts endgültig entschieden
  • 09.11.2016, 06:49 Uhr
  • 1
Peter Leopold
Es ist unwahrscheinlich, dass sich da noch etwas ändert. Die entscheidenden Staaten sind durch
  • 09.11.2016, 07:17 Uhr
  • 2
Das hört sich gut an, trotzdem noch nicht durch.
  • 09.11.2016, 07:19 Uhr
  • 0
Peter Leopold
Es ist eine ganz einfache Rechnung. Clinton müsste alles was noch da ist, für sich entscheiden und das wäre ein Wunder...
  • 09.11.2016, 07:23 Uhr
  • 1
Dann hoffen wir mal daß das Wunder nicht passiert.
  • 09.11.2016, 07:28 Uhr
  • 2
Peter Leopold
Na SO kann nur Jemand mit einer eindeutigen politischen Richtung reden, die mit der heutigen Zeit nichts mehr zu tun hat. Schönen Tag noch!
  • 09.11.2016, 07:52 Uhr
  • 2
Ist ok, Ihr dürft alle auf mir rumhaken, Hauptsache die Welt wurde vor Killery bewahrt, da nehme ich alles in kauf.
Auch der letzte wird irgendwann aufwachen.
  • 09.11.2016, 07:55 Uhr
  • 4
Peter Leopold
Gehetzt ? Nöö..aber es sollte jedem klar sein, dass der Typ irre ist.
  • 09.11.2016, 10:31 Uhr
  • 0
Peter Leopold
Sieht so aus...ODER man will gewisse Aussagen nicht wahrgenommen haben...
  • 09.11.2016, 11:50 Uhr
  • 0
Peter Leopold
Und seine Aussage, kein anderes Ergebnis als den Sieg anzuerkennen ? Oder dass er Atombomben nach seinem Ermessen BENUTZEN will ? Das IST irre!
  • 09.11.2016, 12:10 Uhr
  • 0
Trump setzte in seinem Wahlkampf bewusst auf Populismus. Er ist ein begnadeter Selbstdarsteller der mit den Gefühlen der Wähler, wie auf einem Instrument spielt, Erinnert mich aber fatal an frühere Zeiten. Ein Redner der Massen begeistern, beeinflussen kann, Hassgefühle erzeugen konnte,wie in noch nie gesehenem Ausmaß, seit vielen Jahren. Erinnert mich an den Rattenfänger von Hameln, doch der Nährboden war dazu gelegt, sonst wäre es nie dazu gekommen.
ein kleines Zahlenspiel
9/11 - 11/9
die die Zeitenwende nicht besser dokumentieren könnte.
  • 09.11.2016, 12:19 Uhr
  • 1
Peter Leopold
C.R. JA; DAS GLAUBE ICH. Immerhin ist er ein Schwerkrimineller. Warum ? Hat er jemals Bundessteuern gezahlt ? NEIN. Würde nicht jeder Staatsanwalt, der noch alle Tassen im Schrank hat und NICHT gekauft ist, ihn nicht für mehrere Jahre in den Bau schicken ? JA.
  • 09.11.2016, 12:32 Uhr
  • 0
Na ja, aber er hat in der Sage durch sein Spiel angelockt, welches ins Verderben führt. Ist ja nur ein unzulänglicher Vergleich. Muss ja nicht unbedingt ins Verderben führen, hoffe ich, wie so viele andere auch. Doch wird das Wahlergebnis sehr entscheidend für die Welt sein. Wie, das wird erst die Zukunft zeigen.
Er muss sich nun beweisen und die Meinung des Volkes ist wankelmütig, wenn es erkennt dass Trump den Mund zu voll genommen hat.
Wie auch sein Vorgänger Obama, der ja auch am Anfang als wahrer "Heilsbringer" angesehen wurde "Yes we can" und ist daran gescheitert.
  • 09.11.2016, 12:32 Uhr
  • 1
Ihr habt alle ein sehr seltsames Verhältnis zu Demokratie.
Passt es Euch ist alles toll, passt es Euch nicht, so wie jetzt ist das natürlich alles nur durch Betrug zustandegekommen.

Was ändert sich denn für uns???
Trump will ein besseres Verhältnis zu Russland, das kann uns nur entgegenkommen.

Zu unserer Merkel, na ja.
Deutschland ist und bleibt ein besetzes Land und wenn Trump die ernennung zum Präsidenten im Januar erlebten wird, dann darf unsere Merkal zukünftig von IHM entsprechende Anweisungen abholen, so wie sie es bisher von Obama gemacht hat.
  • 09.11.2016, 12:37 Uhr
  • 3
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