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Was geht uns eigentlich die Demografie an?

Was geht uns eigentlich die Demografie an?

Helmut Achatz
19.03.2017, 12:35 Uhr
Beitrag von Helmut Achatz

Deutschland schrumpft nicht. Ist das eine gute Nachricht? Deutschland schrumpft zwar nicht, aber Deutschland wird älter. Deutschland verändert sich strukturell, insofern geht uns die Demografie sehr wohl etwas an – und was geht uns die Demografie an?

Wer sich das Video bei Youtube von Rosemarie Konirsch bis zum Ende anschaut, begreift in 4:42 Minuten, was uns Demografie angeht. Zwar bleibt die Bevölkerungszahl in Deutschland vergleichsweise stabil, trotz Zuwanderung vergreist Deutschland langsam. In zehn Jahren, sprich so gegen 2027 geht die Babyboomer-Generation endgültig in Rente. Dann sei der Peak erreicht.
Und es ist ja nicht so, dass entsprechend viele Junge nachrücken. Die Basis ist deutlich schmäler – aus dem Tannenbaum wird, na, sagen wir mal, so etwas wie eine Artischocke, mit einer schmalen Basis und einem dickeren Oberteil. Den Erwerbstätigen stehen mehr ältere Menschen gegenüber. Dieser Prozess sei eine riesige Herausforderung für Personaler, so die Demografie-Exertin Konirsch. Dabei sei auch der Know-how-Verlust nicht zu vernachlässigen.

Mehr tun für altersgerechte Arbeit


Es gilt also für Unternehmen, die Zeichen der Zeit zu erkennen. Bundeskanzlerin Angela Merkel dringt auf eine altersgerechte Ausgestaltung der Arbeitswelt. Dazu gehört sicher auch, die Arbeit flexibler zu gestalten, dazu gehört ferner Weiterbildung für Ältere, was bislang in vielen Unternehmen vernachlässigt wird. Beim „Demografiegipfel 2017“ am 16. März 2017 – und auch schon davor – wurde zwar viel diskutiert, meist blieb es aber bei Sonntagsreden. In der Praxis sieht es doch so aus, dass die Arbeit generell nicht so gestaltet wird, „dass sie zunehmend älter werdenden Beschäftigten gerecht wird“, von Ausnahmen einmal abgesehen.

Investition in Weiterbildung


Die Kanzlerin mahnte Investitionen in Bildung und Forschung an, den Kommunen fehlt dafür aber meist das Geld. Innenminister Thomas de Maizière sagte, die Vitalität der sogenannten „jungen Alten“ sei eine Riesenchance für Deutschland. Klingt gut, kostet ja nichts. Doris Wagner von den Grünen kritisierte den „Demografiegipfel“ als Schaufensterveranstaltung, womit sich sicher nicht ganz unrecht hatte.

Dieses Jahr finden noch zwei weitere Demografie-Veranstaltungen statt:

  • der 7. Demografiekongress am 28. März 2017 in der IHK Frankfurt
  • der Demografie Kongress am 31. August in Berlin

Mehr dazu unter vorunruhestand.de

3 Kommentare

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Na und?
Irgend ein Land muss ja mal damit anfangen, die Bevölkerung zu reduzieren, der Planet Erde verkraftet kein ewiges Wachstum an Bevölkerungen.
  • 19.03.2017, 22:16 Uhr
  • 1
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Erdogan ruft Türken in Europa zum Kinderkriegen auf
Quelle: N24
Der türkische Staatspräsident hat die in Europa lebenden Türken aufgefordert, mindestens fünf Kinder zu bekommen.
Dies sei aus seiner Sicht die beste Antwort auf die „Ungerechtigkeiten“ aus Europa.
Außerdem hat der türkische Innenminister gedroht, Flüchtlinge aus seinem Land über die Grenze in die EU zu schicken.
789 Kommentare
Kinder statt Kanonen: Als Reaktion auf den eskalierenden Streit mit Europa hat der türkische Staatspräsident Recep Tayyip Erdogan seine dort lebenden Landsleute aufgefordert, ihren Einfluss auszuweiten und mehr Kinder zu zeugen.
„Macht nicht drei, sondern fünf Kinder, denn ihr seid die Zukunft Europas“, sagte Erdogan am Freitag im westtürkischen Eskisehir. „Das wird die beste Antwort sein, die ihr auf die Unverschämtheiten, Feindseligkeiten und Ungerechtigkeiten, die man euch antut, geben könnt.“
Die Welt

Kommentar Sigurt Perk
Ja, das kann uns noch retten.
Die bio-deutsche Frau bekommt noch 1,1 Kind im Schnitt. Das bedeutet eine Halbierung von einer Generation zur nächsten. Oder anders, die 60 Millionen Biodeutschen sind in der nächsten Generation 30 Millionen, in der übernächsten 15 Millionen und in der dritten 7,5 Millionen.
5 Kinder pro Türkin bedeuten bei 4 Millionen in der nächsten Generation mindestens 9 Millionen, in der übernächsten 18 Millionen und in der dritten 36 Millionen.
Also, was machen wir uns Sorgen?
Vorsicht: Satire
  • 19.03.2017, 18:09 Uhr
  • 1
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Mal abgesehen von den Alten die arbeiten müssen um über den Monat zu kommen gibt es ein Heer von Rentnern die gelangweilt Zuhause sitzen und gerne Arbeiten würden. Sie sind Gesund und Fit wie kaum eine Generation vor ihr. Arbeit bekommen sie aber nicht mehr. Oder sie verlieren einen Teil ihrer Rente. Der Gesetzgeber hat hier Möglichkeiten.
  • 19.03.2017, 15:54 Uhr
  • 3
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