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Angriff auf Atomkraftwerk: Deutlich mehr Terror-Voralarme in Deutschland als ...

Angriff auf Atomkraftwerk: Deutlich mehr Terror-Voralarme in Deutschland als bisher bekannt!

News Team
27.04.2017, 14:56 Uhr
Beitrag von News Team

Nach Angaben des Bundesumweltministeriums hat es in den vergangenen Jahren deutlich mehr Terror-Voralarme für die deutschen Kernkraftwerke gegeben als bisher öffentlich bekannt. Ein Sprecher des Ministerium bestätigte der "Heilbronner Stimme" (Donnerstagausgabe), dass allein in den vergangenen fünf Jahren acht Mal Terror-Voralarme für die deutschen Atomkraftwerke Kernkraftwerke ausgelöst wurden. Der so genannte "Renegade"-Alarm wird ausgelöst, wenn die Möglichkeit besteht, dass ein Luftfahrzeug als Waffe verwendet werden könnte.

Wie die Zeitung weiter berichtet, gibt es den seit Jahren diskutierten Schutz der Kraftwerke durch Vernebelungsanlagen immer noch nicht für alle Atomkraftwerke. Die Vernebelungsanlagen sollen die Atommeiler vor gezielten Flugzeugabstürzen schützen. Auslöser der Debatte war der Terrorangriff vom 11. September 2001 auf das World-Trade-Center. Erste Pläne wurden hierzulande im Jahr 2004 bekannt.

Im Kernkraftwerk Neckarwestheim (GKN - Gemeinschaftskraftwerke I und II) wurden die Verneblungsanlagen bis heute nicht installiert, hat die "Heilbronner Stimme" erfahren. Das bestätigte das Landesumweltministerium. Auch wegen der Anordnung der Gebäude im ehemaligen Steinbruch sei der Schutzzustand von GKN II bereits relativ hoch, erklärte das Ministerium. Nach der Abschaltung von GKN I und wegen der Neubauten auf dem Gelände hätten die Antragsunterlagen stark überarbeitet werden müssen. Über das weitere Vorgehen solle im Jahr 2018 entschieden werden. Dann liege eine ergänzende Studie zur Sicherheit der Reaktoren bei Flugzeugabstürzen vor.

Das Kernkraftwerk in Philippsburg wurde 2011 mit einer solchen Anlage ausgerüstet. Welche weiteren Atomkraftwerke in Deutschland ausgestattet sind, teilt das Bundesumweltministerium nicht mit. Diese Informationen seien Verschlusssache. Aus der Antwort auf eine Bundestagssanfrage im Jahr 2010 geht hervor, dass mindestens die Standorte Biblis und Grohnde bedacht wurden.

Neckarwestheim 2 und Philippsburg 2 gehören zwar zu den jüngsten und sichersten Anlagen in Deutschland. Planerisch ausgelegt sind sie aber nur auf den Aufprall eines Militärjets. Die Reaktorkuppeln würden beim Aufprall eines Verkehrsflugzeugs Studien zufolge zwar nicht völlig zerstört, schwere Schäden seien aber nicht auszuschließen.

Panne im französischen Akw Fessenheim am Rhein

4 Kommentare

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Bei der ungelösten Frage der Altlasten und ihrer Strahlung ist es wirklich sinnvoll, sich nach anderen Energiequellen umzusehen. Ich bin nicht mit Merkels Politik einverstanden, aber ihre Entscheidung auf Atomkraftwerke und Ihren Ausbau verzichten zu wollen, war richtig. Klar ist auch, dass diese Entscheidung Geld kostet. Worüber natürlich alle schimpfen. -Unnütze Kriege kosten viel Geld, aber befriedigen die Waffenindustrie.- Und die Folgen dieser Kriege tragen auch die Menschen. Sowohl die, deren Land und Kultur zerstört wird, als auch die, die Flüchtlinge aufnehmen müssen.
Trotzdem frage ich mich, warum die Sicherheit der AKs ausgerechnet jetzt in Gespräch kommt. Wahlpropaganda?
  • 28.04.2017, 10:24 Uhr
Eigentlich hatte Merkel den bereits beschlossenen Atomausstieg wieder gekippt. Dann gab es eine Kernschmelze im Atomreaktor in Fukushima und Merkel machte einen Ausstieg vom Ausstieg vom Ausstieg ...
  • 28.04.2017, 17:00 Uhr
Stimmt, dass war mir nicht mehr present.
  • 28.04.2017, 17:49 Uhr
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Der beste Schutz ist immer noch, wenn es diese Dinger gar nicht gäbe.

Niemand braucht sie wirklich, niemand will sich diesem Risiko aussetzen, niemand weiß genau, wohin den Müll für die nächsten Jahrtausende sicher verwahren.

Das Einzige, was wir bisher genau wissen ist, dass dem Bürger alle Kosten und gesundheitlichen Risiken aufgebürdet werden.
  • 27.04.2017, 16:18 Uhr
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