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Nomen est Omen oder: Digitale Vermummung

24.07.2017, 12:55 Uhr
Beitrag von wize.life-Nutzer

In der analogen Welt gibt es – wenigstens bei uns – ein Vermummungsverbot. Es vermummen sich Menschen, die Böses im Schilde führen. Sie verkleiden sich, verhüllen ihr Gesicht, um nicht bei der Ausführung ihrer bösen Absichten entdeckt zu werden. Unter der Hülle, der Maske, kann man sich quasi unsichtbar machen bzw. sich anonymisieren. Man verliert sein Gesicht, seinen Namen, kurz: alles, woran man sich von anderen unterscheidet.

In der Bibel (Jesaja 43:1 und 2) heißt es: Ich habe dich bei deinem Namen gerufen. Der Name eines jeden Menschen steht für seine Individualität, seine Identität, macht ihn zu einem Individuum, zu etwas Unverwechselbaren. Werde ich mit meinem Namen gerufen, weiß ich, dass ich gemeint bin und kein anderer. Wer ein Dokument mit seinem Namen unterschreibt, tut damit kund, dass er sich mit dem Inhalt des Dokumentes identifiziert. Er macht es sich zu eigen. Wer einen Text verfasst und ihn niederschreibt, erhebt mit seiner Unterschrift unter den Text einen Besitzanspruch auf den Text. Er hat das 'Copyright', was bedeutet, dass niemand ohne seine Zustimmung von diesem Text Gebrauch machen darf, ohne den Verfasser zu nennen.

Üblicherweise tragen wir den Namen, den uns unsere Eltern gegeben haben, zusammen mit dem von ihnen geerbten Nachnamen, ein Leben lang. Wo von diesem Brauch abgewichen wird, der Name also gewechselt, geändert wird, gibt es schwerwiegende Gründe dafür. Das Gesetz sieht daher nur in Ausnahmefällen eine Erlaubnis zum Namenswechsel vor.

In der digitalen Welt, besonders in den sogenannten 'sozialen Medien' (Facebook, Youtube, Wize Life) ist es zunehmend üblich geworden, sich zu anonymisieren. Dafür gibt es vielfältige Gründe. Einige davon sind durchaus plausibel. Die meisten entspringen dem Bedürfnis, nicht erkannt werden zu wollen. Was ist es, das dieses Bedürfnis erzeugt oder rechtfertigt?
Es ist verständlich, wenn jemand dem Risiko, beleidigt oder verunglimpft zu werden, möglichst aus dem Wege gehen will. Mobbing und Stalking sind neudeutsche Begriffe für das bösartige Verfolgen und Diskreditieren, welches wie eine Seuche im Internet um sich gegriffen hat. Jeder kann zum Opfer von solchen verletzenden Angriffen werden.

Warum aber, so kann man fragen, verbreitet sich diese Seuche wie eine ansteckende Krankheit? Was treibt einige Nutzer von Facebook, Wize Life & Co. zu solchem unsozialen Verhalten?

Die Antwort ist: weil man anonym bleiben kann, weil es (noch) kein 'digitales Vermummungsverbot' gibt. Wenn diese Antwort stimmt, wenn das der wahre Grund für das Versteckspiel mit falschem Namen, mit dem berüchtigten 'Nick', ist, dann lässt sich auch leicht daraus der Umkehrschluss ziehen: Wer sich 'digital vermummt', indem er einen 'Nick' statt seines Klarnamens nutzt, tut das wahrscheinlich in böser Absicht. Er will nicht erkannt werden, damit er nicht für das Böse, welches er beabsichtigt oder schon getan hat, zur Verantwortung gezogen werden kann. Genau so, wie man einen Verbrecher für seine Tat nicht bestrafen kann, bevor man ihn hat, bleibt auch ein Mobber, Stalker, Beleidiger, usw. unbelangt, solange er anonym agieren kann.

In einer kontrovers geführten Diskussion – und davon gibt es im Netz sehr viele – möchte man, möchte ich, auch wissen, mit wem ich es zu tun habe. Ich möchte meinen Debattengegner kennen, kennernlernen, ihm gewissermaßen ins Gesicht schauen dürfen und nicht gegen eine unsichtbare oder versteckte Gestalt anreden. Benutzt er ein Pseudonym und dazu noch ein falsches, gefälschtes oder nichtssagendes Foto, hinter welchem er sein wahres Gesicht verbirgt, so bin ich von vornherein skeptisch und voreingenommen, weiß ich doch nicht einmal, ob ich mit einer real existierenden Person oder mit einem 'Bot', einem künstlichen 'Avatar', diskutiere. Ich neige dazu, eine solche Debatte ergebnislos abzubrechen, denn sie führt zu nichts wirklich Erstrebenswertem.

Ich gebe zu, ich kann mich nur schwer an anonyme Kommentare, Notizen und Themenbeiträge gewöhnen. Ihnen haftet etwas Hinterhältiges an. Wer sein Gesicht nicht zeigt, wer seinen Namen nicht nennt, dem kann ich nur schwer trauen. Das gilt für die digitale wie für die analoge Welt. Es fällt mir wahrlich schwer, Beiträge ernst zu nehmen, die von anonymen Nutzern stammen. Und oft sind es die 'Wutbürger', die angeblich 'Besorgten', die sich hinter Pseudonymen verstecken. Ich finde, sie sollten zu 'Mutbürgern' mutieren. Dann können sie ihrer Wut und ihrer Besorgtheit freien Lauf lassen und zeigen, dass sie die Meinungsfreiheit, die ihnen unsere Land glücklicherweise zugesteht, unbesorgt nutzen dürfen.

21 Kommentare

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Guten Morgen Friedhelm,
wie immer gibt es zwei Seiten einer Medailie. Die Seite der Bürger die ihr Grundrecht zur Demonstration wahr nimmt, auf der anderen Seite der Staat bzw. seine Beamten die demonstrierende Bürger filmt und die Daten speichert. Was solche Maßnahmen bedeuten, brauche ich Dir ja nicht zu schildern - da kennst Du Dich evtl. besser aus wie ich. Doch jede Maßnahme löst eine Gegenmaßnahme aus. Es gibt eine Spirale, die leider zu den Ergebnissen führt, wie wir sie heute vorfinden. Wäre es nicht eine Überlegung wert, wenn sich beide Seiten ein wenig zurücknehmen würden? Das gleiche Problem hatten wir doch in den Ende der 50 er und 60 er Jahren, was sich unter Brandt ein wenig zurück gebildet hatte und nun seit Merkel wieder hochkommt.
EuGH-Urteil bestätigt Rechtsbruch der Bundesregierung in Asylkrise: Merkel übergeht geltendes Recht – Verdummung der Medien



EuGH-Urteil bestätigt Rechtsbruch der Bundesregierung in Asylkrise: Merkel ...
„Das EuGH-Urteil bestätigt, was die vielen, heute z.T. gesperrten Mitdiskutanten von W.L. seit Beginn der Flüchtlingskrise scharf kritisieren....
  • 28.07.2017, 09:23 Uhr
  • 0
"War Merkels Entscheidung mit europäischem Recht vereinbar oder nicht? Die Generalanwältin des Europäischen Gerichtshofs ist der Ansicht: Sie war rechtens. Die Britin Eleanor Sharpston sprach Anfang Juni in ihren Schlussanträgen von außergewöhnlichen Umständen, von der größten Massenbewegung in Europa seit dem Zweiten Weltkrieg, bei der eine sture Anwendung der Dublin-Regeln nicht infrage kommen konnte," (zitiert aus: https://www.tagesschau.de/ausland/eu...ik-101.html )
Man mag sich nicht vorstellen, welche Folgen es gehabt hätte, wenn die Bundesregierung im September 2015 die deutsche Grenze wirklich hermetisch abgeriegelt hätte. Wie, so muss man sich fragen, hätte man die Hunderttausend, die schon auf der Balkanroute unterwegs waren und die ständig Nachrückenden ohne Waffengebrauch davon abhalten können, illegal Grenzen zu überschreiten? Wie hätte die Welt reagiert, wäre an der deutschen Grenze auch nur ein einziger Flüchtling von einem 'Grenzschützer' erschossen worden?

Wenn bestehende Gesetze mit ethisch-moralischen Prizipien kollidieren, sollten in jedem Falle diese Prinzipien den Vorrang haben. Nichts anderes bedeutet Merkels Satz: Wie schaffen das!
  • 28.07.2017, 10:08 Uhr
  • 1
Im Vorfeld hätte man in Europa miteinander sprechen und beraten sollen, da hat sich die Deutsche Regierung aber immer darauf berufen, daß die Flüchtlinge und Migranten in dem Land regiastriert werden müssen in dem Sie in die EU zuerst einreisen. Damit glaubte die Frau AM daß der Kelch an Ihr vorüber geht, was eine klassische Fehleinschätzung war. Hier wurde nach dem St. Florian-Prinzip gedacht und gehandelt.
  • 28.07.2017, 19:11 Uhr
  • 0
Das alles, Peter, ist zugleich richig und auch falsch. Natürlich war es eine 'Fehleinschätzung', darauf zu vertrauen, dass 'der Kelch an uns vorüber gehen würde'. Rückblickend ist man immer klüger. Natürlich hätte man damit rechnen können, dass die Zahl der Flüchtlinge eine Größenordnung erreichen konnte, für die das Dublin-Abkommen nicht vorgesehen war. Und natürlich konnte man eigentlich erwarten, dass außer Deutschland, Österreich, Dänemark und Schweden auch die anderen EU-Mitglieder sich solidarisch erweisen und einen - wenn auch kleinen - Anteil der Geflüchteten aufnehmen würden.
Auch die besten 'Propheten' hätten aber nicht voraussehen können, mit welcher Wucht das Flüchtlingsproblem die EU und besonders die BRD getroffen hat. Trotz aller 'Fehler', die bei der Bewältigung der Krise gemacht wurden - und davon gab es sicherlich genug - bleibt aber festzustellen: Alle Versuche, sich gegen die 'Flut der Flüchtenden' abzuschotten, wären nicht nur gescheitert, sie hätten auch viel katastrophalere Folgen gezeitigt, als die, die wir bisher erlebt haben.
  • 28.07.2017, 19:38 Uhr
  • 0
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@Friedhelm,
"In der analogen Welt gibt es – wenigstens bei uns – ein Vermummungsverbot. Es vermummen sich Menschen, die Böses im Schilde führen. "
das ist nicht ganz richtig!
Rechtliche Grundlage für das Vermummungsverbot gibt § 17a VersammlG
dieser sagt aus:
"Es ist verboten, bei öffentlichen Versammlungen unter freiem Himmel, Aufzügen oder sonstigen öffentlichen Veranstaltungen unter freiem Himmel oder auf dem Weg dorthin Schutzwaffen oder Gegenstände, die als Schutzwaffen geeignet und den Umständen nach dazu bestimmt sind, Vollstreckungsmaßnahmen eines Trägers von Hoheitsbefugnissen abzuwehren, mit sich zu führen."
es gibt also kein generelles Vermummungsverbot ...!

"Ich habe in dem Beitrag schon betont, dass es für manche gute Gründe gibt, ihren Klarnamen nicht öffentlich zu machen."

so ist es, aber liegt das nicht vielleicht an den Regeln, die wize.life vorgibt?
Hier kann sich jeder, der eine eMailadresse hat registrieren lassen, manchmal habe ich auch den Eindruck, dass ein und dieselbe Person sich schon mehrfach registriert hat.
Wenn wize.life will, dann hat sie die Möglichkeit dies zu ändern, bspw. indem das Passwort, dass zum einloggen benötigt wird, an die angegebene Adresse postalisch versendet wird.
Das wird, so vermute ich, viele abschrecken ... und die, die aus der vermeindlichen Anonymität Straftaten, wie Beleidigung, Verleumdung, Volksverhetzung, begehen wollen zum Umdenken bewegen ...

alledings haben inzwischen die Betreiber von Foren die Verpflichtung solche Beiträge zu löschen.
Wie ich erst gestern erfahren musste, ist wize.life dies nicht klar ... verleumderische und beleidigende Kommentare werden "administriert" aber nicht gelöscht, obwohl:

Das geht nicht auf wize.life
-Verstöße gegen geltende Gesetze
-Nichtprüfbare Unterstellungen und Verdächtigungen
Quelle: wize.life/inhalt/umgangsformen
  • 25.07.2017, 07:34 Uhr
  • 2
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Der Name ist auch in den Geheimwissenschaften, der jüdischen Kabbala, Ausdruck und Träger von Eigenschaften.
Vor Jahren nahm ich einmal an den Seminaren des Kabbalisten Fritz Guggisberg in Basel teil.
Man übertragt die Buchstaben in Zahlen, und diese wiederum enthielten eine Eigenschaft.
Nicht viel davon habe ich behalten, aber an einen Namen erinnere ich mich noch, und vielleicht interessieren sich die anwesenden 'Erikas' dafür.
Guggisberg sagte, diese Namensträger seien im weitesten Sinne 'Heiler'.
  • 24.07.2017, 17:11 Uhr
  • 3
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Friedhelm: den Frauen sei zugestanden, dass sie sich nicht voll auf den Präsentierteller stellen. Ich bin ursprünglich auch mit vollem Namen und Wohnort eingestiegen - aber nach einigen aufdringlichen Telefonanrufen habe ich das geändert. Ich hoffe, dass ich trotzdem authentisch rüberkomme.
  • 24.07.2017, 16:57 Uhr
  • 2
Ich habe in dem Beitrag schon betont, dass es für manche gute Gründe gibt, ihren Klarnamen nicht öffentlich zu machen. Das gilt aber nicht für diejenigen, die die 'Verkleidung' nutzen, um aus der Anonymität heraus ungestraft (weil unentdeckt) straffällig zu werden.
  • 24.07.2017, 17:33 Uhr
  • 1
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Die Klientel die du meinst, hat nicht auf das Netz gewartet um zu agieren, sie ist nur auch hier im Forum/Netz, für alle viel präsenter! Nicht das Netz schuf sie,sondern sie sind nur dadurch sichtbarer geworden.
In der realen Welt, agieren sie vermummt für ihre kriminellen Aktionen, das Netz hat vielen zwar die Möglichkeit gegeben, auch anonym das Wort zu ergreifen,das Böse wie du es nennst, steckt im Menschen selbst!
Das Netz als Ventil, vielleicht nicht so schlecht für unsere Gesellschaft
  • 24.07.2017, 14:55 Uhr
  • 3
Mit dem 'Netz als Ventil' magst du recht haben. Das Unheil, das sie im Netz anrichten können, ist zumeist weniger gefählich als das auf der Straße. Absolut harmlos ist es dennoch nicht.
  • 24.07.2017, 15:04 Uhr
  • 2
Nein harmlos ist es auf keinem Fall, und es zeigt sich ja, dass Kriminelles Obszönes usw. zusehends auch geahndet wird. Der Freiraum Netz ist unter Beschuss geraten,es hat nur zu lange gedauert, bis die verantwortlichen Autoritäten wach wurden.
Für uns Normalos, ist es dennoch frustrierend mit dem alltäglichen, bösartigen Schwachsinn konfrontieret zu werden. Abe meistens ist das eher tumbe Dummheit als Bosheit!
  • 24.07.2017, 15:34 Uhr
  • 2
Malisa P., du hältst es aber auch für notwendig, dich nur mit einem Vornamen und ohne Foto zu zeigen.

Friedhelm hat ganz recht mit dem Wunsch, sich auch hier 'unvermummt' zu zeigen.

Aber, damit setzt man sich tatsächlich Gefahren aus.
Ich bin hier von allem Anfang an mit meinem Klarnamen aufgetreten und habe etwa nach 2 Jahren meinen Nachnamen durch 2 Buchstaben ersetzt.
Allerdings taucht mein Name in meinem Profiltext auf, und er wurde eben MISSBRAUCHT, um Recherchen anzustellen und meine veröffentlichten Werke zu diskreditieren. !

Und dies eben gerade von denen, die sich hier als ehrenwerte Zeitgenossen präsentieren.

Also alles com grano salis -
  • 24.07.2017, 17:04 Uhr
  • 3
Angesichts der unerwünschten 'Anmache' durch einige männliche User, wie sie immer wieder mal zu beobachten ist, würde ich Frauen, die sich dadurch belästigt fühlen und die sich solcher Ungehörigkeiten nicht ständig ausgesetzt sehen wollen, durchaus das Recht zugestehen, dass sie sich hinter einem 'Alias' verstecken. Ich denke, ich habe in dem Beitrag deutlich genug gemacht, was ich mit 'Vermummung' meine.
  • 24.07.2017, 17:43 Uhr
  • 2
  • 24.07.2017, 22:38 Uhr
  • 0
@ Edith den Missbrauch den du erlitten hast habe ich verfolgen können, und das war gemein.Aber dafür waren der Name und das reale Foto sicher nicht verantwortlich und auch die Anonymität hätte nichts daran geändert!
  • 24.07.2017, 22:43 Uhr
  • 0
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Man könnte dem zustimmen - aber ich sage bewusst könnte im Konjunktiv.

Es wurde bei Verabschiedung des Telemediengesetzes kontrovers diskutiert.

Letztendlich hat sich der Gesetzgeber - anders wie in vielen Beispielen des realen Lebens dafür entschieden, dass bei einer Community die Meinung und nicht die Person im Vordergrund stehe. Und er führte aus, dass diese Meinung weniger kundgetan würde, wenn man sie unter Namensnennung führen müsste, das Rückschlüsse auf Personen des realen Lebens nachteilig sein könnten und diese nicht mehr erfolgen.

Auch als die Hetze im Netz zunahm und er unter einer sog. Kleinen Anfrage Stellung beziehen sollte, ob diese Anonymität nunmehr besser aufgegeben werden solle, wurde dies aus Verfassungsgründen verneint.

So ist es nun einmal - und so wird es wohl auch bleiben; eine Kontrolle wäre auch gar nicht kostenlos möglich. Die Namensnennung ist nur noch eine Netiquette - man kann es aus Höflichkeit machen oder nicht...

Erst wenn das Recht der freien Meinungsäußerung in den Schranken seines Absatzes 2 verletzt und gebrochen wird, ist es mit der Anonymität vorbei, Dann gilt alles wie im normalen Leben auch...
  • 24.07.2017, 14:33 Uhr
  • 5
Es ging mir in diesem Beitrag weniger um die Gesetzteslage, die auch mir bekannt ist.
Mein Anliegen war eher, einmal die Hintergründe und die Motivation für die 'digitale Vermummung' zu beleuchten. Es ist doch offensichtlich, dass bei sehr vielen (ich sage bewusst nicht: bei allen) der Grund für die Anonymität im Netz der gleiche ist wie bei den Vermummten auf der Straße: sie wollen unerkannt bleiben, wenn sie ihr Unwesen treiben. Dieses Faktum sollte jedem bewusst sein, der mit ihnen hier oder bei Facebook zu tun hat.
  • 24.07.2017, 14:52 Uhr
  • 3
Jeder wird seine Gründe dazu haben, sich so oder so zu verhalten...
  • 24.07.2017, 14:53 Uhr
  • 3
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Wer sein Gesicht nicht zeigt, wer seinen Namen nicht nennt, dem kann überhaupt nicht trauen. Solche oder Ähnliche Individuen stehen wöchentlich an der Tür und klingeln.. dem "Duktus" sei dank !
  • 24.07.2017, 14:00 Uhr
  • 1
So radikal sehe ich das nicht. Ich kenne ein paar Nutzer, die hier mit Klarnamen und Foto angefangen haben, dann aber im realen Leben gestalkt/verfolgt wurden, und infolgedessen Nick und Foto geändert haben.
  • 28.07.2017, 10:20 Uhr
  • 0
Stimmt Assya.. aber die Rede war auch von der Verschleierung von Mitarbeitern im Öffentlichen Dienst.
  • 28.07.2017, 10:32 Uhr
  • 0
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