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Maischberger-Studio verlassen: Jetzt spricht Bosbach über den Eklat

Maischberger-Studio verlassen: Jetzt spricht Bosbach über den Eklat

News Team
13.07.2017, 09:46 Uhr
Beitrag von News Team

Das war zu viel für Wolfgang Bosbach (CDU). Mit einem Eklat hat der Innenexperte der Union seinen Auftritt als Talkgast bei Sandra Maischberger beendet. Weil ihm die Runde zu Polizei-feindlich debattierte, ohne von der Moderatorin eingebremst zu werden, verließ er empört das Studio.

Vor allem eine Frau hatte Bosbach auf die Palme gebracht: die Ex-Grüne Jutta Ditfurth, heute Ökologische Linke. Sie war einst bekannt geworden, weil sie sich selbst dem politischen und rhetorischen Schwergewicht Franz-Josef Strauß unerschrocken entgegenstellte.

Als "unerträglich" bezeichnete Bosbach ihr Auftreten, bevor er ging. In der Talkrunde hatte sie das Vorgehen der Polizei in Hamburg polemisch kritisiert und einem Polizisten in der Runde Lügen vorgeworfen.

Im Nachhinein sieht sich Bosbach in seinem Verhalten bestätigt: Zu FOCUS Online sagte er:

Es wäre vielleicht besser gewesen, noch früher zu gehen. Die permanente Mischung aus Dazwischenquatschen und Grimassenschneiden von Frau Ditfurth war eine echte Zumutung.

Als Bosbach sich in der Sendung über Ditfurth beklagt hatte und drohte, die Debatte zu verlassen, wurde Ditfurth persönlich: „Sie sind eine kleine Mimose! Wie kann ein erwachsener Mensch so mimosenhaft sein!“

Maischberger fordert nach dem Abgang Bosbachs die linke Debattantin auf, das Studio ebenso zu verlassen, um wieder eine ausgewogene Runde herzustellen. Doch die Linken-Frau weigert sich: „Warum soll ich gehen? Ich habe mit Herrn Bosbach nichts zu tun!“ Also blieb sie einfach sitzen.

Bosbach dazu zu FOCUS Online:

Mit ihrem Sitzenbleiben trotz Aufforderung zum Verlassen der Sendung hat Frau Ditfurth ihre Haltung ganz deutlich gemacht: ‚Ich mache, was ich will, ohne Rücksicht auf andere.‘

Im Nachhinein entschuldigte sich Maischberger bei Ditfurth, sie aus der Sendung werfen haben zu wollen.

Ich möchte mich ausdrücklich bei Frau Ditfurth für den Versuch entschuldigen, sie aus der Sendung komplimentieren zu wollen. Das war eine unüberlegte Kurzschlussreaktionen, getrieben von dem Wunsch, in der Sendung den Ausgleich der Seiten wiederherzustellen. Es war ein Fehler den ich bedauere.

Ditfurth hatte Bosbach im Verlauf des Streits vorgeworfen, dass sein Kopf "voller Ideologien" sei. Sie kritisierte vehement den Polizeieinsatz in Hamburg und verteidigte die Gewaltbereitschaft der Linksradikalen als legitimes politisches Mittel. Demonstranten seien durch die Polizei „Grundrechte weggenommen wurden, weil Leute schwarz gekleidet waren“.

Hat Wolfgang Bosbach richtig gehandelt, als er einfach ging?

Ja
86 %
Nein
14 %
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Nach der Sendung legte sie nach und twitterte einen Artikel zu einem angeblichen polizeilichen Übergriff während des G20-Gipfels

Sandra Maischberger bedauerte im Nachhinein den geplatzten Talk: „Ich bedaure sehr, dass Wolfgang Bosbach unsere Runde vorzeitig verlassen hat. Mein Versuch, ihn zum Bleiben zu bewegen, schlug leider fehl. Das ist immer eine Niederlage in einer Sendung, deren Aufgabe es ist, Menschen ins Gespräch zu bringen – gerade, wenn sie noch so unterschiedliche Meinungen haben. Wir wollen gesellschaftliche und politische Kontroversen im Fernsehen so führen, wie sie im Leben stattfinden: ungeschnitten und ungeschönt. Das tut manchmal weh. Auch mir, wenn es nicht gelingt, meine Gäste im Dialog zu halten."

Bereits im Verlauf der Woche hatte Bosbach klar Stellung bezogen. Er rechnete direkt nach dem G20-Gipfel mit alle Besserwissern ab, die nun den Einsatz der Polizei kritisieren. Für die einen habe die Polizei zu hart durchgegriffen und sich in Polizeigewalt ergangen. Die anderen bemängelten, dass die Einsatzkräfte nicht gleichzeitig an allen Brennpunkten gewesen seien.

Wir sollten der Polizei nicht in den Rücken fallen, wir sollen ihr den Rücken stärken.
Schuld sind die Chaoten, die Kriminellen, nicht die Mehrzahl der friedlichen Demonstranten
Wer einen Rewe-Markt plündert, hat kein politisches Anliegen, er ist ein krimineller Idiot.

Zum Ende seiner Ausführungen führt Bosbach aus, dass seiner Meinung nach linke Gewalt in Deutschland eher geduldet werde als rechte, was die Auswüchse im Hamburger Schanzenviertel und anderswo erkläre.

335 Kommentare

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Bosbach hat fast alles richtig gemacht! Er ist lediglich zu spät gegangen! Warum wurde eigentlich Ditfurth (eine sympathisantin des schwarzen blocks) überhaupt eingeladen? Dieses Land schwimmt auf er linken Welle!!
  • 19.07.2017, 10:49 Uhr
  • 0
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Hier wurde ein Kommentar durch den Ersteller entfernt.
Vielleicht hätte Frau Maischberger einen mit Frau Ditfurth vergleichbaren Rechtsradikalen, vermummt natürlich, einladen sollen. Unter Umständen hätte der ihr klar gemacht, was legitime Gewalt ist.
  • 16.07.2017, 16:45 Uhr
  • 0
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Kindisch, kenne ich von anderen Menschen: Wenn ich mich nicht mit der Situation, vor allem mit Kritik nicht auseinander setzen will, renne ich davon? Was soll dieses Verhalten bringen, außer Beendigung der Kommunikation?
  • 15.07.2017, 09:28 Uhr
  • 1
das ist deine Sicht, viele, sehr viele sehen das völlig anders ...

Tatsache ist leider auch, dass Sandra Meischberger alles andere als souverän ihre Talkshows leitet ...
zum Beispiel die Talkrunde mit Nora Illi ... die ungeniert für den IS werben durft und Frau Meischberger dies nicht verhinderte ... das brachte ihr eine Strafanzeige wegen Volksverhetzung ein, Handeln durch unterlassen ...
mich wundert schon, dass sie von der ARD noch nicht die rote Karte gezeigt bekommen hat ...
  • 15.07.2017, 12:06 Uhr
  • 3
Danke für den Hinweis - sonst hätte ich nicht erkannt, dass es meine Meinung ist🤣 Ich bin zeitlebens nie mit der Mehrheit geschwommen, sonder meine Ansichten vertreten; werde es auch weiterhin so handhaben!
  • 15.07.2017, 18:09 Uhr
  • 0
so ist das mit der Mindermeinung ...
  • 15.07.2017, 19:07 Uhr
  • 0
Mimimmimmi heule leise in deiner bunten welt!
  • 19.07.2017, 10:43 Uhr
  • 0
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Bosbach hat das einzig Richtige gemacht, denn mit „Anarchisten“ kann man nicht diskutieren. Das sind genau diese Gesinnungsgenossen, die den deutschen Rechtsstaat abschaffen wollen.
  • 14.07.2017, 20:26 Uhr
  • 11
  • 16.07.2017, 16:11 Uhr
  • 0
Mit Fanatisten kann man nicht reden, denn sie haben immer recht. Jedes Wort ist dann zu viel.
  • 16.07.2017, 16:13 Uhr
  • 1
Warum werden solche Chaoten überhaupt eingeladen?
  • 16.07.2017, 17:43 Uhr
  • 1
Die Journaille ist nicht an fremden Meinungen interessiert, sondern nur an Sensationen, am Nervenkitzel.
  • 16.07.2017, 19:46 Uhr
  • 1
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Hier wurde ein Kommentar durch den Ersteller entfernt.
ein Moderator sollte "moderieren" nicht diskutieren und den Gästen immer wieder dazwischenreden oder sie unterbrechen....das nervt den Zuschauer....den letztendlich die Meinung der eingeladenen Gesprächspartner interessiert, nicht die Meinung des Gastgebers. Es ist sicherlich nicht einfach, solch verschiedene Temperamente zu harmonisieren, doch genau das macht schließlich einen guten Moderator aus...Diese Frau Ditfurth versuchte sich mit Fächer und Mimikspiel herauszuheben. Es wirkte abgedroschen und etwas lächerlich, doch beleidigt aus dem Saal rauschen, zeugt auch nicht von übermässiger Erhabenheit. Damit stellte sich Herr Bosbach auf dieselbe Stufe seiner Kontrahentin. Daß Frau Maischberger Frau Ditfurth "hinterherwerfen wollte" war keine glücklich-demokratische Entscheidung...eine total chaotische "Kindergartenszenerie"....wenn natürlich solche Sendungen die Einschaltquoten heraufschrauben, dann hat es sich ja gelohnt....
  • 14.07.2017, 09:42 Uhr
  • 3
Ersten, vielleicht hat der Sender bewust diese Gäste so ausgewählt um hohe Einschaltquoten zu bekommen.
Zweitens, das Verhalten (städiges lachen und Grimass ziehen und ausfallend) vom Vertreter der Polizei, ging mir mächtig auf den Sack.
Drittens, das Verhalten von einem Politiker ( Bosbach) der täglich unter Menschen ist, fand ich nicht gut. Mein Eindruck war, er hat die Nerven verloren. Aber dann darf man nicht zu so einer Sendung fahren. Er musste wissen was auf ihn zu kommt. Für mich war der Herr Jan van Aken noch der vernünftige und ruhende Pol in der Sendung.
Viertens, Frau Maischberger sollte bei einer erneuten Sendung sich erst einmal im Vorfeld mit den einzuladenen Gästen befassen. Vielleicht wäre sie dann nicht so nervös gewesen.
  • 14.07.2017, 10:47 Uhr
  • 2
Alles gut und schön, doch ein angeblich so ausgebuffter Politiker wie Bosbach, der muß das ertragen und zwar souverän! Zimperlich geht es auch nicht in der Politik zu und das muß ausgesessen werden. Stellt Euch vor aus dem Bundestag flieht jeder Politiker, der angegriffen wird. Dann wäre der Laden leer!
  • 16.07.2017, 17:46 Uhr
  • 1
  • 16.07.2017, 17:52 Uhr
  • 0
@Franzl - Wenn es um die Durchsetzung von politischen Meinungen geht, dann nimmt kein richtiger Politiker Rücksicht. Auch Bosbach hat bestimmt einigen Andersdenkenden politisch weh getan. Jetzt war er selbst mal dran und geht auf Rückzug. Erbärmlich!
  • 17.07.2017, 19:35 Uhr
  • 0
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Maischberger hatte ihre Glanzzeit bei den Interviews zu zweit. Ich habe kaum eine Sendung versäumt. Jetzt langweilt sie nur noch.
  • 14.07.2017, 08:44 Uhr
  • 2
Stimmt! Der Sender sollte rechtzeitig nach geeignetem Nachwuchs suchen. Es gibt bestimmt gut geschulte Naturtalente.
  • 16.07.2017, 17:47 Uhr
  • 0
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Ich war unangenehm von Frau Ditfurth berührt. Wie eine gelangweilte Drohne saß sie auf ihrem Platz und dann um ihre Haltung zu unterstreichen holte sie einen roten Fächer vor.
Na gehts noch?
Herr Bosbach hätte früher gehen sollen. So musste ich das Ganze bis zum Ende ertragen - verlorene Lebenszeit
  • 14.07.2017, 08:23 Uhr
  • 12
Margarethe, ich gebe Dir recht. Frau Ditfurth war früher in 70er Jahren schon sehr unangenehm. Das hat nichts damit zu tun, daß sie anderer Meinung ist. Nur, sie respektiert andere Menschen nicht. Sie will aber ihrerseits anerkannt werden.
Liebe Wochenendgrüße an Dich.
  • 14.07.2017, 12:57 Uhr
  • 9

Liebe Christine das hast du gut erkannt. Sowas ist eine Haltung, die nicht im Alter einfach über einen kommt, sondern längst gelebt wurde.
Für dich auch ein schönes WE
  • 14.07.2017, 19:05 Uhr
  • 1
Ich danke Dir.
  • 14.07.2017, 20:50 Uhr
  • 0
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