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Deutlich angestiegen: Die Korruption unter deutschen Beamten ist so schlimm  ...

Deutlich angestiegen: Die Korruption unter deutschen Beamten ist so schlimm wie noch nie

News Team
27.11.2016, 09:45 Uhr
Beitrag von News Team

Die Strafverfolgungsbehörden haben im vergangenen Jahr wegen Korruptionsstraftaten 28 Ermittlungsverfahren gegen Bundesbedienstete eingeleitet. Das geht aus dem neuesten Bericht der Bundesregierung zu „Korruptionsprävention in der Bundesverwaltung” hervor, der der „Welt am Sonntag“ vorliegt.

Von dem Verdacht auf Korruptionsstraftaten sind demnach 33 Beamte, Angestellte und andere Beschäftigte im öffentlichen Dienst betroffen. Die Liste der Vorwürfe ist lang: Sie reicht von Bestechlichkeit und Vorteilsannahme über Betrug bis Untreue.

Die Zahl der Ermittlungsverfahren ist im Vergleich zu den Vorjahren deutlich angestiegen: 2014 und 2013 waren es nur jeweils 19 Ermittlungsverfahren, 2012 waren es nur zwölf.

Das Auswärtige Amt besonders häufig betroffen
Die meisten Vorwürfe betreffen nach Recherchen der „Welt am Sonntag“ das Auswärtige Amt. Es verzeichnete elf neue Strafverfahren gegen insgesamt 15 Beschuldigte. Zehn Verdachtsfälle beziehen sich auf unsaubere Visavergaben. Unregelmäßigkeiten bei der Visavergabe sind ein Klassiker unter den Korruptionsfällen in Bundesministerien; die Mitarbeiter in den Visa-Stellen sind wegen ihrer zahlreichen Kontakte zu Antragstellern besonders korruptionsgefährdet. In den meisten Ermittlungsverfahren wird noch ermittelt, in einem Fall hat das Auswärtige Amt bereits arbeitsrechtliche Konsequenzen gezogen.

In einem anderen Verfahren sollen zwei Mitarbeiter der Berliner Zentrale von einer Baufirma 10.000 Euro erhalten haben. Damit sollte offenbar die Vergabe von Bauaufträgen an einer Auslandsvertretung beeinflusst werden. Einem der beschuldigten Beamten wurden wegen der Tat die Bezüge um die Hälfte gekürzt.

Besonders hoch war der Schaden durch Korruption im Geschäftsbereich des Bundesbauministeriums. Ein Bediensteter des Bundesamts für Bauwesen und Raumordnung soll einem Unternehmen in einem Verfahren zur Vergabe eines Bauauftrags wichtige Informationen übermittelt haben. Wie die Welt am Sonntag berichtet, entstand für den Bundeshaushalt dadurch ein mutmaßlicher Schaden über 870.000 Euro.

Auch das Verteidigungsministerium ist von Korruption betroffen. Das Arbeitsverhältnis zu einem Bundeswehrbeschäftigten wurde beendet, da dieser von einer Firma ein iPad, ein Notebook und Geld erhalten hatte.
medizinischer Produkte Vorteile von der Herstellerfirma erhalten zu haben”. Ein Soldat wurde wegen Betrug und Untreue zu sechs Monaten Freiheitsstrafe verurteilt. Der Soldat hatte die Vergabe eines Auftrags illegal beeinflusst und erhielt dafür von dem Unternehmen, das den Auftrag erhielt, Geld.

Beim Zoll werden unter anderem zwei Beamte verdächtigt, „zöllnerische Gefälligkeiten erteilt” zu haben und im Gegenzug Karten für ein Konzert angenommen zu haben. Ein anderer Zollbeamter soll einem Unternehmen aus Südostasien Beihilfe zur Steuerhinterziehung geleistet haben, so der Bericht.

Es kam im vergangenen Jahr auch zu einem Urteil: Ein Zollmitarbeiter wurde wegen Beihilfe zur Steuerhinterziehung, Untreue und Betrugs verurteilt. Er erhielt eine Gefängnisstrafe von 4 Jahren und 10 Monaten.

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71 Kommentare

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Leider geht man immer nur an die Kleinen und nicht an unseren Eliten daran diese zu kontrollieren. Ein Fisch fängt doch immer am Kopf an zu stinken oder nicht? Die Kleinen hängt man und die Großen läßt man laufen. Das ganze nennt man dann demokratische Vorgänge.
  • 28.11.2016, 15:02 Uhr
  • 0
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Wie überall. Worüber regt ihr euch auf. Wie im Kleinen so auch im Großen!
  • 27.11.2016, 13:15 Uhr
  • 2
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Der ganze Beamten und Politiker Saustall gehört ausgemistet.
Für beide hat es keine Folgen, egal ob maßlose Steuerverschwendung oder gravierende Fehlentscheidungen. Der Bürger und Steuerzahler hat die Resultate zu tragen. Es mich nur noch an.
  • 27.11.2016, 12:30 Uhr
  • 2
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Ist doch keine Überraschung, gab´s doch schon im Mittelalter bzw. seit es Menschen gibt und ist doch weltweit verbreitet. Also warum darüber aufregen. Früher nannte man das "geben und nehmen" und keiner hat sich darüber aufgeregt, weil es die normalste Sache der Welt war.
Nur Korruption im Öffentlichen Dienst sollte streng bestraft werden, und den betroffenen Beamten muss jede Begünstigung (Pensionen usw. ) ersatzlos gestrichen werden.
  • 27.11.2016, 12:21 Uhr
  • 3
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kurzum...... die Politik ist ein dreckiges Geschäft......
  • 27.11.2016, 12:21 Uhr
  • 1
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Wir sind doch in der EU, warum sollten denn da unsere Beamten hinter den Kollegen aus den anderen Ländern stehen .
  • 27.11.2016, 12:10 Uhr
  • 1
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Kein Wunder
die Gilde der Beamten, aber auch der Politiker fürchten eine Revolution und bringen alles in Sicherheit
nur manchmal sterben sie früher wegen zu hohem Blutdruck, der von der Angst genährt wird...
  • 27.11.2016, 12:02 Uhr
  • 1
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Wer kennt das nicht......"eine Hand wäscht die andere", die Verstrickungen sind so tief, so das der kleinste Funke der an die Öffentlichkeit gerät, für so manchen Staatsdiener einen Flächenbrandt auslösen könnte. Deshalb gilt die Deviese, Verdunkel, Vertuschen, Verrnebeln...bis hin zum Verdummen...
  • 27.11.2016, 11:54 Uhr
  • 4
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so sieht es aus.... aber die dürfen das ja.... "wir " haben es ihnen ja erlaubt
  • 27.11.2016, 11:36 Uhr
  • 1
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Die hoechsten Beamten, die im Bundestag und in der Regierung sitzen, machen es doch vor wie es geht.
  • 27.11.2016, 11:35 Uhr
  • 2
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